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Reviews für Fremde Augen

Name: Lady Q (angemeldet) · Datum: 21.07.17 19:45 · Für: Kapitel 3
Oh mein Gott, das ist ehrlich und wirklich die allerschöne C/7-Geschichte, die ich jemals irgendwo gelesen habe. Ich bin ja sonst gar kein Fan dieses Pairings, aber so liebevoll und zugewandt, und vor allem so völlig undramatisch im Sinner der Beziehungsentwicklung - das gefällt mir so gut. Wenn die VOY-Macher damals die Beziehung zwischen den beiden auf DIESE Weise angebahnt hätten - ich wäre die erste gewesen, die gefeiert hätte! Wunderbar, danke dafür!

Antwort des Autors:

Liebe Lady Q, (:) wenn man das so schreibt, dann hat man ein wenig das Gefühl, die Korrespondenz mit einer englischen Dame zu eröffnen - gefällt mir! Heben wir erst einmal die Teetassen)

1000 Dank für Deine lieben Worte!

Dass die Story nicht nur als Beiwerk wirkt, freut mich sehr zu hören. Denn im Prinzip ging es mir um die Handlung. Dass Seven und Chakotay zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung haben, war sozusagen nur der Nebeneffekt. Um die beiden ging es mir da gar nicht, sondern um ihre unterschiedliche Herangehensweise an dieses Phänomen. Ich fand es spannend, das einmal von der rein effektiven Sicht einer Borg und von der tief naturverbundenen gefühlsbetonten Sicht eines Chakotay anzugehen. Mir ist auch erst während des Schreibens aufgefallen, wie gut diese Ambivalenz hier passt, und im Endeffekt, wie gut dadurch die beiden Charaktere eigentlich zusammen arbeiten.

Vielen lieben Dank,

Gabi



Name: MaLi (angemeldet) · Datum: 24.06.17 15:53 · Für: Kapitel 3

Und wieder ein geniales Zusammenspiel von warmen Emotionen und kühler Rationalität, das sie nur gemeinsam zum Ziel bringen konnte, angehört und verstanden zu werden. Mir gefällt auch, dass du das Misstrauen gegen die Bord in die Szene eingebracht hast und diese Überreaktion des „Rassismus“ -wenn ich gewusst hätte, dass sie Borg ist, hätten wir euch weder geholfen noch zugehört- das der Vorsitzende Seven entgegen bringt. Vorurteile wie sie auch heute überall bestehen und somit fremden Alienrassen ebenfalls nicht fremd sein dürften. (Ganz besonders, was die Borg betrifft!)

Aarrrgghhh und man WEISS es nicht!!! Man fliegt jetzt mit der Voyager weiter und wird nie, nie erfahren, was jetzt mit den Generhanern und den „Waldgeistern“ passieren wird. Wird es Frieden geben? Machen die Ersteren aus Gier weiter wie bisher und werden dann in einem Krieg versinken? *seufz* Da ich zum Ende so nichts schreiben kann, ausser, dass ich nägelkauend nun da sitze ^^, komme ich zum Fazit:
Gabi, das war eine absolut tolle, fesselnde und auch „hoch stehende“ Geschichte! Sie beleuchtet so viele verschiedene Aspekte unterschiedlichen Seins und lässt doch deutlich durchblicken, dass jede Seite die andere braucht. Ohne gegenseitiges Verständnis und auch die Verständigung, kann und funktioniert einfach nichts. Jeder ist einzigartig und genau darum für das Ganze wichtig. Die Botschaft hinter dieser Story ist sehr stark und du hast das fantastisch umgesetzt und rüber gebracht. Die hätte wirklich und absolut wunderbar in die Serie gepasst! Die Figuren sind absolut originalgetreu gezeichnet, die Atmosphäre war fantastisch (wieder so eine Staubsaugergeschichte, die dich hinein schlürft)^^ und diese moralischen Diskussionen, die man auf der Erde augenscheinlich viel zu wenig führt ... Für mich persönlich war das gerade ganz grosses Kino!!!



Antwort des Autors:

Hmmm .. ob man eine Ablehnung den Borg gegenüber als "Vorurteil" bezeichnen könnte, würde ich so jetzt nicht sagen. Dass die Borg ohne Rücksicht auf irgendwelche Menschlichkeit die Galaxis und die Wesen darin ihrer kalten Effizienz einverleiben, ist eine Tatsache. Und jeder Vorbehalt den Borg gegenüber nicht weniger als gesunder Überlebensinstinkt.

