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STD 01 - Böses Erwachen von Adriana

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Er hatte es geschafft! Schwarz auf weiß flimmerten die Buchstaben über den Bildschirm von Marcs batteriebetriebenem Computer. Neben dem Terminal brannten mehrere Kerzen. Jerad, der vor Sorge um Captain Lairis nicht zur Ruhe kam, wanderte mit einer Taschenlampe und einem Phaser durch die Gänge und jagte imaginäre Wechselbälger.
Marc hatte seine Gedanken in den letzten Stunden darauf fokussiert, diesen Datenkristall zu entschlüsseln. Er musste es einfach zu Ende bringen, bevor sein Akku leer wurde!
„Was ist es?“ Lieutenant Commander Jeremy Prescott blickte neugierig über seine Schulter.
„Ein Brief, wie es aussieht … der Bericht eines Gründers an seinen obersten Vorta-General.“
„Das Sternenflottenkommando wird sich freuen.“
„Es steht einiges drin, was uns taktische Vorteile verschafft, da bin ich sicher.“ Lieutenant van de Kamp klang seltsam gleichgültig. „Die Übersetzung ist noch ein bisschen holprig, aber ich finde besonders den letzten Satz interessant.“
„So etwas wie: ‚Möge die Macht mit uns sein – dein erhabener Gott’.“
Marc lachte halbherzig. „Falsch geraten. Hier steht wortwörtlich: ‚Unsere bloße Anwesenheit auf diesem Planeten reicht aus, um die menschliche Gesellschaft in ihren Grundfesten zu erschüttern. Dabei sind wir nur vier. Wir sind nie mehr als vier gewesen’.“
„Nie mehr als vier?“ Prescott runzelte die Stirn. „Von wann ist diese Aufzeichnung?“
„Der Datumsanzeige nach von heute Mittag, 13.40 Uhr. Drei Stunden nach dem Anschlag.“
„Und was ist mit dem Wechselbalg, der die Bombe in Antwerpen gelegt hat? Der kann doch nicht überlebt haben!“
„Nie und nimmer!“
Prescott hatte die Erklärung schnell zur Hand: „Das ist Dominion-Propaganda – weiter nichts. Der Wechselbalg will vor seinem Vorta besonders großartig dastehen, indem er behauptet, es genügen vier von seiner Art, um die Erde ins Chaos zu stürzen … nach Schätzungen des Geheimdienstes sind es mindestens fünf Mal so viel.“
„Zwei Dutzend Formwandler auf der Erde … tolle Aussichten“, grummelte Marc.
„Hältst du es für unwahrscheinlich?“
„Nur warum behauptet dieser Wechselbalg so steif und fest, dass es nie mehr als vier gewesen sind? Was will er damit bezwecken?“
Prescott überlegte einen Augenblick. „Ich vermute, er kann nicht zugeben, dass einer seiner Leute in Antwerpen draufgegangen ist. Götter sterben nicht so einfach, oder?“
„Wahrscheinlich hast du Recht.“ Was sein Freund sagte, klang logisch – aber Marcs Zweifel ließen sich damit nicht abtöten. Zweifel, über die er freimütig mit Captain Lairis gesprochen hatte und die er jetzt nicht mehr zu äußern wagte … Jeremy war ein guter Kamerad, fast ein Bruder, aber auch ein hundertprozentig loyaler Offizier der Sternenflotte. Im Gegensatz zu Lairis hatte er niemals die Methoden oder Befehle seiner Vorgesetzten hinterfragt.
„Glaubst du, ein Formwandler würde sich opfern?“ fragte Lieutenant van de Kamp langsam.
„Wenn es um ein größeres Ziel geht … zum Beispiel die Zerstörung der Föderation … warum nicht?“ Prescott zuckte die Schultern. „Du solltest diesen Schrieb nicht zu wörtlich nehmen. Bringen wir ihn zu Admiral Layton und fertig!“
„Ja … ist wohl das Beste!“
Als Jeremy Prescott nicht hinsah, löschte Marc schnell den letzten Satz.


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