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Reviews für Zwei Welten

Name: Ijan (angemeldet) · Datum: 16.03.18 17:08 · Für: Kapitel 5
Was eine Geschichte :D Okay, Tante Ijan gibt zu, tatsächlich überhaupt GAR NICHT an die neurogenischen Felder gedacht zu haben. Irgendwo schwurbelte ich jetzt bei diversen Raumanomalien, psychischen ICD-10 Diagnosen, Traumata, ins Essen gemischten Alienhalluzinogenen und Hormonschwankungen aufgrund einer vom Doc neu erfundenen Antibabypille herum, aber dass die "Antwort" in dem Falle sogar so nah liegt... ja, :D Erst bei dem ganzen Neumond/Vollmond/Mond/MOOOOND kam mir so ein "Moment mal, da war ja mal was...." Gefühl.

Ich finde es ziemlich genial, dass du den schlussendlichen Twist der Geschichte so geschrieben hast, dass man sich trotz aller vermeintlicher Sicherheit, was denn nun die Realität ist, nicht mehr sicher ist, ob man dem Frieden trauen darf. Im Endeffekt weiss man es ja doch nicht so richtig. Und eigentlich -man möge es bestimmt schon aus den vorherigen Kommentaren irgendwie geahnt haben- ist es auch völlig egal, ob es nun die Realtiät ist, oder nicht - denn eines ist sicher: Die Voyagerrealität ist mit Sicherheit eine, in der man lieber leben möchte, als in einer Psychiatrie in Seattle.

Okay, dass Tante Kathy Chakotay noch sagt, er sei zu gut um wahr zu sein ... XD Also, GUT, dass er selbst DA noch korrekt und anständig handelt und ihr nicht sagt "Kathy, falls du irgendwo in dir noch eine Dirty-Dancing-Realität hast - DIES HIER ist sie definitiv NICHT!". :D

Also, ich bin begeistert von der Story und du hast einen neuen Fan. Jap, ich mache gerade nur für dich eine Ausnahme in meinem internen J/C-Overflow-Protokoll :D Daher wäre ich schwer begeistert, wenn du dein Meisterwerk auch noch hier einstellen würdest. Gib dir nen Ruck! Ja? JAAA?

Antwort des Autors: Liebe Ijan,

ich bin glücklich, dich trotz deiner kreativen Lösungsversuche noch überraschen zu können! Wirklich, das macht mich richtig stolz. Noch glücklicher macht mich, dass du dich nicht von meiner augenscheinlichen Lösung hast einlullen lassen, sondern weiter ein wenig rumrätselts und rumzweifelst. Ich ja nämlich auch. Und dass die Quintessenz ankam, nämlich, sich zu ENTSCHEIDEN, und dann nach dem zu gehen, wo man sein will und nicht dort, wo man denkt, sein zu müssen. Hach. Danke für dieses wunderbare Feedback.

Jaaa, ein wenig J/C musste ich dann doch noch schreiben. So ein klein wenig Ausblick, wie das Leben weitergehen KÖNNTE - außer natürlich, dass da schon wieder ein weiterer Logbuchschreiber reinfunkt, und diesen wunderbaren tiefen Blick wieder im Nirwana verschwinden lässt.

Ich bin begeistert davon, einen neuen Fan zu haben (wirklich), und dass ich dich TROTZ des Pairings begeistern konnte, macht mich froh, glücklich, stolz! Ob ich mein Meisterwerk (ööööhm.) hier reinstelle....hach. Ich muss darüber nachdenken. Muss ich wirklich. Ich lasse Gabi grade mal weiterlesen, und werde sie um ein Feedback bitten. Ich bin mir doch sehr unsicher.

Danke für das liebe Review!
LG,
Stephie


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 15.03.18 12:15 · Für: Kapitel 5

:D "Morgen" kam doch etwas früher!

(OT - erst mal ganz viel Nerven für den Magen-Darm! Ich finde von allen nicht letalen, nicht lebensverändernden Krankheiten, ist das die absolut dämlichste! KNUDDEL!)


Hier fehlt mir jetzt wahrscheinlich der VOY Kontext: Sie schaut ihn so erschrocken an, als er sich am Ohr zupft. Ist das eine typische Chakotay-Geste?
„Das ist das erste Mal, dass dir das auffällt, Kathryn.“ - und hier habe ich dann leider auch beim mehrfachen Lesen nicht verstanden, worauf sich das bezieht. Bin ich da zu unaufmerksam? Oder fehlt mir da Wissen?

