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Das Blühen der Zweige von Amber

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Als Julian später vor seiner Quartiertür stand, zögerte er noch einen Moment und wandte sich halb zu Miles um, der gerade den Zugangscode zu seinem Quartier eingeben wollte. „Hättest du das alles erwartet, als du damals hier her kamst?“

Der Angesprochene verharrte kurz, drehte dann den Kopf und fragte mit einem kaum hörbaren Schmunzeln in der Stimme: „Was, dass du Nervensäge mal mein bester Freund wirst oder dass der Zukünftige meines Freundes Cardassianer ist, in meinem Haus als willkommener Gast ein- und ausgeht und von meiner Tochter sogar Onkel genannt wird?“

„Ja, genau das.“

„Nein“, antwortete Miles wahrheitsgemäß und fügte leiser hinzu: „Aber ich bin froh darum.“

Einige Herzschläge standen sie einfach so da, dann räusperte sich Julian: „Ich auch. Schlaf gut.“

„Du auch, bis morgen.“

Julian gab den Zugangscode ein und betrat das Quartier. Der Anblick, der sich ihm bot, ließ ihn lächeln: Garak saß konzentriert am Computer, eine Tasse – vermutlich – mit Tee neben sich, doch als er seinen Partner erblickte, hellte sich sein Gesicht auf und er erhob sich. „Hattest du einen schönen Abend, mein liebster Julian?“

„Ja, sehr. Du auch?“ Julian überbrückte die Distanz, küsste Garak liebevoll und schmulte dann neugierig auf den Bildschirm. „Ah, Shopping!“

Garak schmunzelte und hob den Zeigefinger. „Mitnichten, mein Herz, lediglich Informationsbeschaffung. Ich denke noch darüber nach, ob wir einheitlich den Raum mit Bonsais schmücken oder vielleicht sogar farblich aufeinander abgestimmte Ahorne diverser Größe und Art oder ein fröhliches Durcheinander verschiedener Pflanzen. Was meinst du?“

„Äh … Topfpflanzen?“

„Banause!“

„Und das liebst du an mir!“

Statt einer Antwort seufzte der Cardassianer ergeben und küsste Julian zärtlich. Dieser schaute dabei verwundert auf ein Glas mit dunkelgrüner, dicklicher Flüssigkeit. „Was ist das?“

„Oh, das.“ Garak nahm das Glas zur Hand und hielt es Julian hin. „Ein Saft aus diversen trillschen grünen Gemüsesorten. Lieutenant Dax erzählte mir, dass einer ihrer früheren Wirte, Emony, sich als aktive Turnerin zeitweilig ausschließlich davon ernährte und es ihrem Körper sehr wohl tat.“
Julian roch an dem Getränk und rümpfte die Nase. „Na, wenn du meinst ...“

„Bist du anderer Meinung?“

„Hm, na ja, ich bin Arzt, kein Koch ...“

„Ich meine ob der positiven Wirkung auf Körper und Gesundheit.“

„Also, als Arzt leugne ich nicht, dass sich gewisse Diäten positiv auf den Organismus auswirken können. Dennoch rate ich zu einer ausgewogenen, dem gesamten Organismus angepassten Ernährung.“ Er hielt kurz inne. „Schmeckt es dir wenigstens?“

„Koste mal.“

Julian tat, wie geheißen, verzog das Gesicht und stellte das Glas ab. „Hnnng. Heiß serviert und gut gewürzt, dazu knuspriges Baguette, dann vielleicht ...“

„Ach, jetzt doch zum Koch geworden?“

Julian lachte. „Touché. Nee, ich weiß einfach ein gutes Gericht zu schätzen, mehr noch was Leckeres zu Naschen ...“ Er schmiegte sich enger an Garak und knabberte sanft an dessen Hals.

„Versuchst du gerade, mich zu verführen, Julian?“

„Lohnt sich ein Versuch?“

„Du magst doch Herausforderungen“, neckte Garak leise und legte seine Arme um Julians Hüfte.

„Ach, weißt du … eigentlich ist mir heute mehr nach Überfall denn nach Verführung!“ Mit diesen Worten drängte er den überraschten Cardassianer an die Wand, presste sich eng an ihn und küsste ihn innig. Seine Hand wanderte zu Garaks Schritt und dessen Reaktion darauf und sein begieriges Knurren machten deutlich, was er von dem Überfall hielt …


***


„Elim?“, schnurrte es einige Zeit später von der Brust des Cardassianers herauf.

„Hmmmm?“, brummte dieser schläfrig zurück.

