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Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 29.03.18 10:04 · Für: Tiefes Entsetzen
Ich glaub langsam, dass das gesamte Szenario wirklich die Möglichkeiten einer Hotel-Security übersteigt. Ich mein, Diebstahl von Wertgegenständen, vielleicht mal gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Gästen, betrunken am Abend in der Bar, aber Entführung und Geiselnahme? Das ist einfach ne Nummer zu groß. Dass Staments da zweifelt, da bin ich vollkommen bei ihm. Die Wartezeit, bis die anderen Behörden sich einschalten würde mir an seiner Stelle auch vorkommen wie Stunden und das Wissen, dass die anderen auch keine Ahnung haben, was man nun konkretes unternehmen könnte, wär nur Salz in der Wunde. Er tut mir echt einfach leid. Fast noch mehr als Hugh, der findet schon irgendwas, das er der Situation abgewinnen kann o.O
Dass er seinen Frust, als er auch noch weggeschickt wird, beim Kellner ablässt, war zu erwarten gewesen. Immerhin hat er scheinbar die Einrichtung heile gelassen. Das ist vielleicht mehr, als ich zustande gebracht hätte. Vielleicht hätte ich mich auch einfach in eine Ecke gesetzt und geheult, ich weiß es nicht. Aber gut, dafür ist Staments wirklich nicht der Typ.
Dass er letztlich aber bei dem, was er da überreicht bekommt, kapituliert ... klar. Und es erstaunt immer wieder, wie rational-irational er doch manchmal ist. Der Wissenschaftler hätte gewusst, dass man es eigentlich sauber einpacken und kühlen sollte, aber das ist eben bei ihm ein echt wunder Punkt, so dass es auch völlig zu ihm passt, so emotional zu reagieren. Oh man ... hoffentlich kann man den wieder drannähen.
Ich fand es übrigens gut, wie du Staments Erkenntnis über sein Gebaren verzögert hast einfließen lassen, um noch einmal zu verdeutlichen, wie groß der Kontrollverlust in dem Moment war und wie sehr das alles gegen das ursprüngliche Wesen des Wissenschaftlers gegangen war, das er an den Tag legen WILL. Da wird nochmal toll deutlich, wo die Grenze des menschen Willens liegt und das manche Impulse doch stärker sind als die reine Vernunft. Auch der letzte Satz des Kapitels ist einfach toll.

Und oh ja, Melpin, du HÄTTEST es besser wissen müssen! Gott, diese naive Göre ... Gut, wie alt ist sie? Zehn? Elf? Da kann man ihr Naivität nicht zum Vorwurf machen. Trotzdem kann ich sie nicht leiden - welche Notlage sie auch immer dazu verleitet hat, zu tun, was sie glaubte tun zu müssen. Sie hätte nur den Mund aufmachen müssen, argh!
Moment, ihm fehlt gar kein Finger? Was war das dann in der Schachtel? Und die wollen nicht ernsthaft in einer Liveübertragung Ernst machen, oder? Miese zwei-in-eins-Kombi. Physische und Psychische Folter in einem.

Antwort des Autors:

Liebe Scully,

dies hier will ich nicht vergessen.

LOL! Ja, Culber findet sicherlich etwas Positives in Allem (Ich kann Dir gar nicht sagen, wie ich diesen Charakter vermisse!). Und ich freue mich ausgesprochen, dass es mir gelungen ist, Stamets so menschlich rüberzubringen. Der hat bereits von den Drehbuchautoren angelegt so viele Schichten, dann wird er auch noch von einem Schauspieler verkörpert, der Emotionen fabelhaft rüberbringen kann - er ist ein sehr dreidimensionaler Charakter (wie man es ja nicht so vielen ST Charakteren vorwerfen kann ;) ), und daher macht er einfach besonderen Spaß zu schreiben. Er fühl sich viel echter an als die typischen Sternenflottenakademie-Helden.

(Der Comic zu seiner Vorgeschichte ist jetzt rausgekommen und ich war sehr erfreut darüber, dass die Autoren ihn genauso gesehen haben, wie ich ihn mir bislang für meine FFs zurechtgelegt hatte, nämlich als ziviler Wissenschaftler, der nicht die Akademie durchlaufen hat, sondern als Quereinsteiger aufgrund seiner Forschung von der Sternenflotte rekrutiert wird. Das hatte ich nicht zu hoffen gewagt, aber für mich kam er in der Serie so sehr unmilitärisch rüber.)

