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Tarsus IV -Die Rückkehr von water-girl

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Wieder an Bord der Enterprise führte Jims erster Weg in die Arrestzelle. Er hatte sich noch nie so gefreut diesen Bereich des Schiffes aufzusuchen. Mit Kevin im Schlepptau deaktivierte er das Abschirmungsfeld und trat ohne zu zögern ein.

Tom kam auf Jim zu und zog ihn in eine Umarmung, als wollte er ihn nie wieder loslassen. Es war so verdammt lange her. Warum fühlte es sich dann an, als sei es erst gestern gewesen.
Sie sanken in der Umarmung zu Boden und Kevin gesellte sich zu ihnen.

Der peinlich berührte Sicherheitsoffizier versuchte, sie nicht zu sehr zu beachten und seinen Job zu machen. Doch mal ehrlich, wie oft sah man schon seinen Captain, seinen Gefangenen und einen Kadetten auf dem Boden der Arrestzelle kuscheln? Sollte er die Drei einfach gewähren lassen oder sollte er seinen Captain an das Protokoll im Umgang mit Gefangenen erinnern? Schließlich erlöste ihn die Ankunft des Ersten Offiziers von seiner Unschlüssigkeit.

Spock hatte sich die Aufzeichnung von Kirks Rede angesehen und war nun vollkommen im Bilde.

„Captain, Admiral Pike möchte Sie sprechen.“

„Danke, Spock. Ich komme sofort.“

Kirk ließ Tom wissen, dass er später wieder kommen würde und stand auf.

„Möchtest du hierbleiben Kev? Der Wächter kann dich später rauslassen.“

„Nichts im Universum könnte mich heute von dir trennen, JT. Sorry, Tom.“

Die beiden Angesprochenen nickten nur. Jim entfuhr ein leisen Seufzen, als er den Arrestbereich verließ.

„Nun gut, dann wollen wir mal schauen, was der gute Admiral möchte.“

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„Captain Kirk, ich muss Sie offiziell davon in Kenntnis setzen, dass Sie ohne Erlaubnis als geheim klassifiziertes Informationsmaterial an die Presse weitergegeben haben. Da die Umstände Ihnen jedoch kaum eine andere Wahl gelassen haben, wird von einer Disziplinarmaßnahme abgesehen. Des Weiteren wird Thomas Leighton, nachdem sein vorläufiger Arrest beendet ist, straffrei ausgehen, sofern er zustimmt, zeitnah psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Enterprise wird ihn zu diesem Zweck persönlich auf der Erde abliefern.
Soweit dazu, wie lauten die ersten Messergebnisse?“ Pikes ernste Miene blickte Jim von Monitor (auf der Brücke, im Bereitschaftsraum?) entgegen.

„Bislang keine Hinweise auf Pilzsporen oder andere Schädlinge. Wir werden morgen und übermorgen weitere Tests durchführen“, erwiderte Kirk sachlich.

„Gute Arbeit, Jim. Und wie geht es Ihnen dabei?“

Die Benutzung seines Vornamens zeigte Kirk an, dass der offizielle Teil vorbei war.

„Es ist natürlich nicht einfach, aber ich denke ich komme schon klar. Es ist irgendwie schön Kev, Tom, Amy und all die anderen wiederzusehen.
Ohh und Admiral… kann ich mir Kadett Kevin Riley für ein paar Tage ausborgen?“

Bei den letzten Worten schweifte sein Blick zu Kev, der noch immer hinter ihm stand.

Admiral Pike war mitverantwortlich für den Kadettendienst auf Raumschiffen und musste bei Kirks Anfrage lächeln.

„Sicher, Jim. Eine Anfrage vom Captain des Flagschiffes wird seiner Akte sicher nicht schaden.“
Dann setzte Pike wieder seine hochoffizielle Miene auf und wandte sich an den jungen Mann.
„Kadett, Riley. Sie leisten mit sofortiger Wirkung Dienst auf der Enterprise bis diese in einer Woche zur Erde zurückkehrt. Die Zeit wird als Praxisarbeit für dieses Semester anerkannt.“

„Jawohl, Admiral.“

Eine Woche mit JT. Kev konnte sein Glück kaum fassen.

