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Tarsus IV -Die Rückkehr von water-girl

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Vorwort

Diese Geschichte spielt nach dem Narada zwischenfall und vor Star Trek into Darkness.

Da mir die Englische Version besser gefällt habe ich beschlossen McCoy seinen orignalspitznahmen Bones zu lassen anstelle der deutschen Variante Pille.

Vielen Dank an meine Betaleserin, Emony, die sich mutig meiner zahlreichen Rechtschreibfehler angenommen hat.
Alles in allem war es eine ruhige, fast schon langweilige Schicht.

Hiraku und Pavel unterhielten sich leise über den anstehenden Landurlaub und Kirk tat als würde er nichts hören.

Die Crew hatte sich wirklich eine Pause verdient. Nach dem Desaster mit den Klingonen, bei welchem sich, was eine einfache diplomatische Mission hätte werden sollen, sich als komplette Katastrophe entpuppte, waren alle erschöpft und Viele erholten sich noch von ihren Verletzungen. Bei dem Gedanken daran strich sich Kirk über die frisch verheilten noch empfindlichen Rippen. In Gedanken erinnerte er sich daran, dass Bones ihn morgen zur Nachuntersuchung sehen wollte. Allein bei dem Gedanken an die Krankenstation stellten sich seine Nackenhaare auf. Was er auch versuchte, Jim konnte sich einfach nicht mit diesen Hypos anfreunden, von denen der Doktor nur zu gerne Gebrauch machte. Es war beinahe lächerlich, der große Captain James T. Kirk fürchtete sich vor einer lächerlichen Injektion. Nun ja wenn man seine Geschichte betrachtete...

Die melodische Stimme Uhuras unterbrach seinen Gedankengang. "Captain eine Nachricht von Starfleet Command Priorität eins kommt gerade herein."

Jim stöhnte leise. Diese Art von Nachricht bedeutete selten etwas Gutes und die Wahrscheinlichkeit, dass die Crew in nächster Zeit Landurlaub bekam, wurde gerade verschwindend gering. Normalerweise war Kirk niemand, der sich vor Arbeit drückte aber seine Crew hatte eine Pause bitter nötig und er auch wie er sich bitter eingestehen musste.
"Danke, Lieutenant. Ich nehme die Nachricht im Bereitschaftsraum entgegen. Spock, du hast die Brücke."

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Zu seiner Überraschung war es Admiral Pike. Für gewöhnlich war Komac der Überbringer der schlechten Botschaften.

"Admiral Pike, was können meine Crew und ich für Sie tun?"

"Jim, ich weiß der Enterprise wurde ein kurzer Landurlaub genehmigt, aber ich fürchte dies hier ist wichtiger."

Die Tatsache, dass der Admiral seinen Vornahmen benutzte, ließ auf einen nicht ausschließlich dienstlichen Grund für seinen Anruf schließen.

"Was ist los, Chris?"

"Jim, es geht um eine neu Kolonialisierung. Die Enterprise hat den Auftrag die örtlichen Begebenheiten zu prüfen. Ich weiß, dass ist für gewöhnlich keine Prior-Eins Mission, aber es geht nicht um irgendeinen Planeten. Es geht um Tarsus IV. Ich weiß wie hart das für dich sein muss und es tut mir leid, dass du dorthin zurück musst, aber du weißt besser als jeder andere worauf geachtet werden muss, damit sich so eine Tragödie nie mehr wiederholt. Es wird außerdem ein Memorial zu Ehren der Opfer geben und es ist wichtig, dass Starfleet Präsenz zeigt."

Chris sah ihm direkt in die Augen, daher entging ihm auch nicht der Schmerz darin. Wie zur Entschuldigung fügte er hinzu: "Es tut mir leid, Jim, aber das nächste Ziel der Enterprise heißt Tarsus IV."

Jim war erstarrt in seinen Erinnerungen. Es war alles wieder da.
'Die Schreie, diese grässlichen Schreie, all die hungrigen Gesichter, seine Kinder und alle, die er nicht hatte retten können. Und sein Gesicht- Kodos viel zu fröhliches Gesicht, als er den Exekutionsbefehl vorlas. Die gierigen Augen als er Jim höchstpersönlich folterte, um zu erfahren wo die übrigen Kinder waren. Die Überraschung in seinem Gesicht, als Jim seine überraschende Chance zur Flucht nutze. Und der Offizier, der sie schließlich fand und 2 Tage nach seiner Flucht, 3 Monate zu spät, ihre Rettung einleitete.'

Kirks Gesicht war bleicher als Pike es jemals gesehen hatte, als er mechanisch nickte.

"Ich sollte den Kurswechsel durchgeben. Kirk Ende."