 

Yup, offenes Ende :) . Das Thema war mir zu weitreichend, um da ein irgendwie geartetes moralisches Ende vorzugeben. Die Wortbeschränkung bei der Challenge lag bei 10 k Wörtern, daher ist das Ende ohnehin wesentlich geraffter als es hätte sein sollen. Aber wie eine Leserin in einem anderen Archiv schon so schön meinte "ist halt ein typisches Voyager-Ende" ;) .

 

Ganz, ganz lieben Dank, MaLi, dass Du mir hier diese wunderschönen Worte hinterlassen hast! Das stellt so richtig auf! *Hugs*



Name: MaLi (angemeldet) · Datum: 24.06.17 15:50 · Für: Kapitel 2

Gerade habe ich mich gefragt, ob sich der Titel „Fremde Augen“ wohl auf die fliegenden, gelben Punkte beziehen, die Chakotay und Seven hier einkreisen und dann ist es tatsächlich so, dass sich die Waldgeister die Augen der Tiere leihen :D 
Das ist, meiner Meinung nach, die perfekte Geschichte für Chakotay! Hier ist er in der Natur, kann seine Indianerinstinkte ausleben, mit Tieren sprechen und so sein, wie ihm sein Vater Kolopak das vorgelebt hat. Ich habe jene Folgen immer sehr gemocht und diese hier hätte ganz wunderbar in die Serie gepasst!
Mir gefällt auch besonders, wie du die einzelnen Gaben und Vergangenheiten von Chakotay und Seven genau so differenzierst, wie du sie auch zusammenarbeiten lässt. Seven hätte ohne Chakotays Respekt für die Natur nie Kontakt zu den Wesen aufnehmen können, während Chakotay ohne Seven sich nicht mit ihnen unterhalten könnte. Es braucht Beide dazu und Beide genau so, wie sie aufgrund ihrer Vergangenheit geworden sind. Auch wie du beschreibst, dass sich Chakotay in dieser Umgebung zu Hause fühlt und wie Seven beim Klang so vieler Stimmen, wieder die Sicherheit und Vertrautheit des Borgkollektivs erlebt. Das macht diese Geschichte für mich absolut lesenswert und gefällt mir sehr, sehr gut!

Und ich habe es noch geahnt, dass die Tiere so eine Art „Feldstecher“ für die Fremden waren. Zumal du im 1. Kapitel sehr anschaulich beschrieben hast, wie der eine Vogel sich „normal vogelig“ (blödes Wort, ich weiss) ^^ verhält und der andere eher wie ein Individuum beobachtet und analysiert. Ich liebe übrigens solche Geschichten, wo man sich während des Lesens erinnert: „Stimmt, da war doch was … Ja, genau! Damals, jenes Geräusch, jene Handlung, jener Gegenstand!“ *Herz*
Hurra, und jetzt schwebt endlich nach langem Zwist und gegenseitigem Quälen, der Schleier der Hoffnung über den beiden Völkern! Ich muss ja gestehen, dass ich bei der Grundsatzdiskussion mal dem Einen, mal dem Anderen Recht geben musste. Jedoch habe ich inständig gehofft/geahnt/gewollt, dass sich Seven dann Chakotay anschliesst. Nicht nur, weil es Nobel ist, zu helfen, sondern auch, weil ich das so WILL :D



Antwort des Autors:

"normal vogelig" - das gefällt mir total gut! :D Eine sehr süße Beschreibung.

 

Hach, und ich freue mich so sehr, dass Du es auch so empfindest, dass Seven und Chakotay sich perfekt ergänzen. Das war ein Aspekt, der mir erst während des Schreibens so richtig klar geworden ist. Meine Grundidee war lediglich, den beiden zusammen ein wenig Screentime zu geben, weil ich zu den 0.001% gehöre, welche die Beziehung zwischen Chakotay und Seven sehr schön finden und an Chakotay/Janeway rein gar nichts finden können.

 

Es fing also eher so ein wenig "aus Trotz" an, und dann habe ich gemerkt, was die beiden sich geben können, wie sie voneinander profitieren können, wie sie eine Einheit eingehen können, die so viel mehr ist als nur die Summe ihrer Teile. Das hat mich beim Schreiben dann selbst sehr fasziniert.