„Wir haben doch beide morgen frei und ich hab das Gefühl, wir haben ewig keinen ganzen Tag mehr zusammen verbracht.“ Julian stützte sich auf die Unterarme und schaute seinen Partner an. „Morgen bin ich ausschließlich für dich da.“

Garak strich Julian sanft die Wirbelsäule auf und ab. „Das ist schön, Julian, ich freue mich.“

„Du bist mir wichtig und ich hatte in den letzten Wochen einfach kaum Zeit für dich. Elim“, Julians Stimme bekam einen liebevollen Klang. „Du tust so vieles für mich und damit meine ich nicht nur unser wunderbares Zuhause. Du fängst mich auf, bist immer da und gibst mir Ruhe. Du bedeutest mir so viel, ich will dir morgen einfach mal was Gutes tun. Ich liebe dich.“

Das Lächeln des Cardassianers wurde weicher, sein Blick sanfter. „Das weiß ich doch, mein Liebster“, brachte er nach einigen gerührten Herzschlägen hervor.

„Ja, aber du sollst es auch mal merken“ Julian küsste seinen Partner auf die Nasenspitze. „Und damit meine ich nicht nur auf die eine Art.“ Er wippte grinsend mit den Augenbrauen, was Garak ein amüsiertes Schnauben entlockte: „Mein lieber Doktor, du kannst manchmal erfrischend albern sein!“

Julian kuschelte sich wieder auf Garaks Brust. „Wenn du magst, können wir nach dem Frühstück zu dieser interkulturellen Kunstausstellung gehen, von der du erzählt hast.“

„Oh, das wäre in der Tat ganz reizend“, stimmte der Schneider erfreut zu und fuhr damit fort, Julians Rücken zu streicheln. „Ich verspreche dir, es wird dir gefallen.“

„Na, dafür sorgst du schon“, brachte der Arzt halb unter Gähnen hervor, legte Garak eine Hand in den Nacken und kraulte ihn zärtlich, bis er merkte, wie sein Körper schwerer wurde und der Schlaf ihn sanft einfing.


***


Am nächsten Morgen saß Garak lächelnd auf der Bettkante und betrachtete seinen noch schlafenden Partner – ein Vergnügen, dem er schon lange nachging. Bereits bei ihrer ersten gemeinsamen Nacht – wenn man die unsägliche Begebenheit mit seinem defekten Implantat und den daraus resultierenden Problemen einmal außer Acht ließ – hatte Garak Julian am Morgen einige Augenblicke nur angesehen. Ohne es zu bemerken, strich der Schneider bei der Erinnerung daran sanft durch Julians Haar. Damals war der junge Arzt bei einem Filmabend auf Garaks Sofa eingeschlafen. Garak selbst hatte in dieser Nacht schwer in den Schlaf gefunden, hatte sich lange in seinem Bett von einer Seite zur anderen gewälzt und an den Schlafenden nebenan gedacht. Seine Gefühle für Julian gingen da schon weit über Freundschaft hinaus, doch schien dies dem Arzt absolut nicht aufgefallen zu sein. Oder etwa doch? Unbewusst bestimmt, dessen war sich Garak fast sicher. Jedenfalls hatte er am frühen Morgen neben dem Sofa gestanden und den Anblick genossen. Mehr noch, hatte ihn zärtlich in sich aufgenommen; das verwuschelte Haar, die geröteten Wangen, der … -

„Du tust es schon wieder“, unterbrach Julian schmunzelnd und mit geschlossenen Augen seine Gedanken.

„Wie meinen, liebster Doktor?“

„Mich beim Schlafen beobachten!“ Julian robbte näher an Garak und rieb seinen Kopf an dessen Bein. Belustigt kraulte der Cardassianer den Nacken seines Partners.

„Woher nimmst du diese These, wenn du doch scheinbar schläfst?“

„Ich werde davon wach“, behauptete Julian und angelte nach Garaks Hand, um ihn daran ins Bett zu ziehen.

„Du scheinst dir deiner ja sehr sicher zu sein“, neckte Garak, während er sich vor Julian legte und diesen an sich zog.

„Ja. Du bist enttarnt und ich fordere hiermit Belohnung ob meines unvergleichlichen Scharfsinns, den undur - ...“ Julian verstummte abrupt, als Garak seinen Redefluss mit einem Kuss stoppte. Dass Garak breit grinste, konnte Julian auf seinen Lippen spüren. Glucksend schmiegte er sich enger an seinen Partner …


***


Fröhlich schlenderte Julian am späten Vormittag hinter Garak her und sah sich die Exponate der interkulturellen Kunstausstellung an. Er selbst konnte damit nicht viel anfangen, aber sein Partner wusste tatsächlich zu jedem Objekt eine interessante und lehrreiche Bemerkung zu machen und es war nicht schwer zu erkennen, wie begeistert Garak von der Ausstellung war. Gerade erklärte er Julian etwas über die andorianische Skulptur der Stärke – drei weiße Steinbrocken und in deren Mitte ein flacher grauer Klumpen irgendwas -, dabei funkelten seine Augen vergnügt, seine Hände untermalten die wie immer äußerst wohlgesetzten Worte. Julian hatte sich noch nie aus dem Bann Garaks meisterlicher Eloquenz ziehen können, so genoss er auch jetzt den gesamten Anblick des Cardassianers, ohne wirklich auf den Inhalt des Gesagten zu achten. Garak wirkte entspannt, ja, tatsächlich glücklich, etwas, das vor etlichen Monaten noch undenkbar gewesen wäre. Abgesehen davon sah er heute einfach fantastisch aus. Die bordeauxfarbene Samttunika mit den tannengrünen Applikationen und den sandgelben Nähten als Akzente stand ihm ausgezeichnet. Der lange, taillierte Schnitt schmeichelte seiner Figur und hob die ausgeprägte Schulterpartie des Cardassianers hervor. Verblüfft über seine Gedanken hielt Julian inne. Bordeauxfarben? Akzente? Figurschmeichelnder Schnitt? Grinsend schüttelte er leicht den Kopf. Na, wenn da mal nicht Elims Einfluss aus ihm sprach. Trotzdem …

