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Reviews für Blaue Stunde

Name: Ijan (angemeldet) · Datum: 06.01.17 16:32 · Für: Kapitel 1
:( Das ist eine so traurige Geschichte. Gruseln tut sie mich nicht (tun Geister aber grundsätzlich nie), aber sie bedrückt mich sehr. Der Schmerz von Dukat ist richtig spürbar und auch, dass du mit den moralischen Regeln "Suizid um jeden Preis verhindern" gebrochen hast, indem Naprem Dukat zu sich geholt hat, finde ich absolut klasse, denn das traut sich nicht jeder, obwohl man doch selber nur zu genau weiss, dass es ist nicht immer und in jeder Situation das "bessere Übel" ist, am Leben zu bleiben. Wirklich eine tolle Geschichte, und wahnsinnig emotional. Danke dafür :)

Antwort des Autors: Das freut mich, dass dir die FF gefällt :) und auch, dass dich der "Tabubruch" in der FF interessiert und nicht abschreckt. Ich hoffe, man liest sich des Öfteren mal :) LG werewolf


Name: CAMIR (angemeldet) · Datum: 02.01.17 13:42 · Für: Kapitel 1

Huhu, langsam komme ich jetzt dazu, die anderen Contestbeiträge auch mal zu lesen und habe mit dir einen weiteren Anfang gemacht.

Die Geschichte ist interessant in der Hinsicht, dass es mal erfrischend ist, einen anderen Dukat zu sehen. Ich mochte die Figur immer recht gerne, aber die Seite von ihm sieht man viel zu selten. Meine Erinnerungen an DS9 sind jetzt leider zu lange her, als dass ich noch genau wüsste, wie das mit Naprem war, von daher "glaube" ich dir einfach mal, was du darüber schreibst - sonst würde die Story keinen Sinn ergeben und sein Verhalten wäre unglaubwürdig.

Die Struktur mit dem therapeutischen Verhör finde ich interessant, ich kann mir gut vorstellen, dass Starfleet auf so etwas zurückgreift, um ihre Kriegsgefangenen zu erreichen. Nur habe ich mir die Frage gestellt, wieso sie keinen Telepathen zu Dukat schicken, wenn der so verstockt ist? Sie haben hier einen gesuchten Kriegsverbrecher und es geht um dessen Prozess. Aber da das in der Serie auch häufiger übersehen wird, lass ich dir das mal durchgehen.

Problematischer finde ich da schon die Idee mit Idahani. Auf den ersten Blick fügt sich das tatsächlich sehr gut in den bajoranischen Glauben ein, aber so wie du es beschreibst, dass die Toten tatsächlich physisch zurückkehren (das soll die Fanfic ja suggerieren, auch wenn du es offen lässt), wirft einige Probleme und Fragen auf, die sich nicht nur mit dem vorhandenen Serienwissen beißen, sondern auch tatsächlich kosmologisch relevant sind. Wenn die Toten wirklich zurückkehren können - gut Dukat ist wahnsinnig, aber viele Bajoraner haben das auch erlebt - und zwar dergestalt, dass Sensoren sie erfassen, dann wäre die Frage nach dem Leben nach dem Tod ziemlich eindeutig geklärt und zwar nicht nur für Bajoraner sondern im ganzen Universum. Und das hätten bestimmt schon andere gemerkt. Weiterhin würde das Missbrauch Tür und Tor öffnen - Mordprozess? Wir warten einfach bis das Opfer wiederkommt und befragen es dann; Trauer? - brauchen wir nicht, wir können ihn/sie ja einmal im Jahr sehen. Das ist jetzt alles sehr anskizziert, aber so gut die Idee ist, sie ist in der Form nicht konsequent zuende gedacht. Du hast den wahnsinnigen Dukat auf deiner Seite, der halluziniert und nimmst das ja auch als Aufhänger, machst aber eben deutlich, dass Naprem vermutlich keine Hallu ist.

Die Begegnungen mit den beiden sind sehr einfühlsam und schön geschrieben, das hat mir gut gefallen. Nur dieses Emo: "Ihr versteht mich ja doch nicht!" - passt dann irgendwie doch nicht zu Dukat. Denn nur dass er seine Frau liebte und seine Tochter, relativiert seine ganzen anderen zahlreichen Verbrechen ja nicht. Die Geschichte hätte das aber bis zu einem gewissen Grad gerne. Da verschenkst du ein bisschen Potential.