Name: MaLi (angemeldet) · Datum: 24.06.17 15:47 · Für: Kapitel 1

Boah, Seven ist ja mal obergenial getroffen!! (Chakotay natürlich auch, aber ich masse mir jetzt an, zu behaupten, dass der etwas einfacher zu schreiben ist, als der „halbcomputer“ Seven, mit ihren drölfzig Eigenarten.) Du hast sie wirklich total original sprechen lassen, sie handelt, sie denkt und sie „scherzt“ genau so, wie die richtige Seven es tut. Würde ich es nicht besser wissen, würde ich vermuten, dass du zu jenen eingefleischten Voyagerfans gehörst, welche die Serie, und besonders Seven, richtiggehend gefressen haben! Ich habe schon viele gute Sevens gelesen und auch diese hier taucht gestochen scharf vor dem inneren Auge auf. Ebenso die Stimme höre ich deutlich, denn du bildest die Sätze so, wie sie es tut, die Pausen, die Ironie. Alles stimmt aufs Haar!

Mir gefällt hier der auffallend poetische Stil, mit dem du die Umgebung beschreibst. Dass zum Beispiel die Flügel der Vögel erst „murmeln“ und dann „singen“, den „Stepptanz“ des einen Vogels (da musste ich lachen) oder wie du das Farbenspiel der Dämmerung und der Nacht einfängst. Finde ich sehr schön! Ich habe ja erst die Hälfte deiner Geschichten durch und meine, eine so auffallende Poetik noch nicht oft gelesen zu haben. Ich weiss nicht, ob du durch eine andere Geschichte oder so inspiriert worden bist, aber mein erster Gedanke nach ein paar Absätzen war: Das klingt irgendwie nicht nach Gabi :D Die Geschichte liest sich anders für mich, als deine anderen, aber ich finde sie absolut genial und fesselnd in diesem Stil! 

„Sie strahlt Weiblichkeit für mich aus.“
Mal eine blöde Frage, aber: Kannst du auch einem Tier am Gesicht ablesen, ob es ein Männchen oder ein Weibchen ist? Ich kenne Leute, die das nicht können und mir sagen, das sei unmöglich oder ich sei nicht normal ^^
Ich mag die Tiere, die hier so rum schleichen! Sie scheinen gleichzeitig intelligent und doch wieder so, hm, einfach gestrickt wie unsere eigene Fauna. Sie beobachten zwar und analysieren ungewohnt, aber bei Angst verschwindet man, hopps, in den Busch :D (Da sah ich übrigens mein zweites Lieblingstier, den Waschbären, da du es dem Leser freigestellt hast, sich ein Tier auszudenken) :) Die ganze Nachtwanderung ist übrigens super spannend und interessant aufgebaut! Keine Horrorelemente, aber so ein leichtes Dämmergruseln. Gefällt mir sehr, sehr gut!


So, und jetzt beendet ein fieser CLIFFhanger ;) das 1. Kapitel. Augen kommen näher und ein mysteriöses Etwas könnte jeden Moment aufwachen … *umblätter*



Antwort des Autors:

So, hier kommt endlich die Antwort auf Deinen genialen Review! (Du hast mich gut erzogen, ich habe jetzt schon immer ein richtig schlechtes Gewissen, wenn ich einige Tage brauche, bis ich auf einen Review reagiere ;) )

 

Muss doch gleich mal auf Deinen einen Punkt eingehen, bevor ich den im Eifer des Gefechts vergesse: Du hast geschrieben, dass Du schon viel gute Seven-Darstellungen gelesen hast. Kannst Du mir da ein paar links dazu geben (also in einer email dann ...) Denn Seven ist der einzige Voyager-Charakter, der mich interessiert, und ich habe den Eindruck, dass es lediglich J/C-Geschichten gibt. Über eine Seven-Geschichte (außer Martina Bernsdorf) bin ich noch nie gestolpert. Das würde mich brennend interessieren.