Eigentlich war es an dem ranghöheren Offizier ein Gespräch zu beenden, aber in diesem Fall war es Kirk egal. Chris würde es verstehen. Als der Bildschirm schwarz wurde, atmete Jim noch einmal tief durch und bewegte sich langsam wieder Richtung Brücke.
Seine Mannschaft sah ihn erwartungsvoll an.

"Wir haben neue Order erhalten. Der Landurlaub ist gestrichen. --- Sulu, Kurswechsel nach --- Tarsus IV."

Er stockte zwischendurch, hatte allein Probleme den Namen des Ortes auszusprechen, an den er niemals mehr zurückkehren wollen.
Sulu schien sein Zögern nicht zu bemerken. Oder er schob es auf die grausame Geschichte des Ortes, die jedem von ihnen zumindest in Ansätzen ein Begriff war.

"Kurs gesetzt, Sir. Ankunft in etwa 40 Stunden."

Spock schien seinen Captain mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

"Captain, fühlen Sie sich nicht wohl?"

"Es geht mir gut, Spock."

'Verdammt das Spitzohr war manchmal einfach zu aufmerksam.'

"Captain, Sie sind für einen Menschen ungewöhnlich blass und wirken desorientiert. Außerdem haben Sie vor 2,14 Minuten angefangen zu zittern, obwohl sich die Umgebungstemperatur auf der Brücke nicht geändert hat. Der Logik zufolge geht es Ihnen also nicht gut. Darf ich daher respektvoll vorschlagen, dass Sie sich für die verbleibenden 21,2 Minuten Ihrer Schicht von mir ablösen lassen und die Krankenstation aufsuchen?"

'Jep definitiv zu aufmerksam.' Kirk fluchte innerlich. Warum machte ihm diese Sache nach all der Zeit immer noch so zu schaffen?
Er seufzte innerlich.

"Danke, Mr. Spock."

Langsam stand er auf und bewegte sich mechanisch Richtung Turbolift.

"Spock, die Brücke gehört dir."

In seinem Quartier angekommen ließ er sich vollständig bekleidet aufs Bett fallen. Seine Gedanken kreisten beständig um Tarsus IV. Und langsam aber sicher wurde ihm davon schlecht.

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"Brücke an Krankenstation."

Spocks monotone Stimme klang irgendwie fast natürlich aus den Lautsprechern der Kommunikationsanlage.

"Krankenstation; McCoy hier. Was ist Los? Ist irgendjemand krank oder verletzt?"

"Negativ, Doktor. Ich wollte mich nur nach dem Befinden des Captains erkundigen."

McCoys innerer Alarm ging sofort an und er musste sich beherrschen, um ruhig zu antworten.
"Spock, Jim ist nicht hier. Warum sollte er?"

"Der Captain fühlte sich unwohl und hat sich vor exakt 18,6 Minuten von mir ablösen lassen. Meine Schlussfolgerung war daher, dass er die Krankenstation aufsuchen würde. Offenbar ein Irrtum, entschuldigen Sie die Störung, Doktor."

"Verdammt, Spock, alles wofür Sie sich entschuldigen müssen ist, mich nicht früher gerufen zu haben. Jim neigt dazu Krankheiten herunterzuspielen. Für ein Genie ist er manchmal einfach ein verdammter Idiot. Ich sehe lieber mal nach ihm. McCoy Ende."

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Das Summen des Türsignals hallte durch das Halbdunkel seines Raumes und Jim spielte kurz mit dem Gedanken, es einfach zu ignorieren und zu hoffen, dass sein Besucher wieder verschwand. Doch er war immer noch Captain eines Raumschiffes und hatte als solcher eine Pflicht zu erfüllen. Begleitet von einem Seufzen gab er das Signal die Tür zu entriegeln und ließ seinen Besucher ein.

"Bones, was machst du denn hier?"

Die Frage war eigentlich rhetorisch, da es offensichtlich war, dass sein Freund als Arzt hier war. Dennoch konnte Bones es sich nicht verkneifen zu antworten: "Spock meinte du fühlst dich nicht gut und als dein Freund und Arzt dachte ich, ich sehe lieber mal nach dir. Also was ist los, Jim? Und komm mir jetzt ja nicht mit der alles-Bestens-Nummer dafür kenne ich dich zu gut. Und außerdem siehst du furchtbar aus."
Jim kam um die Antwort auf sehr unorthodoxe Weise herum. Denn genau in diesem Moment entschied sein Mittagessen, dass es lieber wieder herauswollte. Statt einer Antwort griff er also nach dem Eimer, den er vorsorglich neben seinem Bett postiert hatte, und erbrach sich.

