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Reviews für Eine Welt zerbricht

Name: Gunni Dreher (angemeldet) · Datum: 23.02.15 10:46 · Für: Kapitel 5
Donnerwetter, das ist ein interessanter Schluß! Die Cardassianer haben sich also während ihrer Besatzungszeit eine bajoranische Schläfertruppe herangezogen, weitab von den Traditionen Bajors und jeglichen bajoranischen Kontaktpersonen. Cardassia und seine Lebensart wurden zum Ideal erhoben, sogar das cardassianische Klima als das angenehmere vermittelt. Vermutlich haben sie die Kinder vom Säugling an im Warmen gehalten oder sogar direkt auf Cardassia großgezogen. Ich nehme an, diese auf Kampf gedrillte Truppe war dafür gedacht, den bajoranischen Widerstand zu unterwandern, aber dann kam es nicht mehr zum Großeinsatz. Und nun hat Gul Dukat einen "Verwendungszweck" für die Unglücklichen gefunden. Wahrscheinlich wäre es das Beste für die Betreffenden, wenn sie bei dem Einsatz alle ums Leben kamen. Ich halte es für denkbar, daß eine Umerziehung in einem solchen Fall gar nicht mehr möglich ist. Die Betreffenden würden vermutlich immer lebende Zeitbomben bleiben. Ein solcher Wolf-im-Schafspelz-Trupp ist eine faszinierende Vorstellung, Gabi!

Witzig war die sich unter den glattzüngigen Vorta so richtig wohlfühlende Kai Winn. Endlich Leute, die die gleiche Sprache sprechen wie sie! Ich konnte mir gut vorstellen, wie sie sich gegenseitig höfliche Doppeldeutigkeiten zuflöten und verbale Fallgruben ausheben. Winn muß unter diesen Bedingungen aufgeblüht sein wie eine Rose in der Sonne. Ihre ganz ungewohnte Sorge und ihr sachkundiges Verhalten gegenüber Shakaar und Serina hatten dagegen etwas beinahe Rührendes, gerade, wenn man Winn kennt.

Ich bin leider immer noch nicht dahinter gekommen, ob Serinas Mann nun wirklich den Bajoranern helfen wollte oder ob es sich nur um einen Winkelzug gehandelt hat. Wenn das Letztere zutreffen sollte - ab dafür! Aber wenn Gul Tirek sich wirklich Sorgen um Bajor gemacht haben sollte, wäre es natürlich bitter für ihn, wenn seine gute Tat auf den Verlust von Frau und Kind hinauslaufen sollte. Er schickt Serina und seine Kleine nach Bajor, und Serina verschafft ihrem gemeinsamen Kind prompt einen neuen Papa. Wie gesagt, ganz blicke ich da noch nicht durch, da mußt Du mir wohl auf die Sprünge helfen.

Der Geburtstag in Langenfeld war übrigens sehr nett, er hatte im örtlichen St. Paulus-Pfarrsaal stattgefunden. Ich habe jedenfalls an Dich gedacht, als wir hingefahren sind ;)

Antwort des Autors: Danke für Deine ausführlichen Feedbacks, Gunni!

Diese Schläfer-Thematik hat mir schon immer gut gefallen (ich schätze, ich hatte damals mal wieder den Wüstenplanet-Zyklus gelesen), und ich konnte sie mir für die Cardassianer gut vorstellen, denn sie haben ja mit immer verzweifelteren Methoden versucht, den bajoranischen Widerstand zu unterwandern (siehe Iliana Ghemor). Da die Besetzung so lange angedauert hat, war es problemlos möglich, eine Generation vom Säuglingsalter an zu konditionieren.