 

:) Okay, back to topic :). Ich freue mich, dass Dir meine Seven "echt" vorkommt. Ich war schon ganz schön vor den Kopf geschlagen, als mir beim Losverfahren ausgerechnet ein Voyager-Charakter zugelost worden ist. (naja ... auf der positiven Seite hätte es ja auch Janeway sein können, dann hätte ich wahrscheinlich die Challenge abgebrochen ;) ) Ich wusste lange nicht, wie ich sie anpacken könnte. Aber irgendwann kam mir dann, dass sie eigentlich ein ganz ähnlicher Typ wie T'Pol ist (nur mit mehr Unsicherheiten), die ich wiederum sehr gerne schreibe. Und ab da ging es dann. Das ist der Vorteil daran, dass das Star Trek Franchise ein paar Archetypen besitzt, die immer wieder durch alle Serien vorkommen.

 

Nein, ich bin nicht durch eine andere Geschichte inspiriert worden. Die Geschichten, die ich normalerweise lese, zeichnen sich eher durch einen anderen Stil aus. Aber Du hast schonmal eine Geschichte von mir in dieser Richtung gelesen, falls Du Dich erinnerst, das war der Prolog von "Unsere Tränen schmecken nach Ozean" - damals war das noch eine standalone Geschichte, die erst jetzt zu einer Episode wird.

 

Wenn die Geschichte es erfordert, kann ich auch so schreiben ;) .



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 28.04.17 08:43 · Für: Kapitel 3
Das musste ich vor meiner Zeitreise doch noch einmal lesen und was dazu schreiben ^-^

Ein interessanter Dialog, den die drei da geführt haben. Und sicher auch eine große Zwickmühle, in der der Ratsvorsitzende sich nun befindet. Wie auch immer die anderen Bewohner darauf reagieren werden, es wird wohl diese 20 Monde brauchen, bis sie überhaupt zu einer einheitlichen Lösung kommen. Wie viele werden ihm überhaupt glauben schenken? Aber das schöne an offenen Enden ist, dass der gute Ausgang immer möglich ist. Und hier finde ich das offene Ende besonders passend, da auch die Canoncharaktere ja nie erfahren werden, wie dieser Konflikt nun beigelegt wurde und ob er es wurde. Sie werden damit immer im Dunkeln sein.
Ich war im Gespräch immer hin und hergerissen, wie sympathisch ich diesen Menschen denn nun fand. Einerseits war es sehr zuvorkommend, dass er sie zu so später STunde noch empfangen hat. Zweitens spricht es für ihn, sich die Geschichte der beiden zunächst anzuhören, ohne dass Vorwürfe der Märchenerzählerei laut werden. Dass er sich überhaupt auf den Gedanken einlässt, zeugt von einer sehr offenen Weltsicht. Auch sein Zweifeln konnte ich aber gut verstehen. Denn da kommen ein paar Neulinge und lüften mal eben so das große Geheimnis, das sie so lange umtreibt. Aber die Erklärung mit Sevens Vergangenheit fand ich großartig und wunderbar logisch. Andererseits hast du ja angedeutet, dass er den Eindruck macht, durchaus nach einem Weg zu suchen, keine Rücksicht nehmen zu müssen. Allein die Tatsache, dass es sich um Leben handelt, genügt ihm wohl nicht. Aber in der Hinsicht, dass er mit seinen Leuten sprechen muss und sie überzeugen muss, ist es wohl nur natürlich, dass er beginnt, seine Interessen abzuwägen. Trotzdem habe ich absolut kein Gefühl dafür, wie er handeln und wie stark er sich für die Wesen einsetzen wird. Alles ist möglich ;-)

Trotz ihrer sachlichen Art, finde ich, dass Seven in diesem Kapitel die rührensten Worte gesagt hat. "Teilen Sie sich Tag und Nacht. Teilen Sie den Planeten." Das war so ein richtiger Gänsehautmoment, weil er das wichtigste und die Essenz so wunderbar auf den Punkt gebracht hat.

Den Abschluss fand ich ebenfalls sehr gelungen, als der Vogel erneut auftauchte. Parabel nennt sich sowas wohl. Auf jeden Fall hat es der Geschichte, trotz ihren offenen Endes, einen runden Abschluss gegeben. Manche offenen Geschichten enden ja schlicht, aber hier hat man einen schönen Schluss.

So, an der Stelle bleibt mir nur noch, mich für die gute Unterhaltung und die vielen Denkanstöße, die in der Geschichte verpackt haben, zu bedanken *verneig* ;-) Die Geschichte hat mir sehr gefallen.

