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Das Blühen der Zweige von Amber

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Kapitel Bemerkung: EIn ganz dickes Dankeschön mit viel *mwah* und *hug* an Emony & Gabi, für die medizinische und wissenschaftliche Hilfestellung. Ihr seid super!
Julian Bashir eilte durch den Gang in Richtung OPS. Im Laufen zog er noch seine Uniformjacke über, ein Grinsen umspielte seine Lippen. Er hatte hochgradig verschlafen und würde mit Sicherheit zu spät zur Dienstbesprechung kommen.
Als Elim am Abend von seinem Treffen mit Kira zurückkam und ihm von dem Training und dem anschließenden Gespräch erzählt hatte, war er in ziemlich romantischer Laune gewesen und eins hatte zum anderen geführt – und so hatten weder er noch Julian daran gedacht, den morgendlichen Wecker auf eine frühere Zeit als sonst zu stellen.
Im Turbolift angekommen, fuhr der Arzt sich durch die Haare und versuchte, Ordnung in diese zu bringen. Er freute sich so sehr für seinen Partner. Nicht nur, dass er in Kira eine sicherlich tolle Trainingspartnerin gefunden hatte, nein, mehr noch, sie hatten miteinander endlich Frieden geschlossen. Waren Freunde geworden. Julian selbst wusste, wie unsagbar wertvoll ein guter Freund war, selbst wenn man einen so wundervollen Partner wie Elim hatte. Er unterbrach seine Gedanken, als er vor Captain Siskos Büro stand, zog sich noch einmal die Uniform zurecht und betätigte den Summer. Die Tür glitt auf und mit einem „Entschuldigung, verschlafen, Sir“, versuchte er möglichst unauffällig neben Miles Platz zu nehmen.

„Hat es sich wenigstens gelohnt?“, fragte Dax mit einem süffisanten Grinsen von der anderen Seite des Raumes unüberhörbar und Julians Wangen nahmen einen tiefen Rotton an.

Sisko grinste ebenfalls und schob seinem leitenden Mediziner einen Kaffeebecher zu. „Ausnahmsweise kein Problem, Doktor, wir warten noch auf Odo, der mich allerdings im Vorfeld darüber informiert hat, dass er einige Minuten später kommen wird.“

„Danke, Sir“, nahm Julian den Kaffeebecher und die freundlich verpackte Rüge entgegen. „Kommt nicht wieder vor.“

Der Captain winkte ab und wandte sich Kira zu, mit der er wohl bis eben im Gespräch gewesen war. Miles stupste ihn an. „Und?“

„Was, und?“

„Und, hat es sich gelohnt?“

Julian schüttelte grinsend den Kopf. „Seit wann bist du so neugierig?“

„Na“, Miles hob seine Kaffeetasse und murmelte halblaut. „Ich warte halt auf eine bestimmte Nachricht ...“

„Hm ...“, seufzte Julian nun in seinen Kaffee. „Und ich auf den richtigen Zeitpunkt.“

„Den gibt es nicht“, meinte der Chief leise. „Jeder Zeitpunkt ist dafür gleich gut gewählt, solange du für die richtige Atmosphäre und Worte sorgst.“

„Das macht es gleich viel einfacher“, maulte der Arzt resigniert und lehnte seinen Kopf an die Schulter seines Freundes. „Ehrlich, Miles ...“ Weiter kam er nicht, denn die Tür öffnete sich erneut mit einem leisen Zischen und Odo betrat den Raum.

„Sehr gut“, nickte Captain Sisko und eröffnete die Dienstbesprechung mit einem kurzen Bericht aus dem Sternenflottenhauptquartier, der bestätigte, was alle Anwesenden bereits befürchtet hatte: Die Spannung zwischen dem Dominion und der Föderation spitzte sich immer mehr zu und drohte in naher Zukunft zu eskalieren, sollte nicht noch ein Wunder eintreten und die Situation entschärfen.

Seufzend richtete sich Julian wieder auf und nahm die unangenehmen, wenn auch nicht überraschenden Informationen zur Kenntnis. Im Geiste notierte er sich, dass er sich umgehend mit einer wirkungsvolleren Methode als Bluttest befassen wollte, um potentielle Wechselbälger zu enttarnen. Vielleicht könnte er mit Miles und Odo zusammen eine Art Scanner entwickeln, der gezielter nach Abweichung der Biowerte suchte? Andererseits … die Bluttest waren wirkungsvoll, wenn auch für jedermann nervenaufreibend. Vielleicht könnte - …

„Doktor?“, riss ihn Siskos Stimme aus den Gedanken und er schaute mit gerunzelter Stirn auf. Der Blick seines Captains machte deutlich, dass er ihn bereits mehrmals angesprochen zu haben schien.