Wie sie über Cody nachdenkt und es ihr so unheimlich peinlich ist, was sie sich glaubt aus ihm zusammengesponnen zu haben - das lässt sie so richtig menschlich und sympathisch erscheinen!

Der Mond, der ist und doch nicht ist, kommt dann so richtig mythisch rüber. Dass das ausgerechnet Chakotays Anker ist, hat nochmal ganz besonders viel Gewicht in ihrer Situation.

"Lider flackerten. Ein Vollmond stand am Himmel. In einem Fenster. Auf einem Sichtschirm. Vor einem Auge." - hach, das liebe ich ja wieder (und frag nicht, warum, ich tu's einfach ;) )

„Er hat mich davon überzeugt, dass du zu gut bist, um wahr zu sein.“ - LOL! Na, ist ja als Kompliment gedacht, aber so ganz scheint es ihn dann doch nicht besänftigt zu haben. So rasch als irreal abgetan zu werden, muss ganz schön weh tun.

Wie sie dann im Endeffekt so ein bisschen den Bogen schlägt und sich bewusst wird, dass sie sich deswegen hat so rasch überzeugen lassen, weil sie ihrem eigenen Bild von Chakotay nicht ganz über den Weg getraut hat, war ein toller Kreisschluss zu ihrer Gedankenreise zu Beginn der Geschichte.
Sie wird ihn ab jetzt sicherlich mit anderen, realistischeren, Augen sehen.

Vielen Dank für diesen spannenden und nachdenklich machenden Ausflug, liebe Lady Q - und vielleicht schaffe ich es jetzt auch mal, mich an Dein Hauptwerk zu machen (ich lese nicht sehr viel und daher sind mir abgeschlossene Geschichten in diesem Umfang hier lieber ;) )

LG,
Gabi



Wegen der Sätze: Ich kann es nicht einmal richtig erklären, warum mir manche Sätze besonders gut gefallen. Es sind diese Momente, die mich einfach vergessen lassen, dass ich eine FF lese, sondern die einfach "richtig" klingen. Ich bin ein großer Fan der deutschen Sprache und jemand, der mit ihr gut umgehen kann (ohne melodramatisch oder übertrieben oder sonstwas zu werden), hat einfach meine Hochachtung.

 

Und noch ein P.S. - deswegen musst Du nicht meine Sachen lesen! Ich reviewe völlig unabhängig ;)



Antwort des Autors: Du bist echt der Hammer. Du liest es nicht nur, du machst dir in dieser kurzen Zeit auch so viele tolle Gedanken!

Danke fürs OT. Kann ich brauchen. Ich mag grade wirklich nicht mehr :(

Ja, da fehlt dir der typische VOY-Kontext. Die Grübchen, das Ohrgezupfe, auch übrigens ihre obligatorische Hand auf der Brust, das sind die Gesten, mit denen kann man einfach spielen. Mit weniger VOY-Erfahrung ist das nicht so klar, das sehe ich :)

Was ihr auffällt, ist die Ähnlichkeit zwischen den Namen. Sie kannte Jake ja in ihrer Seattle-Realität, und sie schreibt ihr Logbuch, und da auch den Namen Chakotay, also kennt sie beide Namen parallel, aber offenbar ist ihr bis dato noch nicht aufgefallen, dass es da eine gewisse Ähnlichkeit gibt....

Kennst du die Folge mit den neurogenischen Feldern? Ich mag die sehr gerne. Es ist auch so bißchen eine Folge, bei der man sich fragt, was wann eigentlich real ist.

Der Kreisschluss war mir wichtig, und meine anderen Leser freuen sich über den Ausblick :D ich freu mich tatsächlich darüber, dass ich nach Abschluss meiner eigenen Story nicht ganz sicher bin, was ich da eigentlich fabriziert habe. Ich bin noch nicht überzeugt von irgendeiner Realität :D :D

Dein PS-Kompliment macht mich sehr glücklich und auch ein bißchen sprachlos. Merci!

LG
Stephie

PS: Das Hauptwerk. Hachja. Ich würde mich freuen, wirklich (übrigens hauptsächlich deshalb, weil es so krass ist, wie ich mich sprachlich entwickelt habe in dieser Zeit).