Antwort des Autors:

:D Viel Spaß auf Deiner Zeitreise - wohin geht es denn?

 

Vielen Dank für die ausführlichen Kommentare und die Zeit, die Du auf diese Geschichte verwendet hast. Das bedeutet mir gerade bei der Geschichte einiges.

 

Oh, schön, dass Dir Sevens Satz gefällt. Den mag ich auch sehr gern, weil er einfach alles aussagt, was wichtig ist, alles, worin das Problem besteht und vor allem die gesamte Lösung.

Ja, das Ende ist vollkommen offen. Ich weiß auch nicht, wie sich der Konflikt entwickeln wird. Da ist es jedem Leser freigestellt, die eigenen Gedanken wandern zu lassen. Und auch wenn ich den Endabsatz (auf der Voyager mit dem blöden Lachen) ziemlich dämlich finde, wegen Zeit- und Wortdruck (die maximal Länge war mit 10.000 Wörtern vorgegeben, die ich ohnehin schon nicht so ganz eingehalten habe) habe ich das einfach nicht besser hinbekommen. Mit allem davor bin ich jedoch sehr zufrieden, weil es eine Geschichte in der Art der Kurzgeschichten geworden ist, die ich selbst so gerne lese.

"Parabel" hat auch Markus Brunner, der den Band zusammengestellt hat, sie genannt. Ich muss gestehen, ich müsste jetzt erst einmal nachschlagen, was die Merkmale dieser Erzählungsart sind (ähem ... Du weißt ja, Deutsch-Nulpe ...). Aber ich finde, es hört sich auf jeden Fall sehr schön an!



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 26.04.17 20:55 · Für: Kapitel 2
Ich war etwas erschrocken, muss ich zugeben, als das Prinzip der "Waldgeister" erklärt wurde, aber meine Angst, dass wir beide dieselbe Idee hatten, hat sich dann doch zerschlagen. Glücklicherweise gibt es in diesem Gebiet viele verschiedene Möglichkeiten, Kollektive zu realisieren. Und ich finde Schwarminteligenzen einfach unheimlich interessant! Entsprechend gefesselt war ich von diesem Kapitel. Eigentlich wollte ich ja nur das RV zum ersten Kapitel nachholen, aber als dann offensichtlich wurde, dass es um Schwarminteligenzen geht, ging es nicht mehr, da musste ich weiter lesen. Wie gesagt, hochinteressant und ich bin jedes Mal fasziniert davon. Und dann hab ich hier auch mal etwas mehr Eindruck zu den Borg, von denen ich bisher nicht viel gelesen habe. Ich weiß nur, dass sie als Böse gelten und eben ein solche Kollektiv sind. Auch, wenn das nur am Rande Thema war, durch Sevens Vergangenheit.

Zugegebenermaßen fand ich Sevens Gefühle sehr gut rübergebracht, wie sie von den Eindrücken überwältigt wird und dieses Gefühl des "Nach Hause kommens". Das fand ich sehr bewegend und unheimlich schön zu lesen. Allerdings fand ich die die Eindrücke selbst nicht ganz so nachvollziehbar und direkt, da die Eindrücke selbst ja nicht geschildert wurden, sondern nur die Quintessenz, die Seven daraus zieht. Allerdings ist es sicher auch schwer, Bilder und einen Fluss in der Masse darzustellen. Was heißt sicher, ich weiß, wie verdammt kompliziert das ist, etwas kompliziert und verworren darzustellen, gerade in dieser Konstelation. Aber wie gesagt, die Fülle und Masse ist dennoch sehr gut rübergekommen und auch die Auswirkungen, die es auf Seven hat.