„Du, Elim?“

„Hm?“, unterbrach der Schneider seinen Vortrag, betrachtete aber weiterhin das betazoidische Ölgemälde eines lilafarbenen Sees mit blassgelben Seerosen, vor dem sie inzwischen standen.

„Du siehst heute umwerfend aus!“

Garak wandte sich um, auf seinem Gesicht ehrliche Überraschung. An der Art, wie er seine Tunika glatt strich und dem leichten Zucken seiner Mundwinkel konnte Julian erkennen, dass Garak tatsächlich verlegen war. „Hm … vielen Dank, mein liebster Doktor.“

Ohne ihr Zutun fanden sich ihre Hände und mit einem stillen Lächeln führten sie den Rundgang durch die Ausstellung fort.


***

„Und, wie hat dir die Ausstellung gefallen? War sie nicht äußerst abwechslungsreich und interessant?“ Garak blieb noch kurz am Ausgang stehen und ließ seinen Blick abschließend über den Kunstraum schweifen.

„Hmh, doch, war interessant“, stimmte der Arzt mit einem verhaltenen Gähnen zu und rieb sich den Magen.

„Eine nicht sehr aufschlussreiche Äußerung, mein Lieber.“

„Man kann nicht gut denken, gut lieben, gut schlafen, wenn man nicht gut gegessen hat!“, konterte Julian.

„Die weisen Worte des Hungernden?“

„Nein“, lachte Julian. „Virginia Woolf. Eine terranische Schriftstellerin des frühen 20. Jahrhunderts, bekannt für ihre tiefgründigen, oft poetischen Essays und Romane und eine wichtige Person des Feminismus.“ Bevor Garak bezüglich des letzten Teils eine spöttische Bemerkung machen konnte, lächelte Julian ihn entwaffnend an. „Wo möchtest du essen und den Austausch über die Ausstellung fortführen, mein Liebling?“

„Wäre dir das Quark's? recht?“

„Natürlich, was immer du heute willst.“

„Bring mich nicht auf falsche Gedanken“, raunte Garak nah an Julians Ohr, so dass der Jüngere eine angenehme Gänsehaut bekam.

„Hey, ihr beiden!“, erscholl es plötzlich hinter ihnen und Lieutenant Jadzia Dax schlüpfte grinsend zwischen sie, um sich rechts und links unterzuhaken. „Keine Anzüglichkeiten auf dem Promenadendeck! Wenn Odo das bemerkt ...“

Lachend knuffte Julian seine Kollegin in die Seite. „Noch ist nichts dergleichen passiert.“ Er lächelte Garak an und blickte dann wieder zur Trill.

„Ihr glaubt nicht, was heute Früh passiert ist“, platzte diese heraus.

„Worf hat gelächelt?“

„Julian!“, rügte Garak sanft seinen Partner, aber Dax winkte grinsend ab.


„Nein! Aber ich brauche eure Hilfe. Habt ihr kurz Zeit?“

„Wir wollten gerade zum Mittagessen ...“ Julian tauschte einen fragenden Blick mit Garak, dieser nickte und fuhr fort: „Begleiten Sie uns doch, Lieutenant, beim Essen unterhält es sich angenehmer.“

„Gerne, und bis wir da sind, können Sie mir ja erzählen, ob sich die Ausstellung lohnt, Garak?“

Plaudernd erreichten die drei das Quarks und ließen sich, nachdem sie Morn an der Bar zugewunken hatten, an einem Tisch nieder. Sogleich tauchte Quark wie aus dem Nichts mit einem – vermutlich – einladenden Lächeln vor ihnen auf, ein Tablett mit drei Gläsern, gefüllt mit milchiger, apricotfarbener Flüssigkeit, in der Hand. „Hallo Lieutenant, Doktor, Garak. Welch Freude, Sie zu sehen!“ Ungefragt stellte er vor jedem von ihnen ein Glas ab und fuhr geschäftstüchtig fort. „Bitte, ein neuer Drink aufs Haus. Ich brauche Ihre ehrliche Meinung, ob ich ihn in die Karte aufnehmen sollte.“