Nachdem Jim das Gespräch mit Pike beendet hatte, wies er den Quartiermeister an, Riley und Leighton eine Kabine zuzuteilen. Während er sich noch um ein paar kleinere alltägliche Schiffsangelegenheiten kümmerte, machte es sich Riley auf seiner Couch bequem und schlief nach kurzer Zeit ein.
Kirk beobachtete ihn lächelnd. Sein kleiner Kev war wohlauf, so lebendig und glücklich wie Jim nur hoffen konnte. Es war gut, dass er es geschafft hatte.
Trotzdem war seine Couch nicht der richtige Platz für die Nachtruhe des jungen Mannes. Sanft berührte er ihn an der Schulter.

„Was gibt’s, JT?“

„Toms Zeit in der Arrestzelle ist um. Komm mit, wir holen ihn raus und dann zeige ich euch beiden eurer Betten.“

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„JT.“

Tom freute sich eindeutig, ihn wiederzusehen und erinnerte Jim damit an einen Hund, der sich nach zehn Minuten freute sein Herrchen wiederzusehen, als wären es zehn Jahre gewesen.

„Deine Arrestzeit ist um, Tom. Du kommst mit ein paar Gesprächen beim Psychologen davon. Komm mit. Ich hoffe, es macht dir nichts aus mit Kevin eine Kabine zu teilen, aber ich dachte so ist es einfacher.“

„Keineswegs, JT, keineswegs.“

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In der Kabine trat Tom an den Nahrungsverteiler und orderte Essen für drei Personen.

„Es ist zwar inzwischen fast schon etwas spät, aber wenn ich euch so anschaue, habt ihr auch beide noch nicht zu Abend gegessen. Also haut rein“, sagte Jim zu seinen Gästen.

Kevin nahm ihn beim Wort und machte sich mit so großem Appetit über seine Mahlzeit her, dass Jim ein schlechtes Gewissen bekam, weil er nicht eher daran gedacht hatte.

Auch Tom aß, wenn auch langsamer als Kevin, als ihm auffiel, dass Jim nur in seinem Essen stocherte und kaum mal einen Bissen zu sich nahm.

„Es ist nicht einfach, oder?“

Jim sah ihn an und Tom erkannte in seinen Augen, dass sein alter Freund genau wusste wovon er sprach.

„Die Erinnerungen sind so real.“

Tom nickte

„Ich weiß genau, was du meinst.“

Kevin sah langsam von einem zum andern, bevor er sprach. „Ich musste in den letzten Jahren oft an euch beide denken. Immer wenn ich Probleme hatte, wenn etwas schiefging und ich das Gefühl hatte nicht mehr weiterzukönnen, hörte ich einen von euch, der mir Mut machte und mir das Gefühl gab, dass alles wieder gut werden würde.
Ich habe mich oft gefragt, was ihr wohl hört, wenn alles schlimm wird.“

Tom sah bei seiner Antwort wieder direkt in Kirks Augen.

„Ich höre, JT. Als ich heute in meinem alten Zimmer stand, war es so viel realer als all die Jahre zuvor. Ich habe dich wieder dort stehen sehen JT. Mehr tot als lebendig und bereit für uns zu sterben. Ich habe deinen Gesichtsausdruck nie vergessen, so erleichtert und voller Hoffnung für uns, als du dich umgedreht hattest. ’Jetzt ist alles Gut’, hast du gesagt, Die Sternenflotte ist gekommen. Jetzt seid ihr alle sicher, Tom.’ Und dann, als du zusammengebrochen bist und dieser Offizier dich mitgenommen hat, waren wir sicher du wärst tot.“

„Ich war nahe dran, Tom. Sie haben mich als Notfall zur Erde geschickt. Ich lag drei Wochen im Koma. Es dauerte danach noch fast einen Monat, bis ich das Krankenhaus aus eigener Kraft verlassen konnte. Mein Name wurde von den Listen gestrichen, um mich zu schützen, weil ich als Einziger sowohl Kodos als auch seine höheren Offiziere identifizieren konnte.
Ich war mehrmals kurz davor euch zu kontaktieren, aber dann hat mich jedes Mal der Mut verlassen. Ich war mir nicht sicher, ob ich das Recht hätte euer neues Leben zu stören.“

„Boah, JT, weißt du eigentlich was es mir bedeutet hat, als mir heute klar wurde, dass du da lebendig vor uns stehst? Ich konnte es erst kaum glauben. Noch immer habe ich Angst, dass, wenn ich dich nur einen Augenblick aus den Augen lasse, du dich in Luft auflöst und alles nur ein Traum war.“ Kevin wurde von seinen Gefühlen übermannt und konnte die Tränen nicht länger zurückhalten. Es war ein verdammt langer Tag gewesen.