„Ihren Bericht, wenn es denn keine Umstände macht.“

„Entschuldigen Sie, Sir“ verteidigte sich der Arzt, „Ich war in Gedanken mit der Thematik einer effektiveren Methode zur Enttarnung potentieller Wechselbälger beschäftigt.“ Siskos interessiert hochgezogene Augenbraue nahm er als Erlaubnis, seine Idee auszubreiten – und war schließlich Schuld daran, dass die Dienstbesprechung eine geschlagene Stunde länger ging als angesetzt. Dennoch hatte er den Eindruck, dass es sich gelohnt haben könnte, seinen Magen noch eine Weile länger auf sein Frühstück warten zu lassen.

Nachdenklich nippte Julian an seinem Tee, den er neben einem Marmeladenbrötchen auf seinem Arbeitsplatz in der Krankenstation stehen hatte. Er ging gerade noch einmal alle medizinischen Daten durch, die er über die Gründer besaß, was allerdings relativ schnell ging. Ob er Odo wohl darum bitten könnte, für einige Versuche mit Bioscannern zur Verfügung zu stehen? Manchmal hatte Odo sich schon ein wenig … eigen … wenn es um medizinische Untersuchungen ging ...


***

„… jedenfalls scheint sich die Lage allmählich doch mehr und mehr zuzuspitzen“, beendete Julian mit einem Seufzen seinen kurzen Bericht von der Dienstbesprechung, als er am Abend neben Elim auf dem Sofa saß. Müde hatte er den Kopf an die Schulter seines Liebsten gelehnt und genoss es, wie Elim ihm sanft über die Arme strich. „Was sagst du dazu?“

„Ach, mein Liebling, du weißt doch, aus militärischen Dingen halte ich mich heraus ...“

„Von wegen“, gluckste Julian und knuffte ihn liebevoll. „Und komm mir jetzt nicht mit deiner Einfacher-Schneider-Nummer. Komm, lass uns ins Bett gehen.“

„Du willst schon schlafen?“

„Das hab ich nicht gesagt“, erwiderte Julian grinsend und küsste seinen Partner vergnügt auf die Nase.


***


So leise wie es in der Dunkelheit möglich war, zog Julian sich eilig seine Uniform an, nachdem ihn ein Notruf zur Andockrampe geweckt hatte. Ein Schiff aus dem Gammaquadranten mit einer unbekannten Seuche benötigte dringend Hilfe, mehr wusste man ihm bisher nicht mitzuteilen. Er wollte gerade das Schlafzimmer verlassen, als er die vertraute warme Hand Elims an seiner Schulter spürte.

„Entschuldige, ich wollte dich nicht wecken“, flüsterte Julian ihm zu und küsste seine Fingerspitzen.

„Das hast du nicht“, versicherte Elim ebenso leise. „Viel Erfolg, mein Liebster.“

„Danke, das ist lieb.“ Julian huschte mit seinen Lippen kurz über Elims. „Schlaf weiter, es ist noch ausreichend Zeit bis zum Weckerklingeln.“

„Pass auf dich auf.“

Lächelnd strich der Arzt seinem Partner noch einmal über die Wange. „Natürlich.“

Obwohl er in Gedanken schon bei dem zu erwartenden Szenario war, blieb das Lächeln noch einige Augenblicke auf seinen Lippen. Es tat gut, dass jemand da war, der sich um ihn sorgte. Irgendwie machte es die sich immer mehr häufenden nächtlichen Notrufe zwar nicht besser, aber einfacher. Als er an der Andockrampe ankam, eilten ihm Odo und Kira mit ernster Miene entgegen.

„Julian, gut, dass Sie kommen“, die Bajoranerin reichte ihm ein Datenpadd. „Darauf befinden sich die Daten, die uns von der Krankenstation des Schiffs übermittelt wurden. Das Volk nennt sich Ensa, sie hatten einen Zwischenfall mit den Jem'Hadar und seitdem breitet sich ein ihnen unbekanntes Virus unter der Crew aus. Von den ehemals 75 Mitgliedern der Besatzung sind nur noch 33 am Leben. Sie befinden sich in Quarantäne auf der Krankenstation, alle in unterschiedlichem Maße von dem Virus befallen.“

„Wir haben niemandem Zugang zu dem Schiff gestattet, Doktor“, ergänzte Odo und verschränkte abwartend die Arme, während Julian das Padd überflog.