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 15.03.18 09:57 · Für: Kapitel 4

Hallihallo, liebe Lady Q,

ich hopse so ein bisschen zwischen den Archiven mit den Reviews, aber ich kopiere die dann noch in die jeweils anderen Archive rein, damit das alles vollständig ist.

"Schließlich war er bereits im Bilde. Und nur Einbildung. Eine Einbildung, die darüber im Bilde war, dass sie Einbildung war." - also das hat mir ja ausgezeichnet gefallen ;)! Wie auch der gesamte Dialog, der sich daran anschließt. So einfach damit konfrontiert zu werden, dass man für eine Einbildung gehalten wird und am besten verpuffen sollte, hat echt was herrlich Skurriles an sich. Chakotays Gesicht konnte ich mir gut vorstellen.

„Nein. Nein, ich lass dich nicht los. Ich. Lass. Dich. Nicht. Los!“ - Da kommt Chakotays ganze Qual rüber. Schön, wie Du das gesetzt hast. Das macht den Satz noch viel eindrucksvoller.

Wie sie sich das grausilberne Notizbuch repliziert, hat bei mir auch ziemlichen Eindruck hinterlassen. Das hat so deutlich gemacht, wie sie versucht, sich in der einen Realität zu verankern, die sie für sich jetzt als die reale beschlossen hat.

"Der, als er eintrat, mit einem Blick wusste, dass er an diesem Abend aus der Luftschleuse gestoßen werden sollte." - auch wieder einer dieser beeindruckenden Sätze von Dir. Ich liebe Deinen Stil!

Die Begegnung mit ihrer Schwester ist dann ziemlich brutal. Klar, ich kann mir den Frust der Schwester vorstellen. Die Zurückgebliebenen sind immer diejenigen, die sich mehr mit der Sache auseinandersetzen müssen, die den ganzen Mist am Bein haben (kenne ich persönlich), aber dass sie Kathryn das dann so wütend ins Gesicht schmeißt, als ob das ihre Schuld sei, ist schon heftig. Interessant finde ich es da auch, dass es wohl ausgerechnet diese "Feindseligkeit" der Schwester ist, die Janeway wieder an ihrer Entscheidung, was real und was nicht real ist, zweifeln lässt.

Morgen kommt das letzte Kapitel dran! Ich freu mich schon!

LG
Gabi



Antwort des Autors: LIebe Dahkur,
ich hopse mit!

Übrigens bin ich grade wieder beim Pong angekommen. Söhnchen hat Magen-Darm.

Tatsächlich habe ich beim Schreiben die ganze Zeit vor mich hin gekichert. NIcht, dass ich hier was TOTAL lustiges schreibe, das nicht, aber Chakotays Gesicht hatte ich auch vor Augen, und....nein, das war einfach LUSTIG. Ehrlicherweise würde ICH aber in Panik ausbrechen, käme mein Mann morgen zu mir und würde mir so glaubhaft versichern, nicht echt zu sein. Allerdings habe ich ja auch viel weniger Erfahrung mit übernatürlichen Phänomenen.

Du findest Sätze beeindruckend, die für mich einfach nur Sätze sind. Ich danke dir sehr dafür, und fühle mich geschmeichelt, aber weiß gar nicht so genau, was daran so beeindruckend ist :D trotzdem danke.

Ich freu mich auch auf dein nächstes Review :D und verspreche, dass ich mich baldmöglichst noch revanchiere, denn die Kinder der Sonne warten noch auf mich :)

Ganz liebe Grüße
Stephie


Name: Ijan (angemeldet) · Datum: 09.03.18 15:24 · Für: Kapitel 4
Ich find das einfach nur zu süß, wie die ganze Crew plötzlich an ihrem Quartier vorbeizischt und ihr mit "Gute Besserungs-Bestechlichkeiten" den Tag verschönert :D Frage mich gerade, wie sich der ganze Sachverhalt wohl für jemanden darstellt, der ein ganz normales Crewmitglied ist, das zum Captain kaum oder keine Beziehung pflegt. Captain ist auf der Krankenstation, glaubt, alles ist ein Hirngespinst und will jenem Hirngespinst den Rücken zukehren? - Was für Auswirkungen hat das auf "mich kleines Crewmitglied", das -wider des Captains Erwartungen- doch existiert? Ich habe gerade den guten John Nash aus "A beautiful mind" vor Augen, wie er auf dem Campushof hysterisch rumschreit "Ihr seid nicht real!!".