Zuletzt muss ich sagen, dass der Schluss zwar in der Grundstruktur passend gewählt war, aber dann dermaßen postmodern-bizarr war, dass er mir für diese Geschichte nicht gefiel. Was ich meine ist: Dass Dukat Selbstmord begeht/ sich sterben lässt ist kondequent. So hätte ich die Geschichte auch enden lassen - dass er sich aber (eingebildet oder nicht?) plötzlich und unmotiviert auf Empok Nor befindet, tut nichts für die Geschichte, außer Verwirrung stiften. Hier bist du so vage, wie es bei der Erklärung für Idahani besser gewesen wäre und lässt zumindest mich mit einem Fragezeichen zurück.

Sprachlich gibt es an der Geschichte nichts zu mosern, das ist sauber und flüssig zu lesen. Zusammenfassend bleibt eine solide, kurze Geschichte über nicht alltägliche Charaktere, die sich flüssig und spannend liest, aber einige inhaltliche Schwächen hat.



Antwort des Autors: Danke für dein ausführliches Review. Das mit dem Telepathen habe ich bewusst nicht geschrieben, da sich die Föderation ja als moralisch "gut" sieht und irgendwem mehr oder weniger gewaltsam (mental gewaltsam) Infos rauszuquetschen wäre ja ethisch nicht unbedenklich. Zum Thema Idahani: es ist bewusst offen, ob sie wirklich wieder da war. Die Sache mit den Sensoren kann ja auch ein Messfehler gewesen sein, Dukat interpretiert es aber in eine bestimmte Richtung. Zum Thema Mordprozesse: natürlich sind die immer noch notwendig. Denn, selbst wenn es so wäre, dass sie wiederkommen, ist das dann wohl höchst selten der Fall (sodass es Legendenstatus hat, weil man in der Regel keinen kennt, der das erlebt hat) und kann deswegen keinen Prozess ersetzen. Zudem schrieb ich, "Nacht, in der die Angehörigen den Toten wiedersehen können", nicht "in der der Tote für alle zurückkommt". Das ist ein bewusster Unterschied, denn es ist keine zwangsläufige Konsequenz, dass der Verstorbene -so er überhaupt sichtbar wird- gleich für alle "erreichbar" ist. Zum Thema Trauer: da es ja keinen Beweis für die Rückkehr der Verstorbenen gibt (allerhöchstens Indizien, das bitte ich in diesem Zusammenhang zu unterscheiden) ist Trauer natürlich eine Konsequenz des Todes eines Angehörigen. Zum Thema Empok Nor: dass er dort war, steht bei Memory Alpha. Das war also das Aufgreifen von in der Serie vorgekommenen Ereignissen. Inwieweit die einem sinnvoll erscheinen oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. In meiner Story diente die Szene dazu, zu zeigen, wie es ein Jahr später um Dukat steht. Zu seinem emotionalen Ausbruch: ein bewusster Kontrast zum Seriencharakter, um darzustellen, dass es mit seiner psychischen Stabilität rapide bergab geht. Er rechtfertigt sich dabei, natürlich, aber das tut ja so ziemlich jeder, zumindest vor sich selbst, und er spricht es eben laut aus. Es gibt ja zb kaum einen Mörder, der sagt: "Ich habe das gemacht, weil ich ein charakterloses, mordlustiges Ungeheuer bin", der sucht auch andere Gründe dafür und wird sie vor Gericht wohl auch nennen. Insgesamt muss ich also sagen, dass du meine FF in weiten Teilen missverstanden hast (das, was du hier schreibst, vor allem, was den Idahani angeht, habe ich in der FF weder so gesagt noch gemeint). Woran das Missverständnis jetzt im Einzelnen liegt, ist wohl schwer rekonstruierbar. LG werewolf


Name: Bareil (angemeldet) · Datum: 30.10.16 00:21 · Für: Kapitel 1
Hallo! Ich habe deine Story gelesen und bin die letzte Person die Dukat von einem Selbstmord abhalten würde, aber Du hast es geschafft, bei mir für Dukat Mitgefühl zu erzeugen.

Nur ein Problem habe ich beim Lesen : eine Person, die wirklich geisteskrank ist, kann nicht kritisch über ihre Wahnideen nachdenken; sie ist sich des Wahns nicht bewusst und erlebt alles als totale Realität. Irgendwo schreibst Du, er habe schon lebhaftere Hallus etc. gehabt oder so ähnlich.

Antwort des Autors: Danke für dein Review :) Zu diesem Zeitpunkt hat er noch einen Rest logisches Denkvermögen, das immer wieder durchkommt, denn Geisteskrankheiten müssen ja nicht ein kontinuierlicher Prozess sein, sondern können ja auch in Phasen passieren und zwischendurch immer wieder "lichte Momente" enthalten, was später aber auch nicht mehr stattfindet bei ihm. LG werewolf


Name: Amber (angemeldet) · Datum: 16.10.16 12:34 · Für: Kapitel 1
Deine Geschichte ist einfach mal total schön und traurig. :,( Und romantisch. Ich fand sie jetzt nicht gruselig im Sinne von "Waaaah! Licht an!", sondern auf eine ruhige, düstere, melancholische Art.

