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Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 26.06.17 12:42 · Für: Die Gedanken sind frei
Oh, ich liebe dieses Lied! Ich liebe es aus ganzem Herzen! Gänsehaut, Tränchen, ich liebe es einfach. Zu lesen, zu hören, zu denken, es ist ein so wunderbarer Tröster, ein Mutmacher, es verdeutlicht so wunderbar die Macht der Gedanken, der Fantasie, dass nichts und niemand in der Lage ist, meinen Geist und meine Gedanken zu brechen, da sie wie Wasser sind, dass nur ich greifen kann. Auch, wenn es einem nicht immer so vorkommt und man den Glauben daran verliert, es ist und bleibt so. Meine Gedanken sind das einzige Gut, dass mir niemand wird nehmen können. Sie sind Ich.

Die Zugeständnisse der Klingonen werden hoffentlich bestehen bleiben und vielleicht ermöglichen sie es, dass die Romulaner doch noch fliehen können und tatsächlich eines Tages wieder frei sind. Bis dahin haben sie etwas, womit sie Kraft tanken können, etwas mehr Zeit und eine Spur Hoffnung.

Man freut sich über das Ende, obwohl es natürlich nicht vorbei ist. Aber man hat, wie die Romulaner auch, eben die Hoffnung, dass es noch besser wird, wo Nero offenbar inzwischen Einfluss auf die Klingonen nehmen können und diese eine gewisse Abhängigkeit eingestanden haben.
Ich fand im ganzen Band vor allem deine Atmosphärischen Beschreibungen immer total faszinierend, die einem mit dem Kopf vorran in die Empfindungen und Gefühle der Charaktere gestürzt haben, auch wenn diese negativer Natur waren. Es war wichtig, die Beklemmung und die Hilflosigkeit der Gefangenen zu spüren, um die dahinterstehenden Dynamiken zu verstehen. Manches Mal löste es sich alles etwas schnell auf - was sicher auch in der Unterstützung der Mithäftlinge begründet lag - aber insgesammt war es auch spannend und aufreibend. Ich bin gespannt, was aus dem ersten Band sie noch in den nächsten begleiten wird und hoffe, dass es mehr Hoffnung als altes Leid ist, weil ich denke, dass genug Neues dazukommen wird. Andererseits vermute ich, dass Vieles, von dem, was sie erlebt haben, sie vielleicht nicht in den zweiten Band begleiten wird, aber für den Rest ihres Lebens ...


Eine schöne Geschichte mit einem ernsten, aber wichtigen Thema. Ich finde es schön, dass du dich diesem angenommen hast und fand, dass du es gut präsentiert hast.

Antwort des Autors:

:) Ich wurde ja gefragt, wie es kommt, dass ein Ire ein deutsches Volkslied kenne … Nun, da kam mein innerer Revoluzzer zum Zug: Ich dachte mir, wenn in StarTrek die Klingonen den englischen Shakespeare lesen, die Romulaner römische Ränge tragen und die Vulkanier die jüdische Kabbala praktizieren, kann auch ein Ire deutsche Lieder singen ;)
Der Erste Band liest sich in der Tat wie eine Herzkurve, wo sich Rauf und Runter extrem abwechseln. Irgendwie passt so die Dynamik des Bandes aber auch zur DIS, wo das genau so sein kann. Er ist ein Band der Extreme, der die extreme Störung DIS behandelt, die die Betroffenen unter extremen Bedingungen entwickelt haben. Jene fühlen extrem (anders), sie verhalten sich bisweilen extrem und können so auch extreme Weltanschauungen haben. Extrem in allen Dingen.

Vielen herzlichen Dank für die vielen Komplimente, die lieben Kommentare, die guten und nützlichen Einwände und vor allem, dass du bis zum Schluss dabei geblieben bist!! Ich habe mich auch wirklich sehr gefreut, dass du den schlimmen Kapiteln eine Chance gegeben und so Leuten zugehört hast, denen man ein Leben lang den Mund verboten hat. Ich kann dich dahingehend beruhigen, dass es keine weiteren derartigen Übergriffe mehr geben wird und würde mich gewaltig und megamässig freuen, dich auch im 2. Band wieder willkommen heissen zu dürfen :)