Ich glaube, Chakotay hat sich bestmöglich verhalten. Das schlimmste, was er hätte tun können, wäre, sie in ihren Aussagen gar nicht ernstzunehmen. Dann wäre der Drops tatsächlich vollends gelutscht gewesen. Aber so behält er seinen Respekt vor ihr und ihrer Wahrnehmung und das spürt sie. Ein weiteres Argument gegen seine vermeintliche Existenz als Hirngespinst. Eiiiigentlich sollte Tante Kathy sich das mal ganz bewusst vors Auge halten.

Jaaaa... und dann der gute Satz von Phoebe... Sie ist sich also sicher, dass das nicht Tante Kathy ist/war. Und ich ahne, dass sie damit richtig liegt. Das ginge theoretisch auf so vielen Ebenen. Und wenn wir mal alles Alienhafte rausnehmen, dann denke ich sofort an dissoziative Identitätsstörung. Kathy hat den Unfall vor 17 Jahren nicht verkraftet, sich aufgespalten und nun fortan in ihrer Welt auf der Voyager gelebt, während jemand anderes aussen war und sie vor der Realität bewahrt hat, weil sie die in all den Jahren nicht aushalten konnte. Dagegen spricht, dass die Fähigkeit zur vollständigen Dissoziation mit Alternativpersönlichkeit, wie sie bei der DIS vorkommt, nur etwa bis zum 5. Lebensjahr möglich ist, da danach die Synapsenbahnen "fertig gebaut"- und somit nicht mehr formbar sind.

Hrrr, ich bin gespannt auf die Auflösung dieses "Falls".
Computerpatientenakte 498, Sternzeit 0815 - Kreisen immer noch im Orbit der Realität. Da die Erforschung dieser merkwürdigen Anomalie abgeschlossen ist und für uns keine brauchbaren Erkenntnisse liefert, drehen wir alsbald ab und steuern etwas Anderes, Besseres an.

Antwort des Autors: Und ich hab irgendwie ewig nicht bemerkt, dass du dieses Review geschrieben hast, und dann hatte ich zu wenig Zeit zum antworten. Bitte verzeih die Verspätung.

Dein Vergleich mit Nash ist fantastisch! Sowieso sind deine Vergleiche fantastisch. Die Crewmitglieder, die vorbei kamen, waren aber doch eher diejenigen, die nicht in Mannschaftsquartieren in den Katakomben ihr Leben fristen, sondern die irgendeine Form von engerem Kontakt haben. Denke ich. Glaube ich.

Außerdem bin ich hocherfreut darüber, dass du Chakotay so respektvoll herausliest wie ich ihn versucht habe zu schreiben. Das freut mich von ganzem Herzen.

Nein, eine DIS ist es nicht. EIne DIS...nein, da hätte ich so tief in die Drama-Kiste greifen müssen, und tatsächlich bemühe ich mich, keine Storys zu schreiben, in denen eine DIS vorkommt, denn diese haben - wie du bereits angemerkt hast - einen Grund, und diese Gründe werde ich nicht schreiben und auch nicht denken. Also nein.

Ich mag deinen Humor. Sehr. :D

Ich hoffe du bist nicht allzu enttäuscht bzgl. der Auflösung. Ich hab mir was dabei gedacht....

Danke fürs Review, ich habe mich wie die Male zuvor sehr darüber gefreut, auch wenn die Antwort auf sich warten ließ!


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 06.03.18 09:05 · Für: Kapitel 3

Liebe Lady Q,



 

Ich freue mich total, dass wieder ein neues Kapitel eingestellt wurde (ich kam blöderweise gar nicht auf die Idee auf ff.de nachzuschauen, weil ich dachte, dass Du die Kapitel gleichzeitig auf beiden Plattformen einstellst).



 

Du fährst in Deinem tollen Stil weiter und bringst einmal mehr die Verwirrung von Janeway absolut glaubwürdig rüber.  Ich bin echt begeistert! Die Hinweise auf ähnliche aussehendes Klinikpersonal sind sehr geschickt. Da glaubt sie mit der Zeit dann wirklich, dass sie Personen aus ihrem "wahren" Leben auf ihre Weltraumfantasie projiziert hat.

 



Ganz besonders gefällt mir jedoch die Beschreibung ihres Arztes aus Janeways POV. Die Bezeichnungen lassen mich schmunzeln und gleichzeitig wird sehr deutlich, dass ihr Unterbewusstsein nicht bereit ist, die Identität dieses Mannes anzuerkennen. Selbst als sie seinen Namen kennt, merkt sie ihn sich nicht. Klasse!

