TrekNation Einloggen
Info-CenterImpressumTeam
Erweiterte Suche

Team O'Brien und das verhexte Holodeck von Amber, Janora

[Reviews - 15]   Drucker Kapitel oder Geschichte Inhaltsverzeichnis

- Schriftgröße +
"Guten Morgen und Willkommen bei Muggelkunde", begrüßte Miles seine Klasse, als die Stunde anfing. "Ich bin Chie -... Professor O'Brien, wie Sie ja sicher alle bereits mitbekommen haben. Mein Kollege, Professor Bashir," er deutete auf Julian, "und ich haben uns einige Zeit völlig ohne Magie in der Muggelwelt aufgehalten." Es war wohl das einfachste, wenn sie bei dieser Geschichte blieben. Damit würden sie einiges erklären können.
Er schaute in die Runde der Schüler und rief sein karges Wissen über die Filme ab.
"Auch einige von Ihnen sind ohne Magie aufgewachsen, nicht wahr?"

Vereinzeltes Nicken war die Antwort, ganz besonders von der fleißigen Miss Granger.

"Welche Dinge kennen Sie denn, die Sie in der Muggelwelt genutzt haben, die nicht von Zauberern benutzt werden?", fragte Miles in die Runde.

Einige Hände hoben sich zaghaft auf Kopfhöhe.

Julian konnte ein Grinsen nicht verbergen. Natürlich ging Miles über die Technikschiene. Und natürlich schoss Hermines Hand in die Höhe. Entspannt lehnte er sich gegen das Lehrerpult, kreuzte die Beine und wartete ab, wie sein Freund wohl weitermachte.

"Ja, Miss Granger?", nickte Miles dem Mädchen zu.

"Nun, meine Eltern haben sich schon vor einigen Jahren ein Faxgerät angelegt", berichtete die Junghexe nicht ohne eine Spur stolz. "Damit kann man Briefe in Minutenschnelle von einem Ort an einen anderen schicken."

Miles starrte sie an. Ein Fax. Er hatte die dumpfe Vorahnung, dass er hier tiefer in die Kiste greifen musste.
Eine andere Hand hob sich und als der Chief den fragenden Blick des Schülers sah, nahm er ihn dran.

"Ist das wie eine apparierende Eule?"

"Nein, ganz bestimmt nicht", schüttelte Miles den Kopf. "Es funktioniert über eine komprimierte, elektronische Codierung, wobei beide Geräte über das Telefonnetz verbunden sein müssen."

Jetzt schaute ihn alle Schüler fragend an. Miles sah hilflos zu seinem Freund.

"Ein Telefon schickt die Nachricht zu einem anderen Telefon", versuchte der es dann einfacher zu erklären.

"Professor O'Brien. Was ist ein Telefon?", kam die Frage irgendwo von links außen.

Den fast schon anklagenden Blick, mit dem Miles ihn bedachte, erwiderte Julian mit einem strahlenden Grinsen. Aus den Augenwinkeln sah er, wie Hermines Hand schon wieder in beunruhigender Geschwindigkeit hin- und herwedelte, aber dann bemerkte er, wie ein schlaksiger Rothaariger zögerlich die Hand hob und er stupste Miles an.

Dieser nickte und wandte sich dem bekannten Gesicht zu."Ja, Mr. Weasley?"

"Ein Telefon ist so ein Ding, mit dem man mit jemanden sprechen kann, der auch eines hat, aber ganz weit weg ist", erklärte der Rothaarige vorsichtig. "Es hat eine Scheibe mit Zahlen und ein Kabel für das Stück, in das man hinein spricht und den anderen hört."

"Ja, so kann man es wohl nennen", stimmte Miles ihm zu. Er wandte sich der Tafel zu - im Ernst, in welcher Zeit waren sie denn, dass man noch SCHIEFERTAFELN UND KREIDE benutzte ?? - und skizzierte das älteste Modell eines Telefons, das ihm einfiel.

"So sieht ein Telefon aus. Ja, Miss Granger?"

"Die meisten Telefone haben mittlerweile aber Tasten", erzählte diese. "Ebenso wie die Faxgeräte."

