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Tarsus IV -Die Rückkehr von water-girl

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Die alte Stadt sah aus wie in seiner Erinnerung. Zugegeben, inzwischen hatte die Natur sich einiges zurückgeholt. Die Straßen und Gebäude waren von Unkraut überwuchert und alles aus Metall rostete mehr oder weniger vor sich hin. Aber die Anordnung der Gebäude und der Verlauf der alten Wege, waren exakt dieselben.

Jahrzehntelang war die Stadt ausgestorben gewesen, nun schwirrten Reporter und Überlebende durch die Straßen, auf der Suche nach Erinnerungen oder Frieden.

Neben den 193 Überlebenden von JTs Kindern war auch nahezu die Hälfte der Kolonisten gekommen, die damals von Kodos gewählt worden waren, um zu leben. Kirk erkannte auch einige Kolonisten wieder, die zu den Auserwählten gehört hatten.

Offiziell wusste niemand nach welchen Kriterien Kodos damals seine Wahl getroffen hatte. Niemand außer Jim. Jim hatte ihn seinerzeit dabei beobachtet ohne es wirklich zu verstehen.
Kodos hatte eine Liste an die Wand geheftet, eine Liste mit den Familiennamen aller Kolonisten. Dann hatte er einen großen Eimer Dartpfeile neben sich gestellt und sie scheinbar nebensächlich aus Langeweile geworfen. Jim hatte den Vorgang durch die offenstehende Tür beobachtet. Einer der Pfeile landete im Namen Riley, ein anderer in Kirk, einer in Sato, ein weiterer in Leighton und noch viele Weitere. Jim erinnerte sich an alle. Wenn er doch nur damals verstanden hätte was er sah…

Als Hoshi ihm gesagt hatte, worauf das alles ihrer Meinung nach hinauslaufen würde, hatte er ihr erst nicht glauben wollen. Doch Hoshi hatte ihn nie angelogen, also hatte er ihr geholfen alles vorzubereiten. Woher hätte er auch wissen sollen, dass Kodos die halbe Kolonie abschlachten wollte. Auch Hoshi hatte nicht gedacht, dass Kodos derart grausam sein würde.
Erst als sie alle zusammengerufen worden waren, hatte er es verstanden.

Jim wusste, dass er nicht mehr hatte tun können und trotzdem wurde er die Schuldgefühle nie vollständig los.
Er war damals in Kodos Palast ein und aus gegangen. Er hatte schließlich den Pilz entdeckt und war dabei gewesen in den Laboratorien eine resistente Getreidesorte zu schaffen, alles auf Anweisung des Gouverneurs.
’Warum hatte Kodos ihn damals überhaupt beauftragt, etwas zu tun, wenn er doch längst beschlossen hatte, die Hälfte der Kolonisten zu töten?’
Die Antwort auf diese Frage würde er wohl nie bekommen.

„JT.“

Eine weibliche Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Überrascht drehte Jim sich um. Eine schwarzhaarige Frau kam auf ihn zu. Jim musste lächeln. Er hatte gehofft, Amy noch einmal zusehen, bevor die Mission beendet war.

„Schön dich zu sehen, Amy. Wie geht es, dir?“

„Freut mich auch dich wiederzusehen. Du hast uns allen einen ganz schönen Schock verpasst. Ich dachte ernsthaft ein paar der Kinder würden in Ohnmacht fallen. Abgesehen davon geht es mir gut. Auch wenn es härter war, als ich dachte hierher zurückzukommen. Und wie hältst du dich? Du siehst blass aus.“

„Ich schätze mir geht es ähnlich wie dir.
Da sich die Frage erübrigt was ich kürzlich so getrieben habe, wie wäre es wenn du mir erzählst wie es bei dir so gelaufen ist?“

Amy musste lächeln bei dieser Anspielung. Sie hatten vor ihren Kindern oft über die Zukunft gesprochen, als wollten sie keinen Zweifel an ihrer Rettung aufkommen lassen. Tom hatte immer gesagt er wolle für die Rechte der Menschen kämpfen und Amy wusste aus sicherer Quelle, dass er Anwalt geworden war. JT hatte immer forschen und Leben retten wollen. In erster Linie wollte er aber frei sein und reisen. Nun als Captain eines Sternenschiffs hatte er wohl etwas von allem bekommen. Und Amy selbst, nun ja sie hatte immer nur forschen wollen. Jeden Tag Neues entdecken und irgendwann einen Nobelpreis gewinnen.