Während Garak misstrauisch die Stirnwülste hochzog, beäugten Julian und Dax neugierig das Getränk. Die Trill führte schließlich zuerst das Glas zum Mund, nahm einen großen Schluck und ihre Augen weiteten sich begeistert. „Oh, Quark, das ist köstlich! Süß, leicht salzig, fast schon fruchtigherb. Was ist es?“

Der Ferengi deutete eine Verbeugung an. „Das, meine Teure, ist das Vaginalsekret eines gornisch. ...“

Der Rest ging in einem Würgen und dem klirrenden Geräusch eines heftig abgestellten Glases unter. „Um Himmels Willen ...“, hauchte ein blassgrüner Julian und presste sich eine Hand vor den Mund. Ungerührt dessen trank die Trill ihr Glas aus und zwinkerte Quark zu. „Vielleicht sollten Sie es unter einem Pseudonym anbieten?“

„Gute Idee!“

Indes strich Garak seinem Partner beruhigend über den Rücken. „Mein lieber Doktor“, mahnte er sanft. „Hast du immer noch nicht gelernt, nicht blindlings jedem zu vertrauen? Besonders keinem Ferengi, der dir ein unbekanntes Freigetränk anbietet.“

Julians Magen sendete die Botschaft, den Mund vorsorglich noch geschlossen zu halten und so schob Julian wortlos sein Glas zu Dax, die dankend lächelte. Quark, der kurz verschwunden war, stellte ein kleines Glas vor den Arzt. „Whiskey? Ohne irgendwas, pur, wie der Chief ihn mag.“ Während Julian zögerlich an der goldenen Flüssigkeit roch und dann seinen rebellierenden Magen mit dem Whiskey besänftigte, nahm der Ferengi die Bestellung der anderen auf. „Und Sie, Doktor? Frisch eingetroffen, Muscheln und Austern, schön salzig und - ...“

„Quark! Bitte“, wehrte Julian ab und lehnte sich mit geschlossenen Augen zurück. Als Arzt konnte er mit allerhand ekligem Gekröse, Ausscheidungen und Anblicken umgehen, aber auch sein Magen hatte Grenzen.

„Für den Doktor dasselbe wie für mich“, entschied Garak und drückte kurz Julians Hand. „Geht es wieder?“

Der Arzt brummelte etwas Unbestimmtes und wandte sich dann seiner Kollegin zu. „Also, Jadzia, wie können wir dir helfen, was ist passiert?“

Vergnügt beugte die Trill sich vor und verschränkte die Hände. „Ihr habt es vielleicht mitbekommen, am Wochenende veranstaltet Quark die 'Risanische Nacht'?“ Das Paar nickte gespannt und Dax fuhr fort: „Und dazu hat Quark auch einige Unterhalter aus Risa engagiert. Wie es der Zufall so will, auch einen guten alten Freund von mir.“ Sie unterbrach sich, als Quark die Speisen und Getränke brachte und nahm ihre Tortellini bajoranischer Art entgegen. Auf Julians fragenden Blick bezüglich seines Gerichtes erklärte Garak zwinkernd: „Eine cardassianische Getreidesuppe mit Gemüse, sehr magenfreundlich.“ Er wartete ab, ob Julian die Auswahl zusagte, lächelte zufrieden und wandte sich dann interessiert der Trill zu.

„Und dieser gute alte Freund ist vermutlich Teil der Angelegenheit, die unserer Hilfe bedarf?“

Dax nickte. „Exakt. Also, heute Früh bekam ich überraschend eine private Nachricht von Risa. Kal-Jinn hatte Quarks Angebot angenommen und als er sich über DS9 informierte, fiel ihm der Name Dax ins Auge. Allerdings wunderte er sich, Jadzia statt Curzon zu lesen. Zusammengefasst: Kal-Jinn und Curzon kannten sich sehr gut, nur wusste Kal-Jinn nicht, dass Curzon verstorben war. Jedenfalls war es für uns beide eine schöne Überraschung, dass er mich wiedergefunden hat und wir freuen uns auf das Wiedersehen. Und hier kommt ihr ins Spiel.“ Sie machte eine kurze Pause und gab den anderen beiden die Gelegenheit, einen neugierigen Blick auszutauschen, ehe sie fortfuhr: „Die Sache ist folgende: Ich habe Kal-Jinn zugesagt, ihn zu empfangen und mit ihm zu Abend zu essen. Allerdings ist Worf entsetzlich eifersüchtig, also habe ich kurzerhand euch beide zum Abendessen eingeladen.“

„Aha“, meinte Julian grinsend. „Und wann?“

„Morgen, 1700 bei Worf und mir. Und“, fügte sie mit einem diebischen Grinsen hinzu. „Ich hab im Dienstplan nachgesehen, du hast Zeit.“

Lachend winkte Julian ab. „Schon okay, meinetwegen. Was meinst du, Elim?“

Der Angesprochene nickte belustigt, schaute dann aber die Trill wissend an. „Ich vermute allerdings, dass das noch nicht alles war?“

„Wie immer richtig getippt“, pflichtete Dax ihm lächelnd bei. „Tags darauf habe ich vormittags keine Zeit, ihm die Station zu zeigen ...“

„Ich auch nicht“, bedauerte der Arzt nach kurzem Nachdenken. „Da hab ich drei Impftermine mit Besuchergruppen und zwei OPs auf dem Plan.“

„Nun, wenn es sich lediglich um einen Stationsrundgang handelt ...“, begann Garak.