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 26.06.17 12:19 · Für: Des Pudels Kerne
Ein wenig erleichtert war ich, als Ayel doch nicht von seiner Täter-Persönlichkeit übermann worden ist, sondern vergleichsweise rasch wieder zu sich gefunden hat. Aber auf der anderen Seite, sieht es sich jetzt nicht nur dem restlichen Selbsthass gegenüber, sondern auch noch den Vorwürfen wegen seiner eigenen Taten. Er muss sich jetzt vor dem rechtfertigen, was er erduldet hat und dem, was er geTAN hat. Die eine Front mag zu Teilen geklärt worden sein, aber durch die Neue wird es kaum besser sein als zuvor. Immerhin die Angst, dass es sich so wiederholt, braucht er dank seines roten Bandes nicht mehr zu haben. Ein schwacher, aber immerhin existenter Trost, neben seinen Brüdern, die für ihn da sind und ihn trösten und ihm Sicherheit geben.

KOmra gibt ihm zumindest die Hoffnung, dass er lernen kann, seine Ichs unter Kontrolle zu halten und sie für sich nutzen könnte, was ein erstrebsames Lernziel wäre. Und wenn es nur dafür ist, sie wegzusperren, da er jetzt keinen Grund sieht, sie je wieder hervor zu holen. Irgendwann wird es den Grund, hier auf Rura Penthe, vielleicht wieder geben, sich ihrer zu bemächtigen.
Letztenendes würde es ihm helfen, nicht wie Nero zu werden und selbst aus dem eigenen Körper verbannt zu werden. Würde er die Erinnerungen mit ihnen nicht teilen, wäre es vermutlich sogar besser, würde er sich verkriechen, aber er sieht alles mit hilflos an und erinnert sich an jeden Gedanken, jedes Gefühl. Es würde ihn kaputtmachen, tatenlos zusehen zu müssen, wie die anderen Zerstören und Rächen ...

Antwort des Autors:

Auf ihn wartet nun in der Tat die schwerste aller Aufgaben: Die Kontrolle über sein System zu erlangen. Kaum hat er sich den Einen angesehen, taucht ein Anderer auf und entsetzt ihn noch mehr. Die Wechsel können sehr häufig und sehr schnell geschehen, was ihn enorme Kraft kosten wird. Er wird sich neu kennen lernen müssen, sich mit den Anderen arrangieren, ihnen zuhören und sie akzeptieren, auch wenn er sie eigentlich nie wieder sehen will. Er wird sich dabei verändern, was viel Liebe und Verständnis von seinen Freunden abverlangen wird, denn er wird noch unsicherer, noch überheblicher, noch gefährlicher, noch hilfloser sein als jemals zuvor. Doch sie werden für ihn da sein, ihn tragen und ertragen, damit er zwar ein vernarbter, aber zumindest wieder ein ganzer „Mensch“ sein kann.



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 26.06.17 11:54 · Für: Der Preis der Unversehrtheit
Ich frage mich, ob es für Ayel leichter gewesen wäre, wenn er das Wissen, das Komra und Pirri ihm jetzt vermitteln, vorher gehabt hätte. Wenn er vorher gewusst hätte, bei wem die Schuld liegt und sich darauf hätte konzentrieren können und wenn er gewusst hätte, dass eine körperliche Stimulation auch gegen seinen Willen Reaktionen auslösen kann. Oder ob es ihn trotzdem übermannt hätte, übergegangen wäre in Selbsthass und Scham.

Ob es der falsche Weg war, weiß ich nicht. Was wäre mit Ayel passiert, hätten sie ihn immer und immer wieder geholt? Entweder, er wäre irgendwann vonselbst auf diese Maßnahme gekommen und das Maß wäre voll gewesen oder aber er wäre vollends daran zugrunde gegangen, an den kommulierten Erfahrungen und den manigfaltigen Bildern, die ihn vermutlich jedes Mal, wenn er an spaßige Wurmaktivitäten mit Livis dachte, heimsuchen würden. Ich glaube, dass das hier eine dieser Situationen ist, in der es keine richtige Wahl gibt, weil einem die Peiniger keinen richtigen Weg lassen. Es ist die berühmte Wahl zwischen Pest und Cholera und egal, wie man sich entscheidet, verliert man sich am Ende doch selbst, auf die ein oder andere Weise ...
So gesehen ist Ayel Oren jetzt sogar näher wie lange nicht mehr ... Auf eine tragische, aber nicht endgültige Weise. Vielleicht legen sie ihre monströse Hülle eines Tages zusammen ab und treffen sich wieder. Bis dahin haben sie ihre Schutzpanzer, der sie irgendwie zusammenhält.