 



Ich hoffe, es geht bei Dir privat wieder etwas weniger stressig zu (Grippe?)

 



Ganz liebe Grüße,

Gabi



Antwort des Autors: Grippe *ping*

Magen-Darm *pong*

Grippe *ping*

Ich warte noch aufs *pong*.

:D ja, die subtilen Beschreibungen. Ich habe mich bemüht. Ich werde mich in den nächsten beiden Kapiteln noch mehr bemühen. Tatsächlich kam die Beschreibung von Braunlocke nicht überall gut an - es wurde als zu OOC empfunden. Das stimmt auch irgendwie: Janeway ist sonst nicht so flapsig. Fakt ist aber, dass ich bei Braunlocke nicht mit der Ähnlichkeit, sondern mit dem Gegensatz spielen wollte. Ein Arzt, der einen Namen HAT (im Gegensatz zum MHN), den sie aber beständig vergisst (richtig), der viele gelockte Haare hat, jeden Tag anders aussieht, etwas ungepflegt ist, und dabei schleimig verständnisvoll....öhm. Manche haben es gemerkt, aber nicht alle :)

Nun ja. Ich werde heute noch Kapitel 4 hinterher schmeißen, und Kapitel 5 dann wieder gleichzeitig.

Ich danke dir fürs liebe Review!!!
LG, Lady Q


Name: Ijan (angemeldet) · Datum: 05.03.18 23:12 · Für: Kapitel 3
So sehr mir auch das Gefasel von Doktor Schnödovic gegen den Strich geht, so sehr geht mir auch sein Vorschlag, jemanden -und sei es ein Hirngespinst- zu töten gegen den Strich. Denn dieser Vorschlag ist höchst unprofessionell, gerade für jemanden, der so sehr in seiner Welt lebt (vermeintlich), wie Tante Kathy. Ich meine - wenn wir uns diese Menschen anschauen -hier, in der Welt- die tatsächlich so sehr in ihrer Alternativwelt leben, dass sie das ganze "um sich herum" nicht mehr wahrnehmen und schon dissoziativ wegspalten, dann stellen wir fest, dass die das nicht aus Spaß an der Freud machen. Sie BRAUCHEN diese Welt, denn sonst hätten sie sie nicht erschaffen. Sie ist ihre Lebensversicherung, ihr Motor, ihr Grund, noch da zu sein. Und jetzt kommt son Psychiater und sagt "Hey, hier ist dein Messer und jetzt metzel das, was dich am Leben hält, ab!" - warum hat der Kerl seine Lizenz eigentlich noch?

Erinnert mich an Silent Hill 2, wo man in einem verlassenen Krankenhaus die Notiz eines Arztes über seinen Patienten findet:

"It's true that to us his imaginings are nothing but the invention of a busy mind. But to him, there simply is no other reality. Furthermore he is happy there. So why, I ask myself, why in the name of healing him must we drag him painfully into the world of our own reality?"

Und gerade deshalb, weil diese Anordnung von Doktor Braunlocke höchst unprofessionell ist (selbst jetzt im Jahr 2018 schon), bin ich mittlerweile geneigt zu glauben, dass diese Psychiatriewelt nicht die Realität ist. So gute Argumente sie auch hat. Und an dieser Stelle möchte ich Tante Kathy echt schütteln :D Ich meine, sie liebt die Voyager. Sie liebt ihre Crew. Die Psychiatrie ist -wenn man die Wahl hat- die deutlich schlechtere Alternative. Also MIR würde die Entscheidung nicht schwer fallen, wo ich bleiben möchte.

Und dass die Leute dort der Crew ähneln, kann man auch aus der anderen Perspektive betrachten: Sie ähneln der Crew, weil irgendeine Anomalie, oder komische Spezies sich in Kathryns Gehirn an der Optik der Crewmitglieder bedient hat um diese Scheinwelt noch realistischer aussehen zu lassen.