„Okay“, meinte er schließlich. „Auf den ersten Blick kann ich mit den Daten nicht viel anfangen. Es ist zu vermuten, dass sich das Virus über die Luft ausbreitet. Aber um genauere Daten zu erfassen, muss ich auf das Schiff, Major.“

Kira blickte zu Odo, der nickte: „Ich werde Sie begleiten, Doktor.“

„Okay. Wir sollten Schutzanzüge tragen. Ja, Sie auch“, bekräftigte Julian bestimmt und sah Odo entschlossen an. „Wir wissen noch nicht, wie genau sich das Virus ausbreitet und ich möchte nicht riskieren, dass Sie es mit auf die Station schleppen.“

Wenig später betraten die beiden das fremde Schiff der Ensa. Die Beleuchtung auf den Gängen war auf ein Minimum reduziert, eine unheimliche Stille herrschte. Julian hielt seinen medizinischen Tricorder vor sich und folgte Odo langsam. Niemand begegnete ihnen.

„Die Krankenstation liegt im hinteren Bereich des Schiffes“, informierte ihn Odo. „Haben Sie schon etwas herausgefunden?“

„Nein, noch nicht“, murmelte der Arzt konzentriert, während er die Daten im Auge behielt. Der Gang, den sie entlang schritten, endete an einem verschlossenen Schott. Odo betätigte den Türöffner, trat vorsichtig hinein und blieb so abrupt stehen, dass Julian in ihn hinein stolperte. „Doktor ...“

„Himmel ...“ Julian starrte mit aufgerissenen Augen auf den Anblick, der sich ihm bot:

Der Raum glich einer Leichenhalle. Überall waren auf Tischen Körper aufgebahrt. Julian ging zu dem Tisch, der ihm am nächsten war und schluckte. Ein Humanoide mit ockerfarbener Haut und geschlitzter Nase starrte ihn leblos aus wimpernlosen mandelförmigen Augen an. Auf seinem Gesicht, dem bloßen Oberkörper und den nackten Armen waren dicke Beulen und Pusteln zu sehen, die unterschiedliche Grüntöne hatten. Julian scannte den Toten, versuchte, aus den unbekannten Daten schlau zu werden.

„Es sind 45, Doktor“, rief ihm Odo halblaut vom Ende des Raumes zu. Der Arzt nickte und ließ seinen Blick durch den Raum schweifen. An einer Tür blieb er hängen. „Dahinter sind 33 Lebenszeichen auszumachen.“

Gemeinsam traten sie zu der Tür und betätigten den Türsummer.

„Tragen Sie Schutzanzüge?“, erklang eine Stimme.

„Natürlich“, bestätigte Julian und das Schott öffnete sich und gab den Weg zur Krankenstation frei. Auf 33 Biobetten befanden sich die restlichen Crewmitglieder jeweils unter einem Quarantäneschild.

„Gut, Sie zu sehen“, begrüßte sie ein Mann aus dem vordersten Bett. „Ich bin Rsin, Commander dieses Schiffes.“

„Doktor Julian Bashir und Constable Odo“, stellte Julian sie vor und trat auf das Biobett zu, wobei er den Commander musterte. Dieser hatte noch keinerlei Beulen auf dem Körper, allerdings einige grünliche raue Flecken im Gesicht. „Commander, ich würde gerne jeden von Ihnen erst hier untersuchen und dann über Weiteres nachdenken ...“


***

Als Garak am Morgen durch das Wecksignal aufwachte, fiel ihm als erstes das Fehlen Julians auf. Im Wohnzimmer war er auch nicht und mit einem flüchtigen Blick zur Kommunikationskonsole registrierte er, dass Julian ihm auch keine Nachricht gesendet hatte. Der Cardassianer seufzte. Sein Partner hatte vermutlich eine anstrengende Nacht hinter sich. Während er sich einen Tee aus dem Replikator holte, beschloss er, vor Ladenöffnung einmal bei der Krankenstation vorbeizusehen.

Eine Stunde später betrat Garak ebenjene und blickte sich suchend um. Eine bajoranische Krankenschwester kam freundlich lächelnd auf ihn zu. Garak erkannte sie als Schwester Alnus, eine der wenigen Bajoraner, die ihn stets freundlich behandelten und das nicht erst, seit er mit Julian eine Partnerschaft führte.

„Guten Morgen, Mr. Garak. Ihnen fehlt doch nichts?“, begrüßte sie ihn.

„Guten Morgen“, erwiderte er charmant lächelnd. „Nichts, außer meinem Doktor.“

Alnus lachte kurz, dann wurde ihr Blick ernster. „Doktor Bashir ist noch auf der Quarantänestation, aber vielleicht können Sie ihn ja überzeugen, wenigstens eine kurze Pause zu machen.“

Sie deutete Garak, ihr zu folgen und blieb an einer Tür stehen, wo sie auf den Knopf für die Komverbindung drückte. „Doktor, hier ist Besuch für Sie.“ Dann nickte sie Garak lächelnd zu und ging zurück zu ihrem Arbeitsplatz. Einige Minuten vergingen, dann öffnete sich die Tür und Julian trat heraus, das Gesicht müde und ernst, aber als er seinen Partner erblickte, hellten sich seine Züge auf.

