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Team O'Brien und das verhexte Holodeck von Amber, Janora

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"Das ist aber nett."

Die beiden Freunde hatten den Brief, den Hermine ihnen gebracht hatte, überflogen. Er war von Fleur, die sich für ihre Rettung beim Turnier gegen die Drachen bedanke, und Miles von Herzen gute Besserung wünschte.

Der Chief nickte zustimmend und legte den Brief zu den anderen Karten. "Hauptsache ihr geht es gut."

"Hauptsache dir geht es gut!", widersprach Julian und stemmte die Hände in die Hüfte.

"Ich werd schon wieder." Miles schlürfte an seinem Kaffee, der langsam drohte kalt zu werden. "Aber wir sollten wirklich versuchen Informationen zu sammeln. Gibt es hier nicht diese Bibliothek?"

"Miles, es ist eine Schule, natürlich gibt es hier eine Bibliothek", entgegnete Julian und lümmelte sich wieder ins Bett. "Ich denke ... ich werde dieser mal einen Besuch abstatten. Und du bleibst schön im Bett und erholst dich, okay? Ich kann dir ja meinen Tricorder dalassen", fügte er versöhnlich hinzu, als ihn Miles hochgezogene Augenbrauen vorwurfsvoll anstierten.

"Das machst du auf keinen Fall alleine! Am Ende frisst dich dort noch ein riesiger Bücherwurm, oder so etwas in der Art." Protestierend wollte Miles die Arme verschränken, bemerkte jedoch auf halben Weg, dass das mit seiner Verletzung nicht funktionierte und tat so, als würde er seine Tasse auf dem Nachtschränkchen abstellen wollen. "Ich werde es ja noch schaffen ein Tablett zu lesen."

Julian gluckste, als er sich einen riesigen Wurm mit dicker Brille und Krawatte vorstellte. Dann fiel ihm was anderes auf. "Äh ... wie bringe ich dir das jetzt schonend bei ... Miles, ich muss dir was gestehen ..." Er beugte sich ein wenig zu seinem besten Freund und legte ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter.

Verwirrt blickte der Chief ihn an. "Was hast du angestellt?", fragte er.

"Nichts." Julian bemühte sich um sein bestes und vor allem unschuldigstes Pokerface. "Es ist nur so ... Hm ... wir sind hier in Hogwarts, Miles. Du musst jetzt sehr stark sein, aber ... sie benutzen keine Padds. Hier gibt es ... Bücher."

Miles' Gesichtsausdruck war immer verwirrter geworden und er hatte schon mit dem schlimmsten gerechnet.
Vielleicht war ihm, während er bewusstlos gewesen war, etwas amputiert worden. Möglicherweise ein Organ, das der Drache ihm weggebrannt hatte.
Oder Julian hatte sich mit einer Lehrerin zum Lunch verabredet. Er hatte hier zwar noch kein junges, hübsches Ding gesehen, aber wenn jemand eine Lady zum Ausführen fand, dann war es der Arzt.
Oder aber Julian hatte sie zum Besenreiten angemeldet. Das wäre der absolute Horror gewesen, denn eines war ihm sicher: ein Shuttle zu fliegen, das konnte er super. Aber auf einen Holzbesen ohne irgendetwas an technischer Sicherheit oder Ausrüstung, da brachten ihn keine 10 Gorns drauf.
Als Julian ihn dann also über die Bücher informierte und dabei sein Gesicht verzog, blickte Miles ihn erst mit offenen Mund an. Dann lachte er und ließ sich erleichtert zurück in sein Kissen fallen.
"Bücher ... zum Glück Bücher."

Nun war es an dem Arzt, verwirrt zu schauen. Hatte Miles doch mehr abbekommen, als nur eine leichte Gehirnerschütterung? Er hatte ja mit allem gerechnet: Brummen, Tadel, Maulen, einem Seitenhieb ... Aber Lachen und Erleichterung? Hm.

"Okay, Miles, obwohl es nur Bücher sind - ich möchte trotzdem, dass du im Bett bleibst und - oh, ich hab's! Hermine!"

Miles hatte gerade den Mund geöffnet, um sich erneut über die verordnete Bettruhe zu beschweren, schwenkte dann aber zu einer Frage um. "Was ist mit Hermine?"

"Ich lauf schnell runter zum Klassenraum und bitte sie, für uns nach Büchern zu suchen", freute sich Julian. "Dann bin ich in maximal dreißig Minuten zurück, da wird schon nichts passieren."

Miles überlegte einen Moment, fand dann aber nichts, das dagegen sprach. Sein Kopf schmerzte ein wenig vom vielen Denken und Sprechen und er merkte, dass es vielleicht doch besser war auf den Rat des Arztes zu hören.
"Na schön", willigte er also ein.

"Echt?" Mit so einem schnellen Sieg hatte er jetzt nicht gerechnet. "Okay, super. Dann leg dich jetzt hin und schlaf." Sanft rückte Julian seinen Freund in eine bequeme, liegende Position, hielt aber noch kurz inne. "Oder musst du nochmal ...?"

