TrekNation Einloggen
Info-CenterImpressumTeam
Erweiterte Suche

Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 23.05.17 17:01 · Für: Epilog

Das ist nochmal ein richtig zauberhafter Abschluss Deines Romans, liebe Scully. Vor allem die Abschiedsszene zwischen Spock und Caden ist so realisitisch geschrieben, dass mir selbst so ein wenig ein Kloß im Hals saß, darüber, dass es jetzt zu Ende ist, und Caden seine vertrauten Gesichter wohl nie mehr wieder sehen wird. Ein wirklich schöner Ausklang, der den Leser noch einmal mitnimmt.

 

Vor allem der letzte Absatz mit der Uhr!

 

Auch Hogans Abgang war gelungen (sehr süß die Szene zwischen ihm und Chapel). Mir kam dabei jedoch wieder Dein Kommentar in den Sinn, ob ich am Ende noch genauso traurig sein würde, dass er geht. Ich hatte damals, als Du das geäußert hast, mit irgendetwas Schlimmem von seiner Seite gerechnet, aber da kam nichts. Jetzt bräuchte ich dann doch mal eine Erklärung für diese Äußerung von Dir (gerne auch per mail).

 

Es hinterlässt ein beruhigendes Gefühl, dass immerhin Hogan noch bei Caden bleibt.

Wir selbst werden die beiden verlassen, oder? Dein zweiter Teil spielt wahrscheinlich auf der Enterprise mit der dortigen Crew und nicht auf der Station, oder?

 

Ich freu mich schon sehr auf Deinen nächsten Band!

 

P.S. ... interessanterweise kann ich Stangensellerie gar nicht ausstehen :D Die überlasse ich vollumfänglich Captain Odhran ;)



Antwort des Autors: Da ich Abschiede immer ganz schlecht selbst bewerten kann, freut es mich über die Maßen, dass er dir gefallen hat. Ich bin selbst immer traurig darüber, dass ich nun ein Ende finden muss und daher fällt mir selbst die Beurteilung sehr schwer. Aber so, wie sich deine Rückmeldung liest, hab ich genau das erreicht, was ich erreichen wollte.
Erstens, dass das Gefühl von Caden deutlich wird, was es hinterlässt, all diese Personen hinter sich zu lassen, in dem Wissen, sie vielleicht nie wieder zu sehen. Und zweitens eben einen schönen Ausklang, mit leicht melodramatischem Einschlag (siehe Uhr ^^).

Zu Hogan sei gesagt, dass mein Kommentar sich auf seinen garstigen Auftritt im Kapitel "Das schiefe Rad" bezog. Es gibt einen kleinen Ausblick auf die dunklen Seiten des Charakters, allerdings, wie ich zugeben muss, ist er da gar nicht so dermaßen garstig, dass es dauerhaft verschrecken würde.

Wo der zweite Roman nun spielt, verrate ich an der Stelle mal nicht. In der Entscheidung, ob ich nun weiter die Crew der Enterprise schreibe oder auf einer eigens kreierten Sternenbasis, würde ich mich in jedem Fall für die Enterprise entscheiden, da ich die Serie als Canon-Serie begonnen habe und auch so fortsetzen werde. :D

Und trotzdem ist der Sellerie untrennbar in meinem Kopf mit dir verbunden. Und dagegen wirst du wohl auch nichts mehr tun können :D
Aber so gehen zumindest Odhran seine Argumente nicht aus ;)

Ich freu mich jedenfalls tierisch, dass ich dir über den ganzen Band hinweg eine Freude bereiten konnte und hoffe inständig, dass ich dich mit dem zweiten Band nicht enttäuschen werde. *grins*


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 23.05.17 08:49 · Für: Reset

Hach, das war jetzt ein richtig schönes Kapitel, um sich zurückzulehnen und eine Tasse warmen Tee zu trinken. Dass so ziemlich alle Hauptcharaktere ihren Abschnitt bekommen haben, der zudem bei fast allen auch sehr harmonisch abläuft, gefällt mir richtig gut.

 

Das ist so ein richtiges tiefes Durchatmen nach all den Unannehmlichkeiten der letzten Kapitel. Besonders gut hat mit Scottys Abschnitt gefallen, der ihn so richtig schön als kumpelhaften Abteilungsleiter herausgestellt hat. Und die Öh-so-hatte-ich-das-gar-nicht-gemeint Gedanken waren herrlich, vor allem als Nicole meint, dass sie das im ersten Moment auch so verstanden hätte, dass er sie als Nachfolgerin sieht.

 

Dass Caden im Gespräch mit Spock durchblicken lässt, dass ihm die Gedankenverschmelzung sogar gefallen hat, fand ich sehr interessant. Das ist in der Tat ein ganz neuer Aspekt für den Vulkanier, da diese Prozedur normalerweise ja eher als unangenehm empfunden wird. Das Gespräch der beiden hat mir naturalmente wieder sehr gut gefallen.

 

Einen besonderen Bonus fand ich, dass dieses Mal die Missverständnisse nicht auf Cadens Kosten gingen, wie das bislang üblich war, sondern er beide Male auf der "anderen" Seite stand (bei Scotty im Maschinenraum und bei Zoe und den Geräuschen in den Rohren)

 

Ein sehr versöhnliches Kapitel, das mich wundern lässt, was noch als Abschluss kommt, denn das hier wirkt schon wie ein Abschluss. Aber es fehlt ja noch Hogans Plot.



Antwort des Autors: Ja, ne? Nach so viel Auf und Ab musste mal etwas durchweg Harmonisches kommen. Das Bedürfnis hatte ich auch - auch, wenn ich dem nicht immer nachgebe. Aber am Ende muss man ja mit dem Gefühl abschließen, dass die Geschichte hinterlassen soll. Da das in diesem Fall Zuversicht und Hoffnung sein soll, musste also so ein bisschen Wohlfühlatmosphäre reinkommen.
Da gehört dann eben auch zu, dass es mal für Caden ausnahmslos glatt läuft.