„Elim.“

„Guten Morgen, mein Liebster.“ Garak musterte ihn besorgt. „Du solltest dich ausruhen.“

„Keine Zeit“, entgegnete der Jüngere, konnte aber ein Gähnen nicht unterdrücken. „Aber einen Raktajino könnte ich jetzt vertragen.“ Er griff nach Garaks Hand und zog ihn mit sich zu seinem persönlichen Arbeitsplatz. Der Cardassianer drückte ihn sanft auf einen Stuhl und ging zum Replikator. Mit dem gewünschten Getränk kehrte er zurück und stellte es vor Julian ab. Dieser hatte die Augen geschlossen und den Kopf in den Nacken gelegt, die Stirn tief gefurcht.

„Was ist passiert?“, erkundigte sich Garak und begann damit, Julians Schultern zu massieren.

„Ein bislang unbekanntes Virus“, erklärte Julian müde. „Die Symptome sind zunächst nicht weiter besonders, daher ist es dem Schiffsarzt der Ensa wohl auch nicht in den Sinn gekommen, sofort eine Quarantäne zu verhängen. Nachdem ich allerdings Blutproben von diversen Patienten - lebenden und bereits verstorbenen - miteinander verglichen habe, bin ich zu dem Schluss gelangt, dass es sich bei dem Virus um einen wahren Verwandlungskünstler handelt. Er zerstört das Immunsystem der Infizierten in weniger als zweiundsiebzig Stunden. Die Symptome sind irreführend und nicht immer dieselben.“ Julian trank einen Schluck aus seiner Tasse und bemühte sich beim Fortfahren darauf bedacht zu sein, nicht zu sehr in Fachjargon zu verfallen, der jedem Mediziner in Fleisch und Blut übergegangen war. „Ein Patient hat grippale Symptome, der nächste erweckt den Anschein, eine heftige allergische Reaktion zu zeigen. Das hat für mich zunächst gar keinen Sinn ergeben, bis ich eben die Analyse der Serum-Proben abgeschlossen hatte. Die Leukozytenanzahl ist bei den verstorbenen Patienten praktisch gleich null gewesen und bei den infizierten Leuten sinken sie ebenfalls drastisch. Etwas Vergleichbares habe ich in meiner gesamten Karriere noch nicht gesehen und die medizinische Datenbank der Sternenflotte hat mir bisher auch kaum Aufschluss gebracht.“ Er lehnte sich mit dem Kopf an Garaks Oberkörper und schnaubte frustriert. "Es ist beschissen, ich habe keinen blassen Schimmer, wo ich weitermachen soll!"

Garak tippte Julian nach einem kurzen Moment des Nachdenkens auf die Schulter. "Lass mich doch eben mal an deinen Computer ..." Er ignorierte Julians fragenden Blick, als er dessen Platz einnahm, gab flink einige Daten und Codes ein und erhob sich wieder. "Eine Stunde, maximal", raunte er in das Ohr seines Doktors. "Die medizinischen Datenbanken von Cardassia und Romulus."

Julians Augen weiteten sich. "Wie ... Ach, egal, ich will es lieber nicht wissen." Er küsste Garak grinsend. "Ich hab schon einen tollen Mann!"

Garaks Stirnwülste wanderten in dem Maße überrascht in die Höhe, in dem sich Julians Wangen rot färbten.

"Äh ... also, ich meinte ...", stammelte der Jüngere verlegen. "Danke, Liebling."

"Nicht dafür", entgegnete Garak und strich sich das Hemd glatt. Ein zartes Lächeln umspielte seine Lippen. "Bis heute Abend, mein liebster Doktor."


***

Der Abend jedoch schritt fort, ohne dass Julian heim kam. Garak schaute immer wieder besorgt auf den Chronometer und entschied sich dann schließlich, noch einmal die Krankenstation aufzusuchen. Natürlich war es nichts Neues, dass Julian länger und oft auch sehr lange Dienst hatte, gerade in Krisensituation machte der Arzt mehr als eine Schicht am Stück, aber normalerweise meldete er sich zwischendurch bei ihm. Etwas, worauf Garak heute vergeblich zu warten schien – und das bereitete ihm Sorge. Entweder hatte Julian einen Heilweg gefunden und vor lauter Euphorie und Enthusiasmus die Zeit vergessen oder – und das war, was den Cardassianer beunruhigte – Julian saß noch immer grübelnd in der Krankenstation.

Letztere Vermutung bestätigte sich, als Garak Julians Arbeitsplatz betrat und den Arzt tief in Gedanken versunken abwechselnd auf den Monitor und einen Tricorder in seiner Hand schauen sah.