"Muss man lauter sprechen", fragte ein pummliges Mädchen aus der vorletzten Reihe vorsichtig, "wenn der andere in einem anderen Land wohnt?"

"Nee", antworte der Rotschopf, "Oder, Harry?"

Der angesprochene Junge, der neben dem Rothaarigen saß, schüttelte den Kopf. "Nein."

"Verrückt", ließ das Mädchen hinten noch halblaut von sich hören.

"Welche Geräte kennen Sie noch?", wiederholte O'Brien seine vorherige Frage, um noch mehr Altertümlichkeiten zu sammeln.

Und von denen bekam er im Laufe der Stunde noch so einige vorgesetzt, dass er nur immer wieder den Kopf schütteln konnte und seine Kommentare zurückhalten musste.

***

„Man, was für ein Vormittag ..." Mit einem Schnauben ließ Julian Bashir sich am Mittagstisch in der großen Halle nieder. Sein Magen signalisierte ihm, dass er tatsächlich mehrere Stunden nichts gegessen hatte. Und bisher hatten er und sein Freund keine Minute allein gehabt, um ihre Lage zu besprechen. Wenigstens hatten sie inzwischen von Professor McGonagall ihren Stundenplan erhalten und wussten so, dass sie nach dem Mittagessen frei hatten. "Iss schneller", wisperte Julian Miles zu. "Wir müssen reden."

Der Chief nickte, ließ es sich aber nicht nehmen, trotzdem noch eine weitere Portion auf seinen Teller zu häufen. Wer hätte gedacht, dass Unterrichten so hungrig machte? Voller Respekt dachte er an Keikos frühere Arbeit, die er jetzt mit ganz anderen Augen sah.

Nach dem Essen verdrückten sich die beiden in den Gang, der zu ihren Zimmern führte.

"Na, aber hallo!", rief ihnen kurz vor der Abzweigung zu ihrem Gang eine wohlbekannte Stimme hinterher.

"Komm, wir tun so, als hätten wir ihn nicht gehört", schlug Julian leise vor. Aber zu spät.

"Haben die Professoren die erste Woche genossen?"

Die beiden Freunde konnten nicht verhindern, dass sie wie angewurzelt stehen blieben und sich umdrehten.

"Wie, eine Woche?", fragte Miles. "Wir sind doch erst seit gestern hier."

"Ja, ja", erwiderte Citruellus. "Ich finde auch immer, dass die Zeit viel zu schnell an uns vorbei fliegt. Natürlich habe ich hier auch mehr Zeit als Sie beide."

"Computer?", platzte Julian raus. "Bashir an OPS! ... Miles?!"

Der Zitronige kratzte sich nachdenklich an seiner gelben Kopfbedeckung. "Hmmmm ... mich dünkt, die Herren, sind bereits ein wenig überarbeitet?"

"Genau", nickte O'Brien. "Und wir müssen uns ganz dringend ausruhen. Wenn Sie uns also entschuldigen …"

Ohne eine Antwort abzuwarten zog er Julian mit sich und hielt erst an, als sie beide in seinem Zimmer standen.

"Mist, irgendwas läuft hier schief!", fluchte er.

"Ach, nee!" Hektisch tigerte der Arzt im Zimmer auf und ab. "Wir müssen hier raus. Oder zumindest jemanden erreichen." Nervös strich er sich durch die Haare und blieb stehen. "Miles ... Hast du so was schon mal erlebt? Also, dass ein Holoprogramm derart aus den Fugen geraten ist?"

"Ja, aber die Enterprise ist ein Flaggschiff der Föderation und nicht ... wasauchimmer das ist, worauf wir sind." Miles gestikulierte in den leeren Raum. Er seufze leise. "Im Notfall kann man nur auf eine Rettung von außen warten. Aber dafür müsste jemand herkommen und das Programm abschalten. Von hier habe ich leider keinen Zugriff darauf."

Frustriert ließ sich Julian rücklings neben Miles auf dessen Bett fallen und schloss die Augen. "Okay ... Keiko wird sich bestimmt Sorgen machen, wenn du zu lange weg bist." Er gähnte verhalten. "Was meinst du, wie lange wir schon hier sind? Zumindest kommt es mir wie einige Stunden vor ... und in Anbetracht der Tatsache, dass wir erst nach Feierabend hier her gekommen sind ... Bist du müde?"

