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Reviews für Schatten

Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 01.07.17 21:58 · Für: Kapitel 1
Ein kurzer prägnanter Titel. Der Bezug zum Text war ziemlich subtil. Natürlich, der sprichwörtliche dunkle Schatten, der sich auf Kiars Zukunft legt, als er einberufen wird, natürlich. Aber ich hab später nochmal den Text gezielt nach dem Titel durchsucht und die Anspielung auf die kürzer werdenden Schatten zu Beginn und Ende des Textes fand ich echt subtil - gut subtil. Ich mag Subtiles. Sie vermittelt, zusätzlich zu den Briefen, noch einmal etwas mehr Hoffnung für den Ausgang dieser Geschichte.

Den Inhalt fand ich gut geschrieben. Kiars Beklemmung hast du gut umrissen. Auch die Unterstützung seiner Frau. Es ist immer wieder interessant, Reaktionen auf so etwas zu lesen und dass sie doch unterschiedlich ausfallen können. Wut, Stolz, Zorn, Angst ... Sicher ein nicht zu selten aufgegriffenes Thema (obwohl ... ich weiß nicht einmal, ob es in Star Trek oft aufgegriffen wird ...), aber authentisch verpackt.
(Nur ich als Noob in Hinsicht auf alles außerhalb von TOS: Wozu brauchte Kiar für einen Job seine Reservistenmeldung? Er war ja wohlkaum Zeitsoldat, oder? Reservisten sind ja meist eher eine stille Reserve und die Leute gehen sonst anderen Jobs nach.)

Die Beschreibungen der Umgebung haben mir ebenso gefallen, als du zu Beginn des Textes die Landschaft beschreibst. Man konnte sich gut etwas darunter vorstellen und das Sommermorgen-Gefühl kam rüber. Was mir etwas fehlte, war eine nähere Schilderung eines Sommertages. Vielleicht, wie Kiar es sich mit den Kindern vorgestellt hätte. Was hätte er tun wollen, wenn er gekonnt hätte? Was waren seine Pläne gewesen? Wie verlebten anderen den Sommer dort? Das hätte den Bezug zum Thema noch etwas verstärkt.

Trotzdem hat mir die Geschichte gefallen. Das Tempo war angemessen getragen, die Briefe zum Schluss haben das Ende nicht allzu offen gelassen und der Text war flüssig zu lesen und logisch war es auch.
Hat auf jeden Fall auch zum Nachdenken angeregt. Das mag ich auch bei Geschichten.

Antwort des Autors: Danke für dein Review :) Zu deiner Frage, wozu er da braucht: In DS9 wurde es immer wieder erwähnt und ich habe es in meinen FFs noch weiter ausgebaut, dass das Militär auf Cardassia sehr wichtig ist und eine große Rolle im Leben des Einzelnen spielt. Er braucht diese Meldung nicht im Sinne von einer Qualifikation (zb brauche ich, um als Busfahrer zu arbeiten, unbedingt einen Führerschein), sondern weil es da einfach zum "Standard" gehört. Man kann es vielleicht damit vergleichen, dass man auf dem Arbeitsmarkt ja ohne einen Führerschein auch dann Probleme hat, wenn die eigentliche Arbeit auch ohne PKW geht, einfach, weil der Arbeitgeber befürchtet, dass man dann nicht mobil/flexibel genug ist, und auch, weil es hier als "normal" gilt, als Volljähriger den Lappen zu haben, und es auffällig ist, wenn das nicht der Fall ist. Und auffällig ist da ja nicht immer gut. So ist es auf Cardassia (in meinen Storys) "normal", in der Reserve gemeldet zu sein. Es gehört da einfach "zum guten Ton". Ich hoffe, ich konnte das etwas deutlicher machen. Du hast recht, das hätte ich etwas mehr beschreiben können, aber ich habe mich bewusst dagegen entschieden, weil ich den Sommer nicht als positiv beschreiben wollte. Mich freut es besonders, dass dich die FF zum Nachdenken angeregt hat. Das ist auch mein Hauptziel beim Schreiben :) Wenn noch Fragen sind, gerne per PN :) LG werewolf


Name: MaLi (angemeldet) · Datum: 18.06.17 15:17 · Für: Kapitel 1

Ich weiss nicht, ob es angebracht ist, diese Geschichte als „schön“ zu bezeichnen, aber das ist sie! Das Thema, das du ansprichst, ist ernst und düster, aber ganz wunderbar realistisch umgesetzt. Mir gefällt, dass du hier keinen Helden zeichnest, jemanden, der sich „freut“ in den Krieg ziehen und sich beweisen zu dürfen. So wie du Kiar beschreibst, wirkt er ganz normal, natürlich und so, wie man ihn überall auf der Welt antreffen könnte. Er ist jemand, der MUSS und nicht einer, der WILL. Darum wirkt die Abschiedsszene auch sehr lebensnah und nachvollziehbar. Du beziehst die Umgebung sehr passend in die Geschichte mit ein und gibst ihr so noch den letzten, melancholischen Dreh.
Berührend fand ich auch die Feldpost zwischen den Beiden. Ganz besonders die Zeilen, wo er schreibt, es seien Briefe verloren gegangen und er hofft, keinen der Ihren verpasst zu haben, während sie sich dann fragen wird, ob wohl seine darunter gewesen sind … Das ist wieder das „selbe Gedanken auf zwei Seiten“ -Ding, das ich so an deinen Geschichten mag. Ausserdem lässt sich die Codierung gut aus den Zeilen heraus lesen. Sehr gut gemacht!

Es wäre aber hilfreich, wenn du ganz am Anfang schon sagen könntest, welcher Rasse Kiar angehört oder auf welchem Planeten er sich befindet. Wenn man die Geschichte(n) nicht kennt, wo er erstmals vorgestellt wird, muss man sehr lange raten und wird erst in der Mitte der Story aufgeklärt.



Antwort des Autors: Das mit der Rasse ist ein guter Einwand...danke! Die Feldpost ist mir in allen Teilen der Storyreihe ein besonderes Anliegen und ich freue mich, dass sie Anklang findet. Kiar ist zu Beginn "einer von Vielen", "ein ganz Normaler" oder wie man das auch nennen möchte, auf jeden Fall soll er jemand sein, den man so oder ähnlich auf der Straße treffen könnte. Es ist schön, dass das auch so rüber kommt :) Der Sommer in Verbindung mit dieser Abschiedsszene hat mich sehr gereizt, schön, dass diese Faszination auch auf dich als Leser übergeht :) LG werewolf


Name: Racussa (angemeldet) · Datum: 25.05.17 07:04 · Für: Kapitel 1
Es ist sehr spannend, wie hier die Schönheit des sommers mit dem Schmerz des Abschieds verknüpft wird. Ich bin schon gespannt, welche weiteren Jahreszeiten nun folgen werden.

Antwort des Autors: Das freut mich, dass dir die FF gefallen hat :) das zu verbinden, war mein zentraler Versuch in der Story, und es ist schön, dass das geklappt hat :) LG werewolf


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