Danke für das weitere Kapitel Kopfgeschwurbel. Erwähnte ich, dass ich Kopfgeschwurbel mag?
Und Absätze macht man mit - nur ohne die Punkte :)

Antwort des Autors: Ich hab jetzt nicht verstanden, wie man Absätze macht, und mache es vermutlich wieder falsch! *lol*

Ich fang jetzt mal hinten an: Kopfgeschwurbel mag ich auch. Tatsächlich war ich auch schon recht kopfschwurbelig unterwegs. Ich finde übrigens absolut auch, dass die Psychiatrie nicht die bessere Wahl ist, denn ehrlich, wenn beide Welten gleichrangig nebeneinander stehen, such ich mir doch die für mich bessere Lösung aus, nicht wahr? Nur ist Kathy ja leider, obwohl sie sich ja immer und immer wieder als Wissenschaftlerin bezeichnet, nicht immer so logisch, wie wir uns das wünschen. Also natürlich will sie logisch sein - klar. So als Captain. Und Quantenphysikerin. Aber wie wir alle wissen, hat das sieben Jahre lang nicht so richtig geklappt, das immer nur logisch sein. Dafür hatte sie ja dann letztendlich Tuvok.

Wow, dein Zitat aus Silent Hill trifft es wirklich auf den Punkt! Und ich stimme dir in allen Punkten, die du sonst noch nennst, zu. In ALLEN. Nur weiß ich nicht, ob Kathy das genauso sieht. Und ich weiß natürlich auch nicht (neeeein, natürlich nicht), ob es noch irgendwelche Begegnungen gibt oder anderen "Hinweise"; die dazu führen, sich für die ein oder andere Seite zu entscheiden.

Und ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich deinen ersten Absatz deines Revies ausgesprochen sympathisch finde, denn exakt so ist es. So ganz real (mal unabhängig von der Story) trifft das sehr meine, ähm, Lebenserfahrung. Danke, dass du das nochmal auf den Punkt gebracht hast.

Wie anfangs schon erwähnt, habe ich diese kleine Geschichte übrigens geschrieben, um meinen Kopf frei zu bekommen von einer anderen Geschichte (ja, echt! Ich erkenne die Ironie....). Das ist mir nicht so recht gelungen. Vielleicht schwurbelt mein Kopf deshalb so derartig, weil ich ebenfalls zwischen zwei Geschichten hänge? :D

Dank dir sehr für dein liebes (und rasches!) Review!

Lady Q


Name: Ijan (angemeldet) · Datum: 21.02.18 22:20 · Für: Kapitel 1
Trotz J/C Überdruss habe ich deine zwei Kapitel gelesen und muss sagen: Hut ab! Du schreibst wirklich eindringlich und fantastisch und hast Janeway charakterlich so gut getroffen, dass ich sie direkt wiedererkannt hab. Die Worte, die du benutzt, wirken oft beinahe poetisch und das find ich echt klasse. Und was mich tatsächlich richtig neugierig gemacht hat, war die Handlung! Ich bin ein totaler Fan von Weltenwechselei und kopfinternem Kuddelmuddel, wo man nicht mehr weiss, was real ist und was nicht.

Ich bin wirklich gespannt, wo sich das hinentwickelt, denn bisher hat man wirklich null Einschätzung, welche der beiden Welten die "reale" ist - beide könnten es sein. Aber der Captain bleibt souverän - und das ist einfach mal voll und ganz Janeway, wie man sie kennt. Ganz wunderbar getroffen und ebenfalls, dass du ihre Gefühle so "menschlich" rüberbringst. Das tun die wenigsten Geschichten mit und über Janeway - da wird sie immer als entweder unnahbar, oder teeniemäßig verknallt dargestellt. Aber du machst aus ihr einen MENSCHEN und das find ich super.

Und uh und oh - ich werde hier weiterlesen. Trotz J/C. Wuha :D Hoffentlich stellst du bald ein neues Kapitel ein! Hast einen neuen Fan!

Antwort des Autors: Huch! Das freut mich aber, dankesehr. Die Geschichte ist im Gesamten nicht sonderlich lang, und ein drittes Kapitel ist woanders schon hochgeladen, mit dem bin ich aber grade sehr, sehr unzufrieden. Daher werde ich es nochmal überarbeiten, und dann kannst du auch hier weiterlesen. Ja, die Geschichten, in denen sie wie ein verliebter Teenager ihre Libido nicht unter Kontrolle hat, die sind auch nicht so meine. Und die, in denen Chakotay ein absoluter Volltrottel ist, die mag ich auch nicht so. Ich freu mich wie Bolle über den neuen Fan! Danke dir!