„Ich bin Kindergärtnerin geworden.“

Ihrem Gegenüber entfuhr ein herzliches Lachen. JTs Lachen war ein wundervolles Geräusch an diesem Ort voller alter Erinnerungen. JT hatte nur selten gelacht zu jener Zeit. Wenn er es getan hatte, dann waren immer alle mit ihm fröhlich gewesen. JTs Lachen bedeutete, dass es sicher war und dass einen niemand finden konnte. Es bedeutete eine Art Flucht aus dem Alltag, aus Angst und Weinen.

Trotzdem hatte sie das Bedürfnis ihre Berufswahl zu erläutern. „Die Forschung lag mir irgendwie doch nicht so. Es dauert ewig bis man Ergebnisse bekommt und die Hälfte der Zeit arbeitet man für den Mülleimer. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich mich gerne um die Kleinen kümmere. Und es ist eine ganz andere Art von Forschung. Jeden Tag lernen die Kinder etwas Neues und immer passiert irgendwas. Es wird nie langweilig und ich bin fast immer von fröhlichen Kindern umgeben, die mir das Leben leichter machen.“

Auf Jims Gesicht machte sich ein Grinsen breit. „Ich bin froh, dass du deine Berufung gefunden hast. Bei näherer Betrachtung macht es absolut Sinn. Du warst immer so gut mit den Jüngeren. Sie sind dir ja praktisch nie von der Seite gewichen. Du warst immer für sie da. Du hast sie nie verlassen.“

Bei seinen letzten Worten klang eine unglaubliche Bitternis mit, die Amy traurig stimmte. Es war nicht richtig, dass JT, ihr größter Held und Lebensretter, sich selbst so quälte.

„Du hast sie auch nie verlassen, JT. Nicht freiwillig. Du hast nur getan was nötig war. Wenn du Essen und andere überlebenswichtige Dinge geholt hast, warst du vielleicht mal ein paar Tage weg, aber du bist immer zurückgekommen. Und wärst du nicht gegangen wären wir vermutlich alle tot.“

„Als die Sternenflotte kam war ich nicht mehr da. Und ich habe nichts getan, um euch alle wiederzufinden. Ich bin einfach weggerannt und wollte nur noch vergessen.“

„JT, du warst mehr tot als lebendig als die Sternenflotte kam. Aber du warst für uns da, erinnerst du dich nicht? Wir hörten plötzlich Geräusche von draußen und du warst als Erster auf den Beinen, obwohl du so schlimm verletzt warst und hohes Fieber hattest. Du hast uns gesagt, wir sollen hinter dir in Deckung bleiben und dich mit nichts weiter als einem Messer in den Höhleneingang gestellt. Ich dachte damals, dass du dich bereit gemacht hättest zu sterben. Ich hatte so furchtbare Angst. Dann hörte ich dich rufen, dass es die Sternenflotte sei und im ersten Moment dachte ich, es wäre ein Traum. Dann hast du zu Tom gesagt, dass jetzt alles gut werden würde. Deine Worte waren so kraftvoll, so ausdrucksstark, ich konnte nicht anders, ich musste dir einfach glauben. Als du zusammengebrochen bist… ich war überzeugt du wärst tot. Doch deine letzten Worte gaben mir die Kraft weiterzumachen. Wann immer ich aufgeben wollte habe ich sie wieder gehört. Und so geht es auch den anderen. Du hast uns nie verlassen, JT. Auf eine unersetzbare Weise warst du immer für uns da. Für jeden von uns.“

Amy kannte diesen Ausdruck auf JTs Gesicht. Er wollte ihr glauben, aber ein Teil von ihm hinderte ihn daran.

„Nimm dir ein paar Stunden frei, JT, und komm mit mir. Wir reden mit den anderen und du wirst sehen, dass ich recht habe.“

Jim beschloss, dass sie Recht hatte. Spock konnte hier ohne Probleme für ihn übernehmen.

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Nachdem er zwei Stunden lang mit mehreren seiner Kinder gesprochen hatte, begann Jim Amy zu glauben und ein kleiner Stein der Schuld fiel von seinem Herzen und er fühlte sich seltsam leicht.