„Julian?“

Erschrocken fuhr der Angesprochene herum und seufzte dann. „Elim, entschuldige, ich hab dich nicht reinkommen hören. Alles in Ordnung?“

„Das wollte ich von dir wissen. Es ist nach 2100, mein Liebster“, entgegnete Garak sanft, während er die Distanz zu Julian überbrückte und ihn musterte: Julian sah erschöpft aus. Körperlich und geistig. Kaum hatte er einen Arm um seinen Partner gelegt, da lehnte dieser sich auch schon müde gegen ihn.

„Elim, ich komm nicht weiter ...“, nuschelte Julian an Elims Brust. „Mir sind trotz aller Bemühungen noch sieben Patienten weggestorben, ich schaffe es nicht mal, die Symptome zu lindern. Und den anderen geht es stündlich schlechter. Ich hab alles versucht und jede noch so winzige Möglichkeit in Betracht gezogen ...“

„Wie ist der Zustand der übrigen denn jetzt?“ Beruhigend strich Elim ihm über den Rücken.

„Diejenigen, denen es ganz schlecht geht, hab ich in Stasis gelegt. Und die anderen … momentan zwar schlecht, aber stabil.“

„Dann kommst du jetzt nach Hause und ruhst dich etwas aus. So kannst du nicht weitermachen.“ Mit einer Handgeste unterband der Cardassianer Julians aufkommenden Widerspruch. „Julian, du weißt, dass ich Recht habe. Nimm dir eine Pause, iss etwas, schlafe und dann komm wieder.“

Da Julian eindeutig zu erschöpft und mit den Gedanken auch ganz woanders war, nickte er lediglich. „Ich sag nur einer Schwester Bescheid.“

Im Quartier angekommen verschwand Julian unter die Dusche, während Garak ihm ein leichtes Abendessen vorbereitete. Und nicht mal eine halbe Stunde später war der Arzt auch schon dicht an seinen Partner geschmiegt eingeschlafen.


***


“Doktor Bashir, bitte sofort zur Krankenstation!“

Sofort saß Julian aufrecht im Bett und griff nach seinem Kommunikator. “Bin unterwegs, Bashir Ende.“ Noch während er in seine Uniform schlüpfte, küsste er seinen Partner flüchtig auf die Stirn und war auch schon aus dem Schlafzimmer verschwunden, ehe dieser wirklich registriert hatte, was passiert war.

Müde rieb sich Garak die Stirn. „Computer, Uhrzeit?“

“Es ist 0436.“

Seufzend sprang Garak ebenfalls aus dem Bett und erwischte Julian noch an der Quartiertür, wo dieser fluchend am Reißverschluss seiner Uniformjacke zerrte.

„Lass mich das machen.“ Sanft schob Garak Julians Hände zur Seite und schloss geschickt den Reißverschluss. Julian lehnte seine Stirn kurz gegen Garaks. „Drück die Daumen, Liebling ...“

„Selbstverständlich. Julian?“

„Hm?“

„Ich liebe dich.“

Ein Lächeln huschte über das Gesicht des Arztes. „Ich dich auch.“ Er löste sich nach einem kurzen Kuss von Garak und machte sich eilig auf den Weg zur Krankenstation. Dort fand er seinen Vertretungsarzt und die Schwestern in heilloser Aufregung.

„Was ist passiert?“, verlangte er zu wissen und nahm ein Datenpadd entgegen.

„Bei fünf Patienten kam es plötzlich zum Atemstillstand und kurz darauf brachen sämtliche Vitalfunktionen zusammen. Wir konnten nichts mehr tun“, erklärte der bajoranische Vertretungsarzt geknickt.

„Bei fünf Patienten?!“

„Das ist noch nicht alles ...“ Julians Kollege führte ihn zu den Stasisbetten. „Zwei von ihnen hatten einen anaphylaktischen Schock, wir konnten sie retten, aber das Virus scheint sich dennoch immer weiter auszubreiten und - ...“

Ein schrilles Piepen zog ihre Aufmerksamkeit zu einem Patienten, der sich im Schlaf aufbäumte, würgte und dicken, zähflüssigen Schleim erbrach. Sofort waren die Ärzte bei ihm.


***


Die Ladentür von „Garaks Kleider“ glitt auf und der Schneider sah von seiner Arbeit auf. „Ah, Miles, gut, dass du kommst.“

„Hey, Elim“, grüßte der Chief und stellte seinen Werkzeugkoffer ab. „Du hast was von einem Summen hinter der Wand erzählt?“

Garak nickte und führte Miles zu einem Wandpaneel. „Seit vorgestern. Hörst du es?“

Miles legte den Kopf schief und lauschte. „Mhmm“, brummelte er, löste das Paneel und zog einen Tricorder. „Da ist eine defekte Leitung, nichts Gravierendes, hab ich gleich erledigt.“

Während Miles sich an die Arbeit machte, schaute Garak ihm interessiert über die Schulter.