Antwort des Autors:

Ich habe in diesem Kapitel bewusst das geschaffen, was ich glaube, das es im richtigen Leben leider nicht (oft) zu geben scheint: Eine Familie, die stark und Vorurteilsfrei hinter einem Opfer steht! Keine Vorwürfe, keine Schuldzuweisung, einfach nur Stärke, Liebe und Trost, und das permanent und in jeder Situation. Komra und Piri (und die Brüder, die durch die Wasserflaschen sprechen) sind genau zur richtigen Zeit da, fangen ihn auf, bevor er fallen kann, haben Trost und Antworten bereit. Ohne sie wäre er abgestürzt, hätte verdrängt und alles noch schlimmer gemacht. Er konnte den seelischen Stress ein Stück weit abbauen, so dass sich nicht das ganze Elend hatte festsetzen können.

Danach hat er das bekommen, was wohl ebenfalls den meisten Opfern dieser Welt versagt bleibt: Der Schuldausgleich! In Ayels Fall nun in Form der Rache. Denn nein, es gibt keinen richtigen Weg, nur den moralischen Aspekt. Haben es die Klingonen verdient, für ihren „Fehler“ zu sterben? Nein. Hat es Ayel geholfen? Oh JA! Ich schlage mich da ganz klar auf Ygnars Seite und muss sagen: Komra, verarbeiten ist schön und gut, aber manchmal vernarbt so etwas einfach schneller, wenn der Schuldausgleich sofort geschieht und nicht Jahre der Hoffnung vergehen müssen, ihn vielleicht irgendwann zu bekommen. Oder eben nie.



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 26.06.17 11:32 · Für: Eine Seele zerbricht
Zwischen Gefallen und einer körperlichen Reaktion auf das, was ihm widerfährt, gibt es einen Unterschied, den er vielleicht mal begreifen wird oder odem Komra ihm erklärt, damit er eine kleine Handhabe gegen die Selbstvorwürfe hat. Von seinen Brüdern hat er keine zu erwarten. Sie wussen, wie grausam es ist. Ähnlich wie Ayel, der sich der Folter bisher widersetzen konnte, aber auch Verständnis dafür hat, dass andere es nicht können, so werden seine Brüder ebenfalls Verständnis dafür haben und ihm keinesfalls unterstellen, er hätte Gefallen daran. Sie sollten ihn auch gut genug kennen, um zu wissen, dass es ihm auch auf freiwilliger Basis nicht einzig und allein um das eine geht, sondern er sich dem nie hingeben würde, wenn er keine Gefühle für seinen Partner hätte. Es ist so extrem gegen seine Natur, dass niemand auf den Gedanken käme.
Bisher konnten seine Brüder ihn von seinen Zweifeln schnell befreien. Es bleibt zu hoffen, dass das auch diesmal vergleichsweise schnell passiert. Vielleicht bleibt das aber auch nur eine Hoffnung. Bis ihn diese Bilder und diese Gedanken wieder verlassen braucht es einiges an wiedergewonnenem Selbstvertrauen und verständnisvolle Freunde und Familie.

Vor diesem Hintergrund bin ich fast froh, dass Livis ihre Prinzipien am Umkehrabend über Bord geworfen hat. Einerseits nicht, weil das alles dann wohl nicht passiert wäre, da Ayel keinen Grund zum prahlen gehabt hätte, aber andererseits hat er jetzt eine grausame Verknüpfung mit dieser Thematik, so dass er so schnell keine jugendliche Freude mehr daran verspüren wird. So ist es einmal unbelastet passiert und er konnte es wirklich genießen ... Und vermutlich hätten sie ihn über kurz oder lang ohnehin geholt, wie Knurr vermuten lässt ...
Eines Tages werden vielleicht auch die Klingonen begreifen, dass sie die Monster, vor denen sie sich fürchten, selbst erschaffen haben und sie nur ein Echo ihrer eigenen grausamen Taten sind ...

Antwort des Autors:

Das war es nun, das Kapitel. Dazu möchte ich nur erklären, dass es keine kranke Erfindung meiner Fantasie ist, sondern die wahren Erlebnisse einer multiplen Person, die diese Erinnerungen alleine für dieses Buch aus dem verborgensten Inneren hervorgeholt und zur Verfügung gestellt hat. Ich habe das Kapitel seit dem Einstellen nie wieder gelesen und werde es vermutlich auch nicht können, obwohl ich die Ereignisse für die Leser bewusst „verharmlost“ habe. Die schlimmsten Dinge habe ich gar nicht erst darin aufgenommen, denn ich finde, das Kapitel ist auch so schon grausam und eindringlich genug.