„... und Mittagessen?“ Dax griff kurz nach der Hand des Schneiders. „Garak, das wäre wunderbar, meinen Sie, das könnten Sie einrichten?“

„Wie könnte ich der reizendsten Dame auf der Station etwas abschlagen?“

„Oh, danke!“ Die Trill sprang auf und hauchte Garak ein Küsschen auf die Wange. „Julian hat schon recht, Sie sind ein Schatz. Ich muss jetzt wieder auf die OPS, fühlt euch zum Mittagessen eingeladen.“ Damit verschwand sie Richtung Tresen und ließ einen schmunzelnden Garak zurück, der seinen Partner mit einem langen Blick maß. „Ein Schatz bin ich, so, so.“

Julian strahlte ihn versonnen an und griff nach seiner Hand. „Ein ausgesprochen gutaussehender Schatz und ein Charmeur obendrein!“ Lachend küsste er den Schneider auf den Handrücken. „Komm, lass uns auch gehen. Nachtisch gibt’s zuhause.“

„So?“ Es blitzte kurz vergnügt in Garaks Augen, als Julians Wangen sich röteten und der grinsend den Kopf schüttelte.

„Nicht so. Also, ich meinte wirklich ein Dessert, eigentlich ...“

„Eigentlich?“

„Ach, komm einfach mit heim!“

Der Blick, der zwischen ihnen wechselte, machte deutlich, nach welcher Art von Nachtisch ihnen eigentlich gelüstete.


***


Nach einem ausgiebigen horizontalen Dessert im Bett saßen Julian und Garak in bequemer Kleidung auf dem Sofa bei einem Kräutertee zusammen. Garak schaute immer mal wieder prüfend von dem Bonsai in die eine Richtung, mal in die andere, nickte unbewusst oder schüttelte den Kopf. Diese unkontrollierten kleinen Regungen zeigten Julian, wie sehr entspannt und er selbst der Schneider doch war. Und das ließ in Julian eine tiefe Wärme aufsteigen. Vieles, das Garak umgab oder hinter ihm lag war für ihn immer noch ein Fragezeichen, dabei kannte er seinen Partner wohl so gut wie kein anderer. Das war in Ordnung, mehr sogar, der Arzt akzeptierte, dass Garak ihm nicht alles aus seiner Vergangenheit erzählte, auch wenn er ihn hin und wieder an einigen Erinnerungen teilhaben ließ. Wichtiger war es dem jungen Arzt jedoch, dass Garak sich ihm gegenüber so sehr geöffnet hatte und in seiner Gegenwart vollkommen in sich ruhte, ohne Maskerade, gänzlich ungezwungen. Julian seufzte lautlos, beugte sich zu seinem Partner und küsste ihn liebevoll auf die Meshava. „Ich hab noch eine Überraschung für dich. Warte hier!“ Er zwinkerte geheimnisvoll, erhob sich und ging ins Schlafzimmer. Der Schneider stellte seine Teetasse ab und schaute Julian neugierig hinterher. Es rumpelte kurz, er hörte ein Ächzen und dann tauchte der Arzt mit einem großen, flachen Paket in den ausgebreiteten Armen wieder im Wohnzimmer auf.

Eilig stand Garak auf und half Julian, das doch recht unhandliche Paket auf den Tisch zu legen. „Für dich!“, verkündete der Mensch strahlend, strich sich aber nervös eine Haarsträhne aus dem Gesicht, während Garak vorsichtig den Karton öffnete und -

„Julian!“, entfuhr es ihm überrascht, als ein Aquarell in einem zarten, verschnörkelten Holzrahmen zum Vorschein kam. „Das sind ja edosianische Orchideen!“

„Du hattest mal erwähnt, wie gern du sie magst und ich hatte mich informiert, bei den Stationsbedingungen hätten sie keine Chance, also dachte ich ...“ Julian brach ab. „Gefällt es dir?“

Der Schneider ließ seinen Blick schon fast zärtlich über das Gemälde gleiten und nickte. „Es ist ein unglaublich gelungenes und schönes Abbild, sehr authentisch und auf eine angenehme ruhige Art überaus lebendig.“ Er drehte sich zu seinem Partner um und nahm dessen Hände. „Eine wirklich schöne Überraschung, danke, mein liebster Julian.“

Julian erwiderte Garaks Lächeln erleichtert und stupste mit seiner Nasenspitze gegen die des Cardassianers. „Es ist ein Original von Edo, gemalt von Areya Liasa, einer jungen Künstlerin. Ihre Werke sind im ganzen Quadranten bekannt – sofern man sich dafür interessiert“, erklärte er schmunzelnd.