Freut mich, dass dir Scottys Abschnitt gefallen hat. Den wollte ich zum Schluss auf jeden Fall noch einmal zu Wort kommen lassen, auch, wenn der Junge mir beim Schreiben nicht so leicht fällt wie Spock. Aber die Art und Weise, wie er bei dir angekommen ist, ist genau das gewesen, was ich hervorrufen wollte :)

Das Gespräch zwischen Caden und Spock war für mich auch spannend zu schreiben, weil Caden einfach eine andere Sicht als andere darauf noch einmal aufwirft. Und weil ich hier ja Wechselwirkungen generiert habe, die vom Canon ... nicht berücksichtigt sind. Nicht abweichen, weil es ja nie erwähnt wird, dass es solche Abweichungen zwischen Vulkaniern und Autisten nicht gibt :P Schön, dass dir der Absatz wieder gefallen hat.

Was da noch als Abschluss kommt, kannst du bei Zeiten direkt nachlesen. Ich hab schon gestern überlegt gehabt, beide Kapitel zusammen einzustellen, aber kam leider nicht dazu, den Epilog noch einmal final gegenzulesen. Also hab ich das heute Morgen gemacht. Damit ist die Geschichte dann auch beendet. Und damit ist das auch ein schöner Punkt dir noch einmal ganz, ganz doll für die Treue zu danken, die du mir da über die ganze Geschichte hinweg gehalten hast. Hat mich immer total gefreut, von dir zu lesen und welche Mühe du dir damit gemacht hast! Vielen lieben Dank *verneig* ;)


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 19.05.17 18:14 · Für: Das schiefe Rad

Ich habe wieder einen Satz der Woche (obwohl "Woche" jetzt nicht mehr so stimmt)

 

Dieses Mal nichts Lustiges:

- „Aber nicht heute.“ Heute hatte er genug Leute besser kennen gelernt. -

 

Der Satz gefällt mir irrsinnig gut. Der besitzt eine sehr schöne Quintessenz und wäre auch gut als Kapitelende geeignet.

 

Jetzt ist die Katze also aus dem Sack. Ich gestehe, ich hätte mir fast gewünscht, dass die Information noch ein wenig zögerlicher präsentiert worden wäre. Spock fasst das alles ja recht zügig zusammen.

 

Oh, und jetzt wird auch Hogans miese Laune aus dem letzten Kapitel klar ... sorry! Fühle mich jetzt fast ein wenig schuldig dem Charakter gegenüber, dass ich daran nicht gedacht habe. Dabei wurde es zuvor in der Besprechung der Senioroffiziere ja extra noch erwähnt. Da habe ich nicht weit genug gedacht.

Die Szene war jedoch schön gemacht, sie gibt dem bislang eher kumpelhaften Charakter mehr Tiefe. Chapel habe ich da jedoch irgendwie noch mit einem kleinen Auftritt vermisst.

 

Dass Caden wieder besser drauf ist, erleichtert mich beim Lesen sehr. Die letzte Szene war sehr gefühlvoll beschrieben - und witzigerweise war ich genauso erstaunt wie Stinson, dass Caden sie sietzt ... aber wenn ich das jetzt Revue passieren lasse, dann hat er sie - glaub ich - gar nie direkt angesprochen, so dass das überhaupt nicht aufgefallen ist. Und da sie in ihren Szenen immer so jung wirkt, hat sich automatisch gedanklich das Du aufgedrängt.



Antwort des Autors: Ja, ich kann dich verstehen, dass man ein wenig hin- und hergerissen ist, zwischen der Erleichterung, dass nun endlich die Fronten geklärt sind, und dem Bedauern, dass die Spannung jetzt weg ist und die Fronten geklärt sind. Aber nachdem Spock die Gedankenverschmelzung durchgezogen hat, wäre es schwer zu argumentieren gewesen, wie er nicht hätte darauf kommen sollen. Der Jung hält ja nun selten mit Infos hinterm Berg. Und ich hatte das Gefühl, dass Caden inzwischen eine Auflösung braucht, um nicht komplett verunsichert zu werden und doch wirklich alles hinzuschmeißen. Auch, wenn die Auflösung mir persönlich etwas platt vorkam - aber ist ja auch gar kein Krimi, hab ich mir gesagt ;)

Naja, da Hogan ja bisher nur als sehr optimistischer und pragmatischer Charakter vorgestellt wurde, konnte man als Leser auch schlecht einschätzen, wie er über den Verlust eines Freundes denkt, mit dem er mal Jahre zuvor gedient hat. Dass es ihn so aus der Bahn wirft, war wohl kaum vorhersehbar, wenn man die Figur nicht kennt, an den dieser Charakter angelehnt ist - dann hätte man eine Chance gehabt. Also kein Grund für Schuldgefühle ;)
Chapel bekommt ihren Auftritt aber noch. Versprochen. Ich vergesse sie nicht.

Gut erkannt! Caden wurde immer angesprochen, hat aber sehr selten von sich aus Charaktere angesprochen, weshalb bisher nie eine Anrede für Nicki notwendig war - hätte er es getan, hätte er sie allerdings tatsächlich gesiezt, da es ja keinen Anlass für ihn gab, es nicht zu tun. Er sprach auch in seinen Passagen immer von Petty Officer Stinson. Aber das sind so Kleinigkeiten, die auch erst in solchen Schlüsselmomenten auffallen SOLLEN. Freu mich also gerade total, dass es seine Wirkung nicht verfehlt hat :D

Dein "Satz der Woche" gefällt mir übrigens auch sehr gut. Eine schöne Wahl. Ein Kapitelende ist es nicht geworden, weil ich die Überleitung zum nächsten Tag drinhaben wollte, um den Tag abzuschließen. Aber ich geb dir Recht, dafür hätte es sich super geeignet.