Liebe Grüße,

Gabi


Name: Lady Q (angemeldet) · Datum: 20.03.18 11:19 · Für: Verschwunden
Ich mag schon die ersten beiden Sätze. Dieser krasse Gegensatz aus "bäuchlings rumlungern" und "Göre", und "intellektuelles Niveau" und dann, hui, ein pornographischer Roman. Das ist so eine kleine Szene, die einfach Spaß macht sie zu lesen. Und weiter hui, er hat sich von diesem unterirdischen Niveau so fesseln lassen, dass auf einmal ganz viel Zeit vergangen war. Womit wieder ein schöner Anknüpfungspunkt zur Geschichte vorhanden ist, und eine glaubhafte Begründung, warum Stamets erst so spät nachforscht.

Was ich bei der Szene im Anschluss wirklich gut rübergebracht finde, ist die wachsende Sorge, diese Nervosität, wobei es ja "außer dem Verschwinden" noch gar keinen Grund zur Sorge gibt. Trotzdem schwingt das schon mit. Das ist gut!
Und dann dieses typische, wenn jemand vermisst wird, und man selbst WEISS einfach, dass da was passiert sein muss, und die anderen glauben nicht. Das ist so verzweifelnd!

Als dann aber ausgerechnet die beiden Frauen auftauchten, wegen denen er doch....war er nicht agitiert?...war, musste ich echt schmunzeln. Man sieht sich halt doch immer zweimal im Leben, nicht wahr?

Insgesamt bringst du Stamets einfach unglaublich gut rüber. Ja, unfreundlich, aber durchaus so reflektiert, dass er sich versucht zusammenzureißen. Ich hab ihn richtig vor Augen, während ich das lese. Dass da der Puls schneller wird, ist so ein netter Nebeneffekt des Krimilesens ;)

LG
Stephie

Antwort des Autors:

Liebe Stephie,

ich hüpfe gerade vor Freude im Dreieck, wo ich die vielen Reviews gesehen habe!

LOL! Ja, er war "agitiert" - das hat sich zu meinem absoluten Stamets-Wort entwickelt. ;) Das ist jetzt in Stamets-Privatgebrauch. Ich habe mich schon sehr darauf gefreut, die beiden Frauen wieder bringen zu können. Stamets braucht jemanden, der ihm Kontra gibt. Ansonsten hat ihn ja nur Culber auf seine liebevolle Weise im Griff.

Und ich freue mich immer wieder ganz besonders, wenn ich höre, dass meine Darstellung von Stamets glaubwürdig ist. Anthony Rapp bringt so viele Nuancen und so viel Seele in diesen Charakter, dass ich da vor Scham im Boden versinken würde, wenn ich dem nicht gerecht werden könnte.

Ganz lieben Dank für Deine Wort,

Gabi



Name: Lady Q (angemeldet) · Datum: 20.03.18 11:18 · Für: Drohung
Uaaaaaaah! Der arme Hugh!

Himmel. Erstens ist dieser Mann zu gut für diese Welt - er ist weiter so freundlich zu Melpin ist, UND reagiert so besonnen auf seinen Entführer. Und ich merke (das hast du in irgendeiner Review-Antwort erwähnt), dass du dich bei Hugh an Wilson Cruz orientierst. Das würde ich genauso machen, denn leider gab es ja nicht allzuviele Szenen mit Hugh, bevor sie ihn dann....

... und dann auch noch diese furchtbar demütigende Szene am Schluss, und die Androhung, ihn "etwas" abzuschneiden...ich kriege grade Angst! Und ich bin sehr glücklich darüber, dass du deutlich gemacht hast, dass dieser kleine Krimi vor der Serie angesiedelt ist, denn ganz klar hat Hugh da ja noch alle Finger. Also puh! Aber besser sein Finger als... sein bestes Stück, nicht wahr?

Dass der Zweck dieser ganzen Entführung ist, an Daten heranzukommen, die nur Paul liefern kann, ist fast logisch angesichts der besonderen Stellung, die er in der Sternenflotte grade hat. Das läd ja gradezu ein. Paul tat mir richtiggehend leid, dass ihm so die Pistole auf die Brust gesetzt wird, und das wirklich einzige, was er für die Befreiung seines Partners machen könnte, das einzige ist, was er wirkich unter keinen Umständen herausgeben darf. Der Arme!