Auffallend oft ist es so, dass die Opfer häufigen, sexuellen Missbrauchs sich vornehmlich in zwei extreme Richtungen entwickeln: Die, für welche keine (sexuelle) Intimität mehr möglich ist und die, welche geradezu verzweifelt versuchen, die Erinnerungen mit häufigem Masturbieren und Geschlechtsverkehr zu überdecken. Der Umkehrabend mit Livis hat Ayel tatsächlich davor bewahrt, in die eine oder andere Richtung auszuschlagen und trotzdem eines Tages wieder einen normalen Bezug zur Sexualität haben zu können.



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 26.06.17 11:12 · Für: Regenbogen der verlorenen Seelen
Hanky-Codes ... Sowas hatte ich schon im Verdacht. Auch ohne die Erklärung, auch ohne die Armbänder, war es dumm und leichtsinnig. In seinem Glückzustand ist es zu Teilen ja auch verständlich und er hat ohnehin ein loses Mundwerk, aber rational betrachtet war es sehr naiv, sowas zu der Wache zu sagen.
Aber auf Wolke sieben hört man eben schlecht und begreift erst, wenn es jemand deutlich ausspricht und auch langsam für die letzte Reihe erklärt. Dass Piri es ihm nicht übel nimmt, sondern ihm auch noch Tipps gibt, zeigt, die nah sich die Leute sind. Er hätte genausogut darauf beharren können, dass Ayel es heraufbeschworen hat und zusehen soll, wie er damit klarkommt, während er davon überrascht worden ist, ohne jegliches Zutun.
Um das allerdings noch einmal klar abzugrenzen: Ja, durch Ayels Äußerung hat er auf sich aufmerksam gemacht und den Lauf der Dinge provoziert, aber Schuld hat er daran dennoch keine. In einer Gesellschaft, in der das Recht eines jeden Individuums geachtet wird, sollten auch solche Äußerungen folgenlos getätigt werden dürfen. Für ihr Handeln sind einzig die Klingonen verantwortlich.

Mir fällt es allerdings schwer, Ayel als ausgefuchsten Rädelsführer zu sehen, je mehr ich lese. Er ist zu Teilen unheimlich naiv und hoch emotional - natürlich ist er auch intelligent und willensstark, wenn es beispielsweise um die Flucht geht, aber in manchen Momenten frag ich mich, ob seine Stellung als Erster Offizier doch auch darin begründet liegt, dass er mit Oren befreundet ist ... Auch wenn der Rest ihn aktzeptiert und seinen Befehlen gehorcht, kommen mir zuweilen ältere Romulaner bedachter vor. Einerseits lässt er sich von jemanden so weit aufstacheln, dass er Egap fast auf die Schnauze haut, andererseits kann er einen halbwegs langfristigen Plan für ihre Flucht schmieden und Leute führen. Ich weiß noch nicht ganz, wo ich ihn einordnen soll.

Unabhängig davon, verstehe ich seine Verzweiflung gut, als er von den Klingonen schließlich weggeschleift wird. Dass jegliche Tipps der Brüder ihm nicht helfen und er auch noch mit den Geschichten derer gequält wird, wie sie hier gelitten haben, ist Folter auf einem vollkommen neuen Level, der sich vermutlich auch Nero nicht entziehen könnte. Immerhin bringt auch der Mord an seinen Leuten ihn in Rage, da würde auch das hier ihn berühren. Aber vermutlich wären dann auch keine Klingonen mehr da, um andere davor zu warnen.
Offenbar gibt es für Ayel keinen Ausweg mehr, wo er nun festgekettet ist und vor Angst gelähmt. Hoffentlich kriegt er das, was folgt, irgendwie verpackt ... Irgendwann ...

Antwort des Autors:

Uff, es ist soweit. Die Kapitel des Grauens und der schwarzen Abgründe beginnen …
Da hast du allerdings recht: Ein Nein, ist ein Nein, ist ein Nein. Zumindest sollte es das sein. Nur weil jemand sagt, dass er Sex mag, will er nicht automatisch eine Notzucht erleben. Diese „Vermutung“ ist so pervers wie die Aussage jenes Kinderschänders, der behauptete, die Achtjährige habe ihn „bewusst angemacht“, indem sie einen kurzen Rock und ein Spaghettitop getragen habe … Einfach nur unfassbar.