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 25.01.18 10:02 · Für: Kapitel 2
„Ich bin da.“ „Bist du real?“ Das Lächeln verschwand. „Was? Natürlich bin ich real!“ „Nein, ich meine… gibt es dich?“ Genial! Überhaupt der gesamte Anfang liest sich hervorragend. Als Leser erwacht man sozusagen mit derselben Verwirrung wie Janeway und bekommt erst so allmählich die Realität zusammengesetzt. Obwohl gerade das Wort "Realität" in diesem Zusammenhang gar nicht passen könnte.

Wie Du kleine Begebenheiten nutzt, um noch mehr Zweifel zu streuen, bewundere ich. Da kommt tatsächlich so ein Gefühl "ach, ja, stimmt ... irgendwie komisch, wenn man darüber nachdenkt" dabei rüber. Und dann die Erinnerungsfetzen an die andere "Realität", die hier wieder einstreuen.

Das Ganze auch noch stilistisch wirklich sehr gut im Griff (wenn ich Deine Sachen lese, wird mir klar, dass ich mich bei meinen eigenen dringend mehr um's Editieren kümmern muss!). Ich liebe Deinen Stil, und ich liebe es, wie Du mit der Sicherheit spielst, dass man sich einbildet zu wissen, was real ist und was nicht.

Mein LIeblingsautor Theodore Sturgeon hat in den 40ern eine Kurzgeschichte geschrieben "Doch kein Syzygium", die dieses Thema (inwieweit sind wir überhaupt Realität, oder sind wir nur der Traum eines anderen?) behandelt, die mich tief beeindruckt hat. Und Deine Geschichte hier erinnert mich daran. Bravo!

Antwort des Autors: Ich übe an deiner Antwort jetzt mal die Absätze - ich hab dir hier nämlich noch nicht geantwortet ;)
Den Code hab ich jetzt von einer html-Seite...mensch wegen euch. Ich danke dir auf jeden Fall fürs Review, und beantworte das nächste auch noch gleich...
LG, Lady Q


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 20.01.18 11:27 · Für: Kapitel 1
Liebe Lady Q,

jetzt muss ich hier doch sofort die Chance nutzen, von vorne bei einer Geschichte von Dir einzusteigen! :)

Du legst da gleich mit einem meiner Lieblingshorrorszenarien los. Diese Situation finde ich so gruselig, so bedrohlich, weil weder der Protagonist noch der Leser wissen, auf welcher Ebene der Realität sie sich befinden. Den klassischen Anhaltspunkten (unseren Sinne) kann man nicht mehr trauen. Der Erinnerung ebenfalls nicht. Und dann ist da nichts mehr, was uns eigentlich als Person ausmacht. Plötzlich sind wir fremdbestimmt. Brrr! Das hast Du ganz super in Deinem Text rausgearbeitet. Dieses Gefühl der Hilflosigkeit kommt glaubhaft rüber.

Und da es eine FF ist, ist nicht einmal das Ende klar (wäre es eine Folge in der Serie wäre logisch, wo es hinführen muss, aber in einer FF kann so viel geschehen - das macht es spannender).

Ich bin dabei und ich freue mich schon auf das nächste Kapitel!

Gabi

Und nicht zu vergessen: Dein Stil ist sehr schön zu lesen. Die Einführung, wie Du Janeways inneren Konflikt wegen Chakotay beschreibst, hat mir spitzenmäßig gefallen!

Antwort des Autors: AAAAAAAAAAAAH, mein ERSTES Review, das ich hier bekomme! Ich freu mich!!! Dein Lieblingshorrorszenario ist auch mein Lieblingshorrorszenarion! Nein, keiner weiß, was Realität ist, und letztendlich braucht es mehr als nur Logik. Ich finde die Vorstellung, das das ganze Leben nur ein Trugschluss ist, auch mehr als beängstigend, und ich glaube, ich hätte Panik. Wenn ich mich so richtig reindenke in die Situation, werde ich ganz fürchterlich kribbelig vor Panik. Denn genau - was macht man da? Danke für dein Lob bezüglich Stil, das freut mich sehr, weil ich im Gegensatz zu den langjährigen Autoren hier mega intuitiv schreibe, und nun mal nicht auf viele Erfahrungen zurückschauen kann. Da freut mich ein Lob von jemandem wie DIR noch mehr! Ich bemühe mich immer wöchentlich zu laden, also ewig wirst du nicht warten müssen! LG Stephie


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