"Ich bin nicht alt und senil!" Miles schubste ihn weg und grummelte ihn an. "Eine halbe Stunde und keine Minute länger, klar? Sonst komm ich dich suchen!", drohte er.

"Nein, senil bist du nicht ..." Lachend duckte Julian sich unter dem halbherzigen Hieb weg und klopfte Miles auf die Schulter. "Bis gleich."

Draußen auf dem Gang dachte er kurz nach. Am einfachsten wäre es wohl, ins Lehrerzimmer zu gehen und auf den Unterrichtsplan zu schauen. Dort angekommen fand er außer Professor Flitwick, der gerade ein kleines Schnarchkonzert gab, niemanden vor. Julian warf einen Blick auf die Uhr, laut Plan hatte Hermine jetzt Verwandlungen. Eilig flitzte er durch die Gänge und blieb schließlich vor dem entsprechenden Klassenzimmer stehen, das er recht schnell gefunden hatte, nachdem zwei freundliche Portraits ihm den Weg gewiesen hatten. Ihm fiel dabei ein, dass er Citruellus mal wieder grüßen sollte ... Egal. Er klopfte an.
Auf McGonagalls strenges "Herein!" öffnete er die Tür und schenkte der Professorin ein entschuldigendes Lächeln.
"Hallo Professor ... Dürfte ich ganz kurz mit Miss Granger sprechen?"

McGonagalls Augenbraue wanderte nach oben und sie spitzte ihren Mund, als wäre sie von dieser Bitte wenig angetan. Dennoch nickte sie und blickte auf die Bank, auf der Hermine saß.
"Bitte, Miss Granger."

Das Mädchen stand auf, sowohl verwirrt, da sie nicht wusste, warum sie aus dem Unterricht geholt wurde, als auch unglücklich, dass sie eben diesen verpasste, als auch aufgeregt, denn es war schließlich Professor Bashir, der explizit nach ihr fragte.
Sie folgte ihm nach draußen vor die Tür.
"Worum geht es, Professor Bashir?", fragte sie dort.

"Entschuldige, dass ich dich aus dem Unterricht hole", begrüßte Julian sie und zog sie einige Schritte von der Tür weg. Er sah sich kurz um, vergewisserte sich, dass sie alleine waren.
"Hör zu, Miles - Professor O'Brien - und ich brauchen deine Hilfe ... Du kennst dich doch gut in der Bibliothek aus, richtig?"

Hermine nickte. In der Bibliothek verbrachte sie den größten Teil ihrer Freizeit. Natürlich kannte sie sich dort gut aus.

"Gut. Also, wir suchen Informationen zu einem etwas heiklen Thema ... und", ihm fiel gerade ein wirklich nützliches Detail ein, weswegen ausgerechnet Hermine ihnen tatsächlich eine noch größere Hilfe sein könnte. "Durch deine Erfahrungen mit dem Zeitumkehrer im letzten Jahr ... Hermine, wir brauchen so viele Informationen über Zeitreisen, Zeitsprünge, Paralleluniversen und dergleichen, wie du auftreiben kannst."

Aufgeregt über dieses offensichtliche Geheimnis, in das sie eingeweiht wurde, blickte sie den Professor mit großen Augen an. "Woher wissen Sie von dem Zeitumkehrer? Oh, hat", sie senkte ihre Stimme ein wenig, als sie bemerkte, dass sie etwas laut in dem stillem Flur war, "Professor Dumbledore Ihnen davon erzählt. Sind Sie deswegen ausgerechnet zu mir gekommen?" Der Schulleiter hatte sie empfohlen? Ihre Brust schwellte stolz an. "Was genau brauchen Sie für Informationen? Zauber zu Zeitreisen, Berichte, Artefakte?"

"Alles, Hermine, alles. Und ... das bleibt zwischen uns, okay? Brauchst du eine Unterschrift für spezielle Bücher oder so?"

Hermine nickte erneut. "Das meiste wird wahrscheinlich in der verbotenen Abteilung zu finden sein. Die darf ich nur mit der ausdrücklichen Erlaubnis eines Professor betreten", teilte sie ihm mit.

"Na dann ... warte ..." Julian klopfte erneut an die Tür des Klassenzimmers.
"Professor, entschuldigen Sie", er lächelte McGonagall sonnig an, wohl wissend, dass das rein gar nichts brachte. "Hätten Sie gerade mal eben ein Stück Pergament und eine Feder, bitte?"

Mit noch fester zusammengekniffenen Lippen und einem distinguierten Schnauben, das er so nur von Garak kannte, reichte die Professorin ihm beides. "Ich hoffe, Miss Granger wird heute noch einmal an meinem Unterricht teilnehmen?"