Kühle Hände, McCoys Hände, hielten seinen Kopf bis er fertig war, nahmen ihm den Eimer ab und halfen ihm anschließen sich wieder hinzulegen. Während McCoy seinen Freund und Captain scannte, fragte er sich zum wiederholten Male, warum Jim nicht früher zu ihm gekommen war. Ein kleiner Teil von ihm fühlte sich dadurch jedes Mal gekränkt und fragte sich, ob er etwas falsch gemacht hatte.

"Warum bist du nicht früher gekommen, Jim?"

"Es war vorher nicht so schlimm."

Eine typische Kirk Antwort, die ihm eigentlich nichts sagte, was er nicht schon wusste.
Ähnlich wie die Scanergebnisse.

"Außer einem leichten Fieber, kann ich keine Anzeichen einer Infektion oder Entzündung feststellen. Und die gebrochenen Rippen sind inzwischen so gut wie verheilt. Hast du vielleicht was Falsches oder Ungewöhnliches gegessen?"

"Nicht dass ich wüsste. Das einzig Ungewöhnliche waren die Kekse, die du mir zu meinem Mittagessen geschmuggelt hast. Möglicherweise fühlten sie sich in meinem Magen einfach nicht wohl."

"Das sind keine Kekse, sondern genau dosierte und nebenbei bemerkt magenfreundliche Proteine und Nahrungsergänzungsmittel. Und ich müsste sie dir nicht geben ,wenn du endlich anfangen würdest, normal zu essen und aufhören würdest Mahlzeiten auszulassen.
Verdammt, Jim, du hast seid du Captain bist so viel Gewicht verloren, dass du sogar 6 Kilo unter dem Minimum- Standardgewicht liegst. Wirklich, Jim, du musst besser essen."

Bei den letzten Worten war seine Stimme sanft geworden, ein Zeichen dafür, dass ihm wirklich etwas an dem Thema lag. Leider sah sich Jim gerade außerstande das ordentlich zu würdigen.

"Könntest du bitte im Augenblick nicht über essen reden?"

Der Arzt in ihm registrierte das bleiche verschwitzte Gesicht Kirks mit Unbehagen.

"Ist dir immer noch übel, eventuell auch Kopfschmerzen?"

"Du hast ja keine Ahnung", stöhne Jim gequält.

Die schwache Antwort und die Tatsache, dass Jim sich nicht wehrte als McCoy ihm das Hypo in den Nacken presste, sagte ihm mehr über den Zustand seines Freundes als es alle Trikorder des Universums könnten.

"Noch irgendetwas, das ich wissen sollte?"

Der Arzt war sein bester Freund und einen Moment lang spielte Kirk mit dem Gedanken, ihm alles zu erzählen, doch stattdessen schloss er nur die Augen und antwortete zögernd. "Nein, nichts weiter. Ich bin nur müde."

"Dann versuch etwas zu schlafen. Du hast es bitter nötig und schon bald kannst du dich auf der Erde beim Landurlaub entspannen. Gut möglich, dass es sich hierbei nur um eine Reaktion auf zuviel Stress handelt."

"Sorry, Bones, hast du das Memo nicht gekriegt? Der Landurlaub ist gestrichen. Wir haben eine neue Mission. Tarsus IV soll neu kolonisiert werden und wir sollen die Umgebung vorher checken. Ach ja und außerdem dürfen wir noch schön Starfleets Vorzeigecrew bei der Memorialfeier spielen und uns mit ein paar netten Reportern auseinandersetzen."

Jim zitterte leicht als er den Namen des Planeten aussprach. Hoffentlich schob Bones es auf das leichte Fieber und hakte nicht weiter nach.
Offenbar war das Glück auf seiner Seite.

"Jim, die Crew und allen voran die Führungsoffiziere, inklusive des Captains, brauchen dringend Urlaub."

"Ich weiß, Bones, aber ich habe meine Befehle. Glaub mir, da ist nichts was ich hätte tun können."

"Schlaf jetzt, Jim, und versuch dich etwas zu entspannen. Ich komm morgen früh wieder vorbei und sehe nach dir."

Als Bones gehen wollte griff Jim nach seinem Arm. Jim wusste, dass seine Stimme zitterte und er weinerlich klang, aber es war ihm egal. "Bitte bleib. Nur bis ich eingeschlafen bin. Ich möchte gerade nicht allein sein."

McCoy hatte Jim diese Art von Bitte nie abschlagen können. Besonders nicht, wenn Jim krank oder verletzt war und ihn brauchte. Daher nickte er nur und legte sich neben seinen Freund.
Innerhalb von Minuten waren beide eingeschlafen.


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