Tschuldigung wegen der Verwirrung um Gul Tirek. Das ist ein Winkelzug. Der typische cardassianische Militärangehörige hat keinerlei Veranlassung dazu, Bajor in irgendeiner Weise zu helfen. Im Roman "The neverending sacrifice" schreibt die Autorin ganz passend, dass "bajoranisch" auf Cardassia für "dumm" steht. Selbst die cardassianischen Widerständler, die sich später um Damar scharen, und ganz und gar nicht mit der Richtung ihrer Regierung einverstanden sind, hegen keinerlei Liebe für Bajor - weswegen Kira die Sternenflottenuniform anziehen muss.
Ziel war es ja, zumindest die Kai und Shakaar auszuschalten, da kam niemand in Dukats Führungsstab auf die Idee, dass Serina nicht nach angerichtetem Chaos wieder in das überlegene heimische Reich heimkehren würde. Tirek hat sich wahrscheinlich schon stolz ausgemalt, dass seine Frau eine Ehrung für die Verdienste am Staat erhalten würde. Dass eine Cardassianerin, welche in der Cardassianischen Union gelebt hat, dort in eine angesehene Familie geheiratet und sich dadurch einen guten Status gesichert hat, freiwillig einen rückständigen Planeten von einfältigen Landwirten vorzieht ... so etwas ist unvorstellbar. (deswegen liebe ich es auch so, immer wieder mit Bajor und Cardassia zu schreiben. Da stehen zwei emotional völlig verschiedene Spezies sich gegenüber, was ich total faszinierend finde. In der 9. Staffel möchte ich versuchen, ein paar Episoden speziell zu diesem Thema zu gestalten)


Name: Gunni Dreher (angemeldet) · Datum: 20.02.15 16:33 · Für: Kapitel 4
So war das also! Serina hat geschossen, aber nicht auf Shakaar, sondern auf den eigentlichen Attentäter. Der muß wohl halb hinter ihm gestanden haben, daß Shakaar geglaubt hat, ihr Blick während des Schusses gälte ihm. Meine Güte, wo hatte sie denn die Waffe her? Hatte sie so etwas vorausgeahnt und eine eingeschmuggelt und ständig bei sich getragen oder hatte sie in den Schubladen danach gesucht? Irgend etwas in der Art muß es wohl gewesen sein.

Ich habe immer noch nicht richtig begriffen, ob ihr Mann die Intention hatte, Bajor zu helfen und deshalb Serina geschickt hat - in dem Fall hätte er die Lebenserwartung eines Igels auf einer achtspurigen Autobahn - oder ob die Sache doch getürkt war. Dann würde ich Dukat absolut zutrauen, ein kleines Bauernopfer zu bringen, um vor seinen Verbündeten gut dazustehen. Hinter dem Attentat auf Shakaar scheint er ja nicht zu stecken, er wirkte eher überrascht auf die Nachricht. Weyoun ist allerdings derart undurchsichtig, dem nervigen Dauerlächler traut man alles zu, auch nette kleine "Überzeugungshilfen".

Nun ist Weyoun ja eine Art Paradepferd unter den Vorta, es ist fraglich, ob die zu erwartenden zehn so viel auf dem Kasten haben wie Kai Winn. Mir geht es wie Shakaar, ich mag sie nicht besonders, aber für diese Sache ist sie wunderbar geeignet. Ist immer angenehm, wenn man für eine heikle Aufgabe das passende Werkzeug zur Hand hat.

Das Wochenende werden wir übrigens nicht da sein, wir fahren ins Rheinland zu einem 50sten. Düsseldorf-Langenfeld, um genau zu sein. Man glaubt nicht, wie klein die Welt manchmal ist ;)

Antwort des Autors: Die drei befanden sich in einem stumpfwinkligen Dreieck zueinander. Die Waffe hatte Serina im Gepäck dabei, cardassianische Standardausrüstung beim Betreten eines fremden Planeten ;). Sie lag noch in ihrer Reisetasche neben dem Bett, dem sie sich vom Bad aus genähert hatte (hier rächt sich wieder meine dialoglastige Schreibweise, in welcher ich sehr wenig Wert auf Außenbeschreibung lege. Vor meinem Auge war die Konstellation ja klar ... *pfeif*).

:D Die Intentionen der betroffenen Personen sollen auch nicht begriffen werden. Das ganze Chaos hat nur der Drahtzieher im Überblick. Alle anderen Figuren (inklusive Leser) staksen blind durch die Dunkelheit. ----------- Ich wünsche viel Spaß beim 50. gehabt zu haben :). Da wart Ihr ja sozusagen gerade um die Ecke. Etwas weiter nördlich (Benrath) gehen wir oft spazieren.


