TrekNation Einloggen
Info-CenterImpressumTeam
Erweiterte Suche

Name: dammitcola (angemeldet) · Datum: 08.04.18 15:59 · Für: Kapitel 1: Auf Wiedersehen
Soo, liebe Scully,

den Prolog und ca. zwei Drittel des ersten Kapitels hab ich gestern noch geschafft! :)

Es war ganz »merkwürdig« (auf eine gute Art!) - irgendwie wie heimkommen. Als hätte es gar keine Lesepause dazwischen gegeben. Dabei ist einiges passiert in der Zwischenzeit, sowohl bei Caden als auch bei der Crew der Enterprise.

Erst mal habe ich mich unheimlich darüber gefreut, dass Caden seine Ausbildung geschafft hat und nun tatsächlich auf der Raumstation arbeitet. Und er scheint sich recht sicher dort zu fühlen und hat sogar Anschluss gefunden! Dayo mag ich schon jetzt ziemlich gern - einmal schon allein deshalb, weil er wohl Geduld mit Caden hat, sonst würde das mit ihnen wahrscheinlich nicht so gut funktionieren. Aber dann auch wegen des Dramas, das er um seine Haare macht - ich habe da eher Cadens Einstellung, aber es war putzig mit anzusehen, wie Dayo um seine Frisur trauert. *prust*

Den Titel von Kapitel 1 mag ich total gern. Auf Wiedersehen. Wer hätte das gedacht, dass es schon so früh wieder so weit sein würde?

Auch den Einstiegszeitpunkt finde ich gut gewählt, und ganz besonders gefällt mir hier, wie ernst und nachdenklich du Jim in diesem Kapitel dargestellt hast. Die Folge »Wie schnell die Zeit vergeht« hier einzubringen, finde ich wirklich gut gemacht, und in den späteren Kinofilmen zeigt sich dann ja auch sehr schön, dass Jim nach wie vor nicht gut mit der Vorstellung des Alterns umzugehen weiß, dem er zu diesem Zeitpunkt schon sehr viel näher ist. Da ist er nicht mehr der junge, agile (okay, ein bisschen agile) Captain und steuert ganz langsam auf den Punkt zu, an dem er überhaupt kein Captain mehr sein wird. Und abseits dieses Captain-Seins gibt es in seinem Leben … nichts. Zwei sehr gute Freunde, das ja. Aber er ist in erster Linie Captain Kirk, und dass ihm das nach Gamma Hydra IV so deutlich bewusst wird, halte ich für sehr glaubwürdig. Ganz allgemein finde ich es schön, dass du auch Jims melancholische Seite so deutlich aufgreifst. Viele sehen ihn in erster Linie als einen nur mäßig intelligenten, leichtsinnigen Kerl, aber so hat er auf mich nie gewirkt. Leichtsinnig vielleicht in Bezug auf sich selbst und sein eigenes Leben, aber sonst? Nein, nie. Auf seine Crew und seine Freunde hat Jim aus meiner Sicht immer gut aufgepasst. Noch nicht mal als übermäßig krassen Schürzenjäger habe ich ihn je empfunden - eher so, dass er eben extrem gut ankommt bei den Frauen und, wenn sie sich ihm schon darbieten, eben nicht Nein sagt. Darüber hinaus aber auch so, als suche er in jeder dieser Liebeleien etwas Tieferes; etwas, das seine Einsamkeit lindert. Ein typischer Schürzenjäger dagegen ist auf schnelle Abenteuer ohne echte Verantwortung aus.

Auch Leonard mag ich hier wieder sehr. Er wäre ja nicht Leonard McCoy, wenn er Jim nicht selbst jetzt mit Sport quälen wollen würde. :D

Ich muss schon schlucken bei der Vorstellung, wie Caden und Hogan erfahren werden, dass und vor allem wie Lieutenant Galway gestorben ist. :(

Nun geht es im Kapitel aber erst mal weiter mit Scotty. Oh, und ich mochte es total, dass auch Uhura einen Part bekommen hat! :)

Ganz liebe Grüße und bis bald!
Cola

Antwort des Autors: Cola! :D

Schön, dass dir der Einstieg gefällt. Es war in der Tat auch so gedacht, dass man als Leser direkt weitermachen kann. (Wie immer: Es ist aber schön zu lesen, dass mein Plan aufgegangen ist.) Einerseits ist eben viel passiert, aber man sollte es doch wiedererkennen. Daher auch ein wenig der Titel, der darauf anspielt. Allerdings auch innerhalb der Geschichte (in mehrfacher Hinsicht). Allerdings, so schnell? Es ist immerhin ein Jahr vergangen ;)

Auch gut zu hören, dass Dayo dir gefällt. Er ist ein kleiner Schussel, aber ein lieber Kerl, den ich auch sehr mag. Ebenso wie die weiteren Leute von der Sternenbasis. Da wird noch der ein oder andere neue Name fallen. Die Jungs und ... Mädels? Nein, nur Jungs (*hust* fällt mir gerade mal so auf ...) haben mir echt Spaß gemacht.