„Ohh mein armer kleiner, Kev. Es tut mir so leid“, sagte Jim ergriffen. Jim nahm ihn in die Arme. Es tat ihm in der Seele weh, seinen kleinen Kev so aufgewühlt und verletzlich zu sehen.
Nach einer Weile stellte er mit einem Blick aufs Chronometer fest, dass sie schlafen gehen sollten.

Tom sah ihn und runzelte leicht die Stirn. „Du hast fast nichts gegessen.“

„Schon gut, ich hab keinen Hunger.“

Bei diesen viel zu vertrauten Worten versteifte sich Kevin kurz in Kirks Armen und klammerte sich an ihm fest, als wolle er ihn nie mehr loslassen.

Tom arrangierte derweil die Matratzen auf dem Boden.

„In Anbetracht unserer allgemeinen Traumata halte ich es für ratsam, wenn wir uns heute Nacht nicht trennen. So und nun: Schlafenszeit, Anweisung des Doktors.“

„Du bist Arzt geworden?“, fragte Jim erstaunt und musterte seinen Freund ungläubig.

„Psychologe“, nickte Tom.

Über diese Antwort musste Kirk lachen. „Ich hoffe dir ist bewusst, dass deine Strafauflage keine Selbstgespräche anerkennt, wenn es um die psychologische Behandlung geht.“

Kurz darauf lag er zwischen seinen beiden alten Freunden. Kev hatte sich eng an ihn gekuschelt und murmelte beim Einschlafen.

„Ich bin so froh, dass du noch lebst, Dad.“

Die restlichen Stunden der Nacht verbrachten alle drei ohne Alpträume.

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„Spock an Kirk.“

Verschlafen griff der Captain nach seinem Kommunikator und klappte ihn auf. „Kirk hier.“

„Captain, ist alles in Ordnung? Sie wollten die Landetruppe vor 5,2 Minuten im Transporterraum treffen.“

Verflucht er hatte in dem Tumult gestern vergessen einen Alarm zu stellen. „Entschuldigen Sie, Spock, ich habe verschlafen. Ich bin schon unterwegs. Kirk aus.“

Während er sich anzog, musterten ihn seine Freunde verschlafen. Es war eine sehr kurze Nacht gewesen.

„Kev, du meldest dich zum medizinischen Checkup, bevor du mit der zweiten Landegruppe runterkommst.
Tom du bist Zivilist und ich kann dir nichts vorschreiben, aber in Anbetracht der Umstände wäre es mir lieber, wenn du zumindest noch so lange auf dem Schiff bleibst bis die Medien abgezogen sind.“

„Geht klar, JT.“

„Jawohl, Captain.“

Beide Antworten kamen mit einem breiten Grinsen.

„Bis später, ihr zwei.“

Nach einem kurzen Sprint, erreichte der Captain keine 5 Minuten nach Spocks Erinnerung den Transporterraum.

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Heute waren die Felder auf denen der Pilz damals zuerst aufgetaucht war an der Reihe. Wie alles andere auf dem Planeten, waren auch die alten Felder von Unkraut überwuchert und strahlten in ihrer wilden Natürlichkeit eine unbestreitbare Schönheit aus. In der Vormittagssonne ging die Arbeit gut voran und schon bald waren Boden- und Pflanzenproben genommen und die Luft und das Wasser wurden selbst auf kleinste Spuren hin untersucht.

„Keine Bewegung, Ensign“, sagte der Captain zu einem seiner Botaniker, als er in glaubte etwas durchs hohe, dichte Gras schlängeln zu sehen. Kirk reagierte in letzter Minute und griff blitzschnell zu. Die Schlange wehrte sich, aber er hielt sie direkt hinterm Kopf, so dass sie keine Möglichkeit hatte, ihn zu beißen.