Als hätte der Arzt einen Schalter bei ihm umgelegt, bemerkte Miles plötzlich, wie müde er eigentlich war. Vor allem mit der leckeren Mahlzeit von eben in seinem Bauch. Aber an Schlaf war in dieser Situation nicht zu denken. Die Frage seines Freundes ignorierend, ließ er seinen Blick im Raum schweifen.
"Die Taschen!", fiel ihm dann plötzlich auf und er schwang sich wieder auf die Beine. Die hatten sie bei dem ganzen Chaos ja ganz vergessen. Vielleicht war da ja etwas Essentielles drin.

Durch Miles' Schwung aufgerüttelt, öffnete Julian die Augen wieder und setzte sich auf. Er ließ sich seine Tasche reichen und kippte deren Inhalt auf das Bett. Sein Blick fiel zuerst auf den Zauberstab - und sein Notfall-MediKit, das er eingepackt hatte. "Miles ... eventuell hab ich einen Medizinischen Tricorder dabei ... warte mal …"

Miles selbst zog ebenfalls einen Zauberstab hervor, zusammen mit einem Schulbuch über sein Fach. "Strom - Die Magie der Muggel", las er vor. "Gott, Jules, sag mir bitte, dass du etwas Brauchbareres hast."

"Ha!" Triumphierend hielt Julian einen Medizinischen Tricorder hoch und reichte ihn Miles. "Kannst du den modifizieren und was herausfinden?" Ohne dessen Antwort abzuwarten, durchstöberte er den Rest seiner Ausrüstung. "Flüche und Gegenflüche", las er einen Buchtitel vor. "Magische Tierwesen und wo sie zu finden sind ... Gammeln mit Ghulen - was haben die Cardassianer hier verloren?"

"Lass mich sehen." Der Chief schnappte sich das Gerät und bastelte kurz daran herum. Zum Glück hatte er bereits viel Erfahrung darin, jegliche Art von Tricordern für seine Zwecke zu modifizieren, weswegen er bereits kurz darauf den Raum scannen konnte.

"Hm ...", machte er, als er die Auswertung überflog.

"Hmmm ...", machte auch Julian, der seine Nase tief in "Gammeln mit Ghulen" gesteckt hatte. "Das muss ich Garak mal zeigen ...", giggelte er.

"Scheinbar haben wir keinerlei Problem hier." Miles' Stirnrunzeln erzählte aber etwas ganz anderes.

"Bitte?" Der Arzt hob den Blick. "Wie, du meinst, der Tricorder zeigt an, dass ... ja, was ?"

"Dass alles ganz normal verläuft. Soweit ich es erkennen kann, zeigt das Programm keinen Fehler und sollte eigentlich reagieren. Warte ..." Miles richtete den Scanner auf Bashir. "Jap, du bist auch ganz normal."

"Natürlich bin ich normal", empörte sich Julian gespielt, in dem Versuch, die Situation aufzulockern. "Ich fasse zusammen: Laut Tricorder sind wir in einem leeren Raum, umgeben von einem Hologitter? Wo ist der Ausgang?"

"Naja, genau ..." Miles startete erneut den Scanner und drehte sich um sich selbst. Dann drehte er sich noch einmal, richtete den Tricorder nach oben und unter sich. "Hm ...", machte er erneut. "Ich glaube, ich hab den Fehler gefunden. Es gibt keinen."

Das saß. "Wieso überrascht mich das nicht?", seufzend kippte Julian wieder nach hinten und legte sich "Gammeln mit Ghulen" aufs Gesicht. "Okay ... ich schlage vor, wir spielen erst mal mit und versuchen, einen Ausgang zu finden", nuschelte er unter dem Buch hervor. "Vielleicht gibt es ja außerhalb der Schule einen?"