Name: Gunni Dreher (angemeldet) · Datum: 19.02.15 17:47 · Für: Kapitel 3
Na, das ist ja jetzt ein Chaos der heillosesten Sorte! Dukat intrigiert nach allen Regeln der Kunst, läßt anscheinend nicht nur Serina, sondern (scheinbar) auch ihren Mann in die Pfanne hauen. Behauptet gegenüber Weyoun, eine gegnerische Fraktion in seiner Regierung würde versuchen, Bajor zum Vertragsbruch zu provozieren, wenn ich das richtig verstanden habe. Eine Frau, die wie Serina aussieht, schießt auf Shakaar. Ein angeblicher Bajoraner (schon sein Name klingt cardassianisch), der beim Anblick der echten Serina etwas von Verrat gezischt hat, scheint das Attentat geplant zu haben und genießt im Verborgenen seinen Triumph. Hier scheint ja ein hübsches Theaterstück gespielt zu werden.

Trotzdem, wie die Sache auch aussehen mag, ich kann 1. nicht glauben, daß Serina fähig ist, auf Shakaar zu schießen und mir 2. keine Mutter vorstellen, die in Gegenwart ihres kleinen Kindes in der Gegend herumballert. Serina schon gar nicht!

Antwort des Autors: :D Ist jetzt ganz fies zu sagen - aber es hatte mir damals einen totalen Spaß gemacht, dieses Chaos zu schreiben. Noch Einen drauf, und noch Einen drauf ... oh, und noch Einen drauf. Natürlich liebe ich Shakaar, und ich wünsche ihm ja nichts Böses ... aber in dieser Episode konnte ich mich so richtig austoben. Bajor hat im Kräftespiel der Kriegsparteien überhaupt keine Chance und diese völlige Machtlosigkeit wollte ich herüberbringen. Alles, was sie sind, sind Spielfiguren.

Hier konnte ich meine dunkle Ader in Form von Dukat glänzend austoben.


Name: Gunni Dreher (angemeldet) · Datum: 18.02.15 08:44 · Für: Kapitel 2
Hallo Gabi, keine Sorge, ich habe nicht gleich genug von jemandem, nur weil er in einer Situation ratlos und überfordert verhält, zumal sich Shakaar ja auch noch weiterentwickelt haben dürfte. Als Serina und er sich begegneten, sagte er an einer Stelle, er könne ihr Vater sein, war also knapp geschätzt Ende dreißig. Mittlerweile dürfte er in den Vierzigern sein, da ist ein Mann schon ein gutes Stück abgeklärter. Du kannst ihm übrigens ausrichten, ich hätte ihn nur kurz geschüttelt und nur ein bißchen, davon hätte er bestimmt nicht viel gemerkt. Ich bin über fünfzig und keine Riesin. ;)

Das ist ja jetzt ein schöner Schlamassel! Offenbar fangen die Bajoraner bereits an, in neue Widerstandsgruppen auseinander zu fallen, und offenbar hat man nichts Besseres zu tun, als sich sofort gegen die bajoranische Obrigkeit zu wenden. Zugegeben, anscheinend wird die Sache von anderer Seite geschickt angeheizt; die beiden Männer, die Serina und Shakaar beobachtet haben und etwas von "Verrat" redeten, schienen im Gegensatz zu dem fehlgeleiteten jungen Mädchen keine Bajoraner zu sein. Überhaupt, der blindwütige Mordanschlag auf Kai Winn! Ich habe es auch nicht so sehr mit ihr, sie ist zu ichbezogen für eine wirklich fromme Person, und die Propheten scheinen dem Rechnung zu tragen. Aber trotzdem nehme ich ihr zu diesem Zeitpunkt hundertprozentig ab, daß sie um das Wohl ihres Volkes bemüht ist. Vollkommen idiotisch, ihr die Schuld für die unglückliche Entwicklung anzulasten! Sieht ganz so aus, als wollte Dukat eine politische Situation erzeugen, die die Entsendung fremden Militärs "unumgänglich" macht, um für "Ruhe" zu sorgen.