Es war kein Problem gewesen sich für ein paar Stunden zu entschuldigen. Spock leitete in seiner Abwesenheit das Außenteam und McCoy hatte ihm gesagt, er solle sich am Besten gleich den ganzen Tag freinehmen. Er wanderte mit Amy durch die alte Stadt und seine Füße fanden ihren Weg automatisch.

Erst als er wieder auf dem Platz stand, registrierte er wo er war. Es war genau hier gewesen. Keine drei Meter von seinem Standpunkt entfernt waren sein Onkel und seine Tante hingerichtet worden. Und dort vorne, nur fünf Meter weiter hatte Hoshi ihren letzten Atemzug geopfert, um ihm die Warnung zuzurufen. Er hatte sie alle sterben sehen. All das Blut und die Schreie. Der Geruch von verbranntem Fleisch. Und jedes einzelne Gesicht hatte sich in sein Gedächtnis gebrannt.
Jim wurde schlecht. In Momenten wie diesem, verfluchte Jim sein nahezu eidetisches Gedächtnis. Er stolperte in eine dunkle Ecke und übergab sich ordentlich, bevor sich sein Magen wieder beruhigte.

’Oh Gott. Was wenn die Presse das gesehen hatte. Das Bild des unzerstörbaren Captains wäre Geschichte.’

Doch niemand beachtete Jim. Amy hatte offenbar gesehen was los war und ein sehr wirkungsvolles Ablenkungsmanöver gestartet. Sie kniete im Dreck in der Mitte des Platzes und schrie sich die Seele aus dem Leib. Kirk konnte nun als Retter in der Not zu ihr eilen, während die gesamte Presse dieses Bild des Elends festhalten wollte und offenbar auf nichts anderes mehr achtete. Nun konnte Jim auch verstehen, was sie schrie.

„…tot… soviele tot… nichts als wertlose Insekten für ihn… elender Bastard… Tot… ALLE SIND TOT…“

Er nahm sie in den Arm und wiegte sie sanft, als wolle er sie beruhigen. Sie hörte langsam auf zu schreien. Jim setzte seine beste Captainsmiene auf und wandte sich an die Reporter.

„Diese Frau hat genug durchgemacht. Denken sie doch bitte mal an etwas anderes, als Ihre Story und lassen Sie ihr etwas Raum, um sich wieder zu fangen und mit der Belastung fertig zu werden.“

Die meisten Reporter zogen daraufhin beschämt ab, während Amy sich von Kirk aus dem Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit führen ließ.

„Übertreib es nicht, JT, sonst werde ich noch rot bei so viel Aufmerksamkeit.“

„Entschuldige, wenn ich etwas übertrieben habe. Und danke, ich schulde dir echt was.“

„Kein Problem. Wir wollen doch die Legende nicht zerstören, nicht wahr?“

Ein leichtes Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht. Es sah aus, als wollte sie noch etwas hinzufügen doch sie wurden vom Geräusch seines Kommunikators unterbrochen.

„Captain, wir haben eine Frau aus Ihrer Richtung schreien gehört. Ist bei Ihnen und Mrs. Bern alles in Ordnung?“

Nun niemand konnte behaupten seine Crew wäre nicht aufmerksam genug.

„Alles unter Kontrolle, Mr. Spock. Nur ein kleinerer Zwischenfall, es geht allen Beteiligten gut. Kirk Ende.“

Dann fiel ihm auf was Spock gesagt hatte. „Mrs. Bern?“

„Oh, habe ich das noch gar nicht erzählt? Ich habe geheiratet. Er ist Botaniker und wir wollen bald in eine Kolonie ziehen, damit er mit außerirdischen und irdischen Pflanzen experimentieren kann. Tarsus wäre eigentlich perfekt.“

Jim sah sie ungläubig an. „Du würdest wirklich hierher zurückkehren wollen? Nach allem was passiert ist?“

„Nun ja, zugegeben, die Zeit in den Höhlen war sicher nicht die Beste meines Lebens, aber du musst zugeben, es war schön auf Tarsus aufzuwachsen. Ich habe hier mehr als zehn Jahre gelebt. Dies ist irgendwie zum Teil meine Heimat. Es ist ein wunderschöner Planet, um Kinder großzuziehen. Viel freie Fläche zum toben und nach allem was passiert ist, wird dies die vermutlich sicherste und am besten kontrollierte Kolonie in der gesamten Förderation werden.“

Jim nickte langsam. Amy hatte Recht. Dies war ein wundervoller Planet, wenn man von seiner blutigen Geschichte absah.