LG
Stephie

Antwort des Autors: Ja, ich fürchte, das ist leider wahr - er ist zu gut für diese Welt ... deswegen habe ich mich auch so tief in den Charakter verliebt, und deswegen bin ich immer noch so am Boden zerstört wegen seinem Tod. Ich habe ungelogen drei Tage lang geheult und die Folge nicht zuende geschaut. - und aus diesem Grund wird ihm in keiner meiner Geschichten jemals etwas unwiderbringlich Dramatisches passieren - nicht ihm! (okay, sorry, genug Unreife zur Schau gestellt ... ab zur Antwort...) Puh, gut zu lesen, dass es mit den Daten einigermaßen logisch scheint. Es ist so verdammt schwer, in DSC etwas Längeres zu schreiben, weil die erste Staffel dafür eigentlich so gut wie keinen Raum lässt und die Zeitfenster, wo diese und jene Person an Leben/an Bord/in diesem Universum ist sehr kurz gehalten sind. Zum Schauen gut, zum FF-schreiben eher unpraktisch. So fiel meine erste Wahl für eine FF, die nicht nur in eine Charakterstudie ausartet, auf einen Krimi, weil der immer irgendwo dazwischen passt. Nochmals Danke! Gabi


Name: Lady Q (angemeldet) · Datum: 20.03.18 11:17 · Für: Tiefes Entsetzen
Wieder aaaaaaaaaaaaaah!

Zentrales Element: Der Finger. Oh mein Gott, ich dachte wirklich, du hättest Hugh den Finger abgesäbelt! Ich dachte wirklich, vor allem, weil du den Prozess des "Päckchen-Öffnens" so plastisch dargestellt hast, dass du jetzt einen Hugh-Finger da reingepackt hast! Danke, danke, danke, dass du es BISHER nicht getan hast! Immerhin! Aber wie fies, Paul einen falschen Finger zu schicken!

Und dann die Androhung einer Live-Amputation, ja sag mal, wo führt das denn hier noch hin??? Hilfe!

Ich bin neugierig, was Melpin in dieser GEschichte noch für eine Rolle spielt. Sie muss ja irgendwie wichtig sein (wird sie möglicherweise das rettende ELement?). Und dann auch die Auseinandersetzung damit, auch die allergeheimsten Geheimdokumente weterzugeben, im Austausch für ein Leben, das man liebt. Was für eine Verantwortung!

Danke für dieses Kapitel, es war mega aufregend! Und ich leide doch immer noch, wegen Hugh (und kann das daher nur schlecht aushalten, wenns ihm schlecht geht.....).

Ich habe auch hier ein Element entdeckt, was ich erst selbst verwendet habe (und ich finde es faszinierend, dass ich diese Ähnlichkeit in deinen Geschichten finde): Du lässt Melpin menschlich die Schultern heben und wieder fallen lassen und thematisierst auch, wie faszinierend es ist, dass sich diese Geste unabhängig voneinander entwickelt hat. EXAKT DAS habe ich im Januar auch in einer Geschichte geschrieben, und das war hier beim Lesen nun wie ein Deja vu. Lustig :)

Ganz liebe Grüße
Stephie

Antwort des Autors:

Ja, es hat geklappt! (sorry, ist fies, aber ich freu mich, dass die Spannung spannend war). Da ich jetzt ja erwähnt habe, dass die Medizin das wieder in den Griff kriegt, kann es ja noch kommen (ich bin gemein, ich weiß ...)

Was mit Melpin ist ... mal sehen ...

Dein P.S. ist ja witzig! Aber das ist ein Punkt, der mir immer wichtig ist, und der mir bei Nichtbeachtung in FFs gehörig auf die Nerven geht: dieses laufenden Treffen auf andere Spezies, die sich wie Menschen benehmen, auf Flora und FAuna, die wie auf der Erde aussieht (und im übelsten Fall auch noch den gleichen Namen nur mit der Spezies davor besitzt). Dass man sich nicht in Worldbuilding begeben möchte, wenn man nur mal rasch einen Außerirdischen braucht, um seine Charas interagieren zu lassen, verstehe ich ja. Aber ich finde es einfach wichtig, wenn man immer im Hinterkopf behält, dass man es mit anderen Lebenwesen, anderen Kulturen, völlig anderen Entwicklungen zu tun hat - und wenn man das nur im Nebensatz erwähnt.