Hee, nicht selber spoilern auf den 3. Band! :D Du hast da absolut recht, dass Ayel nicht den Parade 1. Offizier abgibt und tatsächlich kommt im 3. Band zur Sprache, dass auch die Crew immer eine Bevorzugung von Seiten Orens in diesem Posten sah. Allerdings muss ich sagen, dass er diesen Rang bisher auch nur symbolisch tragen musste. 1. Offizier muss er ja nur sein, damit klar ist, wer in Orens dienstfreier Zeit alles auf der Narada beaufsichtigt. Sein Hauptberuf ist Bergmann, in welchem er den höchsten Rang des Huthers (Oberaufseher) inne hat. Von diesem Handwerk versteht er, dank zusätzlich je einem Abschluss in Astrophysik, Kosmochemie und Astrogeiologie eine ganze Menge mehr, als die Crew. Allerdings trägt er auch diesen Rang eher symbolisch, da er trotzdem gleich hart arbeitet, wie die anderen und, abgesehen von seinen ganzen Hutherpflichten, als einfacher Hauer tätig ist. Die Steiger beraten ihn, während er für einen reibungslosen Arbeitsablauf sorgt, damit Oren sich um den geschäftlichen Teil kümmern kann und entlastet ist. Den Prozess, auch zum fähigen 1. Offizier in militärischem Sinne zu werden, hat er im Comic „Countdown“ begonnen und wird ihn im Verlaufe der Quintologie abschliessen, damit er sich als glaubwürdige Nummer Eins in den Film integrieren lässt.



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 26.06.17 10:49 · Für: Das Glück ist dünn wie Glas
Wurmszenen :) Wurmszenen lese ich aus diversen Gründen ungern. In erster Linie, weil ich mir dabei vorkomme, wie ein unanständiger Voyeur ^^''
Aber das ist wahrlich nicht deine Schuld. Ich weiß, dass es damit anderen komplett anders geht und die es mögen. Ich neige in der Hinsicht auch etwas zum Nörgeln :/
Schade fand ich tatsächlich, dass Livis ihre Prinzipien verraten hat, aber das ist ja ihre Entscheidung. Sie hätte ebensogut nein sagen können. Ich weiß, dass der Autor für das Verhalten seiner Charaktere immer nur bis zu einem gewissen Grad haftbar gemacht werden kann ;-)

Ich geb allerdings zu, dass mein Mitleid mit Ayel gering ist. Er weiß, dass die Zellenwände kein Schallschutz sind, da hätte er erstens dran denken können und wer sein Glück so spazieren trägt, braucht sich nicht wundern, wenn sich wer dran stört :P
Man kann sich auch im Stillen freuen.
Und er hätte seine Sticheleien in Hinsicht auf Wurmaktivitäten auch einfach sein lassen können, dann wäre das Gespräch nicht entstanden (mir wäre eine sehr amüsante Szene entgangen ... eine kleine, dürftige Szene xD) und niemand hätte was gegen ihn in der Hand.
Sich deshalb zu prügeln, halte ich aber, wie der Rest der Bande, für unnötig. Gut, dass das verhindert wurde und Egap seinen Fehler zu Teilen eingesehen hat. Vielleicht lernt Ayel ja auch was draus. Bekommt Livis eigentlich mit, was er den anderen so über den Abend erzählt? Er stachelt den Rest in seinem Notstand doch nur noch mehr an, es auch mal zu versuchen. Livis tut mir da mehr Leid. Wie das ihrem Ruf wohl beeinflusst?
Und was der Klingone wohl meinte ...?

Dass Ayel des Öfteren mit seinem Namen beschrieben wird, fällt mir gar nicht negativ auf. Ich finde es nett, dass du jetzt schon verhältnismäßig oft zwischen den Beschreibungen variierst, aber der Jung heißt nuneinmal so und in unserer Gesellschaft ist der Name ein eindeutiger Identifier. Was ist also schlimm daran?
Ich hab auch Bücher gelesen, in denen immer nur von "sagte" die Rede war, statt einprägsamer Synonyme. Und es hat mich nicht gestört. Entgegen aller Verteufelungen ;-)

Antwort des Autors:

Bitte entschuldige die Wartezeit! Gesundheitsachterbahn mal wieder … :(
DÜRFTIGE, kleine Szene? - Die war wennschon PASSABEL und ZUFRIEDENSTELLEND! :D
Ach, da ist halt der Gockel mit ihm durchgegangen ^^ Mit 33 das erste Mal ein Date und dann gleich Wurmaktivitäten, da MUSSTE sein Ego einfach platzen :D Da nehme ich jetzt halt ihn in Schutz, denn ich finde es fies von Egap, ihm diese Nacht zu vergönnen und sie dann auch gleich noch kaputt zu machen. 
Daran, dass sich Ayel gleich prügelt, kannst du sehr gut ablesen, wie innerlich zerrüttet und verändert er schon ist. Er ist als ein sanfter, friedliebender Charakter in die Crew eingetreten und nun, nach nicht mal einem Jahr, bereits eine tickende Zeitbombe, die jederzeit detonieren kann.