Was ich auch unheimlich spannend fand, war der Konflikt, den Chakotay austrägt. Und in diesem Zuge fand ich besonders die Floskel "Humane Lösung" unheimlich schaurig schön widersprüchlich. Betrachtet man die Geschichte der modernen Menschheit, dann ist es dieser Spezies nur zu wünschen - und auch den anderen Bewohnern des Planten - dass sie um himmels Willen genau NICHT auf eine humane Lösung kommen. Denn die Lösungen, die die Menschheit - die humanoide Lebensform - teilweise auf große Probleme das gemeinsamen Zusammenlebens bisher hatte, waren nicht das, was allgemein immer unter "humane Lösung" verstanden wird.
Und selbst, wenn man es nicht so interpretiert, ist die Frage, weshalb sie auf eine humane Lösung kommen sollen, wo es doch keine Humanoiden sind.
Aber dass Chakotay es trotzdem sagt, ist verständlich und realistisch. Er weiß ja, wie er es meint und manchmal vergisst Mensch im richtig falschen Moment das Denken. Das kommt eben vor.
Trotzdem bin ich hier auf Sevens Seite, als sie sagt, er dürfe keine menschlichen Maßstäbe anlegen. Es gibt keinen Grund, dass sich andere Spezien an menschliche Ethiken halten müssen. Und auch nach menschlichen Maßstäben, ist es nur verständlich, wenn der Frust zu groß ist, um eine späte Einigung zu verweigern. Es wurde doch schon versucht und es gelang nicht. Dass sie doch einwilligen beweist, dass sie friedsamer sind und einsichtiger, als es unsere Spezies zum jetziges Zeitpunkt je war ...
Wieder mal eine Geschichte, zu der man viel nachdenken kann. Gefällt mir. Auch, wenn der Schluss, zu dem ich komme, eben wieder sehr desillusionierend ist.

Antwort des Autors:

Das ist Mist, wenn man die eigenen Ideen woanders verwirklicht sieht. Das kenne ich! Als ich hier meine ganzen alten Geschichten hochgeladen hab, habe ich auch manches Mal Kommentare à la "ah, das kenne ich doch aus Voyager-Folge xyz" erhalten. Ich gestehe, die haben mich sehr geärgert. Vor allem, weil ich zu dem Zeitpunkt Voyager noch nicht einmal geschaut hatte. Wenn man versucht, eine SF-Story zu schreiben, dann stößt man früher oder später immer wieder auf die gleichen Motive, das lässt sich gar nicht vermeiden, wenn man nicht unendlich kreativ ist.

 

Ja, ich kann mir gut vorstellen, dass Du die Szene mit den Bildern viel spezifischer angegangen wärst. Ich kann mir da so eine ähnliche Beschreibung wie auch aus Cadens Sicht vorstellen. Ich setze dagegen viel mehr auf Auslassungen in meinen Texten.

 

"human" verwendet Chakotay nicht im spezies-Sinn, sondern im Sinn, in dem man auch "humanitär" anwenden würde - nämlich als Synomym für eine verständige, für beide Seiten erträgliche Lösung ohne Anwendung von Gewalt oder psychischen Zwängen. Losgelöst von der Vorstellung einer humanoiden Entwicklung.

 

 



Name: BlueScullyZ (angemeldet) · Datum: 26.04.17 20:25 · Für: Kapitel 1
„Ich habe mich von einem flugfähigen Kleintier beobachtet gefühlt und wollte es zur Rede stellen.“ Der Satz hätte auch aus dem Sammelband 'Spaß mit Vulkaniern' stammen können xD
Sehr schön. Ich mag allgemein den Dialog zwischen Seven und Chakotay sehr. Einerseits ist sie in manchen Bereichen der Kommunikation offenbar etwas unsicher, überspielt es aber sehr, sehr gut. Es ist interessant, ihr dabei hinter die Stirn schauen zu können und den Prozess, wenn eine Antwort entsteht oder Zweifel geweckt werden, mit zu beobachten. Auf der anderen Seite kennt sie ihren Gegenüber sehr gut und weiß ihn einzuschätzen. Sie weiß also im Grunde schon, was auf sie zukommt, gesteht es sich aber schlussendlich doch erst ein, als sie es nicht mehr verhindern kann. Fand ich auch gut gemacht.

Die Gedanken, die sich die beiden um den Vogel machen, war auch sehr interessant. Ebenso wie der Vergleich der beiden Vertreter ihrer Art. Sehr defiziel und detailgetreu. Und die Vermutungen wecken natürlich auch die Gedankengänge beim Leser, der das spontan mit dem verknüpft, was er schon gelesen hat und was Chakotay vorher schon zu den Bewohnern des Planeten äußerte. Das macht es nicht nur schön zu lesen, sondern auch spannend, hinsichtlich der weiteren Entwicklung. Es könnte alles sein. Ein wichtiges Detail oder eine gedankliche Sackgasse. Man weiß es nicht.
Die Diskussion, ob es sich nun um ein Weibchen handelt oder nicht, fand ich übrigens ein sehr schönes Beispiel, um die verschiedenen Herangehensweisen der Personen zu verdeutlichen. Er, der aus dem Bauch heraus entscheidet und sie, die ein absoluter Kopfmensch ist. Amüsant, locker und doch unheimlich informativ im Subtext.