Ganz, ganz lieben Dank,

Gabi



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 18.03.18 20:58 · Für: Drohung
Das sind so Momente, in denen viele dann einige Aspekte einfach außer Acht lassen. Es ist zwar echt gemein von dir, dass Culber da sitzt und mit seiner Blase diskutieren muss, aber das gehört eben dazu, dass man so als menschliches Wesen weiterhin Bedürfnisse hat, die sich von Zeit zu Zeit nuneinmal so ergeben.

Und das mit dem Wehrlos hätte ich auch anders herausstellen können. Culber hätte sich als McGyvers Ur-ur-ur-urenkel herausstellen können und mit den Gläsern, seinen Fesseln und einer Büroklammer den Entführern eine tödliche Falle stellen können! Jaja! O.O
Das er aber wirklich so "umgänglich" ist, wie er selbst so schön sagt, verdeutlicht noch einmal sehr seine Geduld und seine Disziplin. Ich glaub ich hätte Melpin, auch wenn ich gewusst hätte, dass sie unter Druck gesetzt wird, nicht so vorurteilsfrei entgegentreten können. Sie hätte ihm irgendein Zeichen geben können, man hätte das anders regeln können. So ist die Situation echt beschissen.

Dass Stamets so auf 180 ist, kann ich gut nachvollziehen. Wie er über seinen Freund redet, ist dennoch amüsant zu lesen. Erst die Wut, in die er sich in seiner Hilflosigkeit flüchtet und dann dieses lapidate "Was? Quatsch, nein, der versteht kein Wort. Der ist Arzt!" Ich lachte xD Auch wenn die Situation, wie schon bemerkt, bescheiden ist. Die Situationskomik ist nicht zu verachten!
Die Zwickmühle in der der Wissenschaftler da sitzt, ist aber auch ziemlich tricky. Einmal will er nicht, dass seine Ergebnisse missbraucht werden und andererseits will er natürlich seinen Lebengefährten zurück. Mann, mann, mann ...
Aber ich hätte zu Anfang nicht gedacht, dass es einer Thalis bedarf, um ihn auf die sachliche Ebene zurückzuholen. Gut, dass die Frau da ist. Sonst wär wohl der Trotz mit ihm durchgegangen. Die Idee, die Entführer hinzuhalten, ist auf jeden Fall ein guter Plan, um etwas Zeit zu erkaufen.

Dass Culber keine Ahnung von dem Plan hat und dabei ein wenig den Mut verliert, macht das Ganze noch tragischer. Hoffentlich hält er durch, bis er wieder frei ist. Bei der Behandlung, die er da erfährt, dürfte das Erlebte wohl leider seine Spuren hinterlassen. Und hoffentlich behält er alle elf Finger, bis das alles vorbei ist... Die Typen rasseln entweder nur sehr laut mit den Ketten, oder sind echte Arschlöcher. Bei Menschenhändlern tippe ich eher auf Letzteres ...

Antwort des Autors:

Du liebe Scully!

Ganz ganz vielen Dank für Deine Lesetreue!



LOL! Nein, ich fürchte, ein McGyver ist Culber nicht. Er wird in der Serie nicht groß charakterisiert, aber er besticht auf jeden Fall durch Warmherzigkeit und Verständnis. Er würde immer zuerst versuchen, jemanden verbal zu überzeugen.

Ich freue mich, dass Dir das "Der ist Arzt" gefallen hat. Ich hatte großen Spaß am Schreiben dieses Dialogs und ich konnte ihn mir in dem Moment so lebhaft vorstellen, wie er die Detektivin völlig fassungslos anschaut, wie sie auch nur auf so eine absurde Idee kommen könnte. Das Stamets-Universum dreht sich halt eindeutig um das Stamets-Zentrum.

Ja, also auf den elften Finger legen wir doch besonderen Wert! (armer Kerl, sorry!) Das sind natürlich alberne Zusätze, aber die muss ich mir von Zeit zu Zeit beim Schreiben einfach geben ;).