Vielen lieben Dank für die erneute, ausführliche Rückmeldung ^-^ Fühle mich immer noch unheimlich geehrt und freu mich jedes Mal aufs Neue wie ein frisch gebackener Keks.


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 18.05.17 07:08 · Für: Trau, Schau, Wem

Oh mann! Der arme Caden kommt auch gar nicht zur Ruhe. Was für eine fiese Masche, ihm so etwas zu erzählen. Er nimmt das ja wesentlich wörtlicher als manch anderer und enrspechend wesentlich mehr zu Herzen. Dass er danach dann allen gegenüber misstrauisch wird, ist verständlich. Woher soll er auch die Referenz nehmen, nach der er beurteilen kann, wem er vertrauen darf und wem nicht? Für ihn sind alles seltsame Fremde in unterschiedlichen Abstufungen.

 

Die beiden Mädels versuchen ja ihr Bestes, doch auch sie wirken mit der Situation überfordert und ein wenig unbeholfen dadurch. Dass Hogan dann (etwas untypisch für sein bisheriges Auftreten) noch so blaffend dazwischen fährt, ist für alle erst mal wenig hilfreich. Was ist denn dem Ärmsten über die Leber gelaufen?

 

Ich war richtiggehend erleichtert, als am Ende Spock die Bühne betritt. Bislang hat sein Erscheinen immer für eine Entwirrungen und dadurch auch Entspannung der Situation gesorgt. Diese Hoffnung hege ich nun natürlich auch für das nächste Kapitel. Sein Vorschlag ist natürlich ein wenig radikal, aber in dieser Situation tatsächlich die beste Lösung.

 

 

Du legst die Betonung immer mehr auf POVs der OCs. Ist das Strategie oder hat sich das im Fortschreiten der Geschichte von selbst so ergeben?

 

Mir ist das besonders daran aufgefallen, dass ich in den letzten Kapiteln gar keinen "Satz der Woche" beim Lesen markiert habe.  Die lockeren Zwischenszenen haben derzeit ganz dem dramatischen Unverständnis der Situation Platz gemacht.



Antwort des Autors: Ob es das besser machen würde, wenn man es nicht wörtlich nähme, sei einmal dahin gestellt ;) Aber ich gehe vollkommen mit dir konform, dass es nicht nett ist. Interessant zu schreiben, wie das Verhältnis der Personen kippt, aber leid tun mir die Charaktere dann ja auch ... Schön, dass ich damit nicht alleine bin.
Dass Caden nicht der einzige ist, der überfordert ist, hast du auch gut erkannt. Dass sie mich als Autor haben, macht es ihnen auch nicht leichter ^^''

Ich habe lange gerätselt, ob es wirklich die beste Lösung ist, die Spock da anbringt, mich aber entschlossen es dann tatsächlich so umzusetzen. Schön, dass es dir gefällt. Mit jedem Fall ist es die Lösung, die am wenigsten Restzweifel zurücklassen sollte. Hoffentlich.

Mit den POVs hast du auch sehr gut erkannt. Das ist mir beim Schreiben selbst aufgefallen - hat sich also ergeben. Sinnvoll ändern ließ es sich nicht, also hab ich es belassen. Da in diesem Kapitel die handelnden Organe eben fast nur OCs sind, hätte ich dann wieder aus unbeteiligten Augen berichtet und hinterm Berg gehalten hab ich schon mit genug. Und ja, da geb ich dir auch Recht, in diesem Kapitel ging das ganz massiv auf Kosten des Humors - ebenso wie im letzten Kapitel. Aber das wird auch wieder besser, egal, wie die Situation sich entwickelt. Versprochen :D

Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung wieder einmal. Macht immer wieder Spaß, zu lesen, was so im Kopf des Lesers vor sich geht. *freu*


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 13.05.17 13:10 · Für: Alles auf Anfang

Ha! Jetzt aber! Jetzt kommt der Teil, auf den ich gewartet habe.

Das Gespräch von Ohana und den anderen ist ja sehr mysteriös. Da kann man hineininterpretieren, dass er es sozusagen mit Absicht getan hat, Caden in Misskredit zu bringen, um ihn loszuwerden - oder dass er mit der Lieferung ebenfalls etwas zu tun hat und sich darauf mit seinen Worten bezogen hat. Ich bin gespannt, was daraus jetzt wird. Es wird spannend!

 

Ganz übel fühlt sich in dem Zusammenhang dann auch das Ende von Cadens Szene an ... (und da muss ich jetzt noch eine Woche warten, was dem armen Kerl passiert - oder eben nicht!)

 

Dass Caden und Nicole jetzt sozusagen wieder von vorne mit ihrer Bekanntschaft anfangen müssen, hast Du gut beschrieben. Caden ist jetzt noch unsicherer, weil er nicht weiß, was die anderen nun von ihm halten (noch weniger als er sich das zuvor schon sicher war). Und für Nicole ist das alles natürlich auch eine ganz blöde Situation, weil sie sich immer wieder hinterfragt, ob sie anders hätte handeln können/sollen. Richtig miteinander reden ist in dem Fall ja keine Option, so dass sich jede Menge von "wenn" und "ob" im Kopf festsetzen können und dort ein Eigenleben beginnen.

 

Aber dass Hogan versetzt werden soll, finde ich ja allerhöchst betrüblich! Ich hoffe (für mich als Leserin), dass da noch irgendwas dazwischen kommt. Seine Szenen fand ich immer sehr erfrischend zu lesen, weil er so schön unmilitärisch rüber kommt. Und das Gekabbel mit Chapel ist ja ohnehin herrlich.

 

Was mich irritiert hat (und ich glaube, Du hattest das in einem früheren Kapitel schon mal erwähnt), ist der Sold. Im 23. Jhdt. gibt es im Star Trek Universum in der Föderation, oder zumindest auf der Erde (darauf beziehen sich die meisten Zitate), kein Geld mehr. In nicht föderalen Gesellschaften spielt es noch eine Rolle (siehe Ferengi, oder auf Bajor), aber nicht auf der Erde. Daher gibt es für Sternenflottenmitglieder sicherlich keinen Sold.