Daß Serina durch ihren Angetrauten von der geplanten Neubesetzung Bajors erfahren hat, irritiert mich ziemlich. Immerhin ist das Ganze von außen gesteuert, und das würde bedeuten, daß Serinas Mann und Vater ihres Kindes auf Geheiß Dukats seine eigene Frau manipuliert hat. Der Kerl verzichtet für seinen Vorgesetzten auf Frau und Kind?! Was muß das für eine linke Bazille sein!

Keine guten Voraussetzungen für Shakaar, seinen Planeten einigermaßen unbeschadet und unbehelligt durch die Wirren des Dominion-Krieges zu führen. An seiner Stelle würde ich bereits bei der Aussicht, 400 Vorta auf einmal zu Besuch zu bekommen, Magenkrämpfe kriegen...

Antwort des Autors: Ganor Tirek (so der Name von Serinas Mann, auch wenn er hier nie zur Sprache kommt) ist ein typischer Cardassianer. Das fasziniert mich an dieser Spezies so sehr, dass sie den Staat über alles stellen und freiwillig persönliche Opfer bringen (siehe "the neverending sacrifice", das Garak Bashir als National-Epos empfohlen hat). Es existiert da eine andere Vorstellung davon, was moralisch vertretbar und erduldbar ist. Auf seine Familie verzichten, muss er dabei nicht. Denn wenn Bajor ins Chaos gestürzt ist, kehrt Serina natürlich wieder heim zu ihrer Familie - so der Plan.


Name: Gunni Dreher (angemeldet) · Datum: 16.02.15 17:45 · Für: Kapitel 1
Oha, Du fängst ja gleich mächtig interessant an! Als Shakaar voller Glück Serina erkannte und mit Müh und Not den Schwall Fragen in seinem Kopf unterdrückte, hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und gerufen "Frag doch, du Narr! Wenigstens eine einzige Frage! Los, mach schon! Wie ist ihr Mann?" Meine Güte, Serina hat doch recht selbständig gelebt, das müßte doch heißen, es ist jemand, den sie liebt! - Oder? - Was, ein Gul?! Aus Dukats Führungsstab? Naja, muß nichts heißen, auch Guls können liebende Ehemänner sein und müssen irgendwo arbeiten. Wenn da nur nicht die Warnung wäre. Und die Bitte um Asyl...

Und dann ist da Dukats Gespräch mit Damar. "Sie" wird ja sicherlich Serina sein, und daß Dukat von ihrer Affäre mit Shakaar weiß, heißt nichts Gutes. Das mit der Belobigung lasse ich jetzt mal außen vor, Serina würde sich nie als Maulwurf gegen Shakaar einsetzen lassen. Also hat man ihr gezielt Informationen in die Hände gespielt, möglicherweise falsche Informationen. Fragt sich nur, was der gerissene Hund Dukat da Fieses ausgebrütet hat!

Antwort des Autors: :D Liebe Gunni, es freut mich, dass Du Dich von "Hauch" nicht hast abschrecken lassen. Ich hätte vermutet, Du hast erst Mal genug von Shakaar. Diese FF ist der Versuch, ein wenig auch die Seite Bajors im Dominionkrieg zu beleuchten, die nach dem fehlgeschlagenen Beitritt ja komplett unter den Tisch gekehrt wurde. *Grins* Shakaar lässt übrigens ausrichten, dass er nicht so gerne geschüttelt wird, er bekommt Kopfschmerzen davon *Grins*


Name: unknown sample (angemeldet) · Datum: 24.04.14 21:13 · Für: Kapitel 5
Habe gerade mal weiter gestöbert und diese Geschichte gelesen. Gefällt mir sehr "dein" Shakaar.
So ähnlich sehe ich ihn auch, wenn es auch wenig aus der Serie gibt, womit man wirklich arbeiten kann.

Antwort des Autors: Es freut mich, dass wir ihn ähnlich sehen, Sara. Aber das zeigt doch auch, dass in der Serie schon die Anlage vorhanden ist. Ich schreibe ihn sehr gerne - und ich brauchte wieder eine Frau an seiner Seite, wenn er schon Kira nicht haben darf ;).


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