„Selbst von einem unbekannten Maler wäre es für mich von unschätzbarem Wert, du aufmerksamer Stern meines Herzens“, wisperte Garak und zog Julian an sich. „Lass es uns aufhängen.“

Gemeinsam wählten sie einen Platz an der Wand gegenüber des Sofas aus und blieben davor stehen. „Tolan hatte wunderschöne edosianische Orchideen“, ergriff Garak leise das Wort und legte seinen Arm um Julians Taille. „Es waren auch seine liebsten Blumen und er hat mir alles Wissen, das er sich über sie angeeignet hat, weitergegeben. Damals auf Cardassia hatte ich sogar eigene Züchtungen im Garten. Und das entgegen aller Befürchtungen, dass an diesem Standort keine Orchideen gedeihen. Tolan war mir ein guter Lehrer.“

„Fehlt er dir?“

„Nun, das liegt lange zurück und inzwischen ist eine Menge geschehen“, schloss Garak mit einem Lächeln. „Es ist dennoch schön, seine Orchideen wieder so bildlich vor den Augen zu haben. Danke, Liebster.“

In stiller Zweisamkeit standen sie unter den Orchideen, Arm in Arm und genossen die Nähe und Liebe des anderen.


***


Am nächsten Abend schlenderte Garak gegen 1630 zu Julian in die Krankenstation. Er hatte seinen Laden gerade geschlossen und wollte seinen Partner abholen, der laut seiner letzten Nachricht einen „furchtbar nervenaufreibenden Tag und grässlichen Hunger“ hatte. Garak fand Julian an seiner Konsole sitzend konzentriert etwas lesen und sich auf einem PADD Notizen machend. Leise trat er hinter den Arzt und legte ihm die Hände auf die Schultern. „Bereit für Feierabend, mein liebster Doktor?“

Julian zuckte für einen winzigen Moment zusammen, legte dann aber den Kopf in den Nacken und lächelte zu dem Cardassianer herauf. „Hallo Elim. Einen Augenblick, ich muss nur noch etwas speichern.“ Während er sich wieder seiner Arbeit widmete, küsste Garak ihn auf sein weiches Haar und massierte ihm leicht den Nacken.

„Hmmmm, das tut gut“, schnurrte der Arzt, beendete das laufende Programm, legte das PADD beiseite und lehnte sich für einen kurzen Moment zurück. Dann griff er nach Garaks Händen und drückte sie dankbar. „Lass uns gehen. Ich hoffe, Jadzia hat das Essen schon vorbereitet. Ich sterbe vor Hunger.“

Mit dem ihm so eigenen Lächeln griff der Schneider in seine Jackettasche und holte eine kleine Box hervor, die er Julian reichte. Als dieser sie neugierig geöffnet hatte, grinste er breit und küsste Garaks Nasenspitze. „Notfallmuffin?“

„Du klangst so, als bräuchtest du einen.“

„Kluger Elim.“

Pünktlich kamen die beiden bei Dax und Worf an und Julian betätigte den Türsummer.

„Julian, Garak! Wie schön!“ Mit einem strahlenden Lächeln zog Jadzia Dax das Paar herein und küsste beide auf die Wange. Hinter der Trill stand Worf und nickte beiden freundlich zu. „Doktor Bashir, Garak.“

„Hallo Worf“, grüßte Julian gut gelaunt, während Garak dem Klingonen zulächelte. Jadzia legte je einen Arm um den Arzt und den Schneider und schob sie dann fröhlich zur Sitzgruppe, von der sich soeben der risanische Gast mit einem Lächeln erhob.

„Kal-Jinn“, stellte die Trill vor, „Das sind Dr. Julian Bashir und sein Lebensgefährte Garak, der das von dir bereits bewunderte Kleid gezaubert hat.“

„Kein Wunder, dass Worf eifersüchtig ist“, schoss es Julian durch den Kopf, als Kal-Jinn ihm die Hand reichte und ihn anlächelte. Nicht nur, dass er groß war – sogar einige Zentimeter größer als er selbst und das war nicht klein -, der Risaner sah rundum fantastisch aus: Das honigfarbene Haar fiel ihm lang und weich den mit Sicherheit gut durchtrainierten Rücken hinab (wenn man den Rest des Körpers sah, lag diese Vermutung nicht fern) und seine bernsteinfarbenen Augen leuchteten mit einer warmen Tiefe. Der gesamte Mann strahlte eine unglaubliche und überaus kultivierte Anziehungskraft aus.

