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Reviews für Nebel

Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 02.07.17 12:36 · Für: Kapitel 1
Na der Gul ist ja ein Schatz. Spaß beiseite, wenn nicht einmal er daran glaubt und das seinen Leuten noch auf die Nase bindet, ohne auch nur den Anschein zu erwecken, sich weiter Gedanken darüber zu machen, das kann nicht gut gehen. Da hilft es auch nicht, dass er versucht, sein Gewissen zu erleichtern. Das tut er auch nicht, um andererer Willen, sondern für sich selbst, um für das bereit zu sein, was er vorhat. Mit Tapferkeit hat das in meinen Augen weniger zu tun als mit Verzweiflung. Verständlicher Verzweiflung.
Aber ich verstehe, dass er dem einfach nicht gewachsen war. Wie Kiar schon sagt: Es war ein Fehler, einen so jungen Burschen gleich in diese Situation zu bringen. Aber womöglich hatten sie zu dem Zeitpunkt schon keine andere Wahl mehr. Irgendwann gehen einem die erfahrenen Leute aus, oder sie sitzen alle im Führungsstab. Aber dann wäre es besser, aufzuhören, statt Leute in den sicheren Tod zu schicken, mit einer minimalen Vorstellung von Hoffnung auf ein gutes Ende.

Die zerrüttete Moral lässt sich gut ablesen. Und ich finde es ein ums andere Mal wirklich erschreckend (keine Kritik), wie ähnlich sich Kriegsgeschichten sind, egal aus welcher Zeit sie stammen. Die Angst, die Fehler, die Gedanken sind doch immer wieder dieselben. Auch bei realen Berichten. Verzichte auf Waffenbeschreibungen und Datenangaben und niemand könnte sagen, aus welchem Krieg berichtet wird. Sie gleichen sich auf tragische Weise.

Auch diese Geschichte war wieder logisch, flüssig zu lesen und hat einen kleinen Einblick in deinen Protagonisten Kiar geliefert. Insgesamt haben mir deine vier Geschichten gut gefallen. Sie passten gut zueinander und haben mir vier einzelnen kleinen Einblicken einen großen Zeitraum wirklich gut umrissen.

Die Sache mit der Kodierung fand ich übrigens sehr gut. Auf die einzelnen Buchstaben bin ich nicht gekommen, aber das Wetter, das Synonym für die Lage genutzt wurde, hab ich ziemlich schnell begriffen.

Antwort des Autors: So, jetzt komme ich endlich zum Beantworten :) Ja, das finde ich auch, dass man dann einsehen sollte, dass der Krieg verloren ist, aber das ist in der Geschichte ja auch eher selten gelungen. Da wurden ja auch bis zum bitteren Ende Leute in den Tod geschickt, obwohl es keine Chance mehr gab, dass das irgendeinen Nutzen hat. Das Erschreckende war auch Absicht gewesen und ich sehe das als Lob, dass das auch so rübergekommen ist :) Es freut mich besonders, dass dir die Kodierung gefallen hat, sie war mit das Komplizierteste an der FF, aber wenn sie gefällt, hat sich die Mühe gelohnt :) LG werewolf


Name: MaLi (angemeldet) · Datum: 18.06.17 15:22 · Für: Kapitel 1

Der junge Gul tut mir leid! Eigentlich dürfte er ja nicht mit seinem Untergebenen über das sprechen, was er Kiar anvertraut hat, aber was kann er sonst tun, um diese Last abzubauen? Das schlimme Gefühl zu haben, den Tod all dieser Leute zu verantworten und sie tagein tagaus weiter ins Verderben rennen zu lassen, und dann mit niemandem darüber reden zu können … Viel zu jung um schon ein Befehlshaber zu sein, viel zu jung um überhaupt Krieg führen zu müssen und dann mit dieser unendlichen Last noch viele Jahrzehnte weiterleben zu müssen. Unvorstellbar! Seine Reaktion darauf ist tragisch aber absolut nachvollziehbar. Und ja: Er hat verdammt viel Mut dazu gebraucht und Ruhm wird er dafür nicht ernten.
Ein „schönes“ Bild auch, mit dem Alkohol. Wenn auch fragwürdig, ist es doch ein Ausdruck von Menschlichkeit, den Männern wenigstens so eine kleine Insel des Vergessens zu schaffen. Die Briefe sind dann vermutlich auch nicht so pessimistisch, so dass zu Hause die Angehörigen vor Angst und Sorge vergehen müssen.

Bis auf den Teil mit den fetten Buchstaben, (die du ja nicht machen konntest), sind die Briefe auch wieder gut durchschaubar. Ausserdem wirken sie sehr herzlich und zeugen von der tiefen Verbindung der Beiden, auch wenn sie eigentlich nur über „Nebensächlichkeiten“ sprechen. Du hast wirklich ein Talent für „authentische“ Feldpost! :)

Es gibt übrigens im UPC unter "edit preferences" einen Begriff (tinyMCE-WYSiWYG-editor benutzen) wo du ein Häkchen setzen kannst. Dann kannst du die Formatierung ohne Klammern gleich im Text ändern, wenn du Kapitel hoch lädst oder Reviews schreibst. Versuch mal so, ob du das mit dem Fett/kursiv hin bekommst.



Antwort des Autors: Die Funktion werde ich mir auf jeden Fall mal angucken :) danke für den Tipp. Darum ging es mir auch in dieser Story: dass es in solchen Situationen nicht immer "edle" Lösungen gibt und da das Vergessen für die Leute besser funktioniert als das angesichts der permanenten Bedrohung kaum mögliche Bewältigen. Und dass das mit dem Alkohol in der Situation mehr eine Art von Gnade ist seitens der Vorgesetzten und weniger ein "Abfüllen", sollte auch rüberkommen. Schön, dass das geklappt hat. Es freut mich auch, dass die Problematik des jungen Guls verständlich ist und man mir ihm "mitleiden" kann bzw nachvollziehen, warum er nicht den ruhmvollsten Weg wählt. LG werewolf


Name: Racussa (angemeldet) · Datum: 08.06.17 17:11 · Für: Kapitel 1
Eine geniale Idee mit der Codierung. Briefe bieten da wirklich viel mehr Möglichkeiten als mails oder holographische Videobotschaften. Auch der vierte (wenngleich zweite) Beitrag der Jahreszeiten-Geschichte war sehr gut getroffen; wo zum jahreszeitlichen Herbst auch die sich neigende Durchhaltekraft der Soldaten kommt. Einziger Trost bleibt Mirjas Treue :-)

Antwort des Autors: Danke für dein Review :) es freut mich, dass dir die FF gefallen hat. Es freut mich vor allem, dass dir die Codierung gefällt. Daran habe ich mit Abstand am längsten gesessen :D hat aber auch Spaß gemacht, das zu schreiben, war eine neue Herausforderung. LG werewolf


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