„In Feldern wie diesen müssen sie immer mit Schlangen rechnen. Sie haben Glück gehabt, Ensign, diese Schlange ist giftig. Sie müssen etwas vorsichtiger sein.“

Der Ensign, eine junge Frau, blickte ihn erschrocken an und nickte. „Aye, Sir.“

„Gut, dann holen Sie jetzt einen Behälter. Wir nehmen die Schlange mit.“

Keine Minute später war die Schlange sicher verwart und die Truppe ging weiter zu Feld zwei.
Zwischen Feld zwei und drei beamte Team eins mit den bisherigen Proben rauf und Team zwei kam herunter.

Ursprünglich wollte Spock Kirk ablösen, doch sie waren zu der Übereinkunft gekommen, dass Spock auf dem Schiff die Analyse der Proben überwachen sollte, während Jim die Außenteams leitete.

Zu Team zwei gehörten außer Riley noch McCoy und zwei Ensigns aus der biologischen Abteilung.

Wie schon zuvor gingen die Biologen an die Probennahmen, während Kirk, nun unterstützt von Riley, nach dem Pilz scannte. McCoy sollte nach Viren und anderen potenziellen gesundheitlichen Gefahren suchen.

Je später es wurde, um so mehr bereute es Kirk, seinem Essen am vorherigen Abend so wenig Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Nachdem er auch auf das Frühstück verzichtet hatte, spürte er nun langsam, dass sein Körper Energie brauchte. Auch wenn er es im Notfall schon deutlich länger ohne Nahrung ausgehalten hatte, bedeutete das nicht, dass es ihm leicht fiel. Es war in erster Linie nervig.
Je später es wurde, umso schlimmer wurden die Kopfschmerzen. Gleich würden sie aufs Schiff zurückkehren. Dann hörte er Kevin panisch schreien.

„JT!“

Erst jetzt registrierte er, dass er gefallen war. Alles fühlte sich so fern an. Dennoch nahm er Kevin wahr, als dieser plötzlich neben ihm stand.

„Nein, nicht noch mal, Dad, verlass mich nicht.“

„Ganz ruhig, Kev. Ich bin nur gestolpert. Alles ist gut.“

Jim wollte schon aufstehen, um Kevin zu beweisen, dass es ihm gut ging, aber McCoy hielt ihn mit einer sanften Handbewegung davon ab. Der Arzt war kurz nach Kevin bei ihm gewesen.

„Gestolpert, Jim, wirklich?“ McCoy musterte ihn skeptisch, während er ihn schnell scannte. „Sieht für mich eher wie ein kleiner Kreislaufkollaps aus. Keine Sorge, Junge, Jim wird wieder.“

Den letzten Satz fügte er an den Kadetten gewannt hinzu, der sich daraufhin etwas entspannte.

„Nun zu dir, Jim. Ich weiß, du hattest gestern viel zu tun und deshalb habe ich nicht nachgefragt, als du nicht in der Krankenstation aufgetaucht bist, aber ich dachte wirklich, du wärst klug genug etwas mehr auf deine Gesundheit zu achten.“

„Hey, ich hab brav geschlafen wie versprochen. Frag Spock, ich hab sogar den Anfang meiner Schicht verschlafen.“

Na gut, es waren keine acht Stunden gewesen, eher vier, aber das brauchte Bones ja wirklich nicht zu wissen.

„Das ist ein Anfang, Jim, aber davon rede ich gar nicht. Deine Blutzuckerwerte sind im Keller, praktisch nicht vorhanden. Ernsthaft Jim, wann hast du zuletzt was gegessen?“

„Ähm… gestern Morgen denke ich.“

Ok, zugegeben er fand selbst, das das nicht gesund klang. Aber er war durchaus schon längere Zeit ohne Essen ausgekommen.