„Wie geht’s Julian?“

„Gute Frage“, antwortete der Cardassianer seufzend. „Er hat nur ein paar Stunden geschlafen und seit frühmorgens ist er auf der Krankenstation. Ich habe noch nichts von ihm gehört.“

„Hmmmnh“, brummte es zurück. „Nicht mal zum Mittagessen? Gib mir mal bitte die Stableuchte ...“

Garak reichte das Gewünschte. „Nein. Ich werde nach Dienstschluss bei ihm vorbeischauen.“

„Mach das. Kannst du mir den Flusskoppler geben? Danke. Verdammt.“ Ein paar Funken stoben und Miles drehte den Kopf zur Seite, wobei er Garaks besorgtes Gesicht musterte. „Mach dir keine Sorgen, Jules kommt schon klar …“

„Du hast sicherlich Recht. Dennoch …“

Der Ingenieur klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter. „Elim, du kennst ihn. Er ist zäher als er aussieht. Selbst ein paar Tage Stress und Doppelschichten übersteht er.“ Miles verschwand wieder in dem Loch in der Wand, weswegen die nächsten Worte kaum zu verstehen waren, also beugte Garak sich nah zu ihm herunter. „... Ajion Prime auch und von dem ständigen Ärger hier – Isolinearen Schlüssel, bitte. … danke – mal abgesehen, ehrlich, da -“

Mit einem lauten Knall und Funkenregen sprang ein Stück der Wandverkleidung ab und traf Garak an der Schläfe. Der Cardassianer griff sich an den Kopf, taumelte einige Schritte zurück und Miles schnappte sich den Feuerlöscher, um den Brand zu ersticken. „Verdammt, welcher Pfuscher hat sich dann da ans Werk gemacht? Alles klar?“ Er drehte sich zu Garak herum, unter dessen Hand Blut hervorquoll. „Lass mich mal sehen ...“

„Alles gut, Miles“, wehrte der Schneider ab, was seinen Freund jedoch nicht im mindesten beeindruckte.

„Nur eine kleine Platzwunde, das krieg ich hin. Oder willst du auf die Krankenstation?“

Garak schüttelte den Kopf und Miles zog Desinfektionsmittel und einen Hautgenerator aus seinem Werkzeugkoffer. „So hübsch und fachlich wie Julian kann ich es nicht, aber …“ Er nickte zufrieden. „Fast nichts mehr zu sehen.“

„Danke.“

Miles winkte ab und widmete sich dem nun etwas größeren Problem in der Wand. Schweigend sah Garak ihm dabei zu, bis das Geräusch der sich öffnenden Ladentür ihn aufblicken ließ.

„Julian!“, erfreut sprang er auf, blieb aber ob Julians Miene stehen. „Was ist passiert?“

„Das könnte ich dich auch fragen, hat es hier gebrannt? Und was ist mit deiner Schläfe?“ Mit wenigen Schritten war Julian bei seinem Partner und musterte ihn kritisch. „Elim, du bist verletzt, das ist eine Platzwunde! Und hier riecht es verbrannt?!“

„Beruhige dich“, Elim hob beschwichtigend die Hände. „Miles repariert eine defekte Leitung, dabei ist ein Wandpaneel abgesprungen und hat mich an der Stirn getroffen. Der gute Miles hat es bereits versorgt und -“

„Ja, wunderbar!“, schnaubte Julian gereizt und schüttelte den Kopf. Ungewollt stiegen Bilder in ihm auf: Garaks Laden voller Rauch und in Schutt und Asche, unter Trümmern schwer verletzt Elim.

So lange war das noch nicht her. Vielleicht ein halbes Jahr, als Elims Laden von einem Attentäter gesprengt worden war, der es eigentlich auf Elims Leben abgesehen hatte. Und kurz darauf war Elim zu einer geheimen Mission in den Gammaquadranten aufgebrochen, lediglich von Odo begleitet. Sie hatten versucht, Enabran Tain zu retten, der anscheinend von den Romulanern gefangengehalten wurde. Was dort allerdings genau passiert war, wusste Julian nicht, nur, dass es sich nicht um eine Gefangennahme gehandelt, sondern Tain versucht hatte, den Obsidianischen Orden wiederzubeleben und Seite an Seite mit dem Tal Shiar gegen die Gründer vorgehen wollte. Was gehörig schief ging. Elim und Odo waren, wie auch immer, gerade so mit dem Leben davongekommen. Über mehr und warum Elim es so eilig gehabt hatte, Tain zu folgen, hatte er nicht mit ihm gesprochen – und Julian hatte es akzeptiert, auch, wenn es hin und wieder an ihm nagte. So wie jetzt.