Antwort des Autors: Ich sehe, ich war teilweise mit den Anspielungen zu unterschwellig und die lange Postfrequenz tut ihr Übriges sicher auch dazu. Kleiner Tipp vielleicht: Es gab bisher nur einen Charkater, der explitit als Brillenträger vorgestellt wurde und dank RetinaxV gibt es in Star Trek ja nicht mehr so viele ;)
Spannend blieben wird es trotzdem, weil du ja ohnehin erst nächste Woche erfährst, was da genau passiert ist. Oder auch nicht genau. Oder gar nicht. Who knows?

Ja, für Nicki und Caden ist es sicherlich nicht einfach, jetzt zu einem neuen Standard zurück zu kehren. Einer wird den ersten Schritt tun müssen, der über eine simple Begrüßung hinausgeht.

Es freut mich, dass dir der Charakter Hogan so gefällt! :) Hoffendlich vermisst du ihn am Ende der Geschichte noch genau so wie jetzt ...

Und das mit dem Sold ... verflucht! Du hast Recht. Da ... muss ich wohl noch einmal bei. Das Thema Geld wird in Star Trek TOS nie wirklich angeschnitten, daher war ich mir nicht sicher, ob es nun so etwas gibt oder gar nicht mehr. Vielen, vielen Dank auf jeden Fall für deinen Hinweis, ich werde sehen, was ich da stattdessen draus mache ...

Und insgesamt auch wieder vielen lieben Dank für deine Rückmeldung :)


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 07.05.17 08:31 · Für: Des Urteils Gunst

Puh! Da kann man endlich wieder durchatmen! Das war auch echt nötig. Dir hätte ich es wahrlich noch zugetraut, dass sich das Blatt gegen Caden wendet ;) .

Spocks Rede war für vulkanische Verhältnisse fast flammend zu nennen. Es hat mir großen Spaß gemacht, sie zu verfolgen und innerlich habe ich die ganze Zeit genickt (äußerlich ging nicht, da sind mir dann die Buchstaben vor den Augen verschwommen). Da konnte ich McCoys amüsierte Beobachtung voll und ganz nachvollziehen. Die Szene fand ich für beide Charaktere absolut gelungen.

 

Etwas irritiert hat mich der Lieutenant Schneiders. Warum er da war, hab ich glaube ich verstanden. Aber er wirkte auf mich so ein wenig, als ob Kirk einfach mal im Vorbeigehen jemanden vom Korridor mitgenommen hätte, um hinterher sagen zu können "wir waren neutral vor Zeugen".

 

Es ist schön, dass Caden jetzt ein bisschen durchatmen kann, aber ich kann mir gut vorstellen, dass er in Zukunft nicht mehr so ... jetzt wollte ich fast schreiben "unbefangen", wobei das ein Adjektiv ist, das auf Caden auch zuvor überhaupt nicht zugetroffen ist. Also, ich denke, er wird jetzt noch vorsichtiger im Umgang mit anderen Crewmitgliedern sein.

 

Und ich bin ja immer noch der Meinung, dass Patten da kein Werkzeug hat überbringen lassen ... *murmel, murmel*

 

Der Satz der Woche geht dieses Mal wieder an McCoy im Zusammenspiel mit Spock. Fantastische Formulierung :D:

„Seien Sie doch einmal nicht so, wie Sie eben sind, Spock.“
McCoy hatte schon viel von sich gegeben, was in den Augen des Vulkaniers wenig Sinn machte, aber das, war eine seiner Tiefleistungen in Sachen Logik.

 



Antwort des Autors: Schön, dass ich scheinbar die Spannung aufrechterhalten konnte :-)
Wenn man jeden Fortgang für Möglich hält, ist das die Wirkung, die ich haben wollte. Ist ja langweilig, wenn man weiß, wie es ausgeht.
Dass Spocks Verteidigung ein wenig zu flammend geworden wäre, war ehrlich gesagt meine größte Angst - wie bei jeder Szene, in der Spock für Caden Partei ergreift. Aber mit dem Endergebnis kann ich sehr gut leben, da ja alles auf Fakten beruht, die er anführt.
Und so konnte ich dich noch mit McCoys Reaktion darauf amüsieren :)

Kirk hat nicht willkürlich jemanden auf dem Flur aufgegriffen. Mit Lieutenant Schneiders hatte er ja schon einmal eine Diskussion zu dem Fall und daher hat er ausgerechnet ihn angeschleppt. Der Grund ist allerdings genau der, den du vermutest. Auch in der Sternenflotte wird es Möglichkeiten geben, seinem Captain Voreingenommenheit zu unterstellen und ihn damit in die Bredullie zu bringen - und solche Entscheidungen dann noch einmal zu hinterfragen. Das wollte Kirk in der Tat vermeiden.
Andererseits wollte er auch einen Indikator dafür haben, inwieweit kritische Stimmen die Entscheidung hinterfragen und da hatte er gehofft, dass Schneiders, der sich ja auch getraut hat, vor ihm diese Kritik zu äußern, genug Mumm in den Knochen hat, diese Zweifel auch zu äußern, anstatt nur stumpf zu nicken.

Wir werden sehen, wie es weiter läuft. Aber sicherlich war das keine angenehme Erfahrung und zu den Beteiligten hatte er ja selbst schon was gesagt. Aber es ist eben alles immer nicht so einfach ... Und Charaktere, die mich zum Autor haben, haben es selten leicht.

Die Formulierung, die du gekührt hast, find ich auch ziemlich amüsant - bis auf, dass mir auffällt, dass Dinge nie Sinn machen, sondern Sinn ergeben und ich die Szene aus Spocks Blickwinkel geschrieben habe, der diesen Unterschied allerdings kennen sollte ... Egal, wie oft man es gegenliest, irgendwas geht einem immer durch.