„Ich denke, ich verstehe was du meinst. Du hast meinen größten Respekt. Ich weiß nicht, ob ich dafür stark genug wäre.“

„JT, du darfst nicht vergessen, dass meine schlimmen Erinnerungen sich auf die Schreie beschränken. Du hast dafür gesorgt, dass wir schon auf halben Weg in die Höhlen waren, als der schlimmste Teil begann. Danach habe ich bis zu unserer Rettung nur die Höhlen und die Wälder in der direkten Umgebung gesehen. Du hast so viel mehr als ich durchgemacht. Ich weiß nicht ob ich damit hätte Leben können.“

Richtig, Hoshi war eine der Ersten gewesen, die erschossen worden war. Jim hatte Amy und Tom mit den ersten Kindern sofort losgeschickt und selbst das Schlusslicht ihrer Gruppe gebildet. Die meisten der Kinder, die es nicht geschafft hatten, waren unter den letzten gewesen. Sie hatten ihren Lebenswillen verloren, als sie ihre Familien sterben sahen. Kev war der Letzte gewesen, der mit ihm gegangen war. Er hatte den Kleinen den größten Teil der Strecke getragen. Kevin hatte seine Eltern sterben sehen und weinte die ganze Strecke über leise in JTs Shirt.

Jim schüttelte die Erinnerungen ab.

„Ich bin sicher, du wärst trotzdem die Frau geworden, die du jetzt bist. Du bist eine der stärksten Persönlichkeiten, die ich kenne.“

Sie gingen inzwischen durch ein paar schmalere Gassen. Nur einen Steinwurf von hier entfernt war das Haus von Jims Onkel gewesen.

Plötzlich hörten sie, wie sich eine Waffe entlud und Jims Schulter brannte höllisch. Ihm stieg der Geruch von verbranntem Fleisch in die Nase und es war gut, dass sein Magen nichts mehr herzugeben hatte. Amy rief ihn, doch er war zu sehr damit beschäftigt bei Bewusstsein zu bleiben um antworten zu können. ’Wann war er auf dem Boden gelandet?’ Und plötzlich sah er den Mann mit der Waffe und Adrenalin flutete seinen Körper.

„Matthew.“

Jim versuchte Aufzustehen, doch seine Beine schienen damit nicht so ganz einverstanden zu sein. Der Mann kam näher.

„Ohh immer noch so schlau, kleiner Scheißer! Nun, offenbar bist du doch nicht ganz so schlau plötzlich der Welt zu verkünden, dass du noch lebst.“

„Amy, lauf! Hol’ Spock.“

Normalerweise hätte Amy derartige Anweisungen infrage gestellt, doch die Zeit heute hatte sie etwas in die Vergangenheit zurückversetzt, wo JTs Wort nicht nur Gesetz war, sondern auch Überleben bedeutete. Im Zickzacklauf ausweichend, rannte sie so schnell sie konnte, um Hilfe zu holen.

Der Mann, Matthew, versuchte auf sie zu schießen, doch war er ein lausiger Schütze und sie dafür sehr geübt darin, schnell zu verschwinden.

„Wieder allein, JT. Genau wie beim letzten Mal. Dachtest du wirklich, nur weil du den Boss um die Ecke gebracht hast, hättest du vor uns anderen nichts mehr zu befürchten. Wir alle wollen Rache für den großen Kodos.“

„Also ist der Schweinehund krepiert. Endlich mal gute Neuigkeiten“, erwiderte Jim .
Jim versuchte seine Gedanken zu ordnen. Die Phaserverbrennung schmerzte etwas, aber nicht annährend so schlimm wie im ersten Moment. Entweder war das ein gutes Zeichen und es war nicht so schlimm, wie er zuerst dachte, oder es war ein schlechtes Zeichen, weil durch die Verbrennung Nerven abgestorben waren. Bei seinem Glück tippte er auf das Zweite.

Matthew, nun derart nah herangekommen, dass sogar ein so schlechter Schütze wie er war, Kirk tödlich treffen würde, verlangte wieder seine Aufmerksamkeit.