Vielleicht hatte auch der Umstand etwas damit zu tun, dass sein Tag miserabel gelaufen war. Gerade mal sechs Patienten waren noch am Leben und er fühlte sich mies – und anstatt Trost zu finden, fand er seinen Partner schwer verletzt und blutüberströmt in einem brennenden Laden vor! Gut, das war etwas übertrieben, aber trotzdem … „Wieso hast du mich nicht gerufen? Ich hätte mich um dich gekümmert.“

„Julian, es ist doch nichts passiert und du hast wahrlich genug andere Sorgen“, versuchte Elim es noch einmal mit ruhiger Stimme. Irgendetwas an Julians Blick besorgte ihn; Julian wirkte nicht nur über die Maßen erschöpft, sondern wütend, enttäuscht.

„Prima, da passt es doch hervorragend, dass ich mir jetzt auch noch Sorgen darum machen muss, dass du verletzt bist!“

Miles kroch aus seinem Loch hervor und erhob sich. „Jules, komm wieder runter. Es geht ihm gut.“

„Danke, Doktor O'Brien für die fachliche Meinung!“, fuhr Julian seinen besten Freund an. „Vielleicht hast du ja Zeit, dich auch noch um die Dinge auf der Krankenstation zu kümmern, mir gehen allmählich die Ideen aus!“

„Hey ...“

Garak und Miles tauschten einen Blick und nahmen Julian kurzerhand in ihre Mitte. Während Garak ihm den Arm um die Taille legte, strich Miles ihm über den Rücken.

„Schon gut“, winkte Julian ab und rieb sich müde über die Augen. „Entschuldigt. Es … läuft nicht besonders gut drüben … Geht es dir wirklich gut?“, fragte er an seinen Partner gewandt.

„Ja, mein Liebling, es geht mir gut.“

„Okay … okay. Ich geh dann wieder an die Arbeit.“ Julian klopfte beiden auf die Schulter und verließ mit hängendem Kopf den Laden, ehe einer der beiden ihn aufhalten konnte.

„Meine Güte, was war das denn jetzt?“ Miles pfiff durch die Zähne. „Er scheint ja doch ganz schön fertig.“

„Hmh“, nickte Garak nachdenklich. „Ich hab da so eine Vermutung …“

Miles hob fragend eine Augenbraue, aber Garak winkte ab. „Ich denke, sekundär hat ihn eben etwas … Privates so aufgebracht, nicht unbedingt der Umstand der Situation ...“

„Aha. Schon klar … Ihr klärt das doch später?“

„Selbstverständlich.“

Seufzend und kopfschüttelnd machte sich der Ingenieur wieder an die Arbeit.


***


Wütend stampfte Julian zurück zur Krankenstation. Wütend und frustriert. Es tat ihm zwar leid, dass er Elim und Miles so angefahren hatte, aber, Himmel, er hatte verdammt noch mal recht, oder? Zumindest in dem Punkt, dass es ihn wurmte, sich immer Sorgen zu machen, etwas aus Elims Vergangenheit könne sie beide plötzlich einholen.

War es Elim nicht klar, wie schwer es für ihn gewesen war? Erst der versuchte Mord an Elim und dann dessen plötzlicher Aufbruch und die ganze Ungewissheit, die das alles mit sich gebracht hatte. Warum war es notwendig gewesen, dass er ohne Zögern alle Hebel in Bewegung gesetzt hatte, um Tain zu Hilfe zu eilen? War es nicht Tain, der ihn hierher ins Exil gebracht hatte?

„Scheiße ...“ Er schlug mit der Faust gegen die Wand neben seiner Konsole und lehnte den Kopf daneben. Und das Problem mit den Ensa nagte stark an ihm. Er war ein herausragender Mediziner, er wusste das. Aber hier schien ihm sein Wissen, seine Intelligenz, einfach nichts zu bringen. Wut und Frust allerdings auch nicht, gestand er sich seufzend ein. Also atmete er tief mit geschlossenen Augen durch. Über Elim oder eher, über Elims Vergangenheit wollte – konnte – er jetzt nicht nachdenken. Er lenkte seine gesamte Aufmerksamkeit auf den aktuellen Statusbericht seiner Patienten und drängte alles Weitere in den Hintergrund.


***


„Elim?“

Julians leise Stimme holte den Cardassianer aus dem Schlaf. Im Quartier war es dunkel, nur die Salzkristalllampe, die stets brannte, wenn Julian nachts zu einem Notruf musste, spendete ein warmes Licht. Garak setzte sich auf, er war auf dem Sofa eingeschlafen. Neben ihm saß sein Partner.

„Mein liebster Doktor, wie spät ist es?“, erkundigte er sich und streckte seine Hand nach Julians Wange aus.