Zur Vermutung ... ich würde ja gern was dazu sagen, aber da verstricke ich mich nur in Andeutungen, also bleib ich beim altbewährten Schema: Ich freue mich darüber, mal zu lesen, zu welchen Vermutungen ich dich verleitet habe und schweige mich darüber aus ^-^

Und natürlich bedanke ich mich wieder für die ausführliche Rückmeldung und wünsch dir noch einen wunderschönen Sonntag :D


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 28.04.17 09:57 · Für: Erkenntnisse

Puh, das Gespräch von McCoy, Spock und Kirk hat mich ein wenig erleichtert. Zumindest bei McCoy habe ich das Gefühl erhalten, dass er da ein wenig Verständnis für Caden zeigt. Es macht einen als Leser so richtig gribbelig, weil man den gesamten Ablauf und die Hintergründe kennt, und die Leute in die richtige Richtung schubsen möchte, damit sie endlich einmal das gesamte Bild sehen.

 

Spock Gespräch mit Caden hat mir logischerweise auch wieder sehr gut gefallen. Ich finde die Art, wie er auf den Jungen eingeht, schlicht und ergreifend perfekt. In der Beschreibung zeigst Du so viel Verständnis dafür, wie Spock tickt. Weit über das übliche eher platte "emotionsfrei und augenbrauenhebend" hinaus. Ich lese Deinen Spock einfach wahnsinnig gerne (aber ich glaube, das habe ich das eine oder andere Mal schon einmal erwähnt ... möglicherweise ... ;) )

Gut, dass jetzt endlich mal Pattens Name gefallen ist. Ich hoffe, Spock nimmt ihn sich als nächstes vor. So ganz nüchtern betrachtet, ist die gesamte Angelegenheit seine Schuld.

 

Cadens Erklärung, dass er etwas bauen muss, um zu begreifen, wie es funktioniert, ist übrigens genial. Genau dieses Gefühl kann ich zum 100 Prozent nachvollziehen, denn genau so gehe ich auch durchs Leben. War schon in der Schule so. Ich konnte nie etwas stur auswendig lernen, ich musste immer erst begreifen, warum es so war, wie es war. Da hat Caden mein vollstes Verständnis und meine Anerkennung, sich der Uhr so zu nähern. (ob sie nun eine Chronometerhemmung oder eine schweizer Ankerhemmung hat ;) ... stammt das aus einer Recherche oder gehört das in Dein alltägliches Wissen? )

 

Am Ende dieses Kapitels habe ich einmal mehr darüber nachgesonnen, warum ich Deine Sachen so gerne und interessiert lese. Im Prinzip hast Du die Entschleunigung eines Vorgangs zur Chefsache erklärt. Es sind jetzt doch schon 3 oder 4 Kapitel mit sicherlich über 20.000 Wörtern verstrichen, in denen lediglich über die Nachwirkung von Cadens Ausraster gesprochen wird. Das ist eine Länge, in der ich normalerweise eine gesamte Geschichte beende. Und dennoch sitze ich an jedem neuen Kapitel und lese es intensiv. Mir kommt nicht einmal die Idee, irgendwelche Absätze zu überfliegen. Ich habe es noch nicht raus, woran genau das liegt, und wie Du das machst ... aber ich arbeite daran :D . Dein Stil ist irgendwie einzigartig.



Antwort des Autors: So ist das mit verschiedenen Wissensständen ;-) Der eine weiß was, was der andere nicht weiß und weiß auch nicht, dass dieses Wissen für den anderen wichtig sein könnte. Will nicht wissen, wie viele Missverständnisse am Tag durch diesen Effekt entstehen ... Dass es dich total hibbelig macht, dabei zuzusehen, wie sie sich nur langsam einer Lösung nähert, glaube ich gerne. Aber sie dürfen ja auch wieder nicht zu schnell die richtige Lösung finden, weil dann wirds wieder langweilig und gestellt. Die Waage dazwischen zu halten ist - in meinen Augen - echt schwierig. Aber solange es noch spannend bleibt, hab ichs scheinbar nicht verbockt.

Für den Spock mit Tiefe empfehle ich die Folge "Tödliche Wolken" (engl. Obsession) aus TOS. Bin ich letztens wieder drüber gestolpert, da sieht man richtig schön, welche Möglichkeiten man mit ihm als Charakter hat, die wirklich breit gefächert sind. Ihn auch seine Augenbrauen zu reduzieren wäre wirklich alles andere als fair. Freut mich, dass mir das gelungen ist *verneig*
Was nun Patten damit zu tun hat oder nicht, wird sich zeigen.

Ich weiß genau was du meinst. Mir fällt begreifen auch viel leichter als auswendiglernen. Ich habe lange nicht begriffen, weshalb auch viele meiner Klassenkameraden nicht in der Lage waren, etwas, was sie in einem Fach gelernt hatten, auf das andere anzuwenden. Beispielsweise ihre Chemiekenntnisse in Bio beim Thema Photosynthese. Das war für die ein Buch mit sieben Siegeln. Beides konnten sie, aber wie es zusammenhängt ... Magic! Also sind wir damit schon einmal zu dritt :D Und ja, die Uhrwerke stammen aus Recherche. Mit dem Thema kenne ich mich nämlich nicht genügend aus.

Sag Bescheid, wenn dir einfällt, wieso das so ist. Solange freue ich mich einfach über das unheimlich große Lob! Dass ich unheimlich ausladend schreibe, ist mir bewusst, aber ich finde es immer wieder toll, wenn es anderen gefällt und ich es hinbekomme, doch alles - wenn auch für eine kleinere Zielgruppe - spannend und interessant in Worte zu packen. Kürzen fällt mir immer sehr schwer, ich will immer möglichst viele Perspektiven haben, die dann auch mal verschieden sind und Fehlinterpretationen und Missverständnisse mit einschließen. Und dafür brauch ich dann immer diese Menge an Text ... ^^''

Jedenfalls vielen, vielen Dank für deine neuerliche Rückmeldung. Habe mich sehr darüber gefreut!