Da es ja auch die Folge war, in der Galway verstarb, hab ich es dort angesiedelt. Und auch, weil es einfach so viel Stoff lieferte. Der Alterungsprozess, insgesamt diese innere Bedrohung - eine Krankheit, nix auf das man einfach schießen kann und es geht weg, sondern etwas, das einen von inneren heraus zerfrisst - und diese brutale Spiegelung der möglichen Zukunft, Kirks Amtsenhebung durch Spock, der die Befragung leitete ... Da war einfach so VIEL, das bot sich einfach an.
Und wie du selbst auch sagst, ich glaub einfach nicht, dass das etwas ist, worauf Kirk gut zu sprechen ist. Daher hab ich ihn das mal aufarbeiten lassen, um auch ein wenig die Lücke zur nächsten Folge zu füllen. Ich gebe offen zu, dass Kirk nicht mein liebster Charakter ist, aber ich liebe es, die tiefsinnigen Seiten von Charakteren herauszukitzeln und über die Zeit in dieser Geschichte habe ich Kirk immer mehr zu schätzen gelernt. Ich hatte vorher keine Abneigung gegen ihn, aber Spock war mir einfach um Längen lieber. Oder McCoy. Nach dieser Geschichte fiel mir die Figur wesentlich leichter.
Aber was die Darstellung betrifft, hast du auch Recht. Zwar halte auch ich ihn nicht für den Cleversten unter der Sonne - dafür hat er Pille und Spock - aber als reinen Schürzenjäger habe ich ihn nie gesehen. Pierce (Hogan's Vorbild), DAS ist ein Schürzenjäger! Aber volles Rohr. Kirk hat, wie du schon gesagt hast, zwar die Gelegenheiten genutzt, aber nie derart offensiv oder plump, geschweigedenn hartnäckig. Und in so Folgen wie, als er auf dem Planeten mit den Indianern strandeten und er als Kirok sogar eine Frau hatte und ein Kind erwartete, kam schon durch, dass ein Teil von ihm sich danach sehnt, bei ihm aber eben einfach Schiff und Mannschaft an erster Stelle stehen.

Oh, McCoy wird noch so einige Gelegenheit bekommen, seinen Sadismus auszuleben :P Er hats mal wieder in die heimliche Hauptrolle geschafft ;)

Leider bekommt Uhura nicht oft etwas zu sagen ... das hat auch in dieser Geschichte nicht geklappt. Und auch die Beziehung zwischen Kirk und Spock, freundschaftlicher Natur, kommt hier vermutlich wieder ein wenig kurz. Aber die zwei haben dafür vermutlich einfach nicht den Kopf gehabt - und vor allem besteht die Freundschaft der beiden für mich darin, dass sie sich gegenseitig den Rücken freihalten und nicht darüber zu reden brauchen. Sie vertrauen sich einfach, ohne, dass man drüber hätte sprechen müssen. Meistens zumindest *hust*

Liebe Grüße zurück, vielen, vielen Dank für das Feedback und dir morgen einen tollen Start in die Woche
Scully


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 03.01.18 11:45 · Für: Kapitel 1: Auf Wiedersehen
Was mir an diesem Kapitel ganz besonders gut gefällt - außer der von Dir immer so gut gekonnten Perspektiven- und damit Stilwechsel der einzelnen Absätze -, ist einmal der Umstand, dass Du einen Absatz aus Uhuras Sicht schreibst. Von ihr bekommt man im Allgemeinen ja sehr wenig mit, so dass es sehr erfrischend ist, das Geschehen auf der Brücke aus ihrer Sicht zu erleben.

Ebenfalls, oder noch besser, hat mir gefallen, dass Du Kirk hier einmal nicht in seiner leichtsinnigen, eher jugendlich-spontanen Art schilderst (der ich ja bekanntermaßen gar nichts abgewinnen kann), sondern ihn hier mit den Nachwehen eines Geschehnisses aus der Serie konfrontierst, die ihn zum Nachdenken und zum Hinterfragen der eigenen Werte und Prioritäten veranlassen. Kirk wirkt nachdenklich, brütend, melancholisch. Und das tut dem Charakter sehr gut. Es verleiht ihm eine Tiefe, die ich so bislang nicht in ihm gesehen habe. Das ist ein ausgezeichneter schreiberischer Kniff!

Mein Lieblingssatz ist "Sie flogen zur Sternenbasis 10, holten dort etwas ab, von dem sie nicht wussten, was es genau war, und flogen es zu einem Ort, von dem sie nicht wussten, wo der lag, zu einem Zweck, den sie nicht kannten, um ein Phänomen zu erforschen, dessen Beschaffenheit sie nicht einmal erahnen konnten." - das beschreibt doch herrlich die Natur der Anweisung :)

Antwort des Autors: Ich fand auch, dass Uhura einfach mal ihren eigenen Part bekommen musste. War ja die erste Geschichte, die ich mit Manuskript geschrieben habe und da ist mir in der Storyline aufgefallen, dass sie wirklich völlig außen vor ist. Andererseits hab ich auch gemerkt, dass zu viele Perspektiven zwar viele Freiheiten ermöglichen, aber auch sehr verwirrend werden können. Irgendwo dazwischen liegt wohl das für mich beste Maß, das ich noch finden muss :)
Trotzdem mag ich den Abschnitt auch, weil Uhura auch sonst immer sehr stiefmütterlich behandelt wurde, zumindest in TOS.

Ja, da war ich wirklich sehr begeistert, als du sagstest, dass dir mir diesen Abschnitten der gute Mann fast sympathisch werden könnte. Aber es war für mich außer Frage, dass er von Gamma Hydra irgendwas "mitnimmt". Er definiert sich so sehr über die Rolle de Captain, er ist ja eigentlich kaum etwas anderes - mal von einem Schürzenjäger abgesehen :P - und dann hat er erlebt, wie er abgemustert, alt und gebrechlich wurde. Ich glaub, seinem Ego hätte nichts schlimmeres passieren können! Daher wars für mich nur logisch, das mit aufzugreifen.

Den Satz mag ich übrigens auch xD Er ist so extrem unkonkret und verdeutlicht es in einem Satz so schön, was an manchen Anweisungen einen einfach zu Weißglut treibt. Die Macht des Unwissens, qausi.

Vielen Lieben dank für die neuerliche Rückmeldung und auch nochmal für die Betaarbeit ;)


Und ein frohes Neues


Ein Review abgeben