Der Jüngere schmiegte sich eng hinein. „Irgendwas gegen 0300 ...“

„Und du bist jetzt erst gekommen?“

Julian nickte schweigend und schluckte. Er fühlte sich völlig ausgelaugt, hatte keine Kraft mehr für irgendetwas und so ließ er sich einfach gegen die Brust seines Partners sinken und vergrub sein Gesicht. „Elim … ich hab's nicht geschafft, rechtzeitig etwas gegen das Virus zu finden … Keiner der Ensa hat überlebt … “

„Oh … Julian, das tut mir leid.“ Garak legte seine Arme fest um Julian und wiegte ihn behutsam, dabei strich er ihm zärtlich übers Haar. „Du hast alles versucht, es ist nicht deine Schuld.“

„Natürlich, wessen sonst?“ Ruckartig setzte der Arzt sich auf. „Irgendwo muss mir ein Fehler unterlaufen sein, ich muss irgendetwas übersehen haben … aber ...“ Erschöpft ließ er sich wieder hinabsinken. „... das macht mein Versagen jetzt auch nicht ungeschehen ...“

„Julian … Du hast nicht versagt“, versuchte Garak seinen Liebsten zu trösten. „Manche Dinge im Leben lassen sich nicht aufhalten oder ändern. Egal, wie sehr man dafür kämpft.“

Julian ließ etwas verlauten, dass eine Mischung aus Schnauben und trostlosem Lachen war. Dann setzte er sich erneut auf und suchte Garaks Blick. „Elim … was war wirklich der Grund, warum du zu Tain wolltest?“

Für einen Augenblick wandte sich Garak ab und straffte die Schultern. Tain war tot. Was für einen Unterschied würde es jetzt noch machen, wenn jemand – nein, nicht jemand - wenn Julian die Wahrheit erführe?

„Standet ihr euch nah?“, hakte Julian sanft nach und nahm Garaks Hände in seine, um sie zu streicheln. „Liebling, ich bin vor Sorge damals fast durchgedreht. Mir zieht sich immer noch alles zusammen, wenn ich daran denke, dass du zweimal in kürzester Zeit fast nicht mehr bei mir gewesen wärst …“

„Ja, Julian“, antwortete Garak leise. „Und, nein. Es ist nicht einfach zu erklären. Wir hätten uns nahe stehen können. Hätten einander nahe stehen sollen ...“ Seufzend brach er ab und schüttelte den Kopf.

„War er dein Vater?“

Überrascht hob Garak den Blick und starrte seinen Partner an. „Wie …?“

Julian zuckte mit den Schultern. „Es war irgendwie naheliegend ...“

Zögerlich nickte der Cardassianer. „Ja, Enabran Tain war mein Vater … Aber wir standen uns dennoch nicht besonders nah.“

„Es tut mir leid, Elim.“ Nun war es Julian, der seinen Partner in die Arme zog. „Alles. Die ganze Sache und dass ich vorhin so ein Idiot war und - ...“ Ihm brach die Stimme.

„Ach, Julian.“ Garaks Stimme war bei weitem nicht so fest, wie er es sich gewünscht hatte und er räusperte sich. „Mein lieber Julian, dir braucht nichts leid zu tun. Es ist wie es ist – und vorhin, gut, deine Reaktion war nachvollziehbar. Du hattest – hast – zwei sehr schwere Tage hinter dir. Ich sollte dich trösten, nicht umgekehrt.“

„Können wir uns nicht gegenseitig trösten?“, nuschelte Julian in Garaks Halsbeuge und atmete durch.

Ein doch etwas unangebrachtes Glucksen stieg in Garak auf und er legte seinen Zeigefinger unter Julians Kinn, damit dieser ihn ansah. „Julian …?“

„Hmmmm …?“

„Cardassianer brauchen keinen Trost.“

Verwirrt runzelte Julian die Stirn, bemerkte dann aber das Funkeln in Elims Augen und spürte, wie eine warme Woge durch ihn hindurch schwemmte. Ohne es verhindern zu können, musste er ebenfalls leise lachen und schüttelte den Kopf. „Wunderbar, dann steht mir ja der gesamte Trost mit all seinen Vorzügen zu.“

Eng umschlungen blieben sie auf dem Sofa sitzen. Das kurze Lachen hatte tatsächlich gut getan, Julian fühlte sich immer zwar noch schlecht, aber nicht mehr so schwer. Elims Fingerspitzen in seinem Nacken, dessen warmer Atem an seiner Wange und der beruhigende gleichmäßige Herzschlag … er spürte, wie der Tag mehr und mehr von ihm abfiel, seine Gedanken zur Ruhe kamen … Einzig Elims Nähe und Geborgenheit nahm er noch bewusst wahr, bevor der längst überfällige Schlaf ihn übermannte …

***
Schlusswort: :/ 'tschuldigung, aber das musste zwischendurch mal rein, so ein bisschen Drama am Rande. Aber toll war's trotzdem, oder? Und können wir alle jetzt mal offiziell dem guten Chief den Orden "Bester Freund" übergeben? Ist längst überfällig!


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