Ganz lieben Dank für Deine Worte,

Gabi


Name: USS-Stories (angemeldet) · Datum: 17.03.18 12:55 · Für: Holpriger Start
Liebe Gabi!

Nachdem ich vor einiger Zeit auch endlich Netflix-Zugang bekommen habe und mich gleich gierig auf Discovery gestürzt habe - Und oh, mein Gott, es ist der Hammer! -, habe ich jetzt beschlossen, mich auch FF-technisch an die Serie zu wagen. Und da standst du natürlich gleich ganz oben auf der Liste. (Zugegebener Maßen, die Auswahl ist begrenzt.)
Ich habe mich aus drei Gründen für diese Geschichte entschieden:
1. Sie besteht aus mehreren Kapiteln, was sowohl Handlung als auch Details verspricht.
2. Sie spielt vor der eigentlichen Serie, weshalb ich keine Angst vor Spoilern haben muss. (Ich habe nämlich noch nicht alle Episoden geschafft.)
Und 3. Ich bin ein Fan von Stamets!
Er hat mich vom ersten Moment an fasziniert. Allein schon sein Aussehen hat sich in mein Gedächtnis gebrannt. Man sieht selten ein so einprägsames Gesicht. Tja, und dann sein Charakter. Tatsächlich wirkt er in den ersten Episoden übertrieben unhöflich, aber das hielt mich nicht davon ab, ihn ins Herz zu schließen. Und mit jeder weiteren Szene wurde er ein bisschen liebenswürdiger. Spätestens die Beziehung zu Culber, der ja nun wirklich die Inkarnation von Liebenswürdigkeit darstellt, machte ihn menschlich und...naja...liebenswürdig. ;-)
Tatsächlich hat mich dein erstes Kapitel ein wenig an mich und meine beste Freundin erinnert. Auch ich bin manchmal etwas ruppig und schwer sarkastisch (wenn auch nicht so prinzipiell abweisend gegenüber anderen Menschen wie unser lieber Paul - aber wahrscheinlich sind es gerade diese kleinen Parallelen, die mich ihn mögen lassen). Wortwechsel wie

„Aber sei höflich.“
„Ich bin immer höflich.“

kenne ich deswegen selbst.
Überhaupt bin ich beeindruckt, wie authentisch du die Beiden in ihrer Interaktion miteinander beschreibst. Ich denke, genauso hätte es abgelaufen können. Mit Sätzen wie "Er beschloss, sie nicht zu mögen." oder "Ich bin nicht eifersüchtig. Ich bin nur agitiert!" triffst du Stamets auf den Punkt. Auch Culber finde ich realistisch, auch wenn man hier vorsichtig sein muss. Wir wissen aus der Serie heraus einfach noch zu wenig über ihn, wie ich finde. Du beschreibst ihn als einen sympathischen jungen Mann, der Paul besser im Griff hat, als dieser sich je eingestehen würde. So ist das wohl, wenn man ein Herz erobert - vor allem wenn es eines ist, dass prinzipiell lieber verschlossen bleibt.
Ich freue mich schon darauf, die anderen Kapitel in den nächsten Tagen zu lesen und werde dir sicherlich noch das ein oder andere Review da lassen. (Ich werde die Reviews - wenn du kein Problem damit hast - auch so auf Treknation übernehmen.)
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

Alles Liebe
Sophia

Antwort des Autors:

Ich kopier meine Antwort hier auch rüber ;)

 

Liebe Sophia (ein schöner Name übrigens!),

ich freue mich gerade riesig über Deinen Kommentar - und hauptsächlich nicht einmal wegen meiner Geschichte (aber darüber natürlich auch!), sondern darüber, dass Dir Discovery gefällt. Die Serie hat mich so dermaßen eingefangen - im positiven wie im negativen Sinn - dass ich gar nicht mehr davon loskomme. Und vor allem Anthony Rapp als Stamets ist in der Tat der Charakter, den ich mir irgendwie wohl schon immer im Star Trek Franchise gewünscht habe. Er ist ein Traum!
Mir geht es bei ihm wie Dir, er erinnert mich ziemlich an meine eigene sozial inkomtatible Art, daher mag ich ihn ;) - ich schätze, daher lässt er sich auch so gut schreiben. Bei Culber orientiere ich mich ein wenig an dem Schauspieler. Ich habe einige Interviews mit Wilson Cruz gesehen und gelesen und übernehme beim Schreiben von Culber im Prinzip dessen Art. Ich habe den Eindruck, dass der Schauspieler viel von sich in die Rolle fließen lässt, so dass das passen könnte.