"Es bleibt uns wohl nicht viel anderes übrig." Miles zuckte mit den Schultern und legte den Tricorder beiseite, nahm stattdessen den Zauberstab zur Hand. "Immerhin sehen wir jetzt wie richtige Zauberer aus. Wie machen die das … ?" Er wedelte damit herum, als sich plötzlich die Kommode, auf die er in etwa gedeutet hatte, in die Luft erhob. Der Chief zuckte überrascht zurück, worauf das Möbelstück mit einem Rumms wieder auf den Boden fiel. "Hast du das gesehen, Jules?!"

Erschrocken fuhr Julian hoch, dabei fiel ihm das Buch von der Nase. "Nein! Aber gehört! Was war das?"

Miles deutete auf die nun schief stehende Kommode. "Die ist geflogen!"

Skeptisch runzelte der Arzt die Stirn. "Geflogen? Einfach so? Oder meinst du, sie hat sich bewegt, wie es die Treppen tun?"

"Ich bin mir nicht ganz sicher ..." Miles blickte nachdenklich auf den Zauberstab. "Warte mal ..." Er erhob ihn wieder und richtete ihn diesmal auf den Haufen Bücher auf dem Bett, versuchte dann die Bewegung von eben nachzumachen. Es schien zu funktionieren, denn auf die Bücher schwebten langsam in die Höhe. "Ha!"

"Genial! Wie machst du das?!"

"Na, ich zaubere", grinste der Chief. Er bewegte den Arm ein wenig nach rechts und die Bücher folgten.

"Klar", grinste Julian zurück und zog nun ebenfalls seinen Zauberstab aus der Tasche, um ihn genau zu untersuchen. Er fühlte sich relativ glatt an, allerdings an der einen Seite, wo sein Daumen den Griff berührte, konnte Julian drei Knubbel ertasten. "Hmmmm ...", meinte er nachdenklich, zielte mit dem Zauberstab auf "Gammeln mit Ghulen", schwenkte ihn und drückte auf den untersten der Knubbel. Es gab einen lila Blitz, ein lautes Zischen und ein Haufen Papierfetzen flatterte rauchend durchs Zimmer.

Die beiden sprangen instinktiv in Deckung. "Was hast du denn jetzt angestellt?!", fragte Miles entgeistert.

"Gezaubert .... ?", kam es kleinlaut zurück.

Milesschlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn. "Zaubere bloß nie auf mich."

Mit einem ansatzweisen Grinsen schüttelte Julian den Kopf und widmete sich wieder seinem Zauberstab. Er deutete damit in die hinterste, leere Ecke des Raumes und drückte die mittlere Erhöhung. Ein freundliches, helles Licht glomm an der Spitze des Stabes auf. "Hey, das kenn ich! Lumos! Und jetzt pass mal auf - Nox!" Das Licht erlosch wieder. "Hast du auch drei Knubbel?", fragte er seinen Freund gut gelaunt.

Miles betrachtete seinen Stab genauer und tatsächlich fand er drei Erhebungen in Fingernähe. Offenbar war er eben bei seinem Versuch zu zaubern auf den obersten gekommen. "Ja", nickte er und drückte den darunter. Jetzt erleuchtete auch er den Raum.

"Das ist nett, oder?" Julian ließ seinen Zauberstab auch noch mal erglühen und malte damit kleine liegende Achten in die Luft. Dann runzelte er die Stirn. "Sag mal ... meinst du, wir haben die gleichen Zauber?"

"Das Licht haben wir auf jeden Fall beide. Probier du mal deinen dritten Zauber."

"Okay. Halt dich gut fest! - Hey, war ein Spaß!", beschwichtigend hob Julian die Hände und zielte auf die Kommode, die gleich darauf einen guten halben Meter über dem Boden schwebte.

"Dann sind es wohl die gleichen. Aber ich werd hier bestimmt nichts anderes mehr zerfleddern." Miles schaute von den Papierfetzen, die überall in seinem Zimmer verteilt waren, zu seinem Freund.

Schulterzuckend ließ der Jüngere die Kommode sinken, deutete auf den größten Haufen Papierfetzen und beförderte ihn schwebender Weise zum Papierkorb. "Alternativ könnten wir auch den anderen Zauber nehmen und so lange zerfetzen, bis nichts mehr übrig ist …"

"Klar, und dann stecken wir es am besten in Brand ..."