„Doktor Bashir“, grüßte Kal-Jinn mit wohlklingender Stimme. „Mr. Garak, es ist mir eine große Freude, Sie beide kennenzulernen. Jadzia hat in den höchsten Tönen von Ihnen gesprochen.“

„Äh … danke, freut mich auch“, stammelte Julian wenig eloquent und riss sich von Kal-Jinns Anblick los. Garak indes war wieder einmal Meister der freundlichen Zuvorkommenheit. „Die Freude diesem so überraschenden Wiedersehen beiwohnen zu dürfen obliegt ganz unsererseits und ist eine ausgesprochene Ehre, guter Kal-Jinn. Ich hoffe, Sie hatten eine angenehme Ankunft?“

„In der Tat, vielen Dank, Mr. Garak.“

„Bitte, einfach nur Garak.“

Schmunzelnd hatte Dax der Begrüßung zugesehen und schüttelte lachend den Kopf. „Ach, jetzt lasst doch die Förmlichkeiten und setzt euch. Worf ist hungrig und wie ich Julian kenne, steht er auch kurz vorm Hungertod.“

„Tu ich nicht“, widersprach der Arzt grinsend und legte seinen Arm um Garaks Hüfte. „Elim hat mich davor bewahrt und mir vorhin einen Notfallmuffin mitgebracht.“

„Aaaaw, süß.“

„Ja, nicht? Mein Held!“

Die beiden giggelten und Garak meinte zwinkernd zu Kal-Jinn: „Oft genügen die kleinsten Dinge, um ein Held zu werden.“

Die fünf ließen sich um den Tisch nieder und Dax deutete auf die einzelnen Platten und Schüsseln: „Risanischer Nuss-Frucht-Salat, trillsche Gemüseplatte mit terranischer Mango-Avocado-Salsa, cardassianische Räucherfischvariationen und klingonisches Targcarpaccio. Dazu bajoranischer Spätsommerwein.“

„Wow, das klingt kulinarisch vom Feinsten!“, freute sich Julian und nahm dankend ein Glas Wein von Worf entgegen.

„Auf die Idee hat mich Garak gestern gebracht“, erklärte Dax mit einem Lächeln an den Schneider. „Als er von der interkulturellen Kunstausstellung sprach und wie gut alles harmonierte.“

„Oh, diese Ausstellung klingt interessant“, sagte der Risaner zu Garak. Dieser nickte: „In der Tat, das ist sie auch. Wenn Sie möchten, können wir uns dort gerne morgen Vormittag vergnügen und uns anschließend bei einem Mittagessen darüber austauschen?“

Kal-Jinn warf einen fragenden Blick zu seiner Freundin. „Macht nur“, erwiderte sie lächelnd, "bis zum Nachmittag muss ich auf der OPS sein.“

„Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?“, fragte Julian an Kal-Jinn gerichtet. Der stellte sein Glas ab und tauschte ein verschwörerisches Grinsen mit Dax.

„Es ist ein paar Jahre her. Ich hatte ganz frisch in meinem Beruf angefangen und es war ein recht ruhiger, lauer Sommerabend im 'Meerestraum'. Ich saß an der Bar, beobachtete die Gäste und wartete auf Kundschaft.“

„Zur selben Zeit“, stieg Dax ein, „war Curzon mal wieder auf Risa und weil der Abend schon etwas fortgeschritten war, hatte er schon den einen oder anderen Orionischen Greenstar getrunken. Gut gelaunt betrat er den 'Meerestraum', eine hochangesehene, niveauvolle Bar am Strand, da fiel ihm im Gedränge vor der Bar eine große Frau mit langen blonden Haaren an der auf. Curzon nahm Kurs auf, tippte ihr sanft auf die Schulter und legte allen Charme in die Frage, ob er die hübsche Dame auf einen Drink einladen dürfe. Die Dame drehte sich zu ihm herum und antwortete mit überraschend tiefer Stimme ...“

„... Ob die Dame möchte, weiß ich nicht, aber der Herr ist nicht abgeneigt“, beendete Kal-Jinn lachend den Satz.

„Ihr könnt euch Curzons Gesicht nicht vorstellen“, kicherte die Trill. „Jedenfalls stand er zu seiner Einladung und spendierte Kal-Jinn einen Drink.“

„Und daraus wurden bald drei und wir verbrachten eine lange Nacht damit, über alles und nichts zu philosophieren. Zweimal sah ich Curzon in den nächsten Jahren noch wieder und jedesmal trafen wir uns im 'Meerestraum' und er erzählte mir von all den Dingen, die ihn beschäftigten und die er erlebt hatte. Und jetzt sitzt an seiner statt Jadzia vor mir – verlobt, jung und strahlend.“ Kal-Jinn und Jadzia drückten sich kurz die Hände, dann wandte sich Kal-Jinn wieder Garak und Julian zu. „Sie beide kommen morgen Abend doch hoffentlich zur Risanischen Nacht?“

„Haben wir denn eine Wahl?“, entgegnete Julian und grinste Dax an, die ihm zuzwinkerte.