"Gewiss. Vielen Dank." Schnell zog Julian sich zurück, schloss die Tür und hielt das Pergament dagegen, um Hermine eine Erlaubnis zu schreiben. "So, bitte sehr. Die ist für heute und morgen. Es wäre wirklich wunderbar, wenn du etwas herausfindest. Ich würde ja selbst, aber möchte Mi- Professor O'Brien noch nicht lange alleine lassen."

"Das verstehe ich. Ich hoffe, er erholt sich schnell." Hermine rollte das Pergament zusammen und steckte es sich in ihren Umhang. Ihr Blick fiel auf die Tür, hinter der ihr Unterricht statt fand. "Ich bringe Ihnen heute nach dem Abendessen die Unterlagen, okay?"

"Danke!" Julian drückte kurz ihre Schulter und zwinkerte ihr fröhlich zu. "Dafür kann ich dir aber keine Punkte geben, aber es wären mindestens 20 für deine Einsatzbereitschaft!"

Das Mädchen kicherte hinter vorgehaltenem Ärmel. "Sehr gerne, Professor. Ich sehe Sie dann später, Professor." Sie verabschiedete sich, um dann endlich wieder zu McGonagalls Verwandlungsunterricht zu gehen.

Grinsend sah Julian ihr nach und spürte das erleichternde Gefühl, endlich wenigstens irgendetwas getan zu haben, um aus dieser Misere herauszukommen. Obwohl ... abgesehen von Miles' Verletzung und dem Umstand, dass sie keine Ahnung hatten, was hier vor sich ging ... eigentlich war es doch ein nettes Abenteuer. Sein Grinsen wuchs in die Breite, als er sich die Reaktion seines Freundes auf diesen Gedankengang vorstellte. Julian machte sich wieder auf den Weg zu ihrem Gemeinschaftsquartier, grüßte unterwegs ein paar Schüler und nahm Genesungswünsche für Miles entgegen. Am Quartier angekommen, klopfte er kurz und trat dann leise ein.
"Miles?"

"Anwesend." Der Chief saß noch immer im Bett und spielte mit einer Hand an Julians medizinischen Tricorder, den er sich gemoppst hatte, herum. "Hat alles geklappt?"

"Warum schläfst du nicht?", fragte der Arzt vorwurfsvoll und musterte Miles gründlich. "Was machen deine Kopfschmerzen? Juckt der Arm noch?" Er streckte die Hand nach dem Tricorder aus.

"Ich habe gezählt, du hattest noch vier Minuten Zeit." Er zog den Tricorder weg. "Ich hab hier vielleicht etwas interessantes. Sieh dir diese Werte an." Miles rief eine ganze Tabelle von Zahlen auf dem Gerät auf.

Julian setzte sich neben seinen Freund und blickte interessiert auf das Display. "Aha?"

"Hier sind jeweils verschieden erhöhte Werte, die ziemlich ungewöhnlich sind." Der Chief deutete auf einige Zahlenpaare. "Ich glaube, die treten immer dann auf, wenn es einen Zeitsprung hier gibt. Je größer der Sprung, desto höher der Wert", erklärte er.

"Wie hast du das herausgefunden?" Der Arzt zog konzentriert die Stirn kraus. "Der Tricorder lief nicht die ganze Zeit ... Was sind das da für Zahlen ganz am Ende?"

"Medizinische Tricorder haben ein paar wenige Hintergrundprozesse, die immer laufen, auch wenn man sie nicht benutzt. Das ist dafür da, dass man sie aus dem Stand-by direkt für einen medizinischen Notfall benutzen kann, ohne dass es eine Verzögerung gibt. Eigentlich greift man nie darauf zu ... wozu auch? ... aber da ich Zeit hatte, dachte ich, ich seh es mir mal an." De facto war es ihm zufällig in den Schoß gefallen. Aber einem geschenkten Sehlat schaute man eben nicht unter die Pfote. "Aus den anderen Zahlen hier hinten werde ich noch nicht ganz schlau, aber das bekomm ich auch noch raus."

"Wooow." Sichtlich beeindruckt nickte Julian. Klar, das machte Sinn, was der Chief da erklärte. "Eine Regelmäßigkeit ist aber nicht zu erkennen ... Dann könnten wir vielleicht ableiten, wann der nächste Sprung passiert. Ich hoffe nicht, heute Abend. Hermine will uns nach dem Essen Bücher bringen."

"Wir können keine Sprünge vorhersagen, aber wir werden nicht mehr überrascht, wenn es passiert ist. Zumindest, wenn wir unsere Augen hier drauf behalten." Miles legte den Tricorder auf die Decke neben sich. "Essen klingt gut. Davon wirst du mich übrigens nicht fernhalten können."

Als hätte Miles ein Zauberwort gesprochen, tauchten urplötzlich wie aus dem Nichts zwei Tabletts vor ihnen auf und ein dünnes Stimmchen piepste von irgendwoher "Mittagessen, Sirs!" Dann schwebten die Tabletts auf sie zu und sanft auf ihren Schoß hinab.
"Uuuuh", freute sich Julian, als ihm ein verführerische Duft in die Nase stieg. Grinsend registrierte er, dass das gesamte Mahl aus mundgerechten Speisen bestand: Kürbisgulasch, belegte Minisandwiches und zum Nachtisch Applecrumble. Er brauchte Miles also nichts kleinschneiden. Dessen Miene dazu wollte er sich gar nicht vorstellen ... "Lass es dir schmecken!"

Miles lief beim Anblick der Köstlichkeiten das Wasser im Mund zusammen. Der Service in diesem Schloss war wirklich tadellos. "Gleichfalls", grinste er seinem Freund an und langte zu. Es war Ewigkeiten her, seit er das letzte Mal im Bett Frühstücken konnte. Naja, Mittagessen, aber das sah er nicht so eng. Es war fast wie Urlaub, den er sonst für gewöhnlich nie hatte. Trotz seines verletzten Armes, von dessen Schmerzen er allerdings gar nichts spürte.

Während des Essens berichtete Julian kurz von seinem Gespräch mit Hermine und rief auch Miles nochmal den Zeitumkehrer ins Gedächtnis.
"Ich denke", nuschelte er zwischen zwei Happen. "Wenn wir in den Büchern vielleicht nach Hinweisen zu Numerologie suchen - jetzt schau nicht so, Numerologie war bis zum frühen 21. Jahrhundert eine beliebte ... esoterische Wissenschaft, mit der man die Zukunft, bestimmte Ereignisse oder auch gegenwärtige Situationen analysieren konnte - also, jedenfalls, können wir ja danach mal suchen und etwaige Hinweise mit den Werten des Tricorders vergleichen. Oder?"

"Wenn du meinst, dass das etwas bringt", erwiderte Miles sowohl skeptisch, als auch mit vollen Mund und unterdrückte gerade noch ein Rollen der Augen"Ist ja nicht so, als hätten wir viele Alternativen", fügte er hinzu, als er den Bissen hinunter geschluckt hatte.

Die beiden aßen genüsslich ihr üppiges Mahl auf, dann räumte Julian die Tablette zurück zur Anrichte. Er musterte seinen Freund kurz und nickte. "Du solltest dich noch etwas ausruhen. Lass mich dich aber vorher noch einmal untersuchen." Er zückte seinen Tricorder, schüttelte lächelnd den Kopf und grinste Miles an. "Zauberei! Du heilst sprichwörtlich auf magische Weise! Soll ich dir noch ins Bad helfen?"

"Willst du etwa behaupten, dass Medizin Zauberei ist? Wenn ich den anderen erzähle, dass du das gesagt hast", grinste der Chief, schob Julian aber beiseite. "Danke, ich bin immer noch kein seniler alter Mann. Das schaffe ich noch locker alleine. Also wehe, das fragst du mich noch mal."

"Schon klar", seufzte der Jüngere gespielt resigniert, nachdem Miles aus dem Bad zurück war. "Selbst wenn du beinlos am Boden liegst ... ich lasse dir deinen Dickschädel und du darfst alleine ins Badezimmer kriechen." Nachdem er auch geduscht hatte - bei den vielen Zeitirritationen wusste er nicht mehr genau zu sagen, wann er wirklich zuletzt geduscht hatte - und in ein bereitliegendes bequemes Nachtgewand geschlüpft war, ließ er sich ebenfalls in die weichen Kissen sinken und zog sich die Decke zum Kinn. "Gute ... Nacht? Oder so", giggelte er.

"Ich bitte darum", erwiderte Miles. "Ich hoffe, dir ist trotzdem aufgefallen, dass mein Arm verletzt ist, nicht mein Bein. Oder wurden meine Gliedmaßen auf magische Weise versetzt?" Er machte es sich ebenfalls bequem. "Schlaf gut", murmelte er noch.

"Miles ...", nun doch etwas genevt rollte sich Julian auf die Seite und stützte seinen Kopf auf der Hand ab. "Du hast zum einen einen Verband um deinen gebrochenen Arm, was Dinge wie Wasserkontakt etwas herausfordernd macht. Und zum anderen ist dir sozusagen ein halber Berg auf den Kopf gefallen, nachdem dich ein Drache attackiert hat, was zu einer Gehirnerschütterung führte, die ich nicht nach meinen mehr als gerechtfertigten, außerordentlich hohen Maßstäben behandeln konnte. Und das auch noch alles in unserer doch recht ungewöhnlichen Lage. Wenn es dir also nicht zu viel ausmacht und dein Ego es zulässt ... Mir persönlich ist einfach daran gelegen, dass wir beide hier lebend rauskommen. Das ist kein Spiel hier."

Miles erwiderte den Blick. "Ich weiß", nickte er ernst. "Ich will hier auch lebend herauskommen. Und schnell. Und ich verstehe, dass du dir Sorgen machst. Aber ich fühle mich gut, nicht so, als wäre ich beinahe zerquetscht worden. Wenn es dich beruhigt, werde ich aber mehr Acht geben, okay? Ich meine, ich gebe sowieso acht, weil du normalerweise derjenige bist, welcher." Er gähnte sacht.

"Okay. Schlaf jetzt, Miles." Julian drehte sich wieder auf den Rücken. "Wer weiß, was als nächstes passiert."

Natürlich war es noch nicht okay.
Das hörte Miles ganz deutlich heraus. Dafür kannte er den Arzt einfach schon zu lange. Daher streckte er seinen gesunden Arm aus, legte ihn um Julian und zog ihn heran."Klar, sobald du nicht mehr so miesepetrig schaust. Das ist nicht gesund, wurde mir mal gesagt. Von einem ziemlich schlauen Doktor."

"Ich schaue nicht miesepetrig", verteidigte Julian sich und ein Glucksen stieg in ihm auf. "Dein Arzt scheint ein sehr weiser und umsichtiger Mann zu sein." Er erwiderte die Umarmung kurz und befreite sich dann grinsend daraus. "Allerdings bevorzugt dieser Arzt sicherlich Umarmungen eher, wenn er mehr als nur ein Nachthemd trägt!"

Grinsend ließ Miles ihn wieder frei. "Wenn ich eine Frau wäre, hättest du nichts dagegen einzuwenden. Versuch gar nicht erst, es zu leugnen." Er kuschelte sich in sein Kissen.

"Wenn du eine Frau wärst, würdest du nicht jedes mal rumzicken, wenn ich dir anbiete, mit dir duschen zu gehen!" Julians Lachen ging in ein Gähnen über. "Jetzt aber wirklich, lass uns schlafen."

Mit einem Husten versuchte Miles sein Prusten zu unterdrücken, doch es gelang ihm nur halbherzig. "Okay, gute Nacht, Jules." Noch immer grinsend schloss der Chief seine Augen und driftete auch bald in einen sachten Schlaf ab.

***

Die Zeit schien dieses Mal auf ihrer Seite zu sein, denn sie fühlten sich unglaublich erholt, als sie ein Klopfen an der Tür aufweckte.
"Geh du", nuschelte Julian, besann sich aber im selben Moment darauf, dass Miles eventuell Schwindel beim Aufstehen verspüren könnte und erhob sich selbst. Er besann sich allerdings nicht darauf, nach einem Morgenmantel zu greifen und öffnete die Tür.

"Hmkay", erwiderte Miles im Halbschlaf und blieb stur noch ein paar Sekunden liegen, bis sein Hirn begriff, was Julian von ihm wollte. "Bin schon unterwegs." Langsam setzte er sich auf, doch da war der Arzt schon längst auf den Beinen.

Auf der anderen Seite der Tür stand Hermine mit einem halben Dutzend Bücher auf den Armen. Sie errötete leicht, als sie den Professor in seiner Nachtgewandung erblickte.
"Oh, P-Professor Bashir ... ich habe hier die Literatur, um die Sie mich gebeten hatten …"

Augenblicklich war der Mediziner wach und ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.
"Hermine, du bist großartig!" Er nahm der Schülerin den Bücherstapel ab und lobte im Stillen das 24. Jahrhundert, in dem jedwede Literatur auf einem einzelnen Datenpadd gespeichert werden konnte …

"Danke, Professor. Kann ich Ihnen sonst noch irgendwie helf-..." Ihr Blick wanderte von Bashir rüber zu O'Brien, der gerade noch dabei war, aus dem Bett zu klettern. "Ehm, ich kann auch später wiederkommen ...", fügte sich schnell hinzu.

"Alles bestens, vielen Dank ...", antwortete er halb abwesend, denn er hatte das oberste Buch mit dem Titel "Der Weltraum, unendliche Weiten ..." bereits aufgeschlagen und war kurz davor, komplett darin zu versinken. " ... du bist ein Schatz, erinnre mich in der nächsten Stunde nochmal daran …"

"Wer jetzt von uns?", fragte Miles von hinten, der langsam wach genug war, um Gespräche mitzubekommen.

Hermine kicherte leise, verabschiedete sich aber geschwind mit einem Nicken. "Gute Besserung, Professor O'Brien", rief sie noch, während sie den Gang hinunter lief.

Julian schloss geistesabwesend die Tür und ließ sich dann auf der Bettkante nieder, dann sprang er plötzlich nochmal auf, flitzte zur Tür und riss diese auf.

"Hermine?!"

Das Mädchen, das kaum an der nächsten Ecke des Ganges angekommen war, drehte sich mit einem erschrockenen Hüpfer herum. "Professor?"

"Hast du zufällig einen Stapel Pergament dabei? Du kannst dir aus meinem Klassenzimmer dann auch Ersatz holen ...?"

Lächelnd nickte Hermine, kramte aus ihrer überquellenden Tasche einen wirklich dicken Stapel hervor, dazu noch ein kleines Fass Tinte und eine Feder. "Ich habe immer Ersatzfeder und -tinte dabei", teilte sie Julian mit, der grinsend die Augenbraue hob. "Wenn ich sonst noch etwas für Sie tun kann, Professor?"

"Danke, danke!", winkte Julian lächelnd ab. "Du hast Miles und mir schon mehr als genug geholfen. Sobald dir einfällt, wie wir uns revanchieren können, lass es uns wissen." Er zwinkerte ihr nochmal zu und schloss dann erneut die Tür.
"Jetzt können wir uns Notizen machen!", verkündete er Miles fröhlich.

Kopfschüttelnd beobachtete Miles seinen Freund."Wer hat dir erlaubt nach dem Aufwachen gleich so elanvoll zu sein?" Gähnend streckte er sich und bemerkte dabei, dass er seinen Arm wieder prima bewegen konnte."Sind das die Bücher zu den Zeitanomalien?", fragte er dann, als er den Stapel sah.

Dem Arzt fiel natürlich sofort auf, dass Miles sich anders bewegte. Während er nach seinem Tricorder griff und damit begann, Miles zu untersuchen, nickte er.
"Ja, sind leider nicht so viele, ich weiß. Aber ich denke, wenn wir - streck mal eben den Arm und ball eine Faust - uns heute dran setzen, sind wir - gut, lösen - in einigen Stunden durch. Glückwunsch, du bist geheilt!“

Mit einem leisen Plopp tauchten an dem üblichen Platz zwei Tassen Kaffee auf.

Kaum, dass Julian in seinen Arzt-Modus gewechselt war, hielt Miles ihm den Arm hin und tat wie geheißen. Zum einen wollte er die vorherige Diskussion nicht wiederholen und ihm Sorgen bereiten, zum anderen wusste er, dass er sowieso wenig Chancen hatte Widerworte zu geben.
"Prima", erwiderte er bezogen sowohl auf die Diagnose als auch die Getränke. "Dann sehen wir mal, ob uns etwas weiter hilft."
Er stand auf und nahm sich die Hälfte des Stapels, um damit anzufangen.

***

Etliche Stunden und Kaffee später pfefferte Julian frustriert das letzte Buch zur Seite und rieb sich die müden Augen.
"Nichts!", schnaubte er. "Ich weiß jetzt allerhand über Zeitumkehrer, Zauberer, die durch verbotene Elixiere glaubten, aus einer anderen Zeit zu kommen, Geister, die in Muggel fuhren und sich als Wesen der Zukunft ausgaben, Möglichkeiten, die Zukunft zu deuten ... Aber kein wirklich wissenschaftlich belegter Fall oder gar Fakten, die klären könnten, in was wir da hineingeraten sind!"

Auch Miles massierte sich seufzend die Nasenwurzel.
"Nie wieder ein Geschäft mit diesem Ferengi", murmelte er resigniert und schob etwas lauter hinterher: "Das kann so nicht weitergehen!"
Er war ebenfalls bei seiner letzten Lektüre angekommen, die ihm aber auch nichts hilfreiches darbot. Es war eben keine Zauberei, die sie hier festhielt. "Es muss doch irgendwo einen Zugang zur Holo-Technik geben. Ich werde hier bestimmt nicht herumsitzen und warten, bis das Programm einmal beschließt, dass es fertig ist. Falls es das überhaupt einmal tun wird."

Nachdenklich nickte Julian. "Vielleicht ...", begann er und verfiel dann einige Augenblicke in stilles Brüten. "Miles, wenn du den Tricorder nochmal so modifizierst, wie zu Beginn ... Da zeigte er doch an, dass das alles hier eigentlich nicht wirklich da ist? Könntest du parallel dazu auch die Einstellung beibehalten, die dir diese letzten Zahlenscans geliefert hat? Wenn ja ... dann lass uns doch endlich eine Runde durch die Gemäuer gehen. Es ist Nacht, und bevor uns die Zeit wieder einen Streich spielt, sollten wir den Umstand ausnutzen."

Der Chief dachte über diesen Vorschlag nach und nickte. "Das wäre eine Idee." Dann hätte er zumindest etwas zu tun.

Müde waren sie beide ja nach ihrem Mittagsschläfchen nicht wirklich. Also zogen sie sich ihre dunklen Roben über und machten sich auf den Weg.
Miles hielt den Tricorder in der Hand und behielt den Blick auf dessen Anzeige, während sie durch die verlassenen Gänge liefen. Hoffentlich kreuzten sie nicht wieder den Weg von Professor Snape. Der Zeitgenosse war ihm unsympathisch und mischte sich, seiner Meinung nach, in Dinge ein, die ihn nichts angingen.

Plötzlich blieb der Arzt stehen, als er leises Tapsen vernahm und er zog seinem Freund am Umhang. Als dieser sich zu ihm umwandte, deutete Julian ihm, still zu sein und den Tricorder zu verstecken. Sie verharrten kurz, lauschten auf die näher kommenden Tapsgeräusche - und ließen erleichtert den Atem entweichen.

"Nur eine Katze!", lachte Julian leise.

Auch Miles atmete erleichtert aus.

Das Tier blieb stehen, als es sie beide entdeckte und blickte sie mit einem durchdringenden Blick an. Es war ein wenig unheimlich, andererseits war die Katze um einiges geringer unheimlich als die Drachen, denen sie vor kurzem über den Weg gelaufen waren. Oder die Rüstung, die ihnen über den Weg gelaufen war. Von daher befand sich die Katze nur am unteren Ende der Unheimlich-Skala.

"Lass uns weiter", riet der Chief, nachdem er sich mit einem kurzen Scan vergewissert hatte, dass sich das Tier durch nichts von dem restlichen Programm unterschied. "Nein, wirklich ... Glaubst du, es ist eine gute Idee die Katze zu streicheln?", fragte er, als er sah, dass der Arzt auf diese zuging. "Wer weiß, ob sie nicht magische Flöhe oder so hat."

Flöhe? Hnng. Ostentativ wich der Arzt zurück und rümpfte die Nase. Ein Beobachter dieser Szene hätte vermutlich für einen winzig kurzen Augenblick das Bild eines ganz besonderen Schneiders vor Augen gehabt, der einen ähnlichen Gesichtsausdruck zur Schau stellte, wenn ein ganz gewisser Arzt eine wenig befriedigende Meinung zu einem literarischen Werk geäußert hätte.
Die Katze dagegen zeigte sich gänzlich unbeeindruckt durch das Gebaren des Zweibeiners und ließ ihren Blick nun zu dem Tricorder in Miles' Hand schweifen. Sie schien das Gerät regelrecht zu mustern, dann drehte sie sich mit einem Mal um und huschte schnell davon.

Die beiden Freunde sahen dem Tier hinterher, bevor sie sich wieder auf den Weg machten.

"Bisher ist keine Veränderung zu sehen", informierte Miles zwischendurch über die technischen Daten und sah dann auf, bemerkte, dass sie in einem Teil des Schlosses waren, den er nicht kannte. "Ich hoffe, du weißt, wo wir langgehen ..."

"Ah, haben sich die werten Herren mal wieder verirrt?", schallte da plötzlich eine vertraute Stimme von der Wand her.

"Oooh ... neee ...", murrte Julian leise und drehte sich herum. Das Licht seines Zauberstabes beleuchtete einen fröhlich lächelnden Citruellus. "Guten Abend, Mr. Plymouth-Witherby. Und nein, haben wir nicht."

"Sicher, sicher", erwiderte der zitronetragende Zauberer. "Was treibt Sie denn dann zu so später Stunde hier herum, wenn ich einmal so kühn fragen darf?"

Miles blickte ihn mit hochgezogener Braue an. "Wir machen einen Spaziergang, und Sie?"

Citruellus lachte, als hätte er gerade einen guten Witz gehört. "Sehr gut, Professor! Sie gefallen mir."

Verwirrt blickte Miles seinen Kollegen an.

Der zuckte genervt mit den Schultern und wollte sich eben abwenden, da kam ihm eine Gedanke. "Sagen Sie mal, Sie sind doch schon sehr, sehr, sehr lange t...- hier in diesem Gemälde?" Er lächelte charmant. "Und haben doch bestimmt das eine oder andere ... Ungewöhnliche erl- ... gesehen?"

"Mein Junge", Citruellus griff nun nach einer väterlichen Stimme "Je gewöhnlicher etwas erscheint, desto ungewöhnlicher ist es. So wie Ihre Frage." Sein Interesse schien jedoch geweckt. "Was genau möchten Sie wissen?"

Mein Junge? Die beiden Freunde tauschten ein Grinsen, bevor der "Junge" antwortete: "Nun, sagen wir so ... Professor O'Brien und ich haben den Eindruck, dass die Zeit hier in Hogwarts anders verläuft, um nicht gar zu sagen, außerordentlich ungewöhnlich ...?"

"Ja, vielen Schülern kommt es so vor, als würde die Zeit während des Unterrichtes zäh vor sich hinfließen, während sie tatsächlich im Nu vergeht", meinte der Zauberer vergnügt.

Miles wurde dieses drumherum Gerede zu blöd. "Er will wissen, ob Sie sich mit unerwarteten Zeitsprüngen auskennen, die keinen außer uns zu betreffen scheint", mischte er sich in das Gespräch ein.

Etwas pikiert ob der rauen Manieren schob der Gelbe seine Zitrone zurecht.
"Also, also, Jungchen ... Nun fallen Sie mal nicht gleich mit der Pforte in den Geheimgang! Waren Sie nicht einige Zeit bei den Muggeln?" Letzteres klang fast schon nach einer gerechtfertigten Anklage ob Miles' Verhalten.