"Haben keinen Brandzauber ... Ach, sag mal ... Hast du eine Ahnung, wie die beiden Zaubersprüche heißen? Immerhin müssen wir doch einen Zauber rufen, wenn wir zaubern wollen."

Miles war sehr versucht zu demonstrieren, dass man mit dem Zerfetzzauber bestimmt auch etwas zum Brennen bringen konnte. Aber er beließ es dann doch lieber bleiben. "Das war doch der mit der Feder aus dem Holo-Video. Lingadium irgendwas", erinnerte er sich.

"Stimmt ... warte mal ..." Julian kramte in seinem Gedächtnis und nickte dann, als ihm die entsprechende Szene einfiel. "Wutschen und Wedeln!", giggelte er und machte eine entsprechende Bewegung mit seinem Zauberstab Richtung Kopfkissen. "Wingardium Levi-OOOOO-sa!"

Miles starrte ihn an. "Ich glaube, die Lehrer haben nicht immer die Zauber gesprochen ...", meinte er dann, denn so wollte er das ganz bestimmt nicht machen.

"Ja, aber wenn wir es vor den Kindern machen wollen, sollten wir sie wissen", hielt Julian dagegen und sein Gesicht hellte sich auf. "Ich weiß, wie wir den Namen des Fetz-Zaubers herausbekommen. Ich führe ihn morgen einfach der Klasse vor und wer mir sagen kann, welcher es ist, bekommt fünf Punkte." Er strahlte seinen Freund an.

Er schien sich so sehr über seine Idee zu freuen, dass Miles es nicht übers Herz brachte, einzuwenden, dass sie morgen vielleicht gar nicht mehr hier wären. "Was machen wir jetzt?", fragte er stattdessen. "Unsere neue Lektüre lesen?" Er deutete auf die restlichen Bücher. "Oder noch ein wenig auf Erkundungstour gehen?"

Julian unterdrückte ein Gähnen. "Ich hol mir noch einen Raktajino aus dem Replikator, dann können wir los", scherzte er halbherzig und stand auf, dabei steckte er sich sein Medikit in die Innentasche seines Umhangs. "Kannst du meinen Tricorder wieder in seine ursprüngliche Fassung einstellen, ich würde ihn gerne mitnehmen, wenn wir losgehen?"

"Ja, gib mir einen Moment." Miles kümmerte sich kurz um den Scanner, den er dann an den Arzt weiterreichte. "Da, alles wieder beim Alten." Er selbst steckte nur seinen Zauberstab ein, als sie sein Zimmer verließen.

Der Flur lag im Dunkeln. Es schien finsterste Nacht zu sein und alles war still. Fast schon unheimlich, wenn man bedachte, dass sie sich nicht in einem Hologramm befinden könnten, sondern wirklich in einem sehr alten Schloss voller Hexen, Zauberer und Gespenster. "Lumos", flüsterte Julian und war froh über das kleine Licht. "Wo lang? Und was wollen wir genau suchen? Wollen wir raus? Also, das Schloss verlassen? Oder wol -"

Er verstummte, da sie beide plötzlich sehr laute Schritte zusammen mit einem sich näherndem Scheppern hörten. Sie blickten sich an und drehten sich dann um, um nachzusehen. Miles zückte jetzt ebenfalls seinen Zauberstab, nur für den Fall der Fälle.

Eine Ritterrüstung trat in den Lichtkegel, in den Händen ihre Pike, mit der sie sich den beiden Freunden langsam näherte.

Vorsichtig schob Julian seinen Freund rückwärts den Gang entlang, die Augen fest auf die sich nähernde Rüstung geheftet. "Sobald du eine Tür findest, rein da!", wisperte er.

Das Metall folgte ihnen unbeirrt weiter, während sie sich gleichermaßen entfernten. Zum Glück dauerte es nicht lange, bis Miles eine Tür entdeckte. Er packte seinen Freund am Arm und zog ihn mit sich in den fremden Raum hinein.

"Darf ich den Herren behilflich sein?", erklang eine kühle, unfreundliche Stimme in ihrem Nacken.


Bitte gib den unten angezeigten Sicherheitscode ein: