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Name: Gunni Dreher (angemeldet) · Datum: 10.02.17 07:42 · Fr: Der Vorhang öffnet sich...
Ja Amber, deine Geschichte gefällt mir, sogar ausnehmend gut, und wenn das der Fall ist, investiere ich gern noch etwas zusätzliche Zeit, um mich näher damit zu beschäftigen. Um zum Beispiel zu überlegen, welche Gemeinsamkeiten und was für Unterschiede es zu der Vorlage gibt, wie die Autorin auf die Idee gekommen ist oder welche Hinweise sie gegeben hat, daß man guten Gewissens über ihr Werk lachen darf, obwohl sie es eine Tragödie nennt (ich schaue nie in die anderen Reviews, bevor ich mein eigenes fertig habe). An den Gedanken wollte ich dich gern teilhaben lassen. Nur um wirklich jeden Zweifel zu zerstreuen... ;)

Antwort des Autors: Jaaaaaa ... *verlegen mit fußspitze auf boden schrubbel* Danke. Ich hab's gestern einfach nicht gerafft, du Schatz. Du hast mein Geschichtchen so liebevoll analysiert, das hat mich erstmal völlig aus der Bahn geworfen, weil es doch einfach nur "meine kleine Trägodie" ist. ^^ Ich muss mich hier mal ganz formell und voller Zuneigung bei dir bedanken, liebe Gunni: Deine Reviews heben meine einfachen Geschichtchen auf ein ganz anderes literarisches Level und werden plötzlich zu echt lesenswerten und GUTEN Werken. *umarm* Danke!


Name: Gunni Dreher (angemeldet) · Datum: 09.02.17 16:42 · Fr: Der Vorhang öffnet sich...
Wie kommt man auf so eine Idee? Das ist vielleicht der allererste Gedanke, wenn man hier zu lesen beginnt und daraufhin (wie ich es getan habe) erstmal ins Wohnzimmer geht, um den Staub von der Shakespeare-Sammlung zu pusten. Romeo und Julia! Die Antwort auf die Frage liegt natürlich nahe: Die eine Person deines bevorzugten Pairings trägt immerhin den Namen Julian, und so hat höchstwahrscheinlich der Name den Anstoß geliefert.

Und sonst? Eine abwegige Umsetzung? Nicht, wenn man kurz weiterdenkt. Immerhin hegen hier zwei Personen Liebe füreinander und haben soziale Hintergründe, die sich mißtrauisch bis feindselig gegenüberstehen. Gleich zu Anfang läßt du Odo deutlich machen, daß er nichts von den regelmäßigen Treffen der beiden hält und er der Ansicht ist, der cardassianische Schneider und mutmaßliche Spion Garak sei kein Umgang für den hochangesehenen Mediziner Julian. Bezogen auf deine zwei Hauptpersonen ist dein kleines Theaterstück freilich ganz zeitgemäß: Das Liebespaar ist männlichen Geschlechts, es kennt und schätzt einander schon seit längerer Zeit, anstatt wie bei Shakespeare in nur einem einzigen Augenblick dem jeweils anderen rettungslos verfallen zu sein. Außerdem sind alle beide voll erwachsen und ihrer Gefühle sicher, ganz anders als die nicht einmal vierzehnjährige Julia, die Romeo eigentlich in den Verdacht rücken könnte, insgeheim pädophil zu sein. Von der Wahl der Protagonisten her gefällt mir darum dein Stück wesentlich besser.

Mit dem Originalwerk auf dem linken Oberschenkel und "Garak und Julian" auf dem rechten habe ich gestaunt, wie liebevoll und geschickt du Form und Zungenschlag von Shakespeares "Romeo und Julia" adaptiert hast, die blumigen Assoziationen, die altertümliche Sprache. Sogar der Schlußsatz des Prinzen, ausgesprochen durch Sisko, findet sich, für den sauberen Reim leicht abgewandelt, bei dir wieder. Kritische Anmerkungen meinerseits? Eine vielleicht: Ich war im ersten Augenblick ein wenig enttäuscht, daß du dich auf drei Akte beschränkt hast, aber wahrscheinlich ist hier weniger tatsächlich mehr. Jedenfalls hatte ich trotz des unweigerlich tragischen Ausgangs viel Vergnügen beim Lesen, was bei mir noch eine kleine abschließende Frage aufwirft: Was hast du hiermit bezweckt? (Außer deinem persönlichen Schreibspaß natürlich!) Eine West-Quadranten-Story? Erwartest du vom Leser, daß er sich gramgebeugt und bitterlich schluchzend in sein Taschentuch schneuzt ob des traurigen Schicksals der beiden Liebenden? - Kaum, dazu hast du zu dick aufgetragen! Du nennst deine Adaption zwar Tragödie, aber es ist klar erkennbar eine Persiflage. Allein der Kontrast von futuristischem Schauplatz und antiker Sprechweise wirkt unwiderstehlich komisch, und die Szene, in der Julian melodramatisch die Glasscherbe aus Garaks Brust zieht, um sich damit zu erstechen, treibt das Ganze endgültig auf die Spitze. Es ist schon nicht einfach, dem Verlauf der Handlung mit dem würdigen Ernst zu folgen, den ihre klassische Form zu verlangen scheint; hier wird es ganz und gar unmöglich. Und so mag die Autorin mir vielleicht vergeben, daß ihre zum Abschluß herzhaft applaudierende Leserin sich grinsend auf die Lippe beißen muß.

Antwort des Autors: Liebe Gunni, zuallererst möchte ich mich ganz tief verbeugen und meinen Hut vor dir schwingen, ob des vielen Lobes! :D Ich freu mich sehr, dass ich dich erheitern konnte (*maul* Keiner findet es herzschmerzig traurig!!! *lachzwinker*) So, dann geh ich mal von oben nach unten durch. :) Warum und wie komme ich auf so eine Idee? Ach, weißt du, es war ein Sommerabend, ich hatte einen herrlichen kühlen, perlenden dänischen Cider und schaute "Romeo & Julia" mit diCaprio und Danes. Und da schlich sich direkt beim Prolog ("Zwei Häuser ...") der Text für meinen Prolog in den Kopf. Und während ich den Film schaute, schrieb sich in meinem Kopf die Trägodie schon mal mit. :) Es ist und bleibt mein liebstes Stück, ich las "Romeo & Julia" das erste mal mit 9 Jahren, da saß ich schluchzen und weinend unter einer wunderschönen Weide am See. Herrlich. Und wusste schon: Irgendwann schreibst du das mal selbst! Tada. ;) Wer eignete sich besser als mein Liebespaar? Richtig. ^^ Und Sisko passte einfach haargenau auf die Rolle des Prinzen, wie ich ihn im Film erlebte. Leider eignete sich O'Brien nicht hundertpro für meine Lieblingsfigur (Mercutio), darum flog er raus. Und selbiges zählt für Tybalt, den sollte Dukat spielen. Aber ich dachte mir, wie du richtig erkanntest: Weniger ist mehr - und beschränkte mich auf drei Akte. Und ja: Ich übertrieb es maßlos und hatte wahnsinnig (Ja, wahnsinnig!!! ^^) viel Spaß bei den Formulierungen, die schrieben sich schneller, als ich sie fassen konnte und - schwups - war es fertig. Am leichtesten von der Hand ging mir tatsächlich Garaks Monolog nach dem Essen mit Julian, wo er in seinem Laden steht. Was ich hiermit bezweckt habe? Hm. Wie wäre es mit: Ich bin Künstlerin/Autorin/Träumerin, weitere Erklärungen sind nicht nötig? ^^ Oder auch: Es schlummerte seit Jahren in mir und musste nun endlich gesc hrieben werden? Natürlich geht auch: Es ist meine persönliche Würdigung dieses zeitlosen, wunderschönen Stückes. Such dir das passende aus. :) Ich danke dir ganz, ganz, ganz, ganz herzlich für dein einmalig tolles und wunderbares ausführliches Review, liebste Gunni! :*


Name: Ijan (angemeldet) · Datum: 08.02.17 20:03 · Fr: Der Vorhang öffnet sich...
Also, es fällt mir wirklich nicht leicht, jetzt ob DIESER GAR FÜRCHTERBAREN TRAGÖDIE mein Lachen zurückzuhalten, aber es ist so verdammt herrlich geschrieben. Wie genial du mit den Worten gespielt hast und jede Szene ein Wort in mehrfachen Kontexten eingesetzt hast, drumherum gespielt hast - das verlangt tatsächlich das höchste Maß an Wortkunst!

Belohnet seist du, löbste Amber, für dies erlauchte Stück und Botschaft des singenden Herzens über Freud und Leid. Mögest du ein Wegweiser sein für jene Leut', die zu diesen gottlosen Zeiten von "ey alda gehsu kino digga lan" nach wahrhaftig gebildeter Sprache ersuchen.

...oh, ein Audi! ...

Antwort des Autors: Muhahahaha....Ey, krass, Alda, hab mir übelst voll gefreut über dis endgeile Review! *würg* Jetzt ist mir schlecht... Bah. ^^ Mwaaaaaaaaaaaah, danke, da ziert doch ein Hauch der Röte meine Wangen ob des feinen Lobes. :) (Und, ja: Lach dich schlapp, wenn meine zwei Schatzis sterben... *kischerschnief* ) Du, das zu schreiben hat mir so viel Spaß gemacht, ich muss das irgendwann wieder machen. Dachte an DEN Sisko in Hamlet (weißt schon... eeeeeeeeeeeeeeewige Monologe und so.... ^^) :) Ganz, ganz, ganz flauschigen Dank, mein Julolein. Oh? Ein Audi am hellichten Giorni?


Name: MaLi (angemeldet) · Datum: 16.10.16 13:27 · Fr: Der Vorhang öffnet sich...

Weisst du, was an dieser „Geschichtsform“ so genial ist? -Ich habe wirklich gesehen, wie Sisko und Odo (in Gewandung) auf die Bühne traten und miteinander zu agieren begannen!

„Mir scheint, Euch scheint's zu viel. (…)“ :D Ich brech ab!!! :D
„Nun, vielleicht ein Poet, der Euch schmeichelt, damit er Euer Herz ausspionieren kann, um ihm ein Haus zu schneidern?“ DAS ist Garak, wie er leibt und lebt!! Und ja, ich bin absolut dafür, dass du für euch beide ein Haus erschneiderst, wo ihr dann zusammen poesieren und euch samtig umschmeicheln könnt :)

Ohh, diese Geschichte ist so wunderbar vielseitig. Erst dramatisch und geheimnisvoll, dann fluffig und wunderbar, danach traurig und niederschmetternd. Obwohl (wie du ja weisst) dies überhaupt nicht meine Art der Literatur ist, hat mir die Story doch super gut gefallen! Man sieht das Spiel auf der Bühne sehr deutlich vor sich und liebt und leidet mit. Auch die Dialoge passen gut zu den Figuren und ihren eigentlichen Rollen, was dem Ganzen noch mehr Lebendigkeit verleiht.