Und logo habe ich keine Probleme, wenn Du Reviews von einem Archiv zum anderen kopierst. Das mache ich genauso und ich finde es schön, dass dann in beiden was steht ;).

Ganz lieben Dank fürs Lesen und fürs Kommentieren. Ich hoffe, Dir sagen auch die anderen Kapitel zu.

Gabi



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 01.02.18 08:47 · Für: Verschwunden

Dass der Text, den Staments da liest, nicht besonders hochtrabend und tiefgängig ist, hat einen ganz wichtigen Grund: Leser dieser Lektüre haben ab einem gewissen Punkt, wenn es dem Zweck denn dient, nicht mehr genug Blut im Hirn, um allzu viel darüber nachzudenken. Nicht, weil sie doof wären, sondern aus rein biologischen Ursachen heraus.

Die Rezeptionistin hat zwar etwas von einer neugierigen Nachbarin ("Ich bin über alles bestens informiert! - Aber das heißt nicht, dass ich meinen Nachbarn hinterherspionieren würde. Niemals!"), aber trotzdem ist sie hilfbereit und ihre leicht genervte Art find ich super rübergebracht. Das Seufzen und ihr sarkastischer Kommentar ("Na, das hätte mir gerade noch gefehlt") lassen sie echt unglaublich menschlich rüberkommen. Ich mags!

Kam die Andorianerin ... ja, die kam schon vor! Die haben doch mit Hugh geflirtet, richtig? Oh, klasse! Na, dann kennen die das gesuchte Objekt ja schon, das spart einiges an Erklärung. Und der Vorteil ist auch, dass die zwei das sofort ernst nehmen. Entweder wegen der Sympathie, oder weil sie ihn nach dem kurzen Plausch wirklich als sehr zuverlässig einschätzen können und dass er Staments niemals so stehenlassen würde.

Andererseits tut mir der arme Kerl von Staments echt leid. Erst die genervte Rezeptionistin, dann die beiden Frauen von der Sicherheit und alle suchen irgendwie zuerst mal den Grund unterschwellig in seinem aufbrausendem Verhalten, was er ja so eigetnlich gar nicht an den Tag legt, wenn Culber nicht gerade ein wildfremdes Mädchen mitnimmt oder verschwindet.
Und dann auch noch die Gewissheit, dass Hugh mit den beiden unangenehmen Kerlen aneinandergeraten ist, die hinter Melpin her waren. Oh man, in seiner Haut will ich wirklich nicht stecken. Dass dem die Muffe geht glaub ich ehrlich. Sich in dem Moment dann auch noch gegen die Anschuldigungen von Rechts und Links zu verteidigen wird auch nicht leichter. Echt ne arme Socke.

Und das Ende des Kapitels lässt es einem natürlich kalt über den Rücken laufen. Aber schöner Gap, man fiebert natürlich weiter und hat einen kleinen Hoffnungskrümmel hingeworfen bekommen. Entführer verhandeln seltener um Leichen. Toll gemacht! (Mir tut Staments leid und ich hoffe, dass Culber nix passiert ist ... Und ich hoffe, die Göre hatte einen richtig, richtig guten Grund für den Bockmist!)

Antwort des Autors: Liebe Scully,

Du bist immer noch dabei, ich freue mich!

Hihi, bei der Rezeptionistin hatte ich so eine klassische Dame mit streng hochgestecktem Dutt, elegantem Äußerem und Hornbrille vor Augen (klar, passt natürlich nicht, mit Brille läuft da ja niemand mehr rum. Aber das Bild hatte ich und ich fand das beim Schreiben dann so einen witzigen Kontrast zu meinem Trainingshosenbewehrten grummeligen Chaoten.

Ja genau, die Andorianerin und die Terranerin sind die beiden aus der Bar. Ist das zu lange her? Ich war mir nicht sicher, ob es klar wird, wer die beiden sind. Ich hatte mich seit dem ersten Kapitel schon auf das Zusammentreffen gefreut, weil Stamets mit ihr jetzt eine Sparingspartnerin bekommt, der er nicht so einfach über den Mund fahren kann. Ja, ich fand es auch ganz praktisch, dass die beiden Hugh mochten, das lässt wenigstens ein gemeinsames Ziel verfolgen - wenn auch der Weg dorthin zu Diskussionen führen wird.