***


„Ich wünsche dir einen schönen Vormittag, mein Liebling.“ Julian küsste Garak zum Abschied zärtlich, während der Schneider ihm noch rasch das Haar ordnete und einen Fussel von der Uniform entfernte. „Den wünsche ich dir auch, mein liebster Doktor. Zum Mittagessen sehen wir uns?“

„Ich versuch es. Replimat?“

„Replimat.“

Noch ein hastiges Küsschen, dann war der Arzt auch schon auf dem Gang, während Garak sich für den Vormittag mit Kal-Jinn zurecht machte. Sie hatten sich zum Frühstück im Quark's verabredet, dann wollten sie die Ausstellung besuchen und gemeinsam mit Julian zu Mittag essen. Und anschließend noch eine Besichtigungsrunde durch die Station, bis Kal-Jinn zurück ins Quark's musste, um sich für den Abend vorzubereiten.

***


„Schauen Sie, Garak, da kommt Julian.“ Kal-Jinn blieb am Eingang des Replimat stehen und wies den Gang entlang. Unbewusst richtete Garak sich vorfreudig auf und strich sein Hemd glatt, ein weicher Ausdruck legte sich auf sein Gesicht. Das wissende Lächeln, mit dem Kal-Jinn ihn bedachte, entging ihm, da er seinem Partner entgegen blickte.

„Hallo Elim.“ Zärtlich strich Julian Garak über den Arm und Garak fuhr kurz mit der Hand über Julians Wange. „Hallo mein Liebster.“

„Hey Kal-Jinn.“ Julian wandte sich lächelnd dem Risaner zu und klopfte ihm auf die Schulter. „Hatten Sie einen vergnüglichen Vormittag?“

„Durchaus, Julian. Ihr Partner ist ein wunderbarer Kenner der Kunst und überaus unterhaltsam. Jedes Exponat wurde durch seine Worte noch bedeutender und schöner.“

Julian konnte nicht umhin, Garak einen sehr verliebten Blick zuzuwerfen. „Wer in schönen Dingen einen schönen Sinn sieht, hat Kultur.“

„Dennoch, in Wahrheit spiegelt die Kunst den Betrachter und nicht das Leben“, entgegnete Kal-Jinn und deutete eine galante Verbeugung in Richtung Garak an.

Der Cardassianer zog halb belustigt, halb verlegen die Stirnwülste hoch. „Da die beiden Herren mir gerade über die Maßen mit den Worten Oscar Wildes schmeichelten, ist es nur angemessen, wenn ich zum Essen einlade.“


***


Am Abend wartete Julian im Wohnzimmer auf seinen Partner. Wie meistens war er vor Garak fertig – was wohl daran lag, dass Elim ihm fast immer die Auswahl der Garderobe abnahm – und stand mit dem Rücken ans Fenster gelehnt da. Elim hatte ihm zu einem schwarzen Nadelstreifensmoking und einer schmalen Krawatte geraten und Julian verließ sich auf Elims Geschmack. Als der Cardassianer schließlich aus dem Schlafzimmer trat, stockte Julian für einen Moment der Atem. Elim trug einen perfekt sitzenden weinroten Anzug über einem weißen Hemd und sah einfach unglaublich gut darin aus. Die Manschetten umschlagend trat er mit einem vergnügten Funkeln in den Augen auf Julian zu: „Bereit, dich an meiner Seite in die Risanische Nacht zu stürzen?“

„Klar“, antwortete der Arzt mit belegter Stimme und schlang seine Arme um Elims Taille. „Mit dir an meiner Seite wage ich jedes Abenteuer ….“ Er räusperte sich, zog seinen Partner fest an sich. Ihre Körper berührten sich, zärtlich strich er mit den Lippen über Elims Stirnwülste, die Schläfe und kamen in der Halsbeuge zur Ruhe. Tief sog er das warme, vertraute Aroma des Cardassianers ein, spürte, wie dieser ganz leicht unter der Berührung erschauerte. Was liebte er diesen Mann, er konnte es immer noch nicht ganz fassen, wie stark dieses Gefühl war. Julian lehnte seine Stirn an Garaks, suchte seinen Blick. Sie waren einander so nah, atmeten die süße Luft ein, die den geliebten Duft des Partners mit sich trug. Julian seufzte leise, schloss seine Arme noch enger um Elim. Dieser Moment war so unbeschreiblich schön, dass es ihn beinahe traurig machte, war es doch einer dieser Augenblicke, sich niemals auf diese Weise wiederholen. Julian atmete tief ein, sein Herz schlug aufgeregt in seiner Brust und sein Magen fühlte sich flau an. Er nahm allen Mut zusammen und seine Stimme klang ungewohnt ernst, aber war voller Zärtlichkeit: „Du, Elim ...“


***
Schlusswort: Den wundervolle Kal-Jinn habe ich in Gunnis Roman "Verkaufende auf Risa" kennengelernt und es war sofort klar, der m u s s Garak kennenlernen! Und - tada - passiert! Die Geschichte hier spielt zeitlich vor Gunnis Roman. Tausend Dank, liebste Gunni, das ich deinen Kal-Jinn entführen durfte. Wir wollen ihn gar nicht mehr gehen lassen ... :)


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