„Der größte Mann in der Geschichte, ist wegen dir gestorben. Nachdem ihm der Verlust seines Armes fast ein Jahr zu schaffen gemacht hat, ist er an einer simplen Infektion gestorben. Man hätte ihn leicht retten können, doch wegen dir konnte er kein Krankenhaus aufsuchen und so ist er nach langer Zeit in Schmerzen und Fieber gestorben. Und nun wirst du ihm folgen.“

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Amy rannte schneller, als sie es jemals zuvor getan hatte. In Rekordzeit erreichte sie JTs Landungsgruppe.

„Schnell, er hat auf ihn geschossen und jetzt wird er ihn umbringen. Bitte, ihr müsst ihm helfen. JT darf nicht sterben!“

Sie rief laut genug, um die Aufmerksamkeit sämtlicher Personen in Hörweite zu haben, aber das war ihr egal, solange nur JT gerettet wurde.

Der Vulkanier erfasste die Situation sofort.

„Wo?“

Nur ein Wort. Er schien ruhig und kontrolliert zu sein, doch wenn sie genau hinsah, erkannte sie wie seine Emotionen unter der Oberfläche nur so brodelten. Mal ehrlich, wer glaubte noch an das Märchen, das Vulkanier keine Gefühle besaßen?

Amy deutete in die Richtung und folgte dem Vulkanier mit dem Rest des Teams, darunter ein extrem erbleichter Kev, und noch einige anderen Personen. Ein Teil davon waren Reporter, andere erkannte sie als Überlebende aus ihrer Gruppe. Der Vulkanier war übermenschlich schnell und überdurchschnittlich konditioniert.
Hoffentlich schafften sie es noch rechtzeitig.

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Spock rannte. Er musste es einfach schaffen.

Das Erste was er erfasste, war sein Captain am Boden einer Gasse. Ein Mann hatte ein altmodisches Phasergewehr auf seinen Kopf gerichtet.

Noch im Laufen berechnete er die Kraft und den Winkel, die er benötigen würde, um den Gegner schnell und effizient auszuschalten, ohne dabei seinen Captain in Gefahr zu bringen.

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Jim sah in den Lauf der Waffe und spürte eine seltsame Ruhe.
Den Tod hatte er nie gefürchtet und es gab schlimmere Wege zu gehen, verstrahlt werden beispielsweise. Dagegen klang erschossen werden, doch fast wie ein Spaziergang, war kurz und beinahe schmerzlos.

Zeit für seinen letzten Atemzug, wurde ihm gesagt. Gut, wenigstens hatte der Verrückte ein Gefühl für Dramatik.

Dann flog Matthew mit einem Krachen gegen die nächste Wand, festgehalten von Spock. Schließlich sank er wie ein nasser Sack in sich zusammen. Spock hatte ihn mit dem vulkanischen Nervengriff betäubt. Anschließend ging Spock zu seinem Captain hinüber, um nach ihm zu sehen.

„Das war knapp. Danke, Spock.“

Spock wollte antworten, dass Dank unnötig sei, doch in diesem Moment traf der Rest der Gruppe ein.

„JT.“

„JT!“

Amy und Kev riefen ihn. Jim hörte Kevin würgen. Natürlich… auch Kevin hatte die Massenmorde gesehen wie er. Auch wenn er erst sechs Jahre alt gewesen war, musste das einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

„Es ist alles in Ordnung. Nur eine kleine Fleischwunde, nichts Ernstes.“

Zumindest hoffte er das. Brandwunden konnten tückisch sein.

„Jim, verdammt, was hast du jetzt wieder angestellt?“ Bones war hier. Das war gut. Bones würde ihm helfen, dass tat er immer.

McCoy scannte die Wunde während er seinen Patienten gleichzeitig mit den Augen gründlich untersuchte, dann rammte er Jim ohne Vorwarnung ein Hypo in den Nacken. „McCoy an Enterprise; zwei Personen hochbeamen. Medizinisches Notfallteam bereithalten. Patient mit Verbrennungen dritten Grades.
… Keine Sorge, Jim, ich krieg das wieder hin. Entspann dich einfach.“

„Gut, ich vertrau dir.“

Dann hieß ihn die Finsternis willkommen.


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