Dem armen Stamets steht noch eine ganz üble Szene bevor, ich hoffe, ich bekomme die einigermaßen glaubhaft hin. Vielen, lieben Dank für Deine aufmunternden Worte!



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 22.01.18 19:00 · Für: Ein viel zu gutes Herz
Hach, den beiden zuzuschauen macht echt Spaß! Auch wenn das jetzt vielleicht etwas falsch geklungen hat. Aber die zwei, Stamets und Culber, sind echt eine Marke für sich. Da prallen Welten aufeinander und formen was lustiges Neues, über das ich fast ständig schmunzeln könnte. Und ich bin immer noch auf Stamets Seite. Verschreckt hin oder her, verschnupft wäre ich auch, hätte man mich beklaut. Wenn ich vermutlich zwar grantig, aber nicht so bissig wäre. Aber es zu lesen macht mir dennoch Freude.

Culber ist echt zu gut für diese Welt. Das dachte ich schon, als er Melpin an der Tür findet und sie einfach so wieder mit reinnimmt und ihr dort einen Schlafplatz anbietet. Allerdings hätte ich auch nicht gewusst, wo ich mit ihr hingesollt hätte. Ein eigenes Zimmer ist auch doof, wenn sie wirklich völlig traumatisiert gewesen wäre. Nur mit ihr in die Küche wäre ich wohl nicht gegangen, wenn da zwei Ochsen auf zwei Beinen nach ihr Fahnden. Neee, das wär mir zu riskant gewesen. Und das war es wohl auch ... hoffentlich steckt Culber das weg. Und wer sind die Typen, an die Melpin ihn verraten hat? Hatte sie von anfang an was mit denen zu tun? Oder nicht? Bin mal gespannt. Und sie sollte beten, Stamets nie wieder in diesem Leben über den Weg zu laufen! (Oder mir ...)

Antwort des Autors: Oh, Danke Scully, dass Du immer noch dabei bist!

Ich freu mich echt, dass Du an den beiden Deinen Spaß hast, wo Du weder die Serie noch die Charaktere kennst. Das macht mich so ein bisschen stolz, muss ich gestehen ;).

Diese möglichen Kontraste zwischen den beiden herauszuarbeiten, macht mir großen Spaß. In der Serie war dafür keine Zeit, bevor es dramatisch wurde.

Ich hoffe, die Story funktioniert auch weiter, jetzt, wo die beiden getrennte Szenen bekommen.



Ganz liebe Grüße, Gabi


Name: Racussa (angemeldet) · Datum: 17.01.18 10:47 · Für: Vertrauenssache
Zwei sehr unterschiedliche Motive am Schluss der Geschichte. Es erinnert mich ein bißchen an 'Hart aber herzlich': Zwei Turteltäubchen, die egal wohin sie kommen, immer ein Verbrechen aufklären müssen :-)

Antwort des Autors: "Hart aber herzlich" sagt mir jetzt nichts (außer dass das mal wieder wie ein misslungener Versuch einer deutschen Übersetzung klingt). Aber zwei Turteltäubchen, die ein Verbrechen aufklären "müssen" passt (obwohl sie das ja nicht müssen, sondern Culber es will, während Stamets es nicht will). Leider haben die beiden noch überhaupt keine AHnung davon, was für ein Verbrechen sie da überhaupt aufklären müssen.


Name: Racussa (angemeldet) · Datum: 17.01.18 10:36 · Für: Unglueckliche Begegnung
Die Freude über die herzhafte Naturbeschreibung bleibt auch hier ungebrochen. Das Vetrauen des Arztes ist ja schier grenzenlos, da verstehe ich den Mykologen sehr gut. Könnte ja auch eine flüchtige Verbrecherin sein, die von Sicherheitskräften verfolgt wurde. Mal sehen, was im Zimmer herauskommt ;-)

Antwort des Autors: Ja, Culber ist ein Typ, der erst einmal alles positiv sieht. Ein recht seltener Charakter, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe, weil er einfach grundgut ist.

Stamets hingegen traut erst einmal niemandem.


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