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 21.04.17 14:07 · Für: Tief durchatmen

Das war ja ein ganz schön tiefgehendes Kapitel! Lediglich aufgelockert von ein wenig Hogan-Jovialität.

 

Das Gespräch von Nicki und Zoe hat mir sehr gut gefallen (Zoe bekommt auch den Satz-der-Woche-Preis : „Grübelst du schon wieder?“, fragte Zoe einfühlsam wie eine Abrissbirne.)

So polternd wie sie anfangs daher kommt, so hilfreich ist sie im Endeffekt. Ich mag sie gerne, und stelle sie mir witzigerweise ein wenig so vor wie die Uhura aus den Neuverfilmungen (wahrscheinlich, weil die Schauspielerin da meines Wissens auch Zoe heißt …). Ihre Kommentare rütteln Nicki genau im rechten Maß auf. So gehört sich das für eine Freundin!

Oh und ihre Bemerkungen wegen des Erste-Hilfe-Kurses kann ich sooooo gut nachvollziehen. Ich mach den auch jedes zweite Jahr und es geht mir ganz genau so wie sie das beschrieben hat. Solange man das nicht übt, bleibt es graue Theorie.

Dass Nicki darüber gesprochen hat, wie sie die Szene empfunden hat, war sehr hilfreich für mich. Bislang war Caden für mich eher so das unverstandene Opfer. Aber wenn Nicki hier beschreibt, wie sie ihn, seine Mimik und seine Gestik empfunden hat, dann wird deutlich, dass die direkte Umwelt ein ganz anderes Bild bekommen haben muss.

 

Die anderen Techniker-Kollegen mit ihrem Foppen und ihren Halbstarken-Kommentaren sind natürlich überhaupt keine Hilfe. Da kommt so richtig Dein Herz für die Mannschaftsgrade durch. An solche Szenen würde ich überhaupt nicht denken, weil ich mich – wie viele andere Fans wahrscheinlich auch – gedanklich immer auf der Offiziersebene aufhalte, wo die Leute durch die Akademie und die Sternenflottenmoral gepeitscht worden sind. Aber klar, die ganze Arbeit wird ja sicherlich nicht von Offizieren erledigt, sondern von der wesentlich größeren Anzahl an Mannschaftsgraden, die nicht die hehren Föderationsziele auf die Stirn getackert haben.

Schön fand ich da den Chief, der sich verständnisvoll zeigt – jedenfalls Nicki gegenüber. (:D – aber ich glaube kaum, dass sich DIN-Normen in der vereinten Föderation der Planeten durchsetzen werden, wo doch alles so amerikanisch geprägt zu sein scheint :D, da würde ich eher ISO-Normen erwarten)

 

Die Traum-/Unterbewusstseinsequenz von Caden fand ich wahnsinnig intensiv. Ich bin da zum Teil richtig selbst erschrocken. Du hast das Ganze so dermaßen eng aus seiner Warte geschrieben, dass der Leser direkt durch seine Augen sieht. Ganz großes Kino! Vor allem der Part als Fünfjähriger. Hut ab!

Das Ende mit dem Spruch, der nur für den Leser, nicht jedoch für die Ärzte, einen Sinn macht, zaubert dann doch noch mal ein Lächeln nach all der Anspannung auf die Lippen. Richtig guter Schluss! (Und Du weißt ja, dass ich auf gute Kapitelenden stehe ;) )



Antwort des Autors: Vollkommen richtig erkannt. Nach der ganzen Hektik, dachte ich, das Kapitel ließe sich super als Reflektion nutzen. Und zum Auflockern ist der Charakter von Hogan einfach wunderbar geeignet ;-)

Eben, manchmal bringt einem Mitgefühl nichts, sondern da braucht man die Konfrontation mit der Realität. Daher tue ich mich so schwer mit typischen Teenager-Tröst-Szenen, wie sie in manchen Filmformaten so oft vorkommen und die gern als frauentypisch bezeichnet werden.
Zugegebenermaßen war der Seitenhieb zu den Fortbildungen ein gaaaanz klein wenig Werbung, das regelmäßig zu machen und zu verinnerlichen. Aber nur ein bisschen. Hoffe, dass mich niemand dafür erschlägt.

Es wäre schlichtweg langweilig gewesen, wären alle einer Meinung gewesen und hätten alle zur rechten Zeit ihr Hirn eingeschaltet. Genau das passiert ja oftmals nicht, wenn der Unsicherheitsfaktor Mensch ins Spiel kommt xD Und das gibt einem als Autor auch eine Fülle an Möglichkeiten, die ich persönlich immer sehr gerne ausnutze. Allerdings nicht immer in so negativer Weise wie hier ... Freut mich, dass es dir dennoch gefällt, DASS die unteren Grade und das etwas rauere Volk mal zur Sprache kommt. In TOS haben die mir immer gefehlt.
Und es ist gut zu wissen, dass sich so langsam aufsplittet, wie es für andere wirkt und was dahinter steckt. Denn das geht teilweise eben sehr stark auseinander und am Ende ist es ein großes Missverständnis, an dem beide Seiten scheitern. Das auseinander zu klambüsern ist nicht so einfach. Aber schön, wenn es mir Zeilenweise gelingt.