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 25.06.17 22:48 · Für: Löwentätzchen
Das hat schon eher etwas Harmonisches. Bin fast geneigt, die Sache von zuvor für eine ausgeuferte Stichelei zu halten, was auch wieder in mein Bild zu Ayel passen würde. Aber ich kann nix dafür, ich les solche Szenen unglaublich ungern - will sie aber auch bei guten Geschichten nicht überlesen, weil dann die Gefahr groß ist, dass ich Zwischentöne übersehe, wozu ich ohnehin neige.
Allerdings ist die Frage, warum Livis Nero nicht einfach "fallen lässt" und sich mit ihm "begnügt" doch ziemlich kurz gefasst, oder? Aus demselben Grund, aus dem ER keine andere Frau erwählt! Oder einen anderen Mann. Weil das Herz nicht an den Geschlechtsteilen aufgehängt ist, sondern an dem Charkater, dem Wesen, der Person. Das müsste er doch spätestens auf den zweiten Gedanken hin begreifen und verstehen können, auch, wenn es weh tut.

Livis Trauer um das Vergangene ist hart. Dass Ayel da diese Wunde so aufreißt, konnte er ja nicht ahnen. Es scheint wirklich niemand zu wissen. Und der Ort ist vermutlich auch der Falsche, um es nach außen zu tragen und damit bedroht zu sein, jederzeit daran erinnert zu werden. Es würde jede psychische Verteidigung wie aus dem Nichts niederreißen.
Da ist es besser, dass sie zwei für eine Nacht vergessen können, dass sie unter so vielen doch irgendwie gemeinsam verlassen sind.

Antwort des Autors:

Oh, Sticheln können sie Beide und die tun es oft und mit Genuss :D Ach, Ayel! Latürnich weiss er, dass Livis ihn aus den selben Gründen nicht will, wie er eine Andere :D Aber da ist er halt verliebt und wie das Kind, das nach dem 10. „Nein, kein Kuchen vor dem Mittagessen, sonst verdirbst du dir den Appetit!“ noch das 11. mal „Aber WARUM denn?“ fragt ^^ Begriffen hat er es längst und verstanden auch, nur akzeptieren will er es nicht. Es ist hoffnungslos mit ihm …
Livis’ Geschichte ist schlimm und traurig und in der Tat kennt nur Komra als Counselor sie. Der schweigt auf ihre Bitte hin allerdings darüber und auch Ayel wird sein Versprechen halten und es nicht mehr erwähnen. 

Ich weiss nicht, ob ich schon zu müde bin, (01:06) aber ich stehe auf dem Schlauch: Welche Szenen meinst du jetzt, liest du unglaublich ungern? Die Wurmszene, die Harmonieszene oder allgemein so „Zwischenmannfrauliches“? Oder dass Livis ihre Prinzipien verraten hat?



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 25.06.17 22:36 · Für: Die Königin der Löwen
Na, für jemanden, der eigentlich nur an dem Romulaner vor sich interessiert ist, froh ist, sie bei sich zu haben, ist er aber verdammt enttäuscht, als das Körperliche doch ausbleibt. Zumindest bekommt er diese Nacht den Trost und die Zuneigung, die er sich so lange ersehnt hat! Und wenn er ohnehin nicht groß in Übung ist, ist es vielleicht besser so. Die Gedanken, die er sich sonst gemacht hätte, was er alles falsch machen KÖNNTE, wären wahrscheinlich unerträglich gewesen. So bleibt es ein Traum, in dem alles perfekt abläuft und in dem sich am Ende niemand der Motive zu rechtfertigen braucht.
Wie er dann doch noch hinterherhechelt und kein anderes Thema findet, hätte ich ja eher lästig gefunden. Zumal es vorher verabredet war! Nicht nur gefunden, für sowas hab ich schonmal jemandem den Laufpass gegeben. (Aber was Romantik und Erotik anbelangt, lass dich da nicht von meinen Eindrücken verrückt machen. Bei der Thematik bin ich ohnehin eigen ;-)