„Jim, das ist fast 40 Stunden her und die paar Bissen kann man wohl kaum als Mahlzeit gelten lassen. Und die Tage davor hast du auch kaum mehr zu dir genommen.“

Kevin wimmerte. „Das ist meine Schuld, hätte ich dich gestern Abend nicht so vereinnahmt, hättest du noch …“

„Kev, Stopp.“ Jim unterbrach ihn, bevor er sich noch mehr in etwas hineinsteigern konnte, das in Jims Augen völlig überflüssig war. „Es ist nicht deine Schuld, dass ich keinen Bissen heruntergekriegt habe, bis wir uns ausgesprochen haben. Möglicherweise hätte ich sogar gefrühstückt, wenn ich nicht verschlafen hätte. Es ist nicht deine Schuld, okay?“

„Okay, Dad.“

McCoy sah den jungen Kadetten überrascht an. „Dad?“

Kevin wurde rot. „Ich war erst sechs und er hat sich um uns gekümmert und uns Mut gemacht. Wir sind JTs Kinder, also ist er unser Dad. Wir alle haben ihn manchmal so genannt. Alle außer Tom. Tom ist älter als JT, das wäre schräg gewesen.“

McCoy hatte in der Zwischenzeit sein Hypo geladen und presste es überraschend sanft in Jims Nacken.

„So, das sollte erstmal helfen. Ein Kreislaufstabilisator und ein paar Nährstoffe. Und glaub ja nicht, dass das eine Mahlzeit ersetzt. So und jetzt langsam Jim, dein Blutdruck ist schwach und ich möchte deinen Kreislauf nicht überfordern.“

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Captain Kirk erstattete Bericht.
Keine Hinweise auf die Pilzsporen, gesunder Boden, nichts sprach gegen eine Neu-Kolonisierung. Morgen würden sie sich die alte Stadt vornehmen.

Kaum war der Kanal geschlossen, fand sich Kirk einem sehr energischen Kevin Riley gegenüber. „Los JT. Tom und der Doktor warten sicher schon.“

Dem nichts entgegenzusetzen, gab Jim sich geschlagen.

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McCoy hatte den drei Männern eigentlich etwas Privatsphäre lassen wollen, doch Tom und Kev hatten darauf bestanden, dass er mit ihnen zu Abend aß.
Also hatten er und Tom schon das Essen für vier Personen vorbereitet, als Jim und Kev in die Kabine kamen.

„Jim, um Himmelswillen, setz dich hin, bevor du umfällst“, knurrte McCoy.

„Dir auch ’Hallo’, Bones. Und übertreibst du nicht etwas. So schlimm ist es wirklich nicht.“

McCoy gab einen Laut von sich, welchen Jim irgendwo zwischen genervt und besorgt einsortierte.

„Jim, ich weiß du kannst Einiges ertragen, sowohl körperlich als auch emotional. Aber auch du hast Grenzen und die solltest du langsam mal akzeptieren.
Du bist seit sechs Monaten pausenlos am Arbeiten, schläfst und isst zu wenig und heute bist du zusammengebrochen, weil dein Körper nicht mehr kann.
Ich kenne dich inzwischen gut genug, um zu sehen, dass dich nur noch die reine Willenskraft auf den Beinen hält. Also sein ein braver Captain, setz dich hin und iss endlich was, bevor ich es mir anders überlege und dich in die Krankenstation beordere, wo ich dich zwangsernähren kann.“

„Frieden, alter Freund. Ich ergebe mich.“ Schmunzelnd setzte sich Jim und die anderen folgten seinem Beispiel.

Während des Essens unterhielten sie sich. Nicht über Tarsus, nein, mit dem Thema waren sie für heute durch. Viel mehr interessierte sie, was jeder von ihnen in den letzten Jahren so getrieben hatte.

Kev hatte bei seinen Großeltern gelebt und die Schule beendet. Jetzt war er im zweiten Jahr an der Akademie.

Tom hatte bei seiner Tante gelebt und hatte Psychologie und Jura studiert.
In erster Linie war er Anwalt. Das Psychologiestudium hatte er aus Neugier und Langeweile heraus nebenbei absolviert.

Nach ein paar Stunden entschieden Leonard und Tom, dass es für alle höchste Zeit sei etwas zu schlafen. Während McCoy entschied lieber in seinem eigenem Bett zu schlafen, wollten die anderen drei lieber zusammen bleiben.

Beim Hinausgehen drehte McCoy sich noch mal um. „Und ich will dich morgen früh zum Frühstück sehen. Verstanden, Jim?“

Die Antwort bestand nur aus einem Lachen.


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