Mit den DIN und ISOs hast du vollkommen Recht! Das werd ich gleich umändern. Natürlich wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die deutsche DIN durchsetzen. Ebensowenig, wie sich auf der Welt die Kalorien oder die Pferdestärken durchgesetzt haben. Aber hier, wenn man hier lebt, ist es noch so ... präsent. Wer nicht gerade viel mit anderen Nationalitäten zu tun hat. Danke, danke für den Hinweis *grins*

Die Unterbewusstseinssequenzen sind was, was mir wieder erstaunlich leicht von der Hand ging. Ich wusste ja, welche Szene ich zu schreiben hatte und musste nur den Blickwinkel einnehmen. Ich dachte eigentlich, dass es mir schwer fallen würde, es aus so jungen Augen zu schreiben, aber es hat wunderbar funktioniert. Dass es nun auch von Leserseite so zu lesen ist, wie es sein soll - nämlich unmittelbar, mit allen Fehl- und Missinterpretationen - ist natürlich schön zu hören und macht mich ziemlich stolz ^^''

Auf ein etwas aufheiterndes Ende konnte ich nicht verzichten. Schön, dass ich dir damit eine Freude machen konnte ;-)

Und wieder einmal vielen, vielen Dank für deine Rückmeldung und dein so ausführliches Feedback :D


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 17.04.17 20:12 · Für: Das Chaos

So, da bin ich wieder! Gelesen hatte ich das Kapitel noch Donnerstag Nacht (danke für’s frühere Einstellen :D ), aber zum Kommentieren kam ich dann nicht mehr. 

 

Welch passender Titel für das Kapitel!


Die plötzlich andere Lage vor Cadens Quartierstür kam überraschend. Da machen sie sich über einen möglichen Patienten vor sich Gedanken und plötzlich haben sie einen neuen im Rücken. Sehr spannend!

McCoy hat gleich alle Hände voll zu tun (tststs, wie er Chapel zurücklässt, weil er sich denkt, dass sie in einer Situation, die Spock betrifft, nicht sehr hilfreich wäre … ;) ). Man möchte ihn da fast ein wenig schütteln, wie er versucht herauszufinden, was los ist, während man als Leser schon einen Schritt weiter in der Erkenntnis ist.

 

Das war überhaupt so ein wenig der Haupttenor für mich in diesem Kapitel: Dass ich mich immer wieder von der Leserperspektive an die Charakterperspektive erinnern musste. Gerade auch bei Ohanas mieser Laune und seinem Zorn gegen Caden. Da man als Leser automatisch auf Cadens Seite steht, weil man schon sie viel mitbekommen hat, was er durchmacht und wie er da an sich arbeitet und mit sich ringt, ist die Tendenz groß, im ersten Moment Ohana nur als Volla*** zu sehen. Aber wenn man sich dann mal hinsetzt und sich versucht, in die Situation hineinzuversetzen mit dem Wissen (oder in dem Fall besser „Nichtwissen“) mancher Technikerkollegen, dann sieht das natürlich ganz anders aus.

Wobei sich mir immer noch die Frage stellt, ob denn die Kollegen nicht auch einfach mal nach Autismus „googeln“ (oder was immer als Äquivalent im 23. Jhdt existiert), wenn sie erfahren, dass jemand mit dieser Diagnose in ihre Abteilung kommt, und dann sein Verhalten besser einschätzen können. Oder ist das eine Information, die nur den Führungsoffizieren zugänglich war? Das habe ich jetzt nicht mehr ganz im Kopf.

 

Nichtsdestotrotz gefällt mir natürlich Hogans Haltung Ohana gegenüber ausgesprochen gut ;). Der Typ gefällt mir sehr. Der nimmt die Befehlskette nicht so bierernst und lässt auch mal ärztliche Fürsorge über allem anderen stehen. In dem kurzen Wortgefecht zwischen ihm und Kirk war ich eindeutig auf seiner Seite ;).

 

Die Erklärung für Spocks Zusammenbruch war dann sehr interessant. So eine starke emotionale Ausstrahlung kann ich mir sehr gut vorstellen. Auch dass er in dem Moment keine Möglichkeit hat, sich zu schützen, weil er unvorbereitet getroffen wurde. Jetzt hoffe ich nur, dass Caden daraus kein Strick gedreht wird, und natürlich hoffe ich, dass der Ärmste bald wieder in der Lage sein wird, seine Version der Geschichte zu erzählen (und dass Patten in der Zwischenzeit in irgendeiner Zwischenhölle schmort)