Die Wortgefechte zwischen den beiden - klein und passende Synonyme xD - fand ich wieder grandios! Das könnte ich Seitenweise verschlingen :)

Antwort des Autors:

Haha! :D Verzeih Ayel sein Grossmaul. Er hat am Schokoguss geleckt und jetzt will er ins Stück reinbeissen ^^ Er gehört zwar in die Kategorie Softie, aber auch er hat genug Testosteron, um sich mehr zu wünschen, als nur den Wurm gekitzelt zu bekommen ^^ Ach, und ausserdem weiss er eigentlich nie, was er gerade und genau will :D
Du hast Recht und Livis durchschaut! Sie hat tatsächlich ihre Prinzipien verraten und das hat auch seinen Grund. Sie hat aber bis zum 3. Band gewartet, bis sie sich sogar MIR offenbart und verraten hat, was das damals sollte … (Wie das funktioniert, steht auch in dieser Mail)
Vielen Dank für das Kompliment!! :D Ich freue mich total, dass dir das auch so gefällt wie mir! :))



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 25.06.17 22:02 · Für: Die Höhle der Löwin
"Tiran war wieder kindlich und unauffällig, Livis wurde gnadenlos angebaggert, Nero liess sich nicht blicken und Ayel zerfloss in seinem Liebeskummer. " Eine wundervolle Zusammenfassung der Geschehnisse xD
Die Situation zwischen Livis und Ayel ... Ja, ziemlich schön zu betrachten. Da ist das Armband wieder. Du sagtest, du bist dir noch nicht sicher, ob ich weiterlese, wenn ich weiß, wofür sie stehen. Ich weiß es noch nicht und bin verdammt neugierig. Obwohl "gespannt" es wohl besser trifft, da ich weniger in freudiger Erwartung bin. Als Leser schon, aber mir tun die Charaktere jetzt schon leid ...

Sie ist schon ne ziemlich Abgebrühte, ne? Ihm einfach mal das Zepter aus der Hand nehmen und vor vollendete Tatsachen stellen war sicher nicht das Schlechteste. Und er hat sich ja auch gefreut wie ein Schneekönig. Und sie sich vermutlich auch - auch über einen Giftpilz. Der Gedanke war ja lieb und schöne Blumen, die man zum Angucken mitbringt, isst man ja auch nicht.
Wie Ayel sich um Kopf und Kragen redet, devot oder nicht, war auch sehr amüsant.
Ich finde es bemerkenswert, wie offen die beiden damit umgehen. Jeder weiß um die Gefühle des anderen und niemand hält mit etwas hinterm Berg. Das macht es sicher nicht immer einfacher, aber ich halte es für eine kluge Vorgehensweise, die Missverständnissen vorbeugt.

Auf dass er die Löwin überlebt, der Kleine ;)

Antwort des Autors:

Du bist bei meiner geliebten Löwentrilogie angelangt :D
Ich liebe die Zwei einfach zusammen! Das knistert so schön und obwohl nichts läuft, kommen beide voll auf ihre Kosten. Ich gehe da im 2. Band noch näher und im 3. am nahesten darauf ein :D Eigentlich hatte ich ja stur sein wollen und den Beiden den Kontakt ganz verbieten, aber alle meine Charas haben eine so gewaltige Eigendynamik, dass die tun und lassen, was sie wollen. Ich muss auch immer bis zur Hälfte der Story warten, bis ich einen Klappentext schreiben kann, weil ich nie weiss, in welche Richtung die Geschichte gehen wird. (Meist schreibe ich ihn am Schluss) Ich bin im Band 3 jetzt bei Kapitel 12 und der Klappentext passt bereits nicht mehr, weil wieder mal alles aus dem Ruder läuft. :D
Die Armbänder … Ich muss ehrlich sein, ich habe dir eben eine über 800 Wörter lange Mail geschrieben, die alles und noch mehr erklärt, wegen des Warum und Wieso und warum es diese Kapitel geben MUSS. Aber ich werde mit mir mal wieder nicht einig, ob ich sie abschicken soll, oder nicht. Eigentlich will ich, dass du das VOR dem Lesen von Kapitel 18 weisst und andererseits, will ich GAR NICHT, dass du es weisst. *seufz*



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 25.06.17 20:26 · Für: Kampf ums Dasein
Nana, nicht in Panik verfallen :)
Nur, weil ein Charakter etwas aus meiner Sicht unbedachtes tut, ist es (wie ich schon sagte), keine Kritik an dir, da unbedacht ja trotzdem nachvollziehbar sein kann. Und nicht alles muss im moralisch astrein sein, was Charaktere tun. Schon gar nicht, wenn sie in einer Situation wie Ayel sind. Jeder macht fehler und ich mag es arschig von ihm finden, dass er sich einen Scherz auf Tirans Kosten macht, aber es macht ihn verdammt menschlich! Also so "dringend überarbeitungsbedürftig" finde ich es nicht.