Schnell ergriff Julian das Wort und tätschelte nebenbei die Schulter seines Freundes. "Entschuldigen Sie den rüden Ton, guter Plymouth-Witherby ... vielleicht haben Sie ja davon gehört, was Miles in der Arena zugestoßen ist?" Er hob bedeutungsschwer eine Augenbraue und Citruellus nickte besänftigt.

"Schon recht, schon recht. Ja, ja", sinnierte er gut gelaunt. "Mit dem Alter bekommt man Nachsicht mit der Jugend. Wissen Sie, als ich noch ein Jungspund von 97 Jahren war, da unterrichtete ich hier kurzzeitig Zauberkunst, bevor mich der gute Flitwick ablöste ... oder war es Gamblesby? Oh, mit Sicherheit, dieser verknorrte alte Paprikakopf! Immer hat er versucht, meine Stelle zu bekommen. Ach, was sage ich, meine Stelle? Er wollte einfach alles , was ich hatte! Sogar die hübsche Briaghna Bothershy-Housemaker ... Oh, was war das ein reizendes Geschöpf ... Bestimmt zwei Meter und zehn groß, und dieser Rücken und die rote Haarpracht ... ein Traum, sag ich Ihnen …"

Miles unterbrach ihn mit einem Räuspern. So viel Zeit hatten sie nun wirklich nicht.

"... aber ich schweife ab. Ja, ja, die jungen Leute haben es plötzlich immer so eilig. Also Sie haben ein kleines Problem von 'tempus consumptum'? Sie sollten sich an die Krankenstation wenden. Das könnte sonst in offenen Fleischwunden und verlorenen Extremitäten enden, wenn nur noch ein Teil von Ihnen in der Zeit springt ... ach nee, warten Sie ... das war beim Apparieren. Das habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Eigentlich noch nie, wenn Sie es so wollen, aber mein menschliches Ich konnte das …"

Allmählich geriet Julians Lächeln ins Zähnefletschen, dennoch nickte er und hörte aufmerksam zu. Na ja, eigentlich beobachtete er interessiert, wie die Zitrone eine gefährliche Schräglage einnahm und er schloss im Geiste Wetten mit Quark ab, wann diese wohl vom Kopf fallen würde. Oder war sie auf magische Weise befestigt?

"... und da meinte ich, ja, ja, Jungchen, so eine Anomalie kommt schon mal vor, wenn man sich außerhalb seiner Zeit befindet …"

War es überhaupt eine echte Zitrone oder ein wirklich einf- ... Mooooment! "Was haben Sie da gerade gesagt?!"

"Meine Güte, sind Sie taub?" Citruellus stemmte seine Arme in die Hüfte. "Wenn Sie in Ihre Zeit zurückkehren, wird die Anomalie sich von alleine verflüchtigen."

"Aber das ist ja gerade unser Problem", warf Miles ein. "Wir wissen nicht wie."

"Tja, das ist in der Tat nicht gut." Der Zauberer schob seine Zitrone zurecht und dachte nach.

"Ruhig, Brauner ...", foppte Julian und klopfte dem Chief, der ungeduldig die Arme verschränkte, auf die Schulter. Allerdings war seine Geduld auch erschöpft. "Und?"

"Was, und?" Citruellus schien glaubhaft erstaunt.

"Irgendwelche Vorschläge, was wir tun können, um in unsere Zeit zurückzukehren?"

"Nein, natürlich nicht." Der Zauberer schüttelte den Kopf. "Mein Fachgebiet war Zauberkunst. Damals, vor vielen Jahren, als die Jugend sich noch zu benehmen wusste. Ich erinnere mich, es war einer dieser Abende mit zuviel Butterbier mit Koboldschnaps, als …"

Julian stöhnte resigniert auf.

"... aber", schwenkte Citruellus noch einmal um und hob mahnend den Finger, "wie ich vorhin bereits erwähnte, hatte Richard Churchton von Shatshire-Yorkcastle, ein Zauberer, den ich traf, ähnliche Probleme. Vielleicht finden Sie ja Aufzeichnungen von ihm. Ich glaube, es gab irgendwo ein Tagebuch von ihm. Oder wird geben. Ich bin nicht mehr sicher, in welche Richtung er zurück musste."

Miles blickte zu dem Arzt. Das war eine Spur, der sie nachgehen konnten. Aber was war bloß mit diesen verdrehten Namen los?

"Hast du von dem was in den Büchern gelesen?", wollte Julian wissen und Miles schüttelte den Kopf. "Ich auch nicht." Nachdenklich rieb er sich den Nacken. "Hermine hätte sicherlich etwas zu ihm gefunden, wenn es etwas zu finden geben würde."

"Versuchen Sie's doch mal im Raum der Wünsche?"

Auf den fragenden Blick der beiden Nichtgemalten, fügte Citruellus Pomelius der Dritte von Plymouth-Witherby seufzend eine Erklärung hinzu, was der Raum der Wünsche war und wie die beide ihn finden konnten.Sie bedankten sich und machten sich mit dieser neuen Aufgabe auf den Weg.


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