Antwort des Autors: Und ich hab mich gefreut :D Hab frühstens heute mit nem Laut von dir gerechnet, dass dann gestern schon was zu lesen war, war eine schöne Überraschung. Der Titel wurde in letzter Sekunde noch einmal geändert und es freut mich, dass er passt. In meinen Augen auch besser als der Vorgänger (Shutdown). Zu der Lage vor Cadens Quartier muss man aber auch sagen, dass es ja auch hätte komplett anders sein können. Ich hätte ja so gemein sein können und noch eine dritte Partei ins Spiel bringen können :P Insgesamt weiß ich genau was du meinst, wenn du die Perspektiven ansprichst. Keine Sorge, ich fasse es nicht als Vorwurf auf ;-) Vom Gefühl und der Gewohnheit her, hätte ich Cadens Beweggründe erst am Ende der Geschichte - oder zumindest dieser Passage - aufgedeckt. Es kommen nun auch von Charakterseite her Fragen auf, das wäre Ideal, um die Hintergründe zu beleuchten. Aber in diesem Fall hab ich mich das schlicht nicht getraut und dem Leser einen Wissensvorsprung wissentlich zugemutet, auch, wenn ich so etwas im Allgemeinen versuche, zu vermeiden. War also eine neue Herangehensweise für mich, die ich auch mal üben konnte ;-) Grund dafür war einfach, dass es ohnehin schon missverständlich ist und ich damit womöglich noch gängige Klischees noch weiter verfestigt hätte bei Lesern, die irgendwann in der Mitte abspringen. Oder dass sich Meinungen verfestigen, die später wiederlegt werden sollen. Beispielsweise diese Pauschalaussage, dass alle Autisten, läuft es nicht nach ihren Vorstellungen, grundlos "am Rad drehen". Genau das, hätte ich Cadens Innenansicht nicht gehabt, hätte ich mit dem letzten Kapitel ja astrein bestätigt, was ich ja gar nicht will. Google und Co mag es in der Zeit noch geben, aber ich hab mich bewusst für das Unwissen auf der Enterprise entschieden. So sehr es auch eine Utopie sein soll, so realistisch fand ich es leider doch. Auch, wenn ich den Gedanken interessant finde und mir ja auch Gedanken machen musste, wieso genau das gerade nicht geht. Erinnerst du dich noch an das Erste Kapitel, wo die Führungsriege mit den verschiedenen Informationen gekämpft hat? Einiges ist missverständlich formuliert, anderes wieder sehr generalistisch und führt dazu, dass dort wo keine konkreten Aussagen gemacht werden, der Mensch beginnt zu interpretieren und im schlimmsten Fall seine eigenen Ängste dort mit einflechtet. Es gibt auch sehr gute, verständliche Texte darüber, aber im Zweifelslfall ist eben der Teufel ein Eichhörnchen und genau diese Texte werden übersehen. Das ist Stand heute, wo viele Autismus pauschal mit RainMan gleichsetzen oder mit der These, Autismus hieße, keine Gefühle zu haben. Die Aussagen aus dem ersten Kapitel sind übrigens nicht ausgedacht, sondern sind gesammelte Werke aus Familie, Freundes- und Bekanntenkreis ... Da ich ja mich für ein Szenario entschieden habe, in dem Autismus so gut wie nicht mehr existiert (ohne jede Wertung, ob das nun gut oder schlecht ist), gab es nie einen Grund, neuere, eindeutigere, neue Quellen zu verfassen. Und auch heute gibt es Google, aber die Mehrheit der Leute, nutzt es nicht adäquat. Leider. Wie habe ich erst letztens wieder gelesen? Wir haben die Unweiten des Internets, in dem wir das gesamte Wissen der Welt ablegen könnten. Stattdessen schauen wir stundenlang darüber Videos über befellte domestizierte Kleinsäuger. Und es ist ja leider wahr. Hogan ist ohnehin ein Spezialfall. Den OC gibt es, weil ich mich von einem anderen Fandom nicht trennen konnte und damit Chapel einen Gegenspieler hat. Entsprechend musste er einfach verbal wehrhaft sein ;-) Entsprechend gebührt das Lob über sein Charakterdesign nicht einmal mir, sondern seinem eigentlichen Schöpfer. Ich taufte ihn nur um und schickte ihn 300 Jahre in "seine" Zukunft. Warte noch darauf, dass ihn jemand wiedererkennt :P Du hast es genau richtig erfasst. Hogan ist erst Arzt, dann ein Teilzeit-Chauvinist, dann Pazifist und irgendwann auch Sternenflotten-Offizier. Entsprechend streng nimmt er es mit der Befehlskette. Es freut mich riesig, dass die Erklärung zu Spocks Dillemma für dich schlüssig klingt. Da hab ich lange dran gebastelt, bis es mir gefallen hat. Für Weiteres musst du dich ja nicht mehr lange gedulden. Ist ja schon Montag ;-) Vielen, vielen lieben Dank für deine ausführliche Rückmeldung. Ich mags, übers Schreiben zu schreiben :D


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 07.04.17 13:57 · Für: Bis zum Kern - Meltdown

Dass das Lächeln seines Gesprächspartners langsam einen qualvollen Tod starb, registrierte Spock mit einer neuerlichen Portion Verwunderung.

 

Den hier deklariere ich zu meinem Lieblingssatz der Woche :). Eine ganz herrliche Formulierung. Mir kam da nur die Frage, warum Du Uhura nicht als Gesprächspartnerin bezeichnest. Ich weiß, dass einige Leute nichts von Gendering halten, aber dieses Wort ist ja gang und gäbe.

 

Was hier mit Caden passiert, ist ganz schön hart. Und meine kurz aufgeflammte Sympathie für Patten ist wieder im Keller (vor allem habe ich da eine wenig schöne Vermutung, warum er Caden auf die Botenjunge-Tour geschickt hat), aber auch Ohana ist ein A*** - sorry für den Ausdruck. Was ist denn das für eine Art, jemanden erstmal rund zu machen und als Lügner zu bezeichnen, statt ihn sich in Ruhe anzuhören? (es sei denn, Patten hat da zuvor bereits zu seinem Vorteil interveniert)

Boah, ich kann Caden da komplett verstehen. Dass er in seiner ohnehin so unsicheren Umgangsart mit anderen da den emotionalen Zusammenbruch erlebt, ist absolut nachvollziehbar. Vor allem, weil Du im Vorfeld wieder so schön die Reizüberflutung aus seiner Warte dargestellt hast.

 

Ich hoffe jetzt wahrlich, dass jemand einen kühlen Kopf bewahrt, sich über Caden schlau macht und die Wogen wieder glättet. Spock! Auf geht's, Du wirst gebraucht!



Antwort des Autors: Danke für den lieben Hinweis. Ich gehöre zu den Leuten, die sich um Gendering schlichtweg keinen Kopf machen und aus dem Bauch heraus ersteinmal die Grundform eines Wortes verwenden. Gerade, weil zum Beispiel Rangbezeichnungen nicht gegendert werden, verfällt man dann öfter mal in einen Modus, in dem einem solche Kleinigkeiten nicht mehr auffallen. Aber natürlich hast du Recht - es ist die Gesprächspartnerin. Dass dir der Satz gefällt, freut mich. Er ist aus einem sehr spontan entstandenen Part :)

Ich habe eine Vermutung, was du für eine Vermutung hast. Mal sehen, ob wir beide richtig liegen. Also du mit deiner Vermutung und ich mit meiner. Oder ob nur einer von uns Beiden Recht behält. Mal sehen. Hach, ich liebe es, wenn der Text für Vorahnungen reicht!

Es stimmt, es ist ziemlich hart, was da passiert. Und die Umgangsformen sind alles andere als zuvorkommend. Aber wie heißt es so schön: Idioten gibt es überall. Und manche Menschen haben einfach mal einen schlechten Tag. Und im schlimmsten Fall kommt beides zusammen.

Vielen dank für dein neuerliches Review *verneig* Fühle mich geehrt ;-)


Ein Review abgeben