Aber wieder zurück zum aktuellen Kapitel :3
Wo Nero abgeblieben ist, interessiert mich ja brennend. Aber zunächst geht es dann doch wieder um Livis. Ich teile ihren Zorn über die Auffassung, dass eine Frau sich einem Mann hinzugeben hätte (immerhin, frei wählen darf sie ja ... *sarkasm*). Nur weil der Rest keine Lust auf ein Single-Dasein hat, heißt das nicht, dass sie sich dafür opfern muss. Wenn ihr ein Kerl gefällt, kann sie es bei ihm versuchen und muss genauso ein Nein aktzeptieren, wie die ihr Nein aktzeptieren müssen. Das kann doch nicht so schwer sein!
Was sie an Ayel findet, kann der ihr glaub ich gut sagen. Ich denke, dass er mit seiner Erklärung, sie mag ihn, weil sie in ihm wirklich den Menschen ... also Romulaner Livis sieht und nicht "die Frau". Klar, sie ist die eine Frau, die Ayel wirklich begehrt, aber er reduziert sie nicht auf ihr Geschlecht, sondern sieht sie wirklich gleichberechtigt an.

Ich bin aber ziemlich erleichtert, dass Nero wieder heil aufgetaucht ist. Obwohl ich gern wüsste, was ihm so zugesetzt hat. Haben die Klingonen ihn vielleicht gedrängt, ihnen die Narada zu erklären? Wollen sie jetzt Ayel als Druckmittel einsetzten? Oh man, der Sumpf wird immer tiefer ...
Die Angst, die Ayel antreibt, hätte wohl auch jeden anderen zur kompromisslosen Gegenwehr getrieben - oder in die vollkommene Apathie. Aber das wird ihm wohl kein Trost sein. Vielleicht begreift er irgendwann mal, dass mit dem Tod dieses Klingonen auch das Wissen über das Druckmittel verschwunden ist.
Dass sie den Verdacht tatsächlich von sich lenken konnten ist gut. Aber sie müssen langsam wirklich verschwinden, bevor es endgültig eskaliert und die Auseinandersetzung mit ihnen als Gefangene den Klingonen zu anstrengend wird. Wenn jeder ersetzbar ist ...

Antwort des Autors:

Vielen Dank für diese Worte :’)
Ach, mich stört auch weniger die Szene an sich, sondern viel mehr die anderen Kleinigkeiten. Formatierung, Wortwahl, fehlende Kommas und das drölfzigste „Ayel“, obwohl es auch vor einem Jahr schon Alternativen wie „der Huther, der Erste Offizier, der Bergmann, der junge Romulaner, sein Gegenüber, der andere Mann, der Jüngere, ect“ gegeben hat. Aber noooin: Ayel, Ayel, Ayel, Ayel in JEDEM Absatz o.O Geht dir das nicht auch auf den Keks? :D Dann meine (damals noch) furchtbar schlechte Recherche! Jedes Loch nenne ich Stollen, obwohl man ganz klar zwischen Stollen, Strecke und Schacht unterscheidet. *seufz* Eines Tages tu ich es einfach :D

Die arme Livis! Das Bedrängen der Kumpel wird noch viel schlimmer werden, je länger sie hier sind. Erst ein drastischer Schnitt wird sie endlich dauerhaft vor den Übergriffen schützen … Männer sind einfach Männer und währen alles Frauen und nur ein einziger Hahn im Korb, würde vermutlich auch verführt und gekratzt ohne Ende :(
Die Klingonen beschäftigen sich tatsächlich vermehrt mit Nero, weil sie an die Narada wollen. In den Comics sieht man gut, dass sie sich gegen die Eindringlinge wehrt. Dass die Klingonen ihn für einen Dämonen halten, stammt auch von dort, kommt aber daher, dass er so unheimlich ist und nicht spricht.



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