Auch wenn ich erst seufzte, weil ich da durch „musste“ (du weisst schon, wie ich es meine!) hat es sich doch für mich gelohnt! Die Story und die Umsetzung gefallen mir super gut und das nicht nur wegen Garak/Bashir ;D Wirklich super gemacht und solltest du wieder mal so etwas schreiben, werde ich es trotzdem lesen und mich überwinden. Denn für SO etwas, überwinde ich mich gerne :) *hug*



Antwort des Autors: Mein liebster Augenstern, schmeicheln deine Worte doch noch so sehr meinem Stücke, deine Güte, dies zu lesen, übertrift es allemal, mehr noch, dass ich dich berühren konnt'. Dein huldvoll Auge und dein' einfallsreich' Geiste blickten weit in die Tiefe der Gefühle, sahen sie doch, was manch anderen verschlossen blieb. Wäre ich nur halb so wortgewandt wie Elim, ich schrieb das sternenfunkelste Stück für dich, bestünde auch nur die Hoffnung, deine Augen würden es sehen. Doch sprachst du mir dein Wohlwollen aus! Und wie Mondenschein das Meer küsst, liebkosten deine Worte meine Seele und ich werde Rendezvous mit meiner Muse halten, um dich, du Glanz meiner dunkelsten Tage, zu erfreuen.


Name: Racussa (angemeldet) · Datum: 14.10.16 18:49 · Fr: Der Vorhang öffnet sich...
Wahnsinn!!! Deine Mühe - ich sag es frei heraus - war nicht vergebens: Zu Tränen rührt' mich nicht nur Drama und Tragödie - die besten Sätze entfachten Gelächter ohne Maß: Garak: „Nun scheint mir, Ihr übertreibt, gerade gestern sah ich Euch doch ein Mahl verschlingen, als wäre es Euer letztes.“
Bashir: „Für gestern war es das auch!“
und noch besser:
Bashir: „Mir fehlen die Worte...“
Garak: „Ein seltenes Vergnügen

Selten so gelacht! Ich kann dies' Drama nur empfehlen!

Antwort des Autors: :D Dann sprech ich sogleich aus meinen liebsten Dank, auf das ich dich erheitern und rühren konnt! Hihi, jaaaa... das waren auch zwei meiner liebsten Sätze, da sie in meinen Augen den lieben Doktor trefflich beschreiben. ^^ Danke, für das super Feedback!


Name: Anne ;-) (Anonym) · Datum: 30.08.16 22:20 · Fr: Der Vorhang öffnet sich...
Liebe Amber, auch wenn ich ein ich ein Star Trek Unwissender bin, habe ich deine Geschichte mit Interesse gelesen. Es ist eine wahrhaftige Tragödie mit schnellem Ende, von Langatmigkeit und Langeweile beim Lesen keine Spur. Ich freue mich mehr von deinen Zeilen in Zukunft lesen zu dürfen.

Antwort des Autors: Vielen Dank, schöne Frau, für das Lesen und das liebe Feedback. Ja, das Ende kam auch für mich schnell... von Garak & Julian ganz zu schweigen... :,( Das mit dem Unwissen ändert sich schon ganz bald, versprochen! ;) Und was neues ist bereits in Arbeit, wird aber länger, also: Geduld.


Name: Gabi (angemeldet) · Datum: 23.08.16 01:05 · Fr: Der Vorhang öffnet sich...
Wie absolut genial! Ich habe Deine Zeilen mit einem Dauergrinsen gelesen, liebe Amber, und mich an eine Mischung aus Romeo und Julia und den Sommernachtstraum erinnert gefühlt. Was für eine glänzend ausgeführte Idee! Wie bist Du darauf gekommen?

Antwort des Autors: Vielen Dank, liebe Gabi! :D Tatsächlich entsprang die Idee einem Sommerabend mit Cider und "Romeo & Julia" (Film mit Claire Danes). Meine beiden Lieblinge bieten sich einfach an für solch Streiche. :)


Name: Mathias (Anonym) · Datum: 22.08.16 19:36 · Fr: Der Vorhang öffnet sich...
Wow, sehr gut geschriebene Geschichte!
Die Schreibweise ist im wahrsten Sinne des Wortes klassisch und bietet sich als Theaterstück an :)

Antwort des Autors: Hey, lieben Dank! :) Ich glaube mich zu erinnern, dass es bereits ein ähnliches Stück gibt... ;)


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