Kennst du zufällig von Virginia Woolf "Ein Geisterhaus"? Daran musste ich beim Lesen denken. Toll gemacht!

Ich mag ja Dukat sehr gerne und finde, dass du ihn in bisher jeder deiner Stories wunderbar darstellst.

Antwort des Autors: Das freut mich sehr, dass dir die FF gefallen hat :) "Ein Geisterhaus" kenne ich nicht, aber das werde ich mir auf jeden Fall nachholen. Das ist nicht der "klassische" Horror, da hast du Recht, weswegen ich Sorgen hatte, dass es überhaupt als Grusel gilt, aber gut, dass die Atmosphäre so rüber kommt. Das war auch mal wieder eine andere Seite von Dukat, die ich relativ schwierig zu beschreiben fand, deswegen freut es mich besonders, dass es zu ihm passt. LG werewolf


Name: MaLi (angemeldet) · Datum: 16.10.16 12:32 · Für: Kapitel 1

Oh wow, ich weiss gar nicht, was ich schreiben soll, denn für einen Moment war ich sprachlos.

Die Geschichte ist unglaublich tiefgründig und lebensnah, und die Charaktere so gut geschrieben, dass man sie richtig hören kann. Sie pendelt so ausgewogen zwischen Hoffnung, Melancholie und Resignation, dass sie wirklich einen Gruselhauch bekommt, alleine schon dadurch, dass sie absolut realistisch und greifbar geschrieben ist. Die Atmosphäre, die Umgebung, die Texte und die Charaktere sind gut aufeinander abgestimmt und fügen sich nahtlos zu einem düsteren Bild der Verzweiflung zusammen.

Zugegeben, mit dem Schluss hast du mir, als Dukat Fan, das Herz gespaltet :( und trotzdem wünscht man sich doch keinen anderen Ausgang. Im ersten Moment hat mich der Teil mit dem Sex etwas gestört, doch am Ende, wenn die Geschichte nachklingt (und das tut sie!) ist es doch wieder absolut passend und soll so bleiben. Die Geschichte stimmt von A bis Z, enthält unglaublich viel Herz und Tiefgang, nimmt den Leser von Anfang bis Schluss gefangen und lässt ihn dann leer schluckend und doch beglückt zurück.

Die Geschichte ist absolut fantastisch, super und unglaublich. Ein Meisterwerk. Wow, einfach nur WOW!



Antwort des Autors: Danke für dein wirklich sehr ausführliches Review :) Die Realitätsnähe zu erzeugen war auch mein Hauptanliegen, wie schön, dass es geklappt hat. Besonders freut es mich, dass die FF nicht mit dem Lesen zu Ende ist, sondern noch nachklingt. Die Bandbreite der Emotionen zu zeigen lag mir auch sehr am Herzen, denn das Leben ist ja ein beständiges Auf und Ab der unterschiedlichsten Gefühle, die zum Teil dicht aufeinander folgen oder sich überschneiden. Bei dem Teil mit dem Sex hatte ich auch erst länger gezögert, weil ich Sorge hatte, dass dann Leser abspringen, denn passend erscheint es wohl wirklich erst, wenn man die FF zu Ende gelesen hat. Wie gesagt, dein Review hat mich sehr gefreut :) LG werewolf


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 10.10.16 17:44 · Für: Kapitel 1
"Ihre Schönheit weht durch alle Zeiten ..." Hach! Einen Songtext von Faun als FF-Aufhänger zu nehmen, finde ich ja schon gleich mal sehr gelungen (ich lasse mich selbst oft durch ihre Texte inspirieren).

Mir hat es sehr gut gefallen, dass Du hier eine Geschichte mit sehr sanftem Grusel eingereicht hast. Das erweitert das bisherige Spektrum für die Challenge angenehm.

Dein Schreibstil gefällt mir wie immer sehr gut. Du gehst auf Dukat ein, Du bringst seinen Charakter näher, und Du beleuchtest vor allem die weicheren Seiten von ihm.
Auch die Idee des Idahani-Tages gefällt mir sehr gut. Das passt ganz wunderbar zur bajoranischen Mythologie. Eine schöne Idee, so aus dem Leben zu scheiden.

Danke für die Geschichte, ich habe sie sehr gerne gelesen.

Antwort des Autors: Das freut mich, dass dir die FF gefallen hat :) Ich hatte schon Sorge, dass es zuwenig Grusel für die Challenge ist, aber gut, dass du es als Bereicherung siehst. Der Idahani Tag war ein spontaner Einfall von mir, ich bin froh, dass er genau wie die Darstellung von Dukat bei dir Anklang findet. LG werewolf


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