Die Wendung am Ende war natürlich grandios. Kurz vorher senkst du die Spannungskurve noch einmal ab, als du die beschauliche Nachtwanderung skizzierst und den Dialog über Vorschriften einfließen lässt und dann kommt die Wendung wie ein Hammerschlag und lässt einen als Leser so erstarren, wie es deine Protagonisten wohl auch tun. Und ein Lachen konnte ich mir dennoch nicht verkneifen, als ich mir vorstellte, dass dann die Lemuren aus "Madagaskar" auftauchen xD I like to move ... äh ... read it!

Antwort des Autors:

Ganz herzlichen Dank dafür, dass Du Dich dieser Geschichte angenommen hast! Da habe ich nämlich das Problem, dass sie von denjenigen, die Voyager nicht mögen, nicht gelesen wird, und von denen, die Voyager mögen auch nicht gelesen wird, weil ich gegen das heilige Chakotay-Janeway-Shipping verstoßen habe :D. Dabei hätte mich mal die Meinung eines Voyager-Fans interessiert, weil da ziemlich ins kalte Wasser gesprungen bin.

 

Von Voyager habe ich wenig Ahnung und mit den Charakteren habe ich mich so gut wie noch nie beschäftigt. Ich mein, ich hatte Glück, dass mir wenigstens Seven zugelost worden ist. Sie ist mir von den Voyager-Leuten noch am liebsten. Aber auch so hatte ich lange keine Ahnung, wie ich den Charakter angehen soll. Sie ist ja im Prinzip das Voyager-Pendant für TOS' Spock, TNGs Data oder ENTs T'Pol, nur mit dem Hintergrund, dass sie mal ein Mensch war, der aber die längste Zeit des Lebens von den Borg assimiliert war und jetzt erst wieder gezwungen wird, menschlich zu werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass manche ihrer Äußerungen recht vulkanisch klingen. :D

 Chakotay auf der anderen Seite ist ein Charakter, der in der Serie recht blass rüberkommt. Er stammt von einem Indianerstamm ab (ich gestehe, ich weiß nicht mal von welchem) und ist den erdverbundenen Riten ... ähm ... verbunden (prima Stil, sorry ;) ). Das ist im Prinzip der Punkt, den ich herausgepickt habe, um ihn anzugehen.

 

:D Hilfe! Wo kommen denn die Lemuren aus Madagaskar her? Wie bist Du zu dem Bild gekommen? (das ich jetzt garantiert nicht mehr aus dem Kopf bekomme :) )

 



Name: Kontikinx1404 (angemeldet) · Datum: 09.04.17 11:57 · Für: Kapitel 3
Deine Story habe ich auch im Sammelband gelesen, schriebe aber hier ein feedback. Das Zusammenspiel von Seven und Chakotay hat mir gut gefallen. Die haben sich gut ergänzt. Seven mit ihrer kühlen und harten art die Fakten darzulegen und Chakotay mit seiner Emotionalen und mitfühlenden Art. Auch die art und weise wie sie mit den unterweltwesen Kontakt aufgenommen hatten. Mit ihrer vermittlung waren sie ja auf schmalem Grad gewandelt ohne die Erste Dierektive zu verletzen.
Die Situation der Unterweltwesen, die Erste Dierktive und das zusammenspiel zwischen Seven und Chakotay. All diese Elemente hast du
geschickt zu eine interessanten Story verknüpft.
Gute Arbeit.

Antwort des Autors:

Lieber Kontiki, herzlichen Dank dafür, dass Du die Geschichte gelesen und kommentiert hast.

Ich freue mich darüber, dass dieses Zusammenspiel aus "Herz" und "Verstand" funktioniert hat. Mir ist das erst während des Schreibens bewusst geworden, wie gut die beiden Charaktere für diese Situation passen und wie perfekt sie sich da ergänzen. So hat mir das Schreiben im Endeffekt sogar richtig Spaß gemacht, obwohl ich anfangs arge Bedenken wegen